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bemeinschaftsblatt für fjessen.
Ein Wegweiser für denkende Menschen.
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Nr. 3..
Sonntag, den 19. januar 1913.
Die Sonne und das[Ilenichenherz.
Die Sonne erleuchtet. Ohne sie ist es finster auf Erden und finster am Himmel. So ist's auch finster über uns und in uns, wenn Christus, die Sonne der Gnade, uns nicht scheint. Da ist's finster in uns auf Erden, wir kennen uns selber nicht; da ist's finster über uns am Himmel, wir
kennen Gott nicht. f Geht sie zur Rüste,
Die Sonne erwärmt. wird's kalt und feucht. So wird's auch kalt im Menschenherzen, wo Christus fehlt, die Sonne der Gerechtigkeit. Da erstarrt man im Froste der Selbstsucht, da erfriert man unter dem Eise der Herzenskälte. i
Die Sonne belebt. Ohne sie ist alles tot, sinkt alles Leben in die Arme des Todes. So ist auch alles tot im Menschenheczen, daraus Christus, die Sonne der Geister, geflohen ist. Da fehlt der Glaube an Gott, die Liebe zu Gott, die Hoffnung auf Gott, der Gehorsam gegen Gott, der Friede durch Gott, das Leben in Gott,— da ist der Tod.
Die Sonne ist immer da und führt täglich dem Erdkreis Licht, Wärme, Kraft und Leben zu in unerschöpflicher Fülle. So ist auch Christus immer da, wenn wir Ihn nur sehen wollen, und wer Ihn sucht, der kann Ihn finden. Die Sonne schauen wir nur mittels der Sonne. So können wir auch nur Gott durch Gott erkennen, und nur
in seinem Licht sehen wir das Licht.
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Die Sonne verbirgt sich mitunter hinter den Wolken. So entzieht auch uns Christus zuweilen seine Gnadennähe in trüben Tagen, auf daß wir uns nur um so elender fühlen ohne Ihn, um so inniger uns sehnen nach Ihm, um so freudiger und getroster hoffen auf Ihn.
Die Sonne spiegelt sich nur im klaren, ruhi—
gen Wasser. So auch Christus in einem Herzen, das Ihm stille hält und den Frieden in Ihm gefunden hat. g
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Die Sonne zieht, wenn sonst fich nichts da— zwischenstellt, aus der unter ihr liegenden Erde alle Feuchtigkeit und schädlichen Dünste, trocknet und reinigt die Luft und vertreibt den Nebel. So zieht auch Christus das Menschenherz zu sich und reinigt es ganz, wenn es seinen Strahlen unmittelbar sich aussetzt.
Die Sonne wirft ihre Strahlen direkt auf den hin, der sich unter sie stellt. So auch Christus; Er sendet sein Licht auf den ihm zugekehrten Grund des Herzens und durchdringt dasselbe Herz, wenn es seinen Strahlen sich zuwendet.
Lieber Leser, sei mit ein paar Sonnen— blicken von Christus nicht zufrieden, sondern setze dich der göttlichen Gnadensonne ganz aus, damit sie dich auch ganz durchleuchte, durchdringe, durch— wärme, belebe, und du auch mit dereinst zu den Gerechten gehörst, die leuchten werden in ihres Vaters Reich wie die Sonne immer und ewiglich.
Wie der Erbauer des gröszten Dampfschiffes Englands Goit fand. Sein Lelbstzeugnis.
—„Sie wissen, meine Herren, wie es mit dem „Great Eastern“, dem größten Dampfschiffe, er⸗ ging. Es war im Juli 1857 soweit fertig, daß es vom Stapel laufen konnte, 600 Fuß lang und 120 000 Zentner schwer lag es auf Eisenbahn— schienen und sollte nun ins Wasser gelassen werden. Tausende und aber Tausende von Menschen waren am Ufer versammelt, um das gewaltige Schau— spiel mit anzusehen. Alle Ketten wurden gelöst, alle Stützen weggeschlagen, der Koloß fing lang—


