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man eine überraschende
eures Mammons.
wird's sein, das dubereitet hast?“
Pension von der Eisenbahn, an der ihr Mann als kleiner Beamter früher tätig war. Da man die Frau in den letzten Tagen nicht sah, wurde die Polizei verständigt, die die Wohnung öffnen ließ. Die Witwe wurde, im Schmutze starrend, krank in ihrem Bette aufgefunden. Die Kranke, ihr Bett und Wohnung waren voller Ungeziefer, sie wurde ins Hospital! gebracht. Der Schutzmann mußte an sich eine schwere Reinigung vornehmen, so war er voll Ungeziefer geworden.
Hausstand der Witwe aufgenommen wurde, machte Entdeckung. Im Kleider— schrank fanden sich 140000 Mark in Gold! Das Geld wurde auf der Sparkasse angelegt und ein Vormund ernannt. Die Frau hat keine Kinder, Verwandte von ihr wohnen in Caub.
Gibt es eine erbärmlichere Sklaverei, als die Knechtschaft des Goldes? Sind diese Menschen, die vor dem goldnen Kalbe im Staube liegen, es anzubeten, nicht tief zu bedauern? Kommt heraus, ihr Toren, aus den schmutzigen Grabgewölben Welche Gelegenheit habt ihr, mit eurem Geld andere und damit euch selbst Freude zu machen, stattin der kalten Umklammerung des Goldes zu verwesen bei lebendigem Leibe.
Du harr.
Ein Kaufmann war genötigt, in einem welt— fernen Oertlein zu übernachten, weil ein Rad an seinem Wagen brach. Da das einzige Wirtshaus im Dorfe gar so schmutzig und eng war, so bot ihm der Pfarrer Herberge in seinem Hause an. Gerne wurde diese Einladung aufgenommen. Wie er nun auf sein Schlafzimmer kam, sah er auf dem Tisch desselben eine Bibel liegen. Eine solche hatte er schon seit Jahren nicht mehr angesehen,
sondern nur weltliche Bücher gelesen, vor allem
fleißig und täglich Zeitungen und Kurszettel studiert. Halb aus Neugier, halb aus langer. Weile blätterte er in dem alten Buch. Da traf sein Auge den Spruch:„Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern und wes (Lukas 12,20). Wie vom Blitz getroffen stand er da. War er mit all seiner Klugheit und Berechnung, mit all den Schätzen, die er sich aufhäufte, nicht auch ein Narr, ein Tor weil er den wichtigsten Posten in seiner Kalkulation übersah und das Heil seiner Seele, Gericht und Ewigkeit vergaß? Er ging von da an in sich und betete fleißig mit dem Mann Gottes Mose:„Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden“ (Pf. 90, 12).—
ein Opfer.
Herr Malcolm Fenwick erzählt, wie er neulich auf einer Reise im Norden Koreas einen alten, frommen Mann besuchen wollte, ihn aber nicht
aber
Als der
zu Hause fand. Er wird aufs Feld gewiesen, wo er beim Pflügen sei. Der Alte galt als ein wohl⸗ habender Mann, nach dortigen Anschauungen, aber wie erstaunte der Missionar, als er ihn vorwärts gebückt und schwitzend vor seinen Pflug gespannt auf dem Felde traf, um das Land für die kommende Saat vorzubereiten.„Was tust du da, wo hast du denn deine Kuh, daß du selbst diese schwere Arbeit tust?“ fragte der Missionar. Zuerst schwieg der Koreaner verlegen, dann aber entdeckte er seinem Besucher die Ursache der un⸗ gewohnten, harten Arbeit.„Du weißt, Missionar, daß wir uns ein Kirchlein gebaut haben, aber als die Mauern fertig waren, ging uns das Geld aus, ehe noch das Dach auf die Mauern kam. Die Winterzeit aber war im Anzug und unsere Arbeit wäre verloren gewesen, wenn wir nicht das Dach fertig gestellt hätten. Wir kamen daher zusammen und berieten, was wir am besten ent— behren könnten, um die notwendigsten Geldmittel aufzutreiben, ein Dach zu beschaffen. Ich dachte, daß ich meine Kuh am leichtesten entbehren könnte, und verkaufte dieselbe. Gott sei Dank, unser
Kirchlein hat jetzt ein Dach.“
Ein grosser Wechsel.
Ich las kürzlich in einem englischen Buch eine sinnige Fabel: Am Eingange des Jenseits trafen sich zwei neu angekommene Seelen. Die eine war schön und stattlich; sie hatte ein licht⸗ strahlendes Gesicht und trug glänzende Gewänder; die andere war klein und grau und unscheinbar, sie zitterte und bebte vor Angst. Da sprach die erste:„Warum zitterst du, was fehlt dir?“„Ich fürchte mich,“ erwiderte die andere.„Hier kommt mir alles so seltsam und unheimlich vor. Ich war auf Erden eine feine Dame und wohnte in einem prächtigen Haus, Diener und Dienerinnen umgaben mich; ich hatte kostbare Kleider und glitzernden Schmuck, alles, was mein Herz begehrte, war mein; da auf einmal mußte ich alles ver⸗ lassen und an diesen Ort kommen, fern von meiner Heimat und und von meinen Freunden. Es ist doch- schrecklich, furchtbar! Nicht wahr?“ Aber die schöne, starke Seele antwortete:„Das ist eigentümlich. Ich kam sehr gerne hierher. Nie in meinem Leben habe ich mich so heimisch gefühlt; alles erscheint meinen Augen so freundlich, so altbekannt.“ Krampfhaft klammerte sich die furcht⸗ same Seele an die andere und flehte:„Gib mir dein Hand, du siehst so stark aus und schreitest so frei einher, vielleicht werde auch ich mich nicht mehr fürchten, wenn ich bei dir bin,“ und mit einem forschenden Blick nach dem Gesicht ihrer frohen Begleiterin fuhr sie fort:„Sage mir doch, haben wir uns auf Erden nie getroffen? Dein liebes Gesicht kommt mir so bekannt vor;


