Nr. 59
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Marte zur Vollendung der dejhdt -oifafrih anisehen Zenh 'albahrK
Ein Kultnrwerk, welches für die Deutsch-Afrikanischen Kolonien von größter Bedeutung ist, wurde niit der Vollendung der Zcntralbahn geschaffen. Die Bahn geht von Dar-
cs-Salcnn iibcr Morozo-Kilimetinde und Tabora bis lldjidjl am Langeanjika-See.
{'anfällig geworden und dessen Einsturz zu besürchtcn war, ab.
gerissen und beschlossen, eine »eue Kirche aus Steinen zu erbauen. Die all« Kirche hatte sonach beinah« 32 Jahre gestan- i
de». Die im Grundstein niedergelegte Schrift, dos neue Testa. « ment und der lutherische Katechismus, sowie das Glas mit Korn waren total verfault. Das Glas mit Wein und dasjenige mit Slleizcrpi welche beide mit zinnernen Schrauben zugefchraudt gewesen, waren noch gut erhalten. Der Wein hatte noch seinen Geruch und Geschmack und war wenig davon verzehrt. Das evangelische Konsistorium zu Hanau chatte daher befohlen, daß ein neuer Grundstein, bloß mit einer Inschrift versehen, gelegt werden sollte. Dies geschah. Der Steinmetz Linsengang von Ortenbcrg hat folgende Inschrift cingehauen: „Nachdem di«
Anno 1686 aus diesem Platze gebaut« evangelisch-lutherische Kirche wegen angcwachsener Gemeinde zu klein, auch sehr schao- hast gewesen, so ist Anno 1728 den 28, April unter hochlübltcher Negierung des „hochgeborenen Grafen zu Hanau, unseres gnädigsten Grasen und Herrn'' dieser Stein zum Grunde dieser zerren eoangelisch-lutherischen Kirche gelegt und mit Erbauung derselben der Ansang in Gottes Namen gemacht worden, Gott gebe feine» Segen f t t“. Der Grundstein liegt unter der obersten Ecke des Turmes nach dem Dorf hinauf. Auf einen Montag, den 26, April, wurde dieser Stein unter gewöhnlicher Zeremonie gelegt. Der Geistliche, der Lehrer mit den Schülern, der Amtmann Langermann von Ortenberg, di« Handwerker, der Herr Inspektor Leidenfrost von Ortenberg, der Pfarrer Pröscher von Ranstadt, der reformierte Pfarrer Heckord von hier, der Pfarrer Stölling von Gelnhaar, der Schultheis Hans Georg Kröll von hier, nebst Kirchenvorstchern, bildeten den Zug, der vom Schulhause aus nach dem Bauplatz« der Kirche ging. Hier wurde gesungen, von dem Geistlichen Johs, Georg Blum eine Rede gehalten, wieder gesungen und dann von den Musikanten musiziert. Während der Musik wurde der Grundstein gelegt. Nachdem dies geschehen, wurde noch «in Gebet vom Geistlichen gesprochen und dann nach Absingen des Liedes: „Nun danket alle Gott" unter Knaben und Mägdlein für «inen Taler Weißbrot verteilt. Der Maurermeister, der di« Kirche erbaut, hieß Johann Heinrich Walter aus Windeckcn; der Zim- mermeister Johann Heinrich Petter von Hanau, woselbst er Bürger und Hofzimmrrmcistcr war und der Steindecker Johann Michael Hildebrand von Ortenberg, Der Hahn der Kirche wurde von jungen Mädchen, welche mit Bändern artig gezieret waren, unter Begleitung der Musik dreimal um di« Kirche ge. tragen und dann auf den Turm gesteckt. Die Einweihung geschah am 28, Oktober 1728, Der Steindecker hildcbrand zog, aus dem Kirchturmknopfe sitzend, «in Paar neue Stiiimps« und Schuhe an,
* Frankfurt a. M,, 13. Febr. Durch das Mietsysiem deS
»inerikanischen Schrihniaschinentrustes werden den deutschen Schuhmaschinenfabriken seit Jahre» unberechenbare Schaden geschlagen. Ein neulich versuchter Trick des Trustes gegen die Verfertiger deutscher Maschinen Patentprozesse auzu- strerrgen und die betressenden Maschinenfabriken wirtschaftlich zu erdrosseln, ist dieser Tage vor dem Reichsgericht zum AuStrag gekommen und zu Gunsten der angeklagten Moenus- Majchineiisabrik zu Frankfurt-West entschieden worden.
* Frankfurt a. M., 13. Febr. Gestern feierte der frühere Ojrernsängcr Burlncister mit feiner Gattin das goldene Hoch- zcitsscst,
* Frankfurt a. M,, 12, Febr, Die aus grauem Sandstein erst vor wenigen Jahrzehnten ausgeführte evangelische Pcters- kirchc droht durch di« rasch fortschreitende Verwitterung des lok. keren sehr porösen Gesteins eine schwer« Gefahr, Die reichen Rcliss und Steinfiguren sind zum größten Teil schon verwittert und in den letzten Tagen abzestürzt. Auch den Strebepfeilern und den Portalen steht das gleiche Schicksal bevor. Da fortwährend Stein« und Figuren abstürzen, ist die Umgebung «er Krrchc bereits abgesperrt. Für die allerdringendsien Er. neuenurgen bewilligte die Stadtverordnetenversammlung jetzt 12 000 Mark, — In der Person der Emma Krause verhaftete di« Kriminalpolizei eine abgefeinrte Schwindlerin, di« zusammen mit einem gewissen Hartwig di« Konsulat« von Frankfurt, Dermstadt, Karlsruhe ufw, brandschatzte. Dar Paar ließ sich »Ilerorlen auf zahlreiche gefälscht« Papiere Reijevorschüsie geben, um dann von den Geldern ein guter Leben zu führen, Hartwig hat sich jetzt in einem auswärtigen Gefängnis erhängt,
Di« Krause betrieb hier auch unter dem Namen Frau „Dr, Ell. racr" einen schwunghaften Handel mit Papierwareli.
* Frallkfurt a. M., 11. Febr. Vom Pressebiirean der Eorrö-Festfpiele wird uns geschrieben: Die Carrü-Jcstspicle gohkii in dieser Woche iljrcm Ende entgegen. Das große Julei esse für diesetben mackst sich i» Massenandrang kund, der i» den letzten Spieltagen zu verzeichnen war. Da im Laufe der Woche noch besondere Arrangements vorgesehen sind, so dürste der Andrang noch weiter anhalten und cs empfieblt
sich daher, rechtzeitig BilleftS für die Vorstellungen zu lösen. Am Donnerstag oder Freitag ist der 200 000. Besucher zu erwarten. Als Prämie erhalt dieser eine eckst goldene Uhr im Werte von 150 <M. Am Donnerstag findet ein Ehrenabend für Herrn Direktor Albert Carrö statt. Gleichzeitig wird sich in der Festhallc ein farbenfrohes Bild entfalten, da sich zu dieser Vorstellung eine Reihe von Korporationen aus Gießen, Heidelberg und Darmstadt angelneidet haben.
* Frankfurt o. M„ 12. Febr, Von den verschiedensten Main. Plätzen wird gemeldet, daß der Aufbruch der Marneisdecke unmittelbar bevorsteht, Bei Ofsenbach setzten sich schon größere Massen in Bewegung und machten den Fluß auf weitere Streiken eisfrei; ein gleiches Bild bietet der Main von Frankfurt bis nahezu Flörsheim, von hier bis Kostheim ist die Deck« aller, dings »och fest geschlvsien. Es ist nicht ausgeschlossen, daß bei starkem Eistreiben, das bereits vom Obrrmai» gemeldet wird, bot Flörsheim besonder« Störungen cintreteir
* Frankfurt o. 91., 13. Febr, Im Alter von 88 Jahren starb al» eine der ältesten Personen Frankfurts di« Mutter des russischen Staatsrat» Dr. I. Gtrgcnsohn. — Am 23. Februar beginnen die Tagungen der verschiedene» Frankfurter evangelischen, reformierten und iutherischen Synoden. Aus der reichen Tagesordnung steht auch der Antrag der Dreikönigsgcmeinde auf Erwerbung eines Kirchbauplatzcs für eine weitere Kirche im Stadtteil Sachfcnhaufen.
Heßen-Raßau.
Schlüchtern, 13. Febr. Der verheiratet« Lehrer Kollmann im nahen Sarrod wurde wegen schwerer sittlicher Verfehlungen an Schulmädchen verhaftet.
* Wiesbaden, 13. Febr, Am 19. September v, I, wurde der
Schreiner August Menzel von hier bei der Annahme von Wct. ten von der Kriminalpolizei überrascht, die ihm neben einer großen Zahl Wettzettel auch «in« beträchtliche Summe Weltgeld abnahm, Trotzdein ließ Menzel die Finger nicht von der Wettvermittlung und Buchmacherci, denn bald darauf wurde er zusammen mit dem Gastwirt Adam Schwing aus Düsseldorf aus der Straße in Wiesbaden festgenommen. Allerdings fand di« Polizi dieses Mal nichts bei ihm, er hat!« nämlich den Beamten bemerkt und Schwing schnell Geld und Wettzettel ringe, sackt. Aus den Wettzetteln konnte sestgestellt werden, daß Ai, täglich bis zu 70 Wetten angenommen hatte, die über 1000 M!, Wettsumme ausmachten, Bon der Siraftammer Wiesbaden wurde Menzel, der gegen Stellung einer Kaution von 1000 M. aus der Untersuchungshaft entlaßen wurde, wegen Buchmacherci zu 14 Togen Gefängnis und 1000 Marl Eeldstrase, Schwing wegen Bcihils« zur Buchmacherei zu 1 Woche Gefängnis und 800 Mar! - Geldstrafe verurteilt. 451 Marl beschlagnahmte Wettgelder wurden «ingezogen, — Die 52 Jahr« alt« Köchin Witwe Murg, Strauß von hier hat den größten Teil ihres Lebens im Zuchthaus und Gefängnis zugebracht. Zur Zeit
brummt sie 1 Jahre Zuchthaus in Ziegenhain ab. Zu dieser
Straf« erlant« di« hiesige Srraslamrnei aus weiter« sechs Monat« Gefängnis, weil sie am 20, August v, J„ laum aus dem Zuchthaus entlaßen, ihr« licbcvollc Aufnahme bei einer Frau Heil in Wiesbaden dadurch dankte, daß sie alsbald danach un. ter Mitnahme von Wäsche usw v,rduj!e!e.
* F. C. Wiesbaden, 10, Febr, Boi Vorfirckion mit inittel-
spät- und spätreifenden Kartoffelsorten, die die Landwirt- schastskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden im Jahr 1913 anstelll, lieferte die Sorte „Auguste Viktoria" auf tiefgründigem Lehmboden des Aartales bei Bürgermeister Mohr in der Gemarkung Niederneisen mit 215,08 Zentnern pro Morgen den Höchstertrag. Der niedrigste Ertrag mit 22,86 Zentnern pro Morgen wurde bei der Sorte „Präsident Ascher" aus einem mittelschwcren Lehmboden von Bürger- »rcister Kleber in der Gemarkung Kloppcnheim geerntet; einen weiteren hohen Ertrag mit 212,50 Zentnern pro Morgen erntete mit der Sorte „Landrat von Ravenstein" auf Lößlehm-Boden in der Gemarkung Weißkirchen am Taunus der Landwirt Johannes Herr I.
* F, C. Erbach a. Rh., 10. Febr. Der 20 Jahre alte Bäcker Wilhelm Höfling aus Frankfurt a, M. lvar früher bis 1909 bei dem Bäckermeister Lacho in Erbach in Familienpflege von der Fürsorgebehörde nntergebracht. Nach 8 Jahren, am 9, Januar d, I. erinnerte sich Höfling plötzlich seines früheren Brotherrn, Er fuhr am fraglichen Tage, vormittags von Frankfurt a, M. nach Erbach, begab sich in die Lacho'sche Hofreite, darauf in ein im ersten Stockwerk gelegenes Zimmer. Dort öffnete er eine Kommode mittel- Nachschlüssel, »ahm 300 <M weg und verduftete wieder unbe- inerkt. Bon dem Gelde wurden nach zwei Tagen bei feiner Verhaftung 162 M noch vorgefunden, die übrigen 118 hatte er innerhalb 48 Stunden verblitzt. lieber ihn, den das Gericht als dreisten und raffinierten Dieb bezeichnete, verhängte die Wiesbadener Sttafkammer fünf Monate Gefängnis.
* Weilbnrg, 13, Febr. Beim Jauchefahren stürzte der Sohn des Bürgermeisters Schäfer in Gaudernbach vom Jauchefaß. Er wurde dabei übersabren und erheblich verletzt.
Bereinigt« Stavttheater Franlsurt a. SK.
Opernhaus,
Sonntag, den 15, Febr,, nachm, halb 4 Uhr: Vorstellung
t'ci ermäßigten Preisen: „Der liebe Augustin". Außer Abonn.
Abends 7 Uhr: „Der fliegend« Holländer". 18, Vorstellung im Sonnlag-Abonn, Große Preis«,
Montag, den 16, Febr,: Geschlossen,
Dienstag, den 17, Febr,, abends halb 8 Uhr: „Carmen".
16, Vorstellung im Diensiag-Abonn, Große Preise,
Mittwoch, den 18, Febr,, abends 6 Uhr: „Parsisal", Außer Abonn, Groß« Preise,
Schauspielhaus.
Sonntag, den 15. Febr,, nachm. 3 Uhr: Vorstellung bei er. mäßigten Preisen: „Puppchen", Außer Abonn, — Abend» 7 Ubr: Zum eisten Mal«: „Die goldenen Palmen". Außer Ab, Gewöhnliche Preise.
Montag, den 16, Febr., abends 7 Uhr: .Die Kronplütc». deuten", 16, Vorstellung im Montag-Abonn, Gew, Pr,
Dienstag, den 17, Febr,, abends 8 Uhr: „Die goldenen
Palmen". 15, Vorstellung im Dienstag.Adonn, Gew Pr,
Mittwoch, den 18, Febr,, abends 7 Uhr: „Die Kronpräten. dcnten", 14. Vorstellung im Mittwoch Abonn, Gew Pr.
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Telefon Amt 1 , 2501 S KÜ 1**0 11 |>ln<Z 5 Telefon Amt 1. 2501
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OeLctülitÄüttrei:
D. Kohihßpp, SSS


