Ausgabe 
11.5.1913
 
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vor einem Dienstmädchen zu verleugnen, der steht 40 Tage später mit dem heiligen Geist ausgerüstet da vor einer nach Tausenden zählen den Volksmenge ohne Furcht und Feigheit und verkündigt in großer Kraft den Namen Jesu. Auch wir wollen uns dessen freuen, daß der heilige Geist unser Fürsprecher, Beistand und Helfer ist, aber ganz besonders darüber, daß er unser Tröster sein soll. Benötigten denn die Jünger den heiligen Geist als Tröster? Gewiß, Jesus wollte ja von ihnen gehen, dann standen sie als Waisen da. Sie sollten ja auch als Schafe unter die Wölfe gesandt werden, Christi Schmach tragen, den Haß der Welt erfahren; dazu brauchten sie aber mehr wie eigene Kraft, wie Enthusiasmus. Menschliche Begeisterung würde da nicht aus gehalten haben.

Sie brauchten Trost, kraftvollen

Trost. Es ist nun für uns kein Geheimnis mehr, wie die zaghaften Jünger, die mit einer Ausnahme alle flohen, als der Hirte geschlagen wurde, nachher wie Helden dastehen konnten, bereit, für ihren Meister in den Tod zu gehen. Was hat die Welt alles für Mittel ersonnen, diese Jünger und ihre Nachfolger um ihres Glaubens willen zu foltern! Man verfolgte sie mit Drohen und Schnauben. Brennenden Fackeln gleich mit Teer überstrichen standen sie in der Arena. Andere wurden das Futter gieriger Bestien. Vor siedenes Oel wurden sie geführt da hinein sollten sie geworfen werden. Mit knirschen⸗ den Zähnen, geballten Fäusten und zornglühenden Augen standen ihre Feinde da, die sie steinigen wollten. Zarte Jungfrauen und blühende Kinder, säugende Mütter mit ihren Kleinen und Greise mit schneeweißen Haaren, Jünglinge und Männer sie alle ohne Furcht und Zagen, mutvoll sie alle, Christen voll Glaubens und heil. Geistes, waren bereit, um Christi willen in den Tod zu gehen. Und was war die Kraft dieser Menschen, das Märtyrium so freudig mit Halleluja auf den Lippen zu ertragen? Der heilige Geist, der Tröster in ihrem Leiden, war in ihnen. Es ist auch heute kein Leiden, sei es ein körperliches oder seelisches, sei es ein Leiden um Christi oder um anderer Ursachen willen, in welchem Menschen, die sich dem heiligen Geiste öffnen, nicht auch reichen Trost empfangen können. Der Tröster ist da der Tröster der Betrübten, der Leidenden, der Trauernden. Sagt es an, ihr Gotteskinder in den Krankenhäusern, in den Siechenheimen, in den Waisenanstalten und Witwen stuben, ist es nicht so?. 3

Aber nicht nur weil die Märtyrer die Stimme des Trösters vernahmen, des Trösters, der da mehr trösten kann, wie einen seine Mutter tröstet, gingen sie so freudig in den Tod, sondern auch

darum, weil sie den Geist der Wahrheit in ch hatten. Wo dieser Geist von einem Menschen

Besitz nimmt, da wird die Lüge hinweggetan. Dieser heilige Geist stellt auch alles ins Licht öttlicher, das ist wahrheitsgemäßer Beurteilung. hr wisset alles, und ihr wisset es recht; denn ihr habt die Salbung, d. i. der heilige Geist.

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Dieser Geist der Wahrheit ist es auch, der alle Unwahrheit in der Gemeinde Gottes aufdeckt,

und wo der Geist wirkt, da wird die Lüge offen⸗ bar. Und wenn wir Wahrheit über Gottes

Wesen und Wirken erwünschen, er gibt sie

uns, der Lehrer, der Geist der Wahrheit, der auch von Christo zeugt, wie es überhaupt seine stete Aufgabe ist, Christum zu verklären. Laßt uns deshalb, wenn wir Mangel an Weisheit und Wahrheit in uns entdecken, bitten: Mehre uns die Kräfte des heiligen Geistes!

In welchem Menschen nun dieser Geist wohnt, den wird er auch zum Zeugen machen. Männer mit heiligem Geist sind immer Zeugen des Herrn gewesen, die gesprochen haben:Wir können es ja nicht lassen, zu reden von dem, was wir er fahren haben. In ihrem Innern brannte es wie ein heilig' Feuer. Pfingsten, du Fest des heiligen Geistes, du erinnerst die Gemeinde Gottes daran, daß wir Männer und Frauen brauchen, die Zeugen Gottes sein sollen, die nichts anderes wissen und wollen als Christus, den Gekreuzigten!

So kehre denn bei uns ein und erfülle die Herzen deiner Gläubigen, du Tröster in Ver folgung, du Geist der Wahrheit in der Welt der Lüge, du treuer Zeuge in einer lebensdurstigen Menschheit, und mache dieses Pfingstfest zu einem herrlichen Freudenfest! Ludwinski.

Verschnäßte Litbe.

Weh euch Liebe Gottes. Luk. 11, 42.

Mütterlein, was hat den Schmerzenszug in

Dein Antlitz gegraben, und was ist die Ursache Deiner vielen Tränen?Kein körperliches Leiden ist es, o, ich wollte gerne die schlimmsten Schmerzen tragen Anna, meine Einzige mein Kind schämt sich meiner. Bin ja nur eine Waschfrau sie aber eine moderne Dame. 5

Karl, bleib' heute Abend einmal zu Hause.

Seit dem Tode der Mutter tatest Du dies nicht einmal, ich will mit Dir wegen Deiner Zukunft reden, so bittet flehentlich ein liebendes Vaterherz seinen einzigen Sohn.

ihr gehet vorbei an der i

Nein, ist die freche und trotzige Antwort. Der Weg der Sünde ist ihm

nnn.