Einzelbild herunterladen

Nr. »»

»tu«

Stile «

eitrigen SUot^cn ereignete, hier wahrheitsgetreu festgehalten. Jetzt aber ruft uns der Musikalienhändler, dem bei der unsiche. teil Geschäftslage seine» Kunden um seinen Kaufpreis bangt, zurück zum lärmenden DafeinLkampf. Ob der Berkaufer Schivei- nehrrtenr nicht twrnit«? Gewiß kannte «r sie, aber eine plötz. lich: Hingebung hieß ihn dennoch handeln wie er tat. llnd nun will er plötzlich fein Grammophon wieder haben. Er for­dert daher den gesamten Rcstkaufprei», im Innern überzeugt, mau werde ihn nicht auftreiben können und deshalb das unter Eigentnmsoorbchalt oeräußert« Instrument zurückgeben müssen. Um diesem Begehren einen Schein des Rechts zu geben, schreibt er, einer Einrede des Käufers vorzubeugen: „Zu Teilzahlungen sind Sie laut Gesetz nicht berechtigt." Schweinehirten» stehen nun allesarnt vor einem Rätsel. „Zu Teilzahlungen sind Sie nicht berechtigt", was kann das heißen? als ob der Mann nicht froh sein könni«, wenn er auch nur noch einige Stauf bekommt! Hat beim der Instrumentenhändler wirklich recht? Rein, ganz und gar nicht. Freilich, im Gesetz« steht klipp und klar behaup. l.t, daß der Gläubiger Teilzahlungen nicht anzunehmen braucht, Gitläreu aber di« Parteien im Bertnrge: „Unbekümmert um

las Gesetz wollen wir auch Teilzahlungen in der und der Höh« gelten lassen", so regiert dieser deutlich bekmchete Wille, nicht ober der Gesetzcsdext, der vielmehr regelmäßig nur dort Herr- scheu will, wo ihm der Mangel unzweideutiger Abreden solche Herrschaft einräunrt. Rur den Bertrvgswillen auslegen will unser Recht, nur Zweijel lösen Dill es, nicht aber unser« freien, bestimmten deutlich bekundeten Entschlüsse knebeln. Woraus des Grauimophonoerkäufers betrübiche Pflicht herausschaut, der Abrede mtt dem Käufer gemäß z» warten, bis zwei auf­einanderfolgende Raten unbezahlt bliebe«, bevor er sein Gram­mophon vom Armenhause wieder abholen kann. Ratürlich wer­den de» Schweinehirten Kinver naterdetz Sorge tragen, daß das Instrument an Aehnlichkeit bis dahin eingebüßt hat. Vielleicht krönt der Verkäufer feinen Wagemut dann durch Erhebung üner Schadenerjatzklag«, di« er mtt Sicherheit gewinnt. Wir gratulieren zu diesem theoretischen Erfolg und merken uns da. bei: Wenn die Parteien nicht ausdrücklich oder stillschweigend das Gegenteil abmachen, gilt für da» Rechtsleben der Satz: „Der Gläubiger kann Teilzahlungen zurückweisen". Zum Bet- lpirl: es sagt unser Mietskontrakt: „der nicht binnen acht Ta­gen nach Fälligkeit geleisteter Zahlung de» Mietzinse» kam» -er Vermieter fristlos kündigen". Schicken wtr da dem Haus­wirt statt der Quartalsmiete von 300 Mk. nur 250 Mk., so setzt ihn da» Recht ln die Lage, die vorbehaltlos? Annahme de» Gel. <* zu verweigern und nach Ablauf der Frist RSumung der Mietwohnung »» fordern. Früher durfte» dt, Richter verschi». oentlich dem Schuldner bei der BerurteUmM Zahlungsfristen bewilligen, jedoch ist dies« Befugnis dem modernen Recht zum Opfer «fallen: etzt bindet vielmehr auch da» Gericht da» Grundprinzip: „Der Schuldner ist r» Teilleistung» nicht be. rrchtigt." Lächerliche, für da» Interesse de, Gläubiger» gLnglch bedeutungslos« Differenzen dürfe« allerdings trotz allem nicht gegen den Schuldnern r usgebeutet werden, den« andere au» purer Ehikane zu schädtgen ist verboten. Deshalb hat bot. fpislswetse der Hauswirt nicht das Recht der Kündigung, wenn on dein Mielzins etwa bloß das Bestellgeld fehlt.

Ans aller Welt.

Der Kaiser sandte solgendes Telegramm an di« Witwe de»

verstorbene» erst kürzlich zum Gouverneur von Metz ernannten lmneralleutnants von Lindenau: ,Zu dem plötzlichen, mich lies d-l! übenden Tone Ihres Gatten spreche ich Ihnen meine herz­lichste Teilnahme aus. Ich habe den Entjchlaseuen, den ich seit langen Jahren kenne, als Soldaten und Menschen hochgeschätzt

und habe noch grvhes von ihm erwartet. Sern Tod ist für mich und die Armee ein herber Verlust. Gott sei Ihnen und de» Ihrigen mit setnom Tröste nahe."

Trömel kehrt zurück. Der frühere Bürgermeister von Usedom und ehemalige Fremdenlegionär Tröinel weilt zur Zeit in Zürich. Er gedenkt demnächst nach Deutschland zu­rückzukehren.

Verhaftung ein»» bekannte» Verbrechers. Bei einer gestern Abend dorgenommenen Razzia durch die umliegen­den Waldungen von Bottrop, wurde der bekannte Essener Ein- und Ausbrecher Spiclenbom, ein intimer Genoss« des Räuberbauptmaim» Strathmann. frstgenommen.

Freiwilliger Flammentod. Wie aus Amiens gemeldet wird, hat sich dort die Gattin des Direktors der Handelsbank Frau Desseaux, unter den tragischsten Umständen den Tod gegeben. Am gestrigen Bankfeiertage gelang es ihr. in das Barrkgcbäude einzudringen. In der steinernen Vorhalle entkleidete sie sich vollkommen, hüllte sich in ein mit Benzin und Petroleum getränktes Bettlaken, das sie anzündete. <Ne hatte sich zuvor noch «inen Knebel in den Mund gesteckt, um zu verhindern, daß Passanten durch chr Geschrei auf ihr Tun a>-ftne>ksam gemacht würden. Der Tod muh unter fürch­terliche» Oualen. jedoch verhältnismähig schnell eingetreten sein. Erst cm Abend entdeckten die Nachtwächter der Bank dir völlig verkohlte Leiche der Frau ibres Direktors.

Tod auf dem Balle. Auf einer von Männergesangver- ein in Steele veranstaüeten Maskenfestlichkeit, brach die Frau eines dortigen Bürgers, Mutter von acht Kindern, während des Tanze» vom Schlage getroffen zusammen und war in wenigen Minuten tot. Die Festlichkeit wurde sofort abgebrochen.

Girßener Standesamts-Nachrichten.

Aufgeb otea«.

Febr. 20. Ludwig Friedrich Heibertshausen, Srbmledemei- sler i« Lollar, mit Maria Klinket in Eichen. — Wilhelm K

August Beck, Bankbeamter tu Greiz, mit Luis« Emma Adele Michaeli» in Wiesbaden, — Artur Kurt Apitzfch, Eeschüstsrei. fender, mit Greta Klara Adele Dickor«, beide in Eiehen.

Febr. 21. Heinrich Karl Freihöfer, EiseubahneHilfsschajs «er, mit Anna Luise Käddiug, beide in Eiehen.

23. Rudolph Karl Johann Hol >>Iin, Theatenneister, mit Maria Diehl, beide in Gießen. — Johannes Born, Viehhänd­ler, mtt Karoltne Heidelbach, geb. Böller beide in Gießen.

Fsbr. 25. Michael Blum, Rangierer iu Frankfurt a. mtt Marg. Suohhau» in Gießen. — Wtlh. PH. Richard Sorger, Bankbeamter in Gießen, mit Eltfabethe Kath. Buß in Leih­gestern.

Febr. 26. Wilh. Heim. Joh. Eg. Ed. Adolf Reibeling, Ge. fchäftsreiiender. mt Elise Hofmann, beide in Gießen. — Ludw. Kstogler, Hotelier in Eietzen, mit Mari« Antoinette Fischer geb. Breidbarth in Soden i. T. — Emil Dietz, Bankbeamter in Gie­ße», mit Hedwig Minna Blenck« in Magdeburg.

{ Eheschließungen.

Febr. 21. Karl Weber, Bürogehilfe, mit Lina Luise Witz Helm ine Kiauskops, beide in Eießea. — Ludwig Emil Kurt Schreibet, Nahrnngsmittel-Chomiker und Apotheker in Erfurt, mit Elise Marg. Spuck in Gießen.

Febr. 25. Johanne« Miaus, Taglöhn«, mit Elisabeth« Weigel, beide in Gießen.

Geboren«.

Febr 20. Dem Hauptmann Erhard Wegkli ein« Tochter, Ellen Rosa Anna. — Dem Taglöhner Wilhelm Will« ein Sohn Rudolf.

Febr. 2t. Dem Buchbinder Karl Weber «ine Tochter, Htl, dcgard Mari« Theres«.

S t« r brsäl f«.

Febr 21. Willi Schott 11 Monat alt, Schisfenbergerweg 83.

Febr. 2t. Elisabeth« Weither, ged. Brusius, 69 Jahre alt, Landgraf Philipp-Platz 10. — Johannes Jakob Karl Helles 10 Monat alt, Credenerftrahe 16. — Kath. Appel geb. Schiefer, stein 73 ahr« alt, Eteinstrahe 47 o.

Febr. 25 Johann Richard Dsroafe, Stdenl, 2t Jahr« alt, Wikhelmstraße 3. — Julie Saun, geb. Werner. 65 Jahr« alt, Bismarckstratz« 10.

75°/, Stromerspnrnig

Bei allen Installateuren und Elektrizitätswerken erhältlich.

Wolfram-Lampen

Unkrautfreie Saaten, hohe Ernten

haben Sie zu erwarten, wenn Sie Ihren sämt­lichen Kulturpflanzen

Kalkstickstoff

verabfolgen. Die Anwendung geschieht:

>. als (irunddünger

zu allen eldfrüchten möglichst frühzeitig

(8 —10 Tage vor der Aussaat.)

2 . als Kopfdünger

aui Wiesen und Weiden in den Monaten

Dezember bis Ende Eebruar zu Winterhalmtrüchten Mitte bis Ende Februar vor dem Treiben der Pflanzen.

3 . zur Hederichbekämpfung, wenn der

Meirich cas 3.—4. Blatt geschoben hat, i:üh morgens bei Tau.

Kostenlose Auskunft durch das

KaiStsticksioffbiirg, Frankfurt a.M.

1 el. 4234 Amt 1. Kaiserstr. 32.

I habet:

L. Kochendörfer,

FRIEOBERG i.H.

direkt am neuen Bahnhof — Ha lauerstr. 22 _

SteiBliäusser Bier, gute Weine, »crzugl. Mlrtagstiscli vco 70 Plg. an. Spezialität: Warme Rippchen u.Haspel zu jeder iager?eit. Kausmacher Wnt.

freundliches Kodegmit Klavier geeignet für Zusammenkünfte und kleinere Festlichkeiten.

V

•eee»f‘--<oe»#eiseee'®y»r®»a«ie»«eee*#e#e» IS

i

i

ßlfred lnliol,

Had-Melm 1

1

Heizmtgs- u. Luflungumlagen

Bi linnen- und PmpttMlage« 1

I

«

- aller Systeme -

Oampfbeiznogon

KsispL Wassemrssrgiwgen | 16f SIMS«, DSrisr, UM- 5 ul MirirMk. 5

i

Nlederdi Bckdampttieiz6ngea

Haus-lsstajUDänen für Gas I

1

Abdamßfheizyngen

- uad Wasser- I

1

Warmwasserhaizungsn

mit <i« misst» iinristtsign £

i

Liftheiznngen

• Wcscä- end •

1

Warmwasser»ersorguugen

Bafie-Einrlchtaegen |

i

Elektrische Licht-

und Kraftanlagen, |

Arbeits=Pierdemarkt

Frankfurt (Main): 4. März

FranKfurier Pferde-LoUerie: 8 . April.

Der aufgeklärte Landwirt kauft nur

1 * n ttenber^ia ÄX

- und Hackmaschinen

Der eno,m steigende >\ä Umsatz bürgt für

beste Qualität und Leistungsfähigkeit. Massig im Preis, stabil in Bauart. Verlangen Sie Pr o- spekte u. kostenlosen Besuch von der

Anton Volk, Butzhach.