Nr. 87
Neue Tageszeitung. Freitag, den 20. Mär, 1311
Arbchedkl tt. Urrjichrrtk!
liif jiir Klliiikkiiküiseii-Bchl!!
Warum sollt Ihr wählen?
Weil Ihr Euch Einfluß auf die Verwaltung der Kaffe sichern müßt. Weil Ihr mitreden müßt bei der Beratung der Satzungen, der Bestinimung der Beiträge, Festsetzung der Leistungen, der Wahl des Vorstandes. Wer mitzahlt, soll auch mitredenI Ihr dürft die ganze Verwaltung nicht einer Partei überlassen.
Wer wählt?
Wahlberechtigt sind alle volljährigen Arbeitgeber der Kasse, die Versicherte beschäftigen, also auch Dienst. Herrschaften, die Dienstboten, Handwerksmeister, die Lehrlinge beschäftigen. Wahlberechtigt sind auch Bürgermeister für ihre Gemeinden als Arbeitgeber der bei der Gemeinde Angestellten und Arbeiter: Amtsvorstände für ihre Angestellten und Arbeiter, soweit diese versichert sind. Diese Arbeitgeber sollen auch für sich noch einmal wählen, wenn sie für sich Versicherte beschäftigen.
Wahlberechtigt sind alle volljährig Versichrrten.
Wann wird gewählt?
Tic Arbeitgeber wählen Sonntag, den
22. März, von nachm. 18—27* Uhr.
Tie Versicherten wählen Sonntag,
den 22. März, von 3—6 Uhr.
Wo wird gewählt?
In den in den Zeitungen angegebenen Orten und Wahllokalen.
Wen wählen wir?
Die Arbcitgcbcr der au8 ollen Berufen und bürgerlichen Parteien ausgestellten Wählerliste I, die mit dem Namen Theodor Mörschel, Frirdberg, beginnt.
Die Versicherten, die nichtsozialdemokratischc Liste I, die ebenfalls allen bürgerlichen Parteien entnommen ist und mit dem Namen Herget-Vilbel, beginnt. Selbstverständlich können Arbeitgeber nur die „Arbeit- gebcrliste" und Arbeitnehmer nur die „Versicherten- liste" abgeben.
Wie wählen wir?
Geheim mittels Stimmzettel, die in abgestempeltc Kuverts gelegt werden. Die Kuverts sind im Wahl- lokal zu haben. Als Stimmzettel muß die ganze Liste unverändert abgegeben werden. Streichungen, Acndcrungcn, machen den Zettel ungiltig. Jeder Arbeitgeber hat für 1—10 beschäftigte 58er- sicherte eine Stimme, für jedes weitere angefangene zehn eine weitere Stimme, bis zum Höchstbetrage von 30 Stimmen. Die Versicherten haben je eine Stimme. Für die Arbeitgeber empfiehlt sich, als Ausweis die letzte Quittung der Beiträge, vom Monat Februar oder Januar mitzubringen, für die Versicherten die vom Arbeitgeber ausgestellte Bescheinigung, daß er noch in Arbeit steht. Diese Formulare sind von der Kasic oder den Untererhcbern kostenlos zu haben.
Alle Man»» an Bord! Keiner fehle, denn es entscheidet nicht die einfache Stimmen »nehrheit, sondern die Verhältniswahl! Je wehr Stimmen unsere Listen haben,
desto »nchr Sitze haben wir im Ausschntz!
Sfil
Bilanz der Mitteldeutschen Creditbank
per 31. Dezember 1913.
Aktiva.
Nicht eingezahltes Aktienkapital Kasse, fiemde Eeldsorten und Coupons Guthaben bei Noten- und Abrechnung?- (Clearing-) Banken
Wechsel und unversinsliche Schatzanweisungen Nostroguthaben bei Banken und Bankfirmen Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere
Vorschüße a. Waren und Warcnver chiffungen Eigene Wertpapiere Konsortialbeteiligungen
Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Baukfirmen Debitoren in lausender Rechnung ->) gedeckte Mk, 110,692,314.22
davon durch börsengängige Wertpapiere gedeckt Mk. 72,234,935.43 d) ungedeckte Mk. 26,"14,653.27
außerdem Aval- und Bürgschaitsdevitoren
Mk. 9,390,400.59
Uebergangsposten unserer Niederlassungen untereinander Bankgebäude Sonstige Immobilien Mobiliar
Mk.
»(■
5,277,621
19
3,761,042
85
40,772,899
11
6,629,235
86
24,828,649
51’
3,510,057
4
13,5:15,620
19
11,263,066
31
2,469,482
40
137,607,197
49
308,390
83
8,074,416
6
591,701
66
87,176
64
Paaalia,
Aktienkapital Reserven Kreditoren Akzepte und Scheck» außerdem Aval- und BürglchaftsVerpflichtungen
Mk. 9,890,400.59
Unerhobene Dividenden
Reingewinn des Jahres 1913 Mk. 4,872,880.21 Dortrag aus dem Jahre 1912 „ 66,573.88
258,716,557 (98
Kewinn- und Verlust-Rechnung per 31. Dezember 1913.
Mk. •
60,000,000 L
9,156,72s ->i 130,770,311 " 54,042,921
7,342
4,739,254
258,716,557 je#.
Unkosten a) Gehälter und Eeichästsspesen d) Tantiemen der Filiatdireltoren, der Prokuristen rn) der Vorsteher der Wechselstuben, sowie Gratifikationen on die Beamten c) Steuern Beiträge
zum Beamlenversicherungsverein des Deutschen Bank- und Bankiecgewcrbes und zur Pensions- ka»e der Bank Abschreibungen auf Immobilien
aus Debitoren in laufender Rechnung Reingewinn Verteilung: außerordentliche Abschreibung auf Mobiliar Rückstellung für Wehrbeinag 6*/,"/<, Dividende auf 60,0u0,000 Tantiemen an Auisichtsrat und Dorstand Vortrag auf neue Rechnung
Mk.
Jf.
2,820,276
fr
580,833
50
437,881
69
101,196
04
35,185
75
167,246
70
87,175
64
116,000
3,900,000
567,857
1.
68,221
28
8,861,873
93
Gewinn-Vortrag aus 1912 Gewinn aus Zinien sowie au» deutschen und sremden Wechseln Gewinn aus Provisionen Gewinn aus Wertpapieren und Konsortialbeteiligungen
Gewinn aus dauemben Beteiligungen bei Banken und Bankfirmen Kleine Gewinne und Mieteinnahmen
In der heute abgehaltenen 59, ordentlichen Generalversammlung unserer Aktonäre wurde die Dividende für das Eeschästi jahr 1913 aus 6'/-"/« festgesetzt.
Der Dividendenschein sür 1913 kommt mit M. 19.50 für jede Aktie zu M. 300
„ 78.— „ „ „ „ 1300 zur Auszahlung.
Die Einlösung der Dividendenschein« erfolgt von heute ab:
in Frankfurt a. Kl., Kerlin, Kaden-Kaden, Esfrn-Kntzr, Fürth, «letze», Kana«, Kannovev, Mal»,. Mnnch» Nürnberg und Wiesbaden der unseren Niederlassungen, sowie bei unseren Depositentassen Und Wechselstuben in Frirdberg ,. fl., Höchst a. zu., Marburg a. d. £., Gstcnbach a. M und Metzlar und unseren Agenturen in Küdingen und Kutzbach an unseren Kasten vormittags zwischen 9 und 11 Uhr,
in Hamburg bei der Firma M. M. Marburg & Co, in Hripiig bei der Allgemeinen Drntfchen Credit-Anstai» (Abtheilung Kecker & Co ), in Meiningen und Gotha bei ber Kank für Thüringen vormal, K. M. Ktrupp Aktiengeleltschatt. in München bei den Firmen H. Aufhünler und Moritz Schulmann, in Stuttgart bei den Firmen Dorrtenbach & Cie. ©. m b. H., in Tübingen und Hechingen bei der Kankrommandite Siegmund Weil.
Die Dioidcndenscheine sind aus der Rückseite mit dem Firmenstempel »der dem Namen des Einreichenden zu versehen.
Frankfurt a. M.> den 18. März 1914.
Dev Vorstand der Mitteldeutschen Creditbank.
Siebert. Foemeuthal. 9e. Katzenellenbogeu. Woiumlen. Beinhart. vr. Weber.
Erklärung.
Gegen unseren Willen und durch irrtümliche Darstellung der Verhältnisse ist unser Name auf die Arbeitgcbervor- schlagslistc gekommen, welche die Namen der Herren Oppenheimer-Butzbach, Scheibel-Ober-Mörlen, Nehl-Rodheim, Lux- Nicdcr-Florstadtz Schackeh, Juderslcbcn und Jordis-Fried- lerg enthält.
Wir bitten die Herren Arbeitgeber ganz dringend, von unserer Wahl zum Ausschuß der Allgemeinen Ortskranken- lasse für den Kreis Friedberg Abstand zu nehmen.
Friedrich Tröster, Griedel Karl Rullmann, Rodheim v. d. H.
Georg Harz, Butzbach Heinrich Steinhäußer HI-, Butzbach Karl Moscherosch, Rodheim v. d. H. Heinrich Jaeobi, Nieder-Rosbach Philipp Corvinus, Friedberg Philipp Cuntz, Ober-Nosbach Georg Csselborn, Vilbel Friedrich Sauer, Griedel Jakob Hch. Kranogrill, Nieder-Weisel
Erklärung.
Wie ich erfahren habe, befindet sich mein Name ans der für die Krankcnkasscnwahl vorgeschlagcncn Liste H der Ar> bcitgcbcr. Ich crklärr, daß ich höflich, aber bestimmt, gebeten habe, von meiner Ausstellung Abstand zu nehmen, da ich als Geschäftsmann, der sich viel aus Reisen befindet, keinerlei Zeit zur Ausübung eines solchen Amtes habK R o d h e i m v. d. H., 13. März 1814.
Lildlvig Maier.
Ersuche höslichst von meiner Wahl als Arbeitgeber sür die Ausschußwahlcn zur Ortskrankcnkassc Abstand zu nehmen. G r o ß - K a r b e n , den 17. März 1914.
Max Grünebaum.
Geschäfts-Verlegung.
Von Montag, den 23. d. Mts. befindet sich mein Geschäft
WM" Haingraben 10
Telefon 484
Hochachtend
Franz Ernst, Fricdberg.
ff. Maßschneiderei für Herren-Gardrroben n»d Damen-Costiimr».
Holzverfteigeruug.
Montag, den 23. Mär; I. Is., vormittags 10 KW
anfangend kommt in dem Gemeindewald Wölfersheim (Hiiino wald) nachstehendes Holz zur Berfieigerung:
15 Stück Eichen-Etämme — 3,22 Fstm.
100 „ Fichten = 23,48 Fstm.
119 „ Fichten-Derbstangen — 6,89 Fstm.
199 Rm. Buchen-Scheit 503 Rm, Buchen-Reisig
5 „ Eichen- u. Eschen-Scheit 129 „ Eichen-Reisig
159 „ Buchen-u.Eichen-Knüppel 42 „ Buchen-Stöcke
6 Eichen- und Eschen-Knllppel , .
Dienstag, den 24. März, vormittags 10 Uhr anfaiigtw
im neuen Wald kommt zur Versteigerung.
6 Stuck Eichen-Stämme — 0,80 Fstm.
66 „ Fichten- u. Weißtannen-Stämme = 18,42 Fstm.
65 „ Kiefern-Stämme — 24,52 Fstm.
47 „ Fichten- und Weißtannen-Derbstangen — 2,86 Fstm.
28 Rm. Kiefern-Schcit 150 Rm. Eichen-Reisig
4 „ Eichen-Knüppel 140 „ Kiescrn-Reisig
42 „ Fichten- u. Kiefern-Knüppel 18,6 Rm. Kiesem Stöcke
Zusammenkunft am 23. März im Hinterwald beim FormM^ Zusammenkunft am 24. März am Eingang des Waldes v»" der Kreirstraße nach Wohnbach aus. . m
An beiden Tagen beginnt die Berfteigcrung zuerst mit Bauholz.
Wölsersheim, den 16. März 1914.
Erohherzogliche Bürgermeisterei Wölsersheim.
H o fm a n n. _____ __
Ein sprungsähiger a:igc!ö:>ct
Bulle
Simmentaler Kreuzung. 1«M°n^ alt, sehr schön gebaut sreh^ ö verkaufen bei
Saatkartoffel.
Ella 1. Nachbau o. einer nordd. Saat, großartig im Stand ». Ertrag gewesen ca. 70 Ecntner, pro Etr. 2.75 Mk. ab Hos ohne Säcke hat abzugeben
Schneider
in Bruchenbrücken Kr..Kriedbera.
Hermann Cdelma««-
Land- und Gastwirt, Fa.«er


