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gedenke, was es Jesus gekostet hat,
daß du errettet bist.
Er hat dich geliebt, für dich gesorgt, dir vergeben, dich wieder angenommen, dich getragen, dich getröstet wenn du traurig warst, deine Gebete erhört, deine Minder gerettet, deine Arbeit gesegnet, dich festgehalten, wenn du in De zweiflung geraten wolltest. Denk' an all diese Segnungen, die Er dir zuteil werden ließ! Jede Freude kam aus seiner Band; jede Träne hat Er getrocknet. Er fragt dich heute: Was gübst du Mir dafür d
Ein Mann in einem Dorfe hatte den festen Ent— schlu gefaßt, der nächsten Aufforderung, für die Mission zu geben, ein entschiedenes Nein entgegenzu— setzen. Da hatte er einen Traum: Jesus trat zu ihm, ein Papier in der Hand. Darauf las er:
Rechnung für Perm II. II. Soll. Paben.
Für die Gabe Jesu Christi In den letzten 50 Jahren und die Errettung seiner 75 Pfg. im Jahr für Seele. die Errettung der Welt.
Für Bewahrung während seines Lebens von 70 Jahren.
Für mannigfache Erret⸗ tung aus Krankheit und Tod.
Für ein glückliches Fa⸗ milienleben.
Für 2 Landgüter.
Für verschiedene 1000 in der Bank. i
voller Todesangst rief der Mann aus:„O, ver⸗ gib und schenk' noch eine Gnadenfrist!“ In Schweiß
gebadet erwachte er. 5
Dieser Mann sah den Rechnungsabschluß. Wir werden den unsern auch eines Tages sehen. Wollen wir beizeiten lieben und für des Herrn Sache ein⸗ treten, daß wir es ertragen können, wenn einst unsere
Rechnung emporgehalten wird neben dem Blute Jesu,
und wir sie ohne Schrecken sehen können, wenn das
helle Licht der Ewigkeit darauf fällt.
* Freiheit.
Warum liegt dir noch immer so viel daran, was die Welt sagt? O versuche doch, nicht länger ihr Sklave zu sein! Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie wohl das Freisein tut. Es ist eine reine Wonne. Also hisse deine Fahne auf und bleibe dieser Freiheit treu! Wie so bald werden alle verborgenen Dinge offenbar werden!
Wirf all deine Last auf Ihn! Er wird alle deine Versehen und Irrtümer wieder ins Gleiche bringen, auch das Schlichten und Gutmachen, was du mit anderen vorhast. Hier bin ich, Herr, ein Häuflein Ton. Du bist der Töpfer. Forme mich nun, wie deine Weisheit es will; achte nicht
auf das, was ich dabei jammere und seufze!
Willst du meinen Lebensfaden abschneiden, so sei
es; willst du ihn verlängern, so ist es auch gut.
— Bin letzte Nacht vom Nasenbluten fast erstickt.
Die arme Schwertscheide ist gar sehr verbraucht
und abgenutzt. Gordon. On
Dienst an der Kette.
Ich lasse euch aber wissen, lieben Brüder, daß, wie es um mich stehet, das ist nur mehr zur Förderung des Evangeliums geraten, also daß meine Bande offenbar worden sind in Christo in dem ganzen Richt⸗ hause. Phil.
Aus Rom schreibt der Apostel. Er ist gefangen; wir wissen nicht, wie schwer diese Haft war, aber es genügt zu sagen, daß man ihm die Freiheit ge— nommen hatte. Früher kettete man gefangene Adler mit einem Fußring an, ein Flugbauer, in dem f hindert fliegen so. Und der Adler Paulus war in seinen guten Tagen weit geflogen: heute durchs heilige Land, morgen über die Städte Kleinasiens, zuletzt bis Rom; dort fing ihn der grausame Christenjäger Nero ein. Paulus war also wie Jesus ein Mann, der nicht hatte, sein Haupt hinzulegen. Er kannte keine Ruhe; denn in schlaflosen Nächten hörte er den Schrei
heutzutage gibt man ihnen ie drei Meter weit unge⸗ können— es bleibt ein Jammer auch
fremder Städte, die ohne Heiland und Gebot Gottes.
waren. Dann stand er auf in der Kühle des Morgens, der kleine, schwergeplagte, sieche Jude von Tarsus, und wanderte über die Totenfelder des Heidentums, bis sein Ziel vor ihm stand und er anfangen konnte:„Hört, was ich einst zu Damaskus erfuhr...“ Das war kein lustiges Leben, und Hunger, Gram und Todesgrauen wankten durch die Tür, sobald er sich eben niedergelassen hatte.
Dennoch: die Gefangenschaft in Rom war das Schlimmste. Drang jetzt die Not der Gemeinden an sein Ohr, erschienen seltsam gekleidete Gottesboten in seinen Träumen, die ihre Hände ausreckten und riefen:„Paulus, Apostel des Lebendigen, mit diesen Händen greifen wir ins Leere und fassen das Nichts! Wer stillt unsere Angst an offenen Gräbern? Wer zwingt unsre Jugend zur Ehrfurcht, wer macht unsern Männern und Frauen das Leben lebens- wert?“— dann warf das Mondlicht den Schatten des Kerkerfensters auf den Boden: ein schwarzes Kreuz.
Gefangen— um des Gekreuzigten willen! Lahm⸗ gelegt, gepeinigt, der Willkür der kaiserlichen Garden ausgesetzt, beargwöhnt, wenn er mit jüdischen Be⸗ suchern aramäisch, mit Griechen griechisch, mit Rö⸗ mern lateinisch sprach über das
Fügen wir hinzu, daß Paulus ein kranker Mann war und ein Kämpfer, den das Leben langsam aufgerieben hatte, so würden wir uns kaum
wundern, wenn nun auch er wie so viele langsam
„kommende Reich“.


