N
Vorgesetzten, bat demütig um Vergebung und wurde wieder angenommen. Am 7. April wurde er getauft. Sein ganzes Familienleben ist umge— wandelt, und sein und seiner Frau Herz strömen über von Dank für das, was Gott an ihnen getan hat.
„Allzeit bereit“ Organ christlicher Polizeibeamter.
Sseg.
Wenn du vergessen, vernachlässigt, zurück— gesetzt wirst und doch dein Herz in Sprüngen geht, weil du um Christi willen geschmähet wirst— das ist Sieg!
Wenn deine guten Absichten mißdeutet, deine Pläne durchkreuzt, deine Ansichten ver— achtet und ins Lächerliche gezogen werden, und du dies still und geduldig ertragen kannst— das ist Sieg!
Wenn du jede Enttäuschung, jede Un— pünktlichkeit, an der du unschuldig bist, mit Sanftmut erträgst— das ist Sieg.
Dein Freund.
Deinen Freund und deines Vaters Freund verlaß nicht. Sprüche 27, 10.
Ein treuer Freund ist wirklich einer der größten Schätze in dieser Welt. Ein treuer Freund ist stets zur Hand, wenn Not und Kummer uns bedrohen und bedrängen. Brauchen wir Rat, so suchen wir den Freund auf, und er setzt seine ganze Person ein, uns zu raten und zu helfen. Wie schmerzlich klingt es indessen, wenn Menschen oft klagen, daß sie niemand haben, dem sie sich anvertrauen können, der Freud und Leid mit ihnen teilt, wenn sie in be- sonderen Zeiten des Leides und der Trübsal allein in der Welt stehen!— Hast du wohl einen Freund, eine Freundin, die auf dich rechnen? Dann bitte, vergiß deine Freundespflicht nicht. Aber ach, auf dieser Erde, wo nichts Vollkommenes ist, bekommt auch so manche Freundschaft einen Stoß. Da
werden zwei Freunde von einander getrennt, indem
sich Länder und Meere zwischen sie schieben, oder es gelingt dem Teufel, den giftigen Samen des Mißtrauens in die Herzen zu streuen, und die ehemaligen Freunde werden zu bitteren Feinden.
Hast du, lieber Leser, schon bittere Erfahrungen gemacht mit Freunden, deren Treue versagte, so nenne ich dir jetzt einen Freund, der stets derselbe
treue Freund bleibt, und dessen Liebe zu dir un⸗ begrenzt ist.
Es ist dein Herr und Heiland Jesus Christus, der Sohn Gottes, den die treue Freundesliebe zu dir vom Himmel herab—
3 hat, der zur Begründung deines ewigen
Glückes sein Leben in den Tod gab. Millionen von Menschen haben ihn schon zu ihrem Freunde erkoren und es nie zu bereuen gehabt. Vielleicht war er auch deines Vaters und deiner Mutter Freund. Mit diesem ihrem Freunde besprachen sie die Angelegenheiten des täglichen Lebens, ihrem himmlischen Freunde brachten sie ihre Kinder in treuem Gebet, zu ihrem Freunde nahmen sie ihre Zuflucht in der Not. Auf dem Sterbebette sahen sie ihren Freund kommen, um sie aus allem Erdenschmerz zur himmlischen Herrlichkeit empor— zuheben.
Siehe, dieser treue Freund bietet auch dir die Freundeshand. Vergleiche ihn einmal mit deinen sogenannten bisherigen Freunden. Die— selben lockten dich ins Wirtshaus und an andere Orte der Sünde; deine Freundin, liebe Leserin, verlockt dich zu einem Leben in der Sünde, das dich in das ewige Verderben stürzt. Laß deshalb heute noch jede falsche Freundschaft fahren und schließe mit dem besten Freunde den Freundschafts— bund. Laß ihn die Fesseln zerreißen, die dich an falsche Freundschaften binden.
Noch eine Ermahnung enthält unser Wort: Deinen Freund verlaß nicht. Ach, wie manche haben dies Wort nicht beachtet! Demas, ein Mitarbeiter des Apostels Paulus, verließ den Herrn und gewann die Welt wieder lieb. Du denkst wohl, die Gefahr bestehe für dich nicht. Wisse, daß diese Gefahr für niemand ausgeschlossen ist. Dein Feind lauert auf einen günstigen Augen- blick, und schneller als du ahntest, hast du deinen treuen Freund durch Sündenfälle schmerzlich be— trübt. Unzählbar ist die Schar derjenigen, die nur einmal ein wenig von dem Honigseim der Welt schmecken wollten und dann mit dem Höllen— geist der Sünde in ihren Adern und in ihrem Gewissen für Zeit und Ewigkeit zugrunde gegangen sind. Werde deshalb nie sicher und traue dir selbst nichts zu, so wird dir dein Freund un— entbehrlich; denn er hält dich in seiner starken Hand. Bleibst du ihm treu, so darfst du wissen, daß seine Treue nie versagt, daß es ihm vielmehr eine Lust und Freude ist, dir in Ewigkeit Gutes
zu tun. K. Martin. — .
Brosamen.
Ach, wenn doch die Menschen lernen wollten, menschlich zu fühlen und zu denken und von den reichen Gütern auf der Erde einen vernünftigen und menschenfreundlichen Gebrauch zu machen! Mag es auch in der


