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Intern festsetzen. Die cingcgangcncu Beträge an Kirchen- l'tcuovn dürften den Kirchenkassen auf ein von diesen zu be- .s . -chncudes Bankkonto überwiesen werden unter Abzug eines
i vereinbarenden Erhebungsprozentsatzes von 3 bis 5 'orojent. — Wie wir hören, soll die neuere Aera im Rathaus in Wiesbaden in dieser Beziehung auch keine Wandlung, bringen.
* F. C. Wiesbaden, 5. März. „I speak englisch" .7—--; awcr net gut." Diese im ersten Teile englisch, im zweite» aber unzweifelhaft gut „Franksorterisch" lautend« Antwort gab gestern ein Angeklagter vor der Strafkammer dem Gerichtsvorsitzenden, als er gefragt wurde, ob er überhaupt englisch spreche. Auf der Anklagebank hatte nämlich der cm» 13. Juli 1393 in Frankfurt a. M.-Bockeuheim geboren« Wilhelm Röder, ein Sohn des jetzt noch dort ansässigen Metzgermeister Wilhelm Röder Platz genoumien, um sich wegen eines im Jahre 1909 in Winkel im Rheiugau begangenen Diebstahls zu verantworten, den er verübte, als er dort bei der Sattlermeister Heinrich Eger beschäftigt war. Wegen dieses Diebstahls haben ihn die Wiesbadener Schöffen in eine Freiheitsstrafe genomiue». Gegen das Schöffeugerichtsurteil hat Röder aber Berufung angenicl- dct, über die gestern vor der Strafkammer verhandelt wer- den sollte. Ter Angeklagte, der zur Zeit in Fuhlsbüttel eine llf^jährige Gefängnisstrafe verbüßt, die das Hamburger Gericht ihm zudiktiert hat, wollte nicht der Röder sein, unter welchem Namen er in Hamburg die Strafe erhalten. Er behauptete gestern wie damals, er sei der Graf Martuschka, am 4. Januar 1893 in' Budapest geboren, aber bereits im Juli 1893 nach Pcnnsylvanien verbracht worden, dessen Staatsangehörigkeit er genieße. Als ihm der Vorsitzende bedeutete, er solle doch die Dummheiten sein lassen und sich nicht als freier Amerikaner genieren, da ihn doch in Ham- bürg der Metzger Röder aus Frankfurt a. M. aufs be-
„ stimmteste als seinen Sohn wiedererkannt habe, äußerte sich
^ Röder alias Matuschka dahin, nicht er sondern die Gerichte machten die Dummheiten. Da der einzige Zeuge, Sattler Eger, ihn jetzt nicht als Röder bestimint wiedererkennen könnte, wurde die Verhandlung auf Samstag vertagt und sollen zum neuen Termin die Eltern des Röder aus Frankfurt o. SW. und andere Bekannte geladen werden zwecks Feststellung der Jtendität des „Grafen."
* F. C. Wiesbaden, 6. März. Als am 26. Mai v. I. »in Polizeibeamter die „Dame" Karola Diele feftnehmen trollte, hatte der Schrcinergchilfe Peter Riedel, der sich in diesen Kreisen heimisch fühlt, nichts besseres zu tun, als den Beamten festzuhallen, bis die „Dame" auf und davon war. Wegen des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Gefangenenbefreiung inuß er zwei Monate Gefängnis ab- fitzen, wegen verbotenen Wafsentragens — er hatte dabei rinen geladenen Revolver — 20 Emmchen blechen.
* F. E. Wiesbaden, 6, März. Auf Ueberzieher, vor allem frenide, richtet der Kellner Wilhelm Niemann sein besonderes Augenmerk. Hat er doch schon acht Ueberzieher „geklaut". In gllen Fällen zeigte er sich aber nobel und stellte den ihm bekannten Bestohlenen den Pfandschein über den versetzten Ueberzieher zu. Vielleicht weil ihni der Eigentümer unbekannt war, stellte er einem hiesige» Rentner, dem er am 27. November v, I. einen Ueberzieher abgehängt, den Pfandschein nicht zu und wich von seinem bewährten Prinzip ab. Den letzten Paletotdicbstahl kreidete ihm das Gericht mit einem Monat Gefängnis an.
* Dillcnburg, 7. März. Bei der Oeffnung der -Offerten zum Bau des neuen Lokomotivschuppens sind recht nellc Snbmtssionsblüten zu verzeichnen. Während bei den Mau- rcrarbeiten die Höchstsorderung 18773 M betrug, war das niedrigste Angebot 33 632 .M. Tie Offerten waren von hiesigen und auswärtigen Unternehmern abgegeben. Aehn- lich war es mit den anderen Arbeiten. Bei der Zuschlagserteilung wird das Eiscnbahnbauamt wohl die Mittclforde- rung annehmcn.
* Biedenkopf, 7. März. Gestern wurde der 44jährige Lehrer Becker aus Hesselbach in dem Mutungsfcld der Grube Bcrbach als Leiche aufgefunden. Becker war verheiratet und hatte fünf Kinder, lieber die Ursache seines Todes konnte bisher nichts Näheres festgestellt werden. Vermut- lich erlag Becker einem Schlagnnfall.
* Marburg, 7. März. Durch den Eeneralpardon anläßlich der Erh.-bim-g der Wehrsteuer sollen hier etwa I MiNienien Mk. bisher der Besteuerung entzogenes Vermögen fefdgeftellt war. Sen fein.
* F. C. Aus Oberhessrn, 6. März. Einer der ältesten 81er, der Bergmann Johann Klöhuer iu Frielendorf. Kreis Ziegenhain, der noch im kurhessischen Stammregiwent .Kurfürst" gedient und int vergangenen Jahre das Regsinents- jubiläum mitgcmacht hat, ist in Frielendorf plötzlich ver- storben
Aus Starkenbnrg.
* Darmstadt, 7. März. Bor den Geschworenen Itand der 43 Jahre alte Joh. Karl Engel aus Worms, zuletzt Eememde- und Kirchenrechner in Eernsheim, weg-n Dcibrrchen im Amt. Im Januar war er schon von ver Strafkammer w—en llnter- jchlagung von Prioatgeldern zu einem Jahr F- vtvtnis verurteilt worden, uird heute ist er bcschr/ldigt, den Bel.ag von über 17 000 Mark zum Nachteil der Klrthrickasse an sich geromme-' und vergeudet zu haben. Er verwaltet etwa 10 Jahre die Ec ineindekasf« und wurde im Jahre 1010 auch Ktich-nrcchner, wo sür ihm etwa Mk. 450 vergütet wurcen, V» d«ß sein Gesamtem- kommen etwa Mk. 2000 betrug. Er ist ledig und wohnte bei sciirer Schwester billig in Kost. Er führix aber mii der Zeit in Gernsheim ein flottes Leben, spielt« innerhalb der Benft e teilweise auch als Präses ein« große Rolle und vereinte stets eine Anzahl junger Männer utn sich, mit denen er Eeloae ab- hi«!t, Reifen in di« benachbarten Großstädte Mainz, Frankfurt, Darmlladt Worms ulw. macble. dort die Nachllale» und forktla«
vreue Tageszeitung.' Momag. den S. März 1914
Tfidele Lokale besuchte und ein vrischwendcrijches Leben führte. -Oester blieb er auch mit einzelnen der jungen Leut« über Nacht und schlief mit ihnen in einem Bett, dabei soll er sich nicht immer ermmmdfrei benommen Habens Der Angeklagte ist im allgemeinen geständig u»d wird unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gesamtstrafe von 354 Jahren Gefängnis verurteilt und ihm di« bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre abge- fprochent Er nahm die Straf« an. — Ein Defizit von etwa Mk. 800 000 steht nach der Mitteilung eine, Stadtverordneten- in der Sitzung des Johannesviertelverein» im städtischen Haushalt der Stadt Darmstadt für 1014 bevor, was voraussichtlich selbst unter Heranziehung aller Reserven mit einer Steuererhöhutzg von 15—20 Prozent verbunden sein dürste. Als Ursache dies«, schlechten Jahresabschlusses, werden die vielen Unkosten- für Schulen, bedeutende Erhöhung der Beamtengehälter und unge- nü-gen-de» Anwachsen der steuerkrästigen Einwohnerzahl bezeichnet. Der friihere Stadtverordnete Götz spricht stch enstschieden gegen dies« städtisch« Finanzpolitik aus. Auch wird sehr lebhaft gegen die in Aussicht genommen« Zinserhohntig für Hypotheken. wie dies von der städtischen Sparkasse in Aussicht ge. nommen ist, proteistiert.
AuS Rhcinheffcn.
* Gmitersblum, 7. März. Ein hiesiger jungest Wann imrchfchwamm infolge einer Wette den Rhein. Am jenseitigen Ufer angclaugt, mußte er auch wieder den Rückweg durch das feuchte, kalte Wasser antreten.
* Hamm, 7. März. Vor vier Jahren wurden einer hiesigen Familie 20 Jl gestohlen, ohne daß der Täter er- mittelt werden konnte. Dieser Tage traf ein Brief an die Bestohlenen ein, in dem der Unbekannte, die danials entwendeten 20 M zurückfchickte.
Ass den iMiiMitteni.
Kreis Fried berg.
Bstr.t Bekämpfung der Schnakenplag» Bekanntmachung.
Die Witterung der letzten Zeit ist so mild gewesen, daß die überwinternden Schnaken schon beginnen, unruhig zu werdcir. Es ist also höchste Zeit, daß die Wintcrarbeit zu Ende geführt wird.
Es wird dringend entpfohlen, in allen Räumen, too viele Schnakett bet der ersten Vernichtttng gesunden wurden, jetzt eine Nachschau vorzunehmeit und noch vorhandene Mücken unschädlich zu machen. Die Wittterbekämpfttng ist mit größter Sorgfalt durchzuführen, denn votr ihr hängt ein großer Teil des Erfolges oder Mißerfolges im kommenden Sonimer und Herbst ab. Es ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß die anhaltende Kälte im Januar mit den im Freien überwinternden Schnaken aufgeräumt hat. Wo nun noch eine gewissenhafte Winterarbeit geleistet worden ist, und wo rechtzeitig die erste Vernichtung der Brut vorgcnommcn wird, da kann eine ernste Belästigung nicht eintretcn,
lieber das in diesem Jahr verwendete Juketizid 1913 sind Klagen bisher nicht eingelaufen. Der geringe Geruch ist ein recht angenehmer, verfluchtet sich rasch, und die Wirkung ist schon bei einer zweiprozentigen Lösung eine vorzügliche.
Friedberg, den 27. Februar 1914,
Großherzogliches Kreisamt Friedberg.
3t 31.- T)r. Pro bst.
Betr.: Die Maul- und Klauenseuche.
Bekanntmachung.
Die Maul- und Klauenseuche in Nieder-Wöllstadt ist erloschen; die vorgeschriebene Desinfektion ist erfolgt. Die an- geordneten Sperrmaßregeln werdet: wieder aufgehoben.
Der Kreis Friedberg ist somit wieder frei, von Maul- ttttb Klauenseuche.
Friedberg, den 27. Februar 1914.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg I. W.t vr. P r o bst
F r i e d b e r g, den 18. Februar 1914 Betr.: Vertilgung der Raben und rahenartigen Vögel,
Das Großh. Kreisamt Fricdberg an die Herren Bürgermeister der Städte Friedberg und Bad Nauheim, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wicksiadt.
Da von Landwirten Klagen über die starke Zunahme der Raben, Krähen, Dohlen. Elstern und Häher geführt wurden, so treffen wir im Interesse der Landwirtschaft und des Vogel- und Jagdschutzes folgende Anordnungen, die im Laufe des Frühjahrs durchzuführen sind:
1 Die Jagdpächter, sowie, unter Voranssetzimg der Zu- stiinmung der Oberförstcreien, das Forstschtttzperso- ttal, werden tun Abschiebung dieser Vögel ersticht.
2. Die Nester dieser Vögel sind durch zuverlässige Leute, in Waldungen int Beisein der Forstwarte, in Gärten und Feldern im Beisein der Feldschützen zu zerstören,- v-rhandene Stcster sind eventuell auszitheben, wenn hl vorgezogen wird, eine Durchschießttttg der Nester ttelst Schrotladiutg vorzunchmett. Beim Aus- - oen der Nester wird besondere Vorsicht zur Pflicht !--macht; insbesondere sind schulpflichtige Kinder hierzu nicht zu verwenden Die durch Ausführung dieser Anordnung entstehenden Kosten haben die Gemeinden und die Besitzer der selbständigen Gemarkungen zu tragen (vergl. Verordnung vom 7. April 1837, Regierungs-Blatt Seite 266). Die Gebühr für jeden ertcgten itnd abaelieserten.Vogel beträgt 12.Pfennig,
jetche für iedes abgelieferte Er 6 Pfennig. Höhere Gerül-t bis 20 Pfennig bezw.-IO Pfennig bedürfen der Fejtjetz,,^ des Gcmcinderates.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg I. V.: Herbe r g
Kreis Giesteir
Bekanntmachung.
-^^»Die Unfälle auf elektrischen und sonstigen Privntbahac zeigen, daß die Zahl der überfahrenen Fuhrwerke im letzt, ^W^-e nicht zurückgegangen ist.
x^'Ai«ch die Königl. Preußische und Großh. Hessische Eisen- tbahnEirekffon Mainz und die Königl. Preußische Gifenjinlitt direktion Frankfurt (Main) teilten mit, daß sie auf deW ihrer Verivaltung siebenden Nebenbahnen dieselbe Wah, pnehmung gemacht haben.
Die meisten dieser Unfälle sind, wie wir in lmfe.vn -früher ergangenen Bekanntmachungen bereit? erwähnten, i nll f die Fahrlässigkeit der Geschirrsührer zurückziiführc i.
Indem wir diese Bekanntmachung in Erinnerung bringen, beauftragen wir die Großh. Bürgermeistereien. dttrck, ortsübliche Bekanntmachung erneut auf die Gefahren ltiu- zutveifen, die durch Unaufmerksamkeit beim Befahren von .-^bewachten Eisenbahn-Uebergängen entstehen.
Gießen, den 28. Februar 1914.
.Großherzogliches Kreisamt Gießen.
I. B.: L a n g e rHi a n n
Bekanntmachung.
lütter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung, betr. die Bekämpfung der Schnakenplage, vom 28. Noventber 19U (Kreisblatt Nr. 93). weisen wir darauf hin, daß es jetzt an der Zeit ist, mit den Arbeiten zu beginnen.
Großherzogliches Kreisamt Gießet,. I. V.: vr. S i e g e r t.
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Neue Tageszeitung
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werden bei allen Postanstalten sowie bei unfein Zeitungs-Agenturen entgegengenommen.
zrursvericht
vom 7. März 1014 der
MMeldrutschen Creditdanst
Aktienkapital u. Reserven M. 70 000000 gegründet 1856.
Franljurter Börse,
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47» Ocftccr. Gold reut« 89.— „
47,7, „ Silberrente 86.80 „
4 7» Ungar. Goldrente 83.10 „
3 „ „ Kronenrente 82.10 „
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Türkenloose Dt. 168.40
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Eschweiler Bergtv. „
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Oesterr.Staasbahn „ 155.7,
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Tendenz: schwatch
gerlincr Handels Ant. 162.25 deutsche Bank Akt. 259 25 Vist. Kommandit Ant. 197.7» dresdner Bant 8lkt. 159 25 * het.Jnt.Handelsb.Akt. 209.25 „ lluss.Banks.a.Hand.A. 1,4.7, » dchantung E. B. Akt. 140.25 „ baltimore' u. Ohio .— „
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Hohenlohewerie Akt. 12t 50 , Deutsch-Luxernb.B.Akt. 141.75 m Laurahüttc Ültt. 160.- .
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Phönix Bergbau Akt. 241.7« „ Romdacher Hütte „ lllo?/. , EeksenkirchenBergir. A. 194.50 ^ Harpcner Bergbau Lkt. 185.75 , Allg.Elek.Gesellsch.Akt. 247.7» . Siemens u. HalsleAkt. —.. Tendenz: schwach
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