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tonte et vor allem die großen Verdienste Philipps des Großmütigen um die soziale Hebung des Hessenlandes. Lebhafter Beifall lohnte den Vortragenden. Es folgten dann mehrere sehr schöne Duette, die von Fräulein Schäfer und Fräulein Alles gesungen wurden. Schließlich ergriff Herr Professor Diehl nochmals das Wort und schilderte äußerst humorvoll einige Episoden aus seiner Forschertätigkeit, die tosenden Beifall auslösten. Wir können nicht umhin, auch an dieser Stelle den Veranstaltern des Abends, besonders aber Herrn Professor D. Dr. Diehl unseren besten Tank auszusprechen.
* Torheim, 10. März. Ans Anlaß des 50jährigen Be- ltehens des Gesangvereins „Germania" stiftete Herr Landlagsabgeordneter Karl Breidenbach diesem ein Klavier. Ter Verein stattete den Dank dadurch ab, daß er Herrn Landtagsabgeordneten Karl Breidenbach zum Ehrenmitglied ernannte. Gleichfalls sei ihm mich an dieser Stelle für seine Sympathie, welche er dem Verein schon jeher bezeugte und die Geschenkaabc gedankt.
* Gettenau, 10. März. Hier fand in der Wirtschaft von Stoll eine außerordentliche Generalversammlung des Turnvereins statt, in der der seftherige Vorsitzende des Vereins, Herr Bürgermeister Stoll. zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Ter derzeiftge Vorsitzende, Herr Stephan, überreichte ein von dem Verein gestiftetes Ehrendiplom. Der Ehrenvorsitzende dankte in bewegten Worten und gedachte der Gründung und der seitherigen Entwickelung des Vereins.
* Eichen, 9. Marz. (Schöffengericht). Der Weißbindevgeselle und Gorneinderat Carl M. von Hausen bei (SiefKii hatte bei einem Wirtshausdisput dem Arbeiter Z. von Hausen ein Bierglas INS Gesicht geworfen. sodaß Z. durch die Verletzung längere Zeit arbeitsunfähig war. Das Gericht nahm auf Grund der heutigen Veweisaufnahme an, daß M. in berechtigter Votivehr zehandelt habe, da Z. mit einem Wittshausstuhl aus ihn ein« schlagen wollte, und erkannte deshalb aus Freisprechung. — Der Zigarrenmacher Heinrich V. 6. von Altenbuseck wurde von der Anbage der Unterschlagung fteigesprochen, da das Gericht den einzig belastenden Aussagen des geichädigten Händlers keinen vollen Glauben schenken konnte. V. will die unterschlagenen 9 Mk. auf ihm zugestanbene Provision verrechnet haben, während der Händler zuerst bestritt, dem D. Auftrag zur Der. mittlung van Obstveitkufen gegeben zu haben, aber später dies zugab. — Der Kaufmann Willi D. von hier sandte an einen srüheren Kunden, den Agenten Sch. von hier einen Blies, in dem er dem Sch. mitteilte, daß er es oorziehen würide, auf die ihm zustehende Restfoudernng zu verzichten, da er — Sch, — ihm
. nicht recht sei, um deswegen vor Gericht zu gehen. Dos Gericht versagt- D. die Wohrnehmimg berechtigter Interessen und verurteilte ihn wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 19 Mk. — Die Heinrich D. Ehefrau geb. Beck von hier war bei dem hiesige« Konsumverein zum Austragen der Brvdchen beschäftigt; sie war befugt, die von den Kunden bezahlten Beträge tn Empfang zu nehmen und abzuliefern. Bei ihrer Arbeit halsen ihr ihr Monn »nd ihre Schwester. Be! einer Abrechnung mit dem Derein wu rde sestgestellt, best von der D. etwa; über 199 M. an KuN'deugelder z» wenig abgeliesert worden waren. Di« D. glaubt da; Defizit daraus zurückzusuhren, daß ihr.von Kunden Gelder zu wenig nusgehändigt wurden, sie auch zuviel heraus, gegeben habe; dasselbe müßte ihrem Mann und ihrer Schwester passiert sein, denn diese seien immer mit Fehlbeträgen von der Tour gekommen. Nach dir Feststellung der Fehlbeträgen wurde die D. entlassen. kassierte aber noch etwa 8—8 Mark Kunden- gekder ein. Das Gericht konnte mir in der unbefugten Einkassierung der 8—8 Mark eine Unterschlagung erblicken und »er. urteilte die D. zu einer Geldstrafe von 19 Mark evtl. 2 Tage Gefängnis
* Gießen, 9. März. SSic noch vielen unseren Lesern erinnerlich, winde im Juni vorigen Jahres das 100jährige Jubiläum des Infanterie-Regiments Nr. 116 (Kaiser Wilhelm! gefeiert. Tie Regimentsmnsik wurde aber nicht mit dcr Gründung des Regiments, sondern erst am 1. März 1814 gebildet. Da mm am 1. März d. Js. 100 Jahre verflossen waren. d->ß das Mnstkkorps besteht, so bielten es die ehemaligen und aktiven Angehörigen der Kapelle für ihre Pfticht ,den lOlhährigen Gedenktag in festlicher Weise zu begeben. Aus diesem Anlaß fand am 3. und 4. März eine Festlichkeit in Steins Saalban statt. Am 3. März, abends SVb l’&r, wurde die Feier mit einer Bierkommers eröffnet. Seitens des Offizierskorps waren erschienen der Kommandeur de? 1. Bataillons. Herr Major v. Holl und der Kompagnie- chef der I. Kompagnie, Herr Hanptmann Stephan, Musik und Gekangsvorträgc wechselten miteinander ab. Zur allgc- n:einen Erheiterung an diesem Abend trug Herr Köhler bei, der einige Episoden, die sich während seiner Dienstzeit beim Miisilkorp? zngetragen batten, in scherzhafter Weise zum Vortrag brachte. Die Musik, welche vom Jägerbataillon Nr. II in Marburg ausgefübri wurde, leistete vorzügliches. Als nun die Sftinde schon weit vorgerückt war, ging man in Hoher Stimmung nach Hause, um sich auf de» Haiipifesttag vorzlchereiten. Am 4. März, abends 8y 2 Ubr, fand .Konzert, Tbeaier und Ball statt. Schon lange vor Beginn der Feier war der große und kleine Saal bis auf den letzten Platz be- setzt, Piinkt 8>X, Uhr eröffnete die Kapelle des Eisenbahn- Regiments in Hanau mit dem Marsch „Hurra, das Kaiser- regiinent", nachdem noch die Zampa-Onvertüre zu Gehör gebracht war, wurde ein von Fräulein Curths auf die Bedeutung der Feier entsprechender Prolog in hübscher Weise zum Vortrag gebracht. Mit großer Spannung wartete man auf die Nr. 4 des Programms, sollte doch hier die Kunst zur Geltung kommen »nd dieses hatte sich bewahrheitet. Als der Dorharig gezogen wurde, und der Kammer-Bituos Herr L. Kllnimel auf die Bühne trat, gab es ein allgemeines Bravo. Schon in dem ersten Stück bewies Herr Kümmel, daß er ei» Meister ans seinem Instrument ist. Den Glanzpunkt erreichte er, als er die Variationen „Ter Karneval von Vene-
Reue Tageszeitung. Dienstag, de» 10. März 1814.
big" zu Gehör brachte. Hier wollte der Applaus kein Ende nehmen und Herr Kümmel mußte wohl oder übel eine Zugabe spenden. Die Vortragsweise und Fertigkeft, die Herr Kümmel besitzt, bezeugen, daß er ein Meister auf seinem Instrument und ein Künstler ersten Ranges ist. Im wei- tercn Teil des Programms sei noch hrrvorzuhcbeii „Die erste Probe der Ledda Badekapelle" und „Ein gedämpftes Trompeten-Ragout mit etwas Posaunen. Bitz läge." Diese Stücke wurden von akftven Mitgliedern der Kapelle ausge- fiihrt und setzten die Lachmuskeln der Zuhörer stets in Tätigkeit. Der Herr Kapellmeister Kullecke fand mit seiner Kapelle überall Anklang. Ebenso die Trompeten-Ragout Herrn Koch's. Was die Mitlvirkung der Mitgliedern des Gießener Stadttheaters betrifft, so hatten dieselben mit dem Stück „Er ist nicht eifersllchftg", eine sehr gute Wahl ge- troffen. Auch sie ernteten reichen Beifall. Nachdem das Programm beendet war, wurde fleißig dem Tanze gehuldigt. -Am 5. März, nachmittags wurde ein gemeinschaftlicher Aus- flug auf die Liebigshöhe gemacht und hiermit fand die Feier ihren Abschluß. Die auswärtigen Kollegen verabschiedeten sich und gingen — vielleicht auf Nimmerwiedersehen — in ihre Heimat, um ihren Beruf wieder z» erfüllen. Wir dürfe» wohl mit Recht sagen, daß eine schönere Feier lange nicht in den Räumen des Steins Saalbaues stattgefunden hat und daß jedem die frohen Stunden noch lange in Erinnerung bleiben worden. Zum Schlüsse sei allen Mitwirkenden an dieser Stelle gedankt.
* Frankfurt n. M„ 10. März. Unter dem Verdachte, 70 000 Mark unterschlagen zu haben, wurde gegen den Chemiker von den Elektrowerken ll>r. Geißenbeimer, ein Er- miftelimgsverfahren eingeleitet. Neuesten Meldungen nach, soll Gcißenheimer festgenommen worden sein,
* Frankfurt n. M., 10. März, Wenn je eine lands- mannschaftliche Vereinigung in Frankstirt tausende von Freunden und Gästen zu frohem ungezwungenem Festes- trubel in ihren Bannkreis zu zwingen vermag, dann ist e? der wackere Vogelsberg-Höhenklrch, Das bewies er abermals am Samstag mit seinem „Ulrichsteiner Jakobinermarkt" in dem Kaufmännischen Verein. Der Kritiker hält im allge- meinen nichts von derartigen Festen, die durchweg Truggold sind imd von Menschen veranstaltet werden, die nicht das geringste Verständnis für den Ebarafter de? Festes besitzen. Beim Dogelsberg-Höhenklub aber war es echt. Echt in aller erster Reihe die Menschen, laut >r waschechte Oberhessen, wohl an die 2000. 500 davon mochten allein von Gießen, Fried- herg, Schotten, Alsfeld und anderen Orten anwesend sein, lllrichstoins Einwohner schienen unter Or. Bruchhäiisers Führung vollzählig hier zu weilen. Auf hessischen Post- knftchen aus Großvater? Zeit, gehütet von reisigen Postillonen, die^wacker die Posthörner bliesen, fuhr man durch einen Wald edelster VogelSdergtannen nach Ulrichstein, Um wi?> die Häuser, Gasten »nd Straßen des Orts. Ans der Höhe die Ruine mit dem Aussichtsturm. Dort der Markt- psatz mit Freund Pfmmstiels „Darmstädter Hof", rechts ab schwenkt der Weg noch dem Hoherodskopf, links nmf> Babenhausen, vor uns in die Tiefe nach Kölzenhain. Den Gruß der Gemeinde entbot ll>r. Brnchhänser, ihm dankte der V.-H.-E.-Vruder Bender. Die Ulrichsteiiier Gesa»,'vereine. „Frohsinn" und „Eintracht" sangen Dillkommengrüße, die Ulrichsteiner Stadtkapelle blies. Und dann das- Markige- wimmel selbst: oberhessische Säuger, ein Ulrichsteiner Töpfer drehte „Tippes", dort gaO'3 echte obcrhessische Durstwa.en, „Jakob" schrie mit fürchterlicher Stimme seinen Krimskram ans, Mädel ans Bermuthshain und Feldkrücken priesen Lolzwaren ooerhessischen Tharaktcrs- an: obcrhessische Zigarren (Marke: „Rauche im Freien"): dann der kraftspendende „Ulrichsteiner": die jedem wohlbekannte Theatergesellschaft Lachmann, Moritatenjänger sanaen die schaurigsten Sachen aus Ulrichstein, Lauterbacher Di : e?. Und dann die Mädchen und Burschen, alle in echten Trachten, echte Tänze anf- fübrend. die schönsten Vogelsberger Weisen singend. Ein Fest, natnrfrisch, wahr, ungezwimaen. durcksiveht von einem Zusammengebörigkeltsgesühl der Besucher, da? nur die tiefste Liebe zur Heimat erzeugen kann. Wann die letzten Jakobi- marktgäste den „Tarmstädter Hof zu Ulrichstein" in Frankfurt verließen, vermag der Ehronist nicht zu melden. Ein D.-H.-E.-Fest aber war es, das zweifellos an Frische »nd Wahrheit den Höhepunkt in der Flui der dieswinterlichen Veranstaltungen Frankfurt? darstellte. Frisch ans!
Hesien-Nasia«
* j Ufingen, 19. Mörz D:r Magistrat nimmt txm jetzt an wieder Erundstücksanläuse für die Landeseiziehungsanstolt ent. gesen.
* x. Eichbach. 19. März. Der Landwirt Ludwig Selz van Hundstadt wird Donnerstag. s cn 1?. März dahier das Pflanzen der Obstbau«!« mittels dos Romperit Dersthrers praktisch voi- sühren, ferner das Entfernen alt-r abgängiger Baume, das Entfernen und Zerkleinern von Baumsiümpsen, sowie großer schwerer Stein« (Findlinge) mittels Romvorit zeigen, Land, wirte, Obstzüchter. Bamnwärlor, Holzhauer u. alle Interessenten sind zn den Dorführungen eingeladen.
* Fulda, 10. März. Einem vor Jahren verübten Verbrechen ist man hier auf die Spur gekommen. Bei Erdarbeiten fand man das Skelett des am 18. Januar 1819 ans Fulda verschwundenen Fabrikarbeiters Nikolaus Nix. Die Frau des Vermißten hat die bei dem Skelett gefundenen Kleidungsstücke als die ihre, Mannes erkannt.
* Cassel, 10. März Bei der Einfahrt des Baseler D-Zuges in den Bahnhof zu Cassel schoß sich der Hauseigentümer Herrn. Strauß aus dem Norden Berlins eine Kugel in die Brust. Le. bensgefähttich verletzt wurde er ins Krankenhaus gebracht.
Aus Starkenburg.
* Ojseubach a M.. 10. März Um die Wahl des Vorsitzenden der hiesige» allgemeinen Ottskronkenkaffe war ein Streit entstanden. Man konnte sich aus di« Pecho» des seitherigen Vor.
standes, des sozialdemokratischen Stadtverordneten Kappel nicht einigen. Bei der ersten Wahl stimmten di« Arbeitgeber einstimmig für ihren Kandidaten Buffe und die Arbeitnehmer mit Ausnahme der Vertreter der christlichen Gewerkschaften für Kappel. Am Mittwoch fand eine abermalige Wahl nach den Bestimmungen der Reichsversicher-ungsordnung statt. Auf Grund ein«, Kompromfßvorfchlages kam eine Einigung zustande: Da. nach wurde der Vertreter der Arbeitgeber, Busse, gewählt. Dieser mußt« sich aber verpflichten, nach Ablauf von zwei Jahren den Vorsitz wieder niederzulegen, um diesen den freien Gewerkschaften zu Lberlaffeu. Wäre die Einigung nicht herbeigejührt worden, so hätte das Städtische Vers!ch-rungsamt einen bezahl, ten Vorsitzenden ernannt, der der Kaffe rund 9999 Mk. Ausgaben pro Jahr verursacht hätte.
* Darmstadt, 10. März. Der Landesverband der Deutschen Militäranwärler hielt am Sonntag im Saole des Per- keo dahier seinen diesjährigen Verbandstag ab, der von Rößler-Darmstadt geleitet und aus allen Landesteilen gut besucht war. Auch Vertreter der Nachbarverbände Bayern, Württemberg, Elsaß-Lothringen, Nassau, Frankfurt, waren erschienen. Ans dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl jetzt etwa 1000 beträgt. Jahres- und Kassenbericht, sowie dcr Wirtschaftsplan pro 1914 werden genehmigt, Den Hauptgegenstand, der bis zum Nachmittag dauernden Verhandlungen bildeten immer wieder die schon bei den früheren Verhandlungen zum Ausdruck gebrachten und durch Eingaben aller Art geltend gemachten Wünsche nach besserer rcsp. rascherer und vermehrter Verwendung, diesmal wieder geeignete Schritte zu unternehmen. Tann wurde der Verbandsvorstand wieder gewählt und die Wahl für die Bundestagsdelegierten vorgenommen. Des weiteren wurden noch eine Reihe interner geschäftlicher Angelegenheiten erledigt.
* Darmstadt, 10. März. Wegen Fälschung einer Eiscn- bahnfahrkarte hatte sich am Samstag am Schwurgericht der 19 Jahre alte Fabrikarbeiter Peler Ohl aus Bürstadt zu verantworten. Er wurde im Oktober vorigen Jahres wiederholt im Wartesaal mit einer Monatskarte betroffen, die, wie sich heransgestcllt bat, gefälscht war und soll er die Karte auch zur Fahrt nach Walldorf und zurück benutzt haben. Ohl gibt die Fälschung der Monatsnebenkarte, die sein Bruder für Dezember 1912 gelöst hatte, für den Monat Oktober 1913 zu, will die Karten aber nur zum Betreten des Wartesaales, der für die Nichtreisenden gesperrt ist, benutzt haben, um sich zu wärmen. Ans der Verhandlung geht volle Klarheit nicht hervor, daß Ohl die Karte auch zur Fahrt benutzt hat, auch herrschen auf der Station versrhiedene Gewohnheiten, da nach der Angabe eines Bahnsteigschaftners er die Ortseinwohner in seiner Anwesenheit ohne Karte in den Wartesaal treten läßt Ohl wird wegen Fälschung einer ösfentstchen Urkunde zu vier Monaten Gefängnis bestraft.
Ans aller Welt.
79 Arbeiter verschüttet. In Siegen wurde durch den Abrutsch großer Erbmassen 79 Arbeiter in den Tunnel eingeschlosscn. der bei Grorsberg duvchgetrieben wird. Die Erbmassen verschütteten von Eingang vollständig. Erst noch stundenlangen Bemühungen der zahlreich herbeügeeilten Rettungsmannschaften gelang es. di« Arbeiter ins Freie zu bringen. Menschenleben sind nicht zu beklagen.
Zu IS Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Schwurgericht in Dortmund vrhandelte gegen 24 Jahre alten Schaffer Bernhard Rrrschvff, der am 27. Oktober vorigen Jahres de» iWrt Suppe in Hamm durch zwei Nevolverfchüffe so schwer verletzt halte, daß er bald darauf starb. Der Angeklagte wnrd« unter Ver. sagung mildernder Umstnde zu 13 Jahren Zuchthaus und 10 Iabren Ehrverlust verurteilt.
Lund dcr Fuudwrrte.
Versammlung
am Mittwoch, den 11. März, abends */.,9 Uhr in
Ostheim bei Butzbach
in der Müller 'scheu (ehem. Fett'schen) Wittschaft, Redner: Redakteur Hirschel-Friedberg.
Zahlreicher Besuch willkommen.
Ginge? andt.
(Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt di« Schristlcituug nur die preßgesetzlich- Verantwortung).
Wenn inan mit der Autopost nach Florstadt an bei Zuckerfabrik vorbeifährt, nruß man durch ein wahres Schlammbad. Auf jedem Dorf wird wenigstens am Samstag die Straße gereinigt. Hierfür jcheinis aber eine Ausnahme zu geben. Fragt man naiv, warum das so ist, so bekommt man die Antwort: der Sftaßenwart sage, es sei nicht seine Sache, andere meinen, es sei Kreisstraße. Wenn dieser Zustand nicht dauernd werden soll, müssen sich die 4 Fanerbacher Stadtverordnete hinein legen. h.
(Was? in den Schlamm? der Setzerstist!)
Frankftirtrr Wetterbericht.
Voraussage: Bewölkung abnehmend, meist trocken, kälter, nordwestliche Winde.
* Hru- und Strohmorkt, Heu kostet 3,20 <M. Es waren nur 3 Wagen a ngefahren. _
Verantwortlichtfür den politischen Teil: Otto Hirschel, Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Fricdberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages- zeitung", A.-G., Friedberg i. H.


