Nr. 58 __
kt logt« den langen hohen Diskontsatz, nutet dem Landwirt, fchaft und Industrie gleichermaßen gelitten haben. Bei der Aufnahme ausländischer Wert« müsse große Vorsicht walten. Nah» : als die Bedürfnisse des Auslandes ständen di« des Inlandes, Die Aufnahme ausländischer Wertpapiere schwäche den deutschen Markt und mache ihn unfähig zur Aufnahme der eigenen Staatsanleihen, Der Konzentration der Großbanken müsse nchgegengewirkt werden, daß sie nicht zu einem Staat im Staate werden, —
Handelsministcr Dr, Sydow bemerkt«, er stehe auf dem Standpunkte, daß deutsches Geld in erster Lim« im Anlande angelegt werden solle, allein die Rücksicht auf unsere Industrie, Schiffahrt und Weltpoliti! lasse es angezeigt erscheinen, um wirtschaftlicher Borteil« ausländische Anleihen nicht zu vernach. lässigen, Rund 690 Millionen seien im Ausland angelegt. Die Ausnahme der chinesischen Anleihe sei aus politischen Gründen notwendig gewesen. Ein Einspruchsrecht könne die Regierung nicht übernehmen, denn darin läge zugleich di« Uebernahme der Garantie für die zugelassenen Werte,
Abg, M o m m s e n (Fortschr) wandt« sich gegen den Antrag Die Banken wären a-us eigener Kraft der Schwierigkeit «5 Geldmarktes Herr geworden, •
Im gleichen Sinne äußerte sich Abg, L u c a s (Rat,)
Der Antrag wurde an die Budgetkommffsion verwiesen. Mehrer« Titel wurden ohne erhebliche Debatte erledigt. — Beim Kapitel Gewerbliches Unterrichtswcfen forderte Abg, Air reck lfreikonf,) größere Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der Gewerbeireibenden bei Festsetzung der Unterrichtsstunden. Die Handelshochschule in Berlin sollt« bester unterstützt werden.
Ein Regierungsvertreter sagte möglichste Berücksichtigung dieser Wünsche zu,
Abg, Münsterberg (Fortschr) wünschte, daß in den Fachschulen besonders auf die Lebensbeschreibung großer Männer eingegangen würde, um zur Nacheiferung anzuregen,
Abg Bacmeister (Natl,) wünscht« eine bester« Regelung der Besoldungs. und Anstellurrgsverhältnisie der Handelsschullehrer,
Der Handesmrnister bemerkte, daß die Handelslehrer mit een Lehrern der gewerblichen Fortbildungsschulen durchaus paritätisch behandelt würden.
Abg, L i« n e w e g (kons.) gab dem Wunsche der Handwerker Ausdruck, daß sie zur Hälfte in den Schulkuratorien vertreten seien. Mit der Leistung des Gesellenstücks sollte der Lehrling vom Schulzwang befreit werden.
Dem Abg. v, d, Hagen (Ztr) antwortet« ein Regierung», rertreier, daß an der Navigationsschule in Papeirburg ein Lehrer für die Schiffahrts-, ein zweiter für di« Steuermannsklasse tätig seien.
Die Abzg, Rosenow (Fortschr,) und L«inert (Sog) polemisierten gegen di« Handwerkerforderungen des Abg. Lie- neweg.
Ein Regicrungsvertretor gab bekannt, daß die vom Abg, Leineit erwähnt« Zeitschrift Deutschlands Jugend auf den Schulen nicht mehr verbreitet werden dürfe aus prinzipiellen Er. »ägnngen.
Der Handelrmririster gab bekannt, daß die Lehrlinge nur H« landwirtschaftliche Schule besuchen dürfen, wenn am Ort teure gewerbliche Fortbildungsschule bestehe,
Abg, Heins (Hofp, b, d, Konf,) wünschte eine Besterstellung der Lehrer der Baugerverckschulen,
An der weiteren Debatte beteiligten sich di« Abgg, Dr, tvendlandt (Rail,), Thurm (Ztr), Schisferer (Rtt,).
Abg, W i n ck l e r (kons,) forderte in noch größerem Maß« al« bisher die Reinhaltung unserer Gewässer,
Ein Regierungsvertretrr bemerkte, daß mit der sächsischen Regierung Verhandlungen im Gange seien, um der Berunrei- n «gütig der Weißen Elster zu steuern,
Schluß des Berichts 8 Uhr, — Nächste Sitzung Dienstag 11
»hr.
ssagrsüberslcht.
Deutsches Urich.
:: Der Zaberner PandurenkellerProzeß «ertagt, Di« Ber- 4 ^—Aung im Prozeß der im Pandmerrkeller während der Zabern Affäre eirrgesperrten 27 Bürger ist auf heute früh S Uhr vor dem Landgericht Zabern festgesetzt worden. Wie der Ver. treter der „Telegraphen-Union" erführt, wird jedoch nicht in d!« Verhandlung getreten werden, sondern von der Vertretung der Militärverwaltung in Zabern Vertagung bsarrtragt werben, In den letzten Tagen ist der Militärfiskus erneut in Ver. Handlungen mft den Festgeirommeirem getreten, so daß es nicht ausgefchlosten ist, daß die angebahnten Vcrgleichsverhandlungen auch tatsächlich zu einem Resultat führen,
_ :: Günstiger Stand der reichsländischen Viehzucht. In der ePissffchen Zweiten Kammer wurde der Etat der Landwirtschaft beraten. Fuhr, v, Siein betonte die Notwendigkeit einer strengen Durchführung des Seucheirschuhgesetze», Nach den letzten Berichten sind in Frankreich f‘>4 Departements, in der 13 Kantone verseucht, daher könne er gegenwärtig eine Erleichterung der Grenzsperre nicht in Aussicht stellen. Der gegenwärtige Seuchenstand in den Reichslanden gehe zu keinen Besorgnisten Anlaß, Auf Grund der Ergebniste der letzten Viehzählung dürfe behauptet werden, di« Landwirtschaft sei dem Ziele, den Bedarf der Bevölkerung an Fleisch durch eigne Vieh, znchi zu decken, näher gekommen. Der Schweinestand im Lande ailrin Hab« um 14,v Prozent zugerwmmen.
Oesterreich.
:: Beerdigung der Opfer des Lawinen-Unglücks Unter B«.
tetligung der gesamten Bevölkerung von Trafol fand gestern Nachmittag um 3 Uhr die Beerdigung der Opfer der Lawinen, kadastrophe im Ortlergebiet statt. Erschienen waren der Statthalter Baron von Toggenburg. L Indesverteidigungsminister Freiherr von Georgi, der Stellvertreter des Lartdwehroberkom- mnndanten General v, Schikawsti, sowie zahlreiche ander« mili. tärische und Zivil Würdenträger, ir der Opfer wurden auf dem Friedhof« bestattet, während die Leiche de; Oberlercknanis "öichner »ach Wien und die eines Lande-fchützen nach Bregenz '"kt wurden.
Neue Tageszeitung. Dienstag, itn 10. März 191«
England,
:: Home Nule-Frag« im englischen Unterhaus«. Bor außer.
ordentlich stark besetztem Haufe beantragt« Premierminister As- .uith gestern die zweite Lesung der Home Nute Btll, Er kam der Opposition durch den Dcrn, irtlung »Vorschlag stark entgegen, der Ulster aus sechs Jahre ein Ausnahmegesetz geben will. Der Führer der Unionisten, Bonar Law, lehnt« den Borschlag ab und beantragte Auslösung des Parlaments oder Volksabstim. mung, während die Nationalisten dem Regierungsvorschlage zn- stinrnrten, Sir Edward Carson erklärt« die Anerkennung einer Ausnahmestellung von Ulster für einen Fortschritt. Gleichwohl müste die llffterfrage gleich entschieden werden und nicht erst nach sechs Jahren. Rach ciiiigen weiteren Reden vertagte sich das Haus.
Spanien.
:: Spanische Generalratswahlen. Die Generalratswahlen in Spanien nahmen überall einen sehr lebhaften Verlaus, In Madrid sind 4 Kandidaten der sozialistisch-republikanischen Ver. enngwrg gewählt worden, darunter auch Pablo Jglesias, ebenso wurden vier Monarchisten, zwei Liberale und zwei Konservative gewählt. In einem Wahllokal in Bilbao kam «s zu ernsten Storungen. Es wurden Schüste gewechselt^ wobei mehrere Wähler verletzt wurden. Auch bei Zusammenstößen in Valenzia trugen mehrere Personen ernste Verletzungen davon. In Vit- loria wurde Ministerpräsident Dato gewählt.
Frankreich.
:: Die Eherbourger Spionageassäre. Ueber di« Spionage, affär« der Eva Hornetter wird weiter gemelö«t: Nachdem der Spion di« bei ihr beschlagnahmten Briefe vorgelegt waren, gab sie zu, daß sie vom Spionagedienst der deutschen Marine nach Cherbourg gesandt worden sei. Sie habe jedoch niemals beab- sickrtdgt, sich geheime Dokumente zu verschaffen, da sie gewußt hätte, daß dies unmöglich sei. Dagegen sollte sie sich möglichst genaue Angaben über alle Verteidigungswerk« von Cherbourg, dem Stützpunkte des Aermelkanals verschaffen. Einige Tag« vor ihrer Verhaftung hat sie sich in einem Vorort von Cherbourg begeben, wo sich zahlreiche Zementbauten befinden, die im Kviegsjall« das Ersatzmoterial an Unterseebooten und Torpedo» aufnehmen sollen. Die Verhaftet« hat den Untersuchungsrichter gebeten, ihrer Schwester in Nancy von ihrer Verhaftung Kenntnis zu geben. Alle Personen, die mit Eva Hornetter in Ver. binduirg getreten sind, sollen vor den Untersuchungsrichter geladen werden.
Italien.
:: Die italienisch« Minisierlrise, Ueber die italienische Ministerkrisis schreibt der Korrespondent des „Echo de Paris": Es wird vielfach behauptet, baß ein wie auch immer zusammengesetztes Kabinett in der Hand Giolittts sich befinde, da er in der Kammer eine Gruppe zahlreicher und ihm ergebener Anhänger besitzt. Da« kommende Ministerium kann also nur ein provisorisches sein, das an dem Tag«, wo Giolitti wieder die Zügel ergreift, von der Bilbsiäch« verschwinden wird. Genau so war «s bei dem Ministerium Sonmtno und Luzzati, Selbst nach seiner Demission wirb Giofttti weiterhin di« politische Situa. tion beherrschen, was naturgemäß denjenigen Männern, di« mit der Neubildung eines Kabinetts betraut werden, di« Arbeit sehr erschweren- wird. Sie müßten sich darauf beschränken, «in« untergeordnete Roll« zu spielen. Man fft allgemein der Ansicht, daß es nur unter günstigen Umständen möglich sein wird, ein Ministerium zu bilden, das hinreichendes Ansehen besitzt, um sich in der Kammer und im Ausland« burchznsetzen, — Als Mitglied des neuen Kabinetts nennt man u, a, auch den jetzt, gen Gesandten in Paris, Tittoni, »
Vom Vallan.
:: Zum Amstantritt des Fürsten Wilhelm von Albanien.
Wie aus Triest gemeldet wird, fällt es auf, daß sich seit mehreren Tagen in Triest «in« Anzahl albanischer Rotabeln aufhält, di« sich beim Empfange des neuen Herrschers in Triest einge- fundsn hatten. Am Tage des Einzuges des Fürsten in Durazzo weilten sie noch immer in Triest, Unter diesen Albaniern be. finden sich u, a. Prinz Ehika, General Fasil Pascha und Jzzet Bei Vrioni, einer der reichsten Einwohner von Berat,
:: Der österreichisch,montenegrinisch« Zwischenfall, Manien«- grrnffcherleits gibt man folgend« Schilderung des Zwischenfall» am Metakka.Sattel: Ein österreichisches Bataillon hat vorgestern ein« montenegrinische Patrouille angegriffen, di« aus 4 Soldaten bestand, die auf der Anhöhe von Sirpokes im Sand- schak aufgestellt war. Diese Anhöhe hatten di« Türken vor Ausbruch des Balkankrieges besetzt; als Beweis hierfür gilt bi« Tatsache, daß di« von den Türken errichteten Blockhäuser noch heute existieren Montenegrinischerseits wird hinzugefügt, daß das serbische Hiffskorps diese Anhöhe bereits vor mehreren Monaden den Montenegriner» übergeben hatte, Oesterreich hat niemals Schritte getan, um seine Anrechte auf diese Anhöhe geltend zu machen,
:: Die Wahlen in Bulgarien. Ueber die Wahlen der Städtebezirk« liegen bereits ziemlich genau« Berichte vor; danach erlangte di« Regierung in den städtischen Wahlbezirken ein« groß« Mehrheit. Di« sozialistische Partei hat durchweg Niederlagen erlitten, dagegen dürften di« Demokraten und dt« national« Partei eine Verstärkung erfahren und in der neuen Sobrarrj« besser vertreten sein. Die endgültigen Ergebnisse werden erst heute bekannt gegeben werden.
M«xii».
r: Einbruch »meritnnischer Miliztruppen aus mexikanisch«, Gebiet. Au» Laredo im Staat« Texas wird «in Vorfall gemeldet, der die an und für sich schon nicht glänzenden Beziehungen zwischen den Bereinigten Staaten und Mexiko noch mehr ver. schlechter» dürften. Texantsche Miliztruppen überschritten dl« mexikanische Grenze um Mitternacht und gruben di« auf mexikanischem Gebiet beerdigt« Leiche de» vor einigen Tage« von den mexikanischen Bund«; truppen krtegsgerichtkich erschossenen Amerikaner» Clement« Bergara au». Di« Leiche wurde in et. nem Boot über den Rio Grande auf texantsche« Gebiet gebracht und dort genau untersucht E, zeigte sich daß Bergara vor sei. »er Hinrichtung di« furchtbarsten Martern hatte erdulden ntHJ. fen. Die Leiche war von Kugeln durchlöchert, dl« Stirn einge- schlagen und di« Hjurde verbrannt. Mit Blitzesschnelle verdreh bete sich die RochrlchtrM^tzer^rapfgmdqt her Mexikaner einem
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amerikanischen Bürger gegenüber durch da» ganz« Grenzgebiet und erweckte dort die größte Aufregung. In den ganzen Grenz stabten ziehen Scharen bewaffneter Bürger umher und drohen in Mexiko einzufallen. In Washington ist der Zwischnefall mil sehr gemischten Gefühlen aufgenomnien worden, der Regierung fft dir offrüffkndigt Lerlotzpng mexikanischen Gebiets durch ome. rikanische Milizsoldaten außerordentlich peinlich
Ans der Heimat.
* l, Kraukenkasfenwahl. Hebet die bevorstehenden *i\ treterwahlcn zum Ausschuß der AEgemeineu Ortskranken- küsse für den Kreis Frredberg herrscht noch soviel Unklarheit, baß es notwendig erscheint, Anfkiürnng zu schaffen, Ter Ausschuß besteht aus 20 Arbeitgeber-Vertretern mit 20 Er. sotzmänncrn und 40 Arbeitnehmer- (Versicherten-) Vertreter» mit 40 Ersatzmännern. Der Ausschuß hat in der Kranken-' kassenvcrwaltung diewichtigsten Funktionen zu erfüllen: er hat die Satzungsänderungen zu genehmigen, die Sähe der Beiträge zu bestimmen, die Dienstordnung zu beschließen, den Vorstand zu wählen und kann die Kasse auflöscn. Da- raus geht zur Genüge hervor, wie wichtig- cs ist, daß alle Beteiligte, Arbeitgeber und Versicherte, denen da? Wohl und Wehe der Kasse am Herzen liegt, ihr Wahlrecht in der rich- tigen Weise ausüben. Es sind 2 Vorschlagslisten der Arbeitgeber und 2 Vorschlagslisten der Versicherten eingereicht worden, über welche abgestimmt werden muß. Ändert Vorschläge oder abgeänderte Listen sind rniju- lässig und machen den Zettel ungültig. Ebenso sind olle Zettel ungültig, die in einem anderen Couvert als dem von der Krankenkasse gestempelten, abgegeben werden. Die Wahl ist geheim und mittels Couverts, die nur im Wahllokal zu haben sind. Die Wahl erfolgt nach der Ver- bältniswahl. Es entscheidet also nicht die einfache Stimmenmehrheit, sondern die Sitze im Ausschuß werden im Verhältnis der für die einzelnen Listen abgegebe- ltcn Stimmen zur Gesamtstimmenzahl verteilt. Auch dieser Umstand spricht für eine möglichst starke Wahlbeteiligung. Die Wahl findet an den in den Zeitungen bekannt gemachten Wahlorten am 22. März d. I. statt. Die Arbeit- geber stimmen von 12—2Vj Uhr, die Versicherten von 3—8 Uhr in getrennten Wahlhandlungen. Es ist vielfach» di« irrige Meinung verbreitet, als müßten die Versicherten am Wohnorte ihres Arbeitgebers wählen, diese Ansicht ist falsch; die Versicherten wählen an ihrem Wohnorte, oder wenn dieser nicht Wahlort ist, an dem Wahlorte, dem sie zugeteilt sind. Wahlberechtigt ist jeder volljährige Arbeitgeber, auch tvenn ec nur einen Dienstboten oder Lehrling beschäftigt, und jeder volljährige Versicherte; jeder Versicherte hat «in« Stimme, der Arbeitgeber für je 10 beschäftigte Versicherte 1 Stimme bis zur Höchstzahl von 30 Stimmen. Nach der Reichsversicherungsyrdnung ist die Zahl dei-«eisicherten ganz bedeutend erhöht worden, damit wächst natürlich auch der Umfang der Kassengeschäfte und insbesondere die Ausgaben der Kasse. Es liegt darum im Interesse aller Beteiligten, ihren Einfluß durch die Abgabe des richtigen Stimmzettels zu wahren.
* Fricdberg, 10. März. Die Städtische Polytechnische Lehranstalt wird heute Abend in ihrem Gebäude „Die Kruppschen Werke" in einem Vortrage behandeln, den der Dozent der Anstalt, Herr Diplom-Ingenieur Kußler, unter Benutzung einer großen Anzahl von Lichtbildern, basten wird. Der Vortrag, der auch für Damen allgemeinversi ind- lich sein wird, findet um 6 Uhr im Saale 2 der Anstalt statt,
* Fricdberg, 10. März. Obersteuerkontrolleur Franz von hier wurde zum Finanzamtmann bei dem Finanzamt Offenbach ernannt.
* Fricdberg. 10. März. Im G e schichtsverein hält an, Mittwoch, abends 8 Uhr, in der Angustinerschnl« Herr Profcffor v. vr. D i e h l einen Vortrag mit dem Theina: „Der Untergang der Kirche auf dem Johannisberg".
* Friedberg, 10, März. Das Neue Berliner Operetten- Ensemble, welches am Sonntag seinen Einzug im Saal« des Hotel Trapp gehalten hat, gab gestern Abend sein« letzte Gast-Vorstellung. „Die Tango-Prinzessin", Operette von Klon und Kaatz, Musik von I, GUbert, fand vor auS- verkauftem Hause statt. Die gesamten Leistungen dieses Ensembles waren sehr gute zu nennen; ebenso wirkte die Musik exakt. Der nicht enden wollende Beifall belohnte die Künstler für ihre vorzüglichen Leistungen. Das Neue Berliner Opcretten-Enscmble bat sich durch die beiden Aufführungen die Herzen aller Theaterfieunde erobert. Hoffen wir, daß es recht bald wieder in FricdbergS Mauern eine Gastvorstellung geben wird.
* Friedbcrg-Fauerbach, 10. März. Steinmetzmeister Damm verkaufte sein in der Klansenstraße 10 gelegenes Haus on Herrn Rnngiernieister Wilhelm Thomas für 8000 Mark,
* Friedberg. 10, März, Die letzte Veranstaltung im
Volksbildungsverein für diesen Winter findet Donnerstag, den 19, März, abends 8*4 Uhr im Saale des Hotel Trapp statt. Der Vertreter für neuere deuffche Lift' ratur an unserer Landesuuiversität, Herr Professor Pr- Collin aus Gießen, bei uns allen seit seinem tiefgründigen Ibsen-Vortrag noch im besten Andenken stehend, wird dies' mal sprechen über: Goethes Faust, Der Eintritt ist frei sift Jedermann, .
* Dorheim, 10. März, Einen zahlreich besuchten, senk anregenden Familicnabend veranstaltete am Sonntag der hiesige Zweigverein des „Evangelischen Bundes". Bo-, einer Begrüßungsansprache dc-S Herrn Pfarrers Schäfer >m^ einigen kernigen Liedern, die vom Gesangverein „Gerinanw unter Leitung des Herrn Lehrers Haber ausgezeichnet »> Gehör gebracht wurden, hielt Herr Professor U. Ur, ' einen sehr lehrreichen Vortrag über: „Die Reformatio» o - soziale Tat," In seiner bekannten anregenden Werl-


