Sir. 74__________________
Privatarchitekten aus Beseitigung der Nebenarbeit der V.rube- amicn wird »ach kurzen Bemerkungen der Abgg. Lutz. Ade- lang und des Ministerialrats Dr, Kratz snr erledigt crtlärt.
j> cr Antrag der Abag. Ulrich und Eenossen über die na- uonalc Einheitsschule wird vertagt. Tie Vorstellung der sein, naristisch gebildeten Lehrer wird nach Bemerkungen des Staat-- rats Sllf,ert snr erledigt erklärt. T>e Vorstellung des Fachlehrers in Pension Pseisfcr, um Wicderanstellung im Staatsdienst beantworte! Ministerialrat Schliephake dahin, daß sie Wicderanstellung erfolge, sobald eine geeignete Stelle wieder frei sei. Nach einer lebhastcn Debatte, in der der Regierung der Vorwurf gcuiacht wird. dag ge in diesem Falle willkürlich oorgegangen sei, worauf Minister des Innern v. H o m- bergk erklärt, datz bisher in ähnlichen Fällen in gleicher Meise verfahren worden sei, wird der Ausschutzantrag angc- nommen, indem die Regierung ersucht wird, Pscisscr wieder anzustellen, wen» seine Gesundheit nachgewiesen ist. Verschiedene Vorstellungen, betr. die gesetzliche Regelung der Dienstverhältnisse der knapglchastlichen Beamten der Hausbesitzer- rcrekne usw. werden für erledigt erklärt, ebenso die Vorstellung betr. die Aushebung der Wertzuwachssteucr, ebenso die Vorstellung des allgemeinen Stallschweizerbundes über de» Befähigungsnachweis im Stallschweizerberuf. Die Vorstellung der Fischerzunst von Seligenstadt, betr. die Schädigung des Fische- reibctriebes durch die projektierte Main-Kanalisation wird vom Abg. Singer (Ztr.) eingehend begründet und hieraus für erledigt erklärt. Auch die Vorstellung Frau Söltner in , Michelstadt, betr. die Entlastung ihres Sohnes aus der Irrenanstalt findet die gleiche Erledigung, worauf die Kammer bis nächsten Dienstag vormittag lg Uhr vertagt wird.
zürne Tageszeitung, «amslag, den z». mtarz 1914,
Aus der Heimat.
* Fliedberg, 28. Marz. Schnell hat sich das 1. Fried- bei ger Doppelguartett durch seine gesanglichen Leistungen die Gunst weiter Kreise erworben. Ein erfreuliches Zeichen ihrer Beliebtheit konnte die kleine Sängeifchar in dein auch dieses Fahr überaus starken Besuche ihres Konzertes er- blicken! alles besetzt: Saal, Galerie, „blaues Zinnner." Kein Wunder, »erstellen cs doch diese 8 Herren, ihre Zuhörer zu fesseln, zu begeistern. Ein förmliche Andacht lag über dem Saale, sobald die ersten Töne eine?- Chores erklangen; fast hätte inan zeitweise den Atem halten mögen, um ja nicht die wunderbar zartcli PianoS z» stören. Mit tiefer Empfin- bnng und feinster Schatticrilng borgetragen, tvaren sämtlich? Chöre auf gewohliter künstlerischer Höhe, Glanzleistungen, die bvli den Zuhörern entsprechend dankbar anfgenonrmcn wurden. Auch die Sängerin, Frau Wehr-Winkler, die hier in bester Erinnerung steht, erfreute wieder durch ein glänzendes Stinnnenmatcrial und seelcnvollen Vortrag. Herr Strauch mit seinem shmpathischen Bariton fand ebenfalls reichen Beifall. Für jeden musikalisch fühlenden Menschen tvar der schöne Abend ein hoher Genuß, möge er den Sängern und ihrem talentvollen Dirigenten, der auch eine eigene, prächtige Koniposition zu Gehöre brachte, ein Ansporn sein, init wcitercni Eifer Polyhymnia z» huldigen.
* Fricdbcrg, 28. März. Der Westdeutsche Güterbeam- tcn-Vervand hält inorgcn Sonntag, den 29. März, nachmit- tags 3s/2 Uhr in Friedberg in der Restauration „Zur Reichs- krone" des Herrn Heinrich Guckelsbergcr, eine Versammlung
ab. wozu alle Kollegen, Freunde und Gönner eingeladen
silid.
* gritabet's, 28 . Mörz. (Evangelische Männcivcrsan!!!,, längs. Die letzte Vcrlommlnng dieses Winters soll am nächste» Mittwoch, 1. April im „Eambrinus" stattsinden, De: RiN- wrch mußte gcwählr werden, weil am gewohnten Montag ouc. Saal nicht frei ist. Das Thema des Abends wird noch wltgr- leilt werden.
* Frankfurt a. 91., 28 . März, lieber die Zukunft des kannrcn Zirlns Schumann, den ein französisches Konsortium werben will, erfährt inan, das; die Gesellschaft vor allem des große bisher noch unbebaute Areal neben dem Zirkus bebau,» will. Hier soll ein großes Restaurant in der Art des Berlin,« Lokals „Rheingold" nnd rin Vcrgnügnngshans nach dem Ru, sicr des „Palais da banse" errichtet werden, ftt Zri-us stibst soll ausgebaut werden iind als solcher fortbestchs». Das in Frage kommende Lbjelt stellt einen Wert von mehr als i».,f Millionen Mark dar. — An bet Eerbermühte wurde das 12 - jährige Schulmädchen Lina Müller als Leiche aus dem M.i.n gezogen. Das Mädchen hatte sich am 18. Februar aus Furcht vor einer Straje aus der elterlichen Wohnung entfernt und de» Tod im Main gejucht.
Henrn-Raüli».
* Höchst a. M., 28. März. Aus Furcht vor einer de--nach'! zu erwartenden Hajrstrafc erschoß sich der Fabrilarbeiter Karl Schäfer.
" F, E. Hochheim a. M.» 21. März. In der am Sonntag in Hachbcim a. M. unter dein Vorsitze von Verwalter Voll- iner-Biebrtch abgehaltcnen Generalversannnlimg des Obs!- bau-Vercins für bcn Stadt- und Landkreis Wiesbaden, dein mit 520 Mitgliedern und 350 333 Obstbämnen im VercinS- gebiet leistungsfähigsten Obstbauverein im Negiernngsbezst! Wiesbaden, verbreitete sich der Landrat des Kreises WieS- baden-Land, Kammerhcrr p, Heilnbnrg über die im Oktobci anläßlich der Tagung, des Nrissauischen Landes-Obst- und Gartevbauvereius in Wiesbaden stnttsindendcn Obst- nutz Gartenbau-Ausstellung. Er konstatierte zunächst das weite Entgegenkommen des Magistrats der Stadt Wiesbaden, der für die Zeit vom 23. September bis 13, Oktober für dies! Ausstellniig das Panlincnschlößchen mit seinen groß., . Ouw- lichkeitc» zur Verfügung gestellt hat. Für die Aiisstellnnä siiid fünf Tage vorgesehen. Alle Vorbereitungen für dies! Ausstellung sind beleits in die Wege geleitet, vor allem durch Bildiing eines engere» Ausschusses, deni als Vorsitzender der Referent, als Mitglieder Stadtgartendirckior Bert- hold, Maler Frankenbach, Kreis-Obst- und Weinbaninspeitol Bickel, Verwalter Votlnicr, Winicrschiildtrektor .Hochrattel und Regierungsassessor Pr. Ri eck, sämtlich aus Wiesbaden, angehören. Dieser hat bereits ein Arbeitsprogramm usw. ausgcarbeitet. Danach ist als Termin der Eröffnung der Ausstellung der 8. Oktober vorgefeben. Mit dem Schlüsse der Ansstelluiig, 13. Oktober soll ein Verkaufsiiiarkt einsetzcii. Am 10. Oktober findet die Dorstnndsfitzling des Nassau ischen Landes- Obst- und Gartenbauvereins statt, der sich am 11, Oktober die Generalversammlung, verbunden mit Festessen anschsteßt. Zur Ausstellung gelangen Obst- und Gartenbav- crzeugnisie, dergestalt, daß die letzteren zur Dekoration ver- wandt werden, Aussteller sollen alle Einwohner des Stodt- i'.nd Landkreises Wiesbaden sein. Die Frage, ob nur Mitglieder des Obstbailvereins als Aussteller zugelnssen werden sollen, müsse jedoch noch einer Prüfung unterzogen werden. Des weiteren können Geineinden ansstellen. Eine generelle Trennung soll stattsinden zwischen Erwerbsobstbau und Liebhaberobstban, Die Deckung der Unkosten ist ans Zn- wendimgen »sw. gedacht. Ohne Zweifel werde die Ansstcl- liing einen glänzenden Verlauf nehmen, wenn alles sich daran beteilige, dein Obstbau im Kreise Wiesbaden, der bereit* ans der letzten Ausstellung in Frankfurt den Vogel abge- schasscn, werde wohl wieder Lorbeeren ernten, — lieber die Hansspalierzncht ließ sich Kreisobst- »nd Weinbaninspcktor Bickel ans. Die Ausinitznng der vielen tausend Ouadiat meter Wandflächeii bringe nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern sei auch von üstetbischer und ethischer Bedeutung. — Ter llebcrschiiß ans dem letzten Obstmarkt stellte sich ans 27* Mark, Am meisten wurden Goldparmänen verlangt, grünes Obst meist zniückgewiesen. Tie Beschwerden über schlecht Licseriing, Packung usw. gingen sehr zurück.
Alls Starkeiibiirg.
* Krlstcrbach, 27. Mürz. Der vom Gesangverein „Germania" ausgeschriebene Geiangswettstreit muß trotz aller lockenden Preise ans hoher »nd höchster Gönnerschaft ans- fr.llen, da die Meldungen so spärlich ein gelaufen siiid, daß ke.iiin eine Gesangsklassc zustande komnren würde. Es überlebt sich eben alles, auch die Sängerkriege.
* Groß-Nohrhenn, 20. März. Gestern nachmittag nack virr Uhr ist das 20 Fahre alte Dicnstniädchen d-s Milch Händler? Gg, Rück TU. beim Ueberschreiten des Geleises von der Maschine eiiles Personcnznges erfaßt und derart schwer verletzt worden, daß cs nach eiiiigen Stunden in der Wohnung seines Dienstberrn, wobin es verbracht worden war gestorben ist. Bisher konnte nicht festgestellt werden, wc' die Schuld an den; Ung lück trägt.
Zur Frühjahrssaat
enipfehle:
Peru-Guano (Füllhorn), Chilisalpeter, schwesel «ures Ammonial, Superphosphat, Nininoniak-Su;>erphosphuh Kainit, Kali, Thomasmehl, Notklecsamen und Luzerncr
Klsefamen. Ab Laster stets lieferbar. Bei complelten Ladungen gewähre die höchsten Nabatte. Sämtlichen Düngemittel wird bei compleiten Ladungen kosteusrc^, Untersuchung gewährt. Auch bei kleinerem Quantum wird sür den Eehalt Garantie geleistet.
PH. Dan. Mimmich, ^rrcddcm..
lasi IslSrSe
II
I* 7 '
lUlSSs
Reichs!« Auswahl! Tonangebende Modelle! Viele Preislagen!
Ej HeelBe, völlig gieioSie Bediesiygig jeden Käufers
pgL f
I \ {gl h HS ^ Ü & l&i E Ü I? * & Ko&ersirasse 105
mm
’ÄfeK. r |
iiwi Hi
FRIEDBERG Gs^ssitlbsr dem itmt^ggricii!
V


