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* Franksnrt a. M , 27. Febr. Di« Mitglieder der Kranke»

tagellnitas". die über ganz Mitteldeutschland zerstreut woh. neu, jira durch mangelhafte Geschäftsführung um ein« Summ« vru mrhr als tOMO Mark geschädigt worden. Gin« gericht- iist.' Untersuchung wurd« bereits eingeleitet. Um das elek. triichc Licht zu einem Gemeingut der weitesten Volksschichten zn machen, lagt das städtische Elekttizitätswerk in Wohnhäu­sern mit mindestens drei Metern elektrisches Licht auf eigene Kosten anbrinocn. Die Teilnehmer haben für jeden Anschluß :ine jährliche Miete von 3 Mark anher dem verbrauchten Strom ui zahlen, wenn sie sich für mindestens drei Anschlüsse in jeder Wohnung verpflichten.

* Frankfurt a. M., 26. Fahr. Das Baupeschäft von Iah. Phil. Götli ist in Konkurs geraten: die Verbindlichkeiten sind erheblich.

* Frnnksurt a. M,, 27. Mehr. Jni l' Zug 101 Basel- Frankfurt wurde ani Montag Abend zwischen Arheilgc« und Erzhausen ein Reisender durch ein ins Abteil ftiegendeS Eisenstück und Glassplitter im Gesicht verlebt. Tie Er- nrifteluugen ergaben, daß ein Wagen eines Güterzuges den ».Zug gestreift hatte.

Hessen-Nossar

* Schwanhclm, 27. Febr. Am Montag wurde hier die Leirln eines Mannes gelandet, in der man den Schnbmacher Johann Wißlcr aus Neu-Isenburg zu erkennen glaubt, der bekanntlich vor einigen Wochen seine beiden Kinder vergiftet und sich sodann entfernt Hot, ohne daß über seinen Verbleib etwas ermittelt werden konnte. Man glaubt um so mehr, den Gesuchten jetzt vor sich zu haben, da seinerzeit in der Walte der jetzigen Fundstelle die Miliiärpapiere de? Mörders lufgeliinden worden sind. Gestern wurde die Leiche durch zwei Beamte aus Neu-Isenburg als die des Witzler fest- gestellt.

* Nied d. M., 26. Febr. Schlecht« Zeiten sind hier in einem ülrt von nur wenigen tausend Einwohnern sagenhafte Begrftfe: »enn sonst hätten hier in einem Zeitraum von etwa drei Wo­chen nicht 27 Maskenbälle stattfinden können, ungerechnet ver­schieden« Privatveranftaltungen.

* Oberursel, 26. Febr. Frau Oberlehrer Werner aus Ober, nrfel hat dank ihres klangvollen aber falschen Namen im naben Homburg etliche Geschäftsleute durch Schwindeleien arg geschädigt. Nachfragen be> der hiesigen Polizei ergaben, dotz hier ein«Fron Oberlehrer Werner" nicht existiert Di« Schwindlerin konnte bis jetzt nicht erwischt werden.

* Bad Homburg, 27. Febr. Die Lokalbahn Akttengeselb schaft hat im Lause der letzten Monate zur Entlastung des Ver­kehrs, besonders nach der Saalbuvg, mehrere zweistöckige Stra. tzenbahnwagen gebaut. Die dirher ausgsfühtten Probesachrte» ergaben ein rechi guter Ergebnis, sodatz heute ihr« Abnahme durch die Eisenbahnverwaltung erfolgten konnte.

* Dornhol,Hausen, 26. Febr. Auf der steilen Scxikburgstratze versagte di« Steuervng eines fremden Automobils. Der Wa­gen lauste in den Graben, schlug um und schleuderte dabei die Insassen aufs nahe Feld. Glücklicherweise trugen diese nur leichte Verwundungen und Quetschungen davon. Auch der Wa. gen erftft nur belanglose Beschädigungen.

* Königstein, 26. Febr Nach zweitägigem Aufenthalt im Grandhotel ist gestern Mittag die Königin Wikhelmina von Holland nach dem Haag zurückgekehrt. Ci« weüte hier unter dem Namen einer Gräfin von Buren zmn Besuch ihres Ge­mahls, der sich belanntlich im Sanatorium Hohemark einer längeren Kur unterzieht.

* F. C. Wiesbaden, 23. Febr. In der Stadtverord- uetensitzung am Freitag, unter dem Vorsitz von Tw. Albertt, wurden zunächst 74 000 Jl für Einlegung des zweiten Ge- lciics in der Diersiadter Straße zwischen Felscnkellcr und der Ringweiche bewilligt, bei dieser Gelegenheit wurde auch wie­der von verschiedenen Seiten Klage über unhaltbare Zustände im Betrieb der Elektrischen geführt. Annahme fanden des weiteren 8803 Jl für Einrichtung von Raunten im Unterbau kes.Pavillons III des städtischen Krankenhauses für Zwecke der Stratzenreinigung. Eine lange Debatte knüpfte sich an den Bericht des Bau-Ausschusses über Prüfung der Frage dctr. die Wahl eines Baliplahes für eine staatliche höhere Lehranstalt in Wiesbaden, den Stadtverordneter Fink er- stattete und namens des Ausschusses beantragte, den Platz am Rondel der Königlichen Negierung als eventuellen Bau­platz in Vorschlag zu bringen, das alte humanistische Gym- nosium aber für 210 000 Jl zu erwerben. Ein Antrrg Sie- tcrt ging dahin, bei detn von der Negierung vorgesehenen Bauplatz au der Deethoveusttatzc zu verbleiben. Nach län­gerer Debatte fand schließlich mit 18 gegen 17 Sttmmcn ein Antrag Hessemer Annahme, der dahin ging, die Angelegen-

Neue Tageszeitung. Freitag, den 27. Feoruar i»i4

heit zu vertagen und nach neuen Plätzen, da beide angc- führte keine idealen feien, Umschau zu halten. Dem Johan- nisstift, das sich die Auftiahme gefallener katholischer Mäd­chen zur Aufgabe gemacht hat, wurde ein hypothekarisches Darlehen von 26 000 -M gewährt. Bei der Neuwahl von vier Mitgliedern der Schuldeputation kam es zu einer er­regten Debatte, in der auch wieder die Beigeordnetenwabl zur Sprache kam. Die seitherigen Mitglieder Dyckerhoff, Klar- ncr und Max Müller wurden einstintmig wiedergewählt, ebenso v. Eck aber gegen die Stimmen des Zentrums.

* Wiesbaden, 21. Febr. Di« vermißten Aschenurnen des Demminschcu Ehepaares im Part« des Schriftstellerheim, Dcm- mlnhort in Wiesbaden haben sich gefunden. Ein Maurermci. ster hat ven Grabstein, der aus zwei Teilen besteht, auseiran- dcrgeiwmmcn und befanden sich im unteren Steine die Urnen des Demminschen Ehepaares.

* Wiesbaden, 21. Febr. Zu 300 Mark Geldstrafe verurteilte di« Wiesbadener Schöffen den Inahber eines Drogen., Farbcn- und Kolonialwarengeschästs in Wiesbaden, Arthur Iünie we­gen Uebertretung des Paragraphen 367 St. E. B. Zünke hat di« schwersten Eiste und gifthaltige Medikamente nicht wie vorgeschrieben in einem Gistschrank, sondern in einem Klosett­raum in leicht zu öffnenden Gefäßen aufbewahrt. Er hat sei. ner Medikamente für Menschen und Tier« hergestellt, die nur auf ärztliches Rezept verabfolgt werden dürfen. Eine Unmenge Gift«, di« für den Kleinhandel nicht fteigegeben sind, wurden bei Jünke vorgefundcn. Zn Anbettacht der großen Gefahr für Dolkswohl >md Gesundheit, die, nach dem sachverständigen Gut­achten des Kreisarztes Di. Pilf, in dem Verkauf und Fcilhal- tcn, sowie Aufbewahrrn liegt, wie es der Angel lagt« zu tun pflegte, ging das Gericht über den auf 140 Mark Geldstrafe lautenden Antrag des Amtsanwalls hinaus und erkannt« auf 300 Mark Geldstrafe wegen Uebertretung in vier Füllen.

* F. C. Wiesbaden, 26. Febr. Der Entwurf des Vor­anschlages des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden für das Rechnungsjahr 1914 schließt in Einnah­men und Angaben mit 5 703200 ab gegen 5 534 660 . H im Vorjahre, also niit 168600 M mehr. Diese sind haupt­sächlich durch die vorgesehene Errichtcwg der Fürsorgccr- ziehungsanftalt in Usingen mit vorläufiger Einsetzung von 400000 Jt in den Etat entstanden. Dabei wird, wie schon gemeldet, der bisherige Prozentsatz von 7%% des ©teuer- ein.'«" mensollS für die Erhebung der Dezirksabgabe bestehen bleiben.

* F. E. Wiesbaden, 26. Febr. Rach einem dem 43. Koinmuiral Landtag für den Regierungsbezirk Wiesbaden im Jahre 1909 erstatteten Bericht über die Errichtung von Hochdruckwasserleitnngen im Regierungsbezirk Wiesbaden waren noch 235 Gemeinden ohne diese neuzeitliche Errungen- scboft. Inzwischen sind 87 Hochdruckwasserleitungen in wei­teren 87 Gemeinden gebaut worden mit Unterstützung aus Mitteln des BezirksverbandeS und zwar: aus der Hilfskasie, dem MeliorattonSfoiids »nd der Naffauifchen Brandversichc- rungsaustalt. Nach Fertigstellung dieser Hochdruckwosfer- leittingen verbleiben nur noch 148 Gemeinden im Bezirke ohne eine solche. Kein Bezirk in der preußischen Monarchie steht in dieser Hinsicht so günstig da. wie der diesseitige Bezirk, in dem so für Hochdruckwasserleitungen auch in den kleinsten ländltchen Gemeinden gesorgt ist.

Aus Starkcnburg.

* Darmstadt, 26. Febr. Ein ungeratener Sohn ist der etwa 24 Jahr« alte Gelegenheitsarbeiter Gg. Dauer, ein vorbcsttaf- ter Tagedieb. Me gewöhnlich drängte er, wenn er kein« Lust zur Arbeit hatte, seine Eltern um Geld, so auch vor einigen Wochen. Als ihm cer Zutritt zu der elterlichen Wohnung ver­weigert wurde, öffnete er die Abschlußtür« mit Gewalt und drohte der Mutter, di« allein zu Hause war, wenn sie ihm nicht 10 Mark gäbe. Di« Frau gab aus Furcht vor dem gefährlichen Burschen den ganzen Vorrat, zusamnceu 6 Mark. Damit nicht zuftieden, schlug der gemeine Rohling der Mutter in das Ge. sicht, sodaß mehrere Zähne heransslogen. In ihrer Angst er­klärte di« Frau, sich Geld leihen $u wollen, und eilte aus die Straße. Inzwischen kehrte auch der Vater nach Hause und schlug auch auf diesen ein, als er ihm Vorhatt niachte. Es wurde dann Anzeige bei der Polizei erstattet und schlug Bauer daraufhin am nächsten Tag« di« Fensterscheiben der elterlichen Wohnung unter erneuten Schimpfwotten ein. Er entschuldigt heute seine Tat vor dem Schöffengericht mit starker Trunken­heit, erhält aber trotzdem die exemplarische Sttafe von 1 Jahr 4 Monaten Gefängnis, di« ihm wohl Zeit gibt, über feine Roheiten nachzudenken. Hier fehlt wieder die Prügelstrafe. Kartengrüße schickte am Fastnachtsdienstag der Flieger Lt. Rcinhart, der mit seinem Acroplan mit einem Kameraden einen Rundflug über Darmstadt machte und gerade während

____ Ecite 2

tes Promenadentonzertcs aus dem Balkon de, iökT kreuzte, aus seiner lusttgen Höhe an den Hotelbesitzer. Di- Karle siel aus dem Mathildenplatz nieder und wurde durch di- Ki. der alsbald dem Adressaten zugestellt.

Gelchiiflliches.

m. In welch schönem Aufschwung« dl« Blltzbachcr Maschinenbau-Anstalt von Herrn Anton Volk be­griffen ist, beweist zur Genüge die Tätigkeit und Tüchtigkeit des Unternehmeis. Herr Volk übernahm vor etwa 5 Jahren mit nur 3 Arbeitern pachtweise genannte Anstalt und bcschäs. tigt jetzt nahezu 30 Man», sodaß in Kürze die eintausendste Maschine zum Versand kommt. Die Brbeits- sowie Lager, räume sind den Bedürfnissen nicht mehr entsprechend, sodaß dieselben eine bedeutende Vergrößerung erfahren müssen. Herr Volk trögt sich mit dem Gedanken eine vollständig neue Fabrik H rbaueu und mit «n neuesten Werkzeugmaschinen aus Mai­le», sodaß er in jeder Beziehung auf der Höhe ist und auch weiterhin in der Lage ist mit jeder Konkurrenz Schritt zu hat. tcn. Wir konnten am Montag konstatieren, daß Herr Voll einen Waggon mit 15 SäemaschincnHüttenbcrgia" beladen, nach Kopenhagen auf der Butzbacher Station anfgab und haben erfahren, daß noch drei weitere Waggons auf Wunsch des Be­stellers in Zwischenräumen von 14 zu 14 Tagen folgen, nach­dem der Besteller in voriger Herbstsaison eine Probemaschine bezogen hatte, welche zur vollsten Zufriedenheit ausf-el. Diese fowic di« vielen weiteren Bestellungen von allen Teilen des Im und Auslandes legen das beste Zeugnis ab für die Güte dr Fabrikat« und wünschen wtt der Firma ein kräftiges Wei. terblnhcn.

zrursverichr

vom 26. Februar 1914 der

Mitteldeutsche«, Creditbi,»!«

Aktienkapital ti. Reserven SH. 70 060000 gegründet 1856.

Frankfurt» Borj,.

4"/, Reichsanttih« 98.50'',

3'/. 86 85 .

3'/. 78 05

3/» V, Preuß. Conjols 86.50,, 3'/« 78.10 ..

4°/» Hetzen 97.40

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3V. 7 4.95 .

4V» Oesterr. Goldreute 90.70 , IV, v, . Silberrenle 87 HO 4 V, Ungar. Goldrente 84.19 . 3 . . Kronenrcnte 83.05 .

4 Portugiese» Serie I 61.»5 _ 4. . .111 65.- .

3 */,% Russen D. 1905 9t.95 _

4/. . . 1902 91.- .

4 */«% Japaner 91.45

4V. Tüllen von 1903 86.90 . 4/,Aüm>niftr. Türken 79. Türken!»»!« M. 168. , IV,.Vs Griechen v. 1890 50.90 IV,V, Monopol-Ärcech. 52.20 3»/, Buc,u-Air. Pr.JlnL 68. 37. Sitber-Mexikaner. 4 Mer. Irrig, Anl. 72.- .

4 */,*/» Ehlnesc» 91.80 ,

Buderus E. -W. Act. 113. ,, Schuck. Eiettt. Ges.152.V. .

Eschweclcr Sergio. Bochuiner Eußstalst u Gel enkirch. Bcrgw.'Att. Harpencr Bergbau Hambg. Amt. Pak. ,. ptorbd. Lloqö

Berüner Handels Slitt Sliittflb. cireditb. Akt Tarrnstäüt. Bank M Deutsche Bank

Teulsch-AsiatilcheBa»! Diskonto Komm. Aut. Dresdner Bant Akt. Oest. Creditanit. Akt. Lombarden

Dtsch-llderlee E.B. Oesterr.'!--sbnhn, Höa>st. .owerle <Lhem.uur. Albert Rutgcrsmerke Steaua Uiomana Phönix Bergb. , Griesheim Glellro» Bcllstoy Waldhoj Holzoerkohlungs-Fnd. Uaurahüte

Prioatdiskont . Tendenz: behauptet.

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Berliner Bor>e.

Berliner Handels Aut. 162.75 m Deutsche Bank Akt. 258.75 . Disk. Kommandit Ant. 197.25 n Dresdner «an! litt. 157./, . Pet.JntHandelsb.Akt. 2u .50 Rusi.Bank j. a.Hand.A. IN.'/, . Echanlung G. B. Akt. 140.50 Baltimore u. Ohio 94. Canada Pacific Alt. 212.50 Prince Henri E. «.Alt. 161.75 Türkenloose M. 168.25 Uonooner

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Bör,e.

Amatgamated cropp. Doll. 75.'/, Ehaitcrcd Company Lstr. 0.38 tra>lra»o Propriecary 2, Goldstetds .. 2.31

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De Beers Eon^olid , 16.V,

Die

Depofttenkasse Friedberg i. K.

empfiehl: sich zur Vermittlung aller bank massigen (»esebitfle.

An- und Verkaui von Weitpapteren an allen Börsen.

Errichtung lautender Rechnungen und provtsionstteier Scheck-Eenti. Umwechstung von Coupons und Sotten.

Annahme von offenen und verlchloffenen Depots.

Entgegennahme verzinslicher Spar-Erning-a.

Ziehungsliste der Friedsterger Pserde-Lotteric vom 25 .Febr. 1911 .

(Ohue Gewähr).

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