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Znm Pliugeisen.
Stoman von M. Prigge-Brook.
23 fFarsietzvngj.
Robe» drin jungen Fräulein lehnte müde eine älter« jmo, die sich vergeblich bemühte, dos Kind zu überreden,
. r in boS nahe gelegne fflaftlKiu« zu folgen.
»Ich sürchte. Tante, wir verpassen da» Schiss', antwortete die Kleine eigensinnig der Miederbolten Aussorde- inng. ..stelle hinein, wenn Du magst, ich warte auf den Papa."
Die Hottöttn seufzte.
Ta? eigenwillige Ding tat doch, was es wollte. mal iss da alles Zureden?
Zwei Iabre war Mari, Carenno in ihrer Obhut und iiiimor noch snl-lle sie sich dem Mädchen fremd. Wae'» weil een V 'lerSseite fremdes Blut in ihren Adern floh, oder batte sie die Feliler der Mutter geerbt, der inan nachsagte, dost sie ich in den Mann ni-bt z» schicken vermochte?
Die FTic de? Künstlers soll die denlbar unglücklichste gewesen sein, dos Kind darunter sehr z» leiden gehabt haben. Dennoch-N>ai Marv ein Sö-inenkind. von übersprudelndem Frohsinn, von schronfenkoler Herzensgute und Freigebiakeit.. D'e Hofräti» begriff des Katers Nachgiebigkeit gegen die K ine. die ihm als einizgcs Andenken an seine Ehe mit der einst beistgeliebten Frau geblieben. Daß er stc. verloren batte, war nicht sein bitterster Schmerz — dah sie sich so vergast. mit einem anderen auf und davon zu gehen, fräst an des Mannes Herzen. machte ihn nntouglich zur Arbeit und tiilg die Schuld an dem völligen Ziisammrnbrrchen des unter seinesoleichen bekannten Künstlers.
Lange lebte er nur seineni Schmerze und dem Kinde, kos neben ilun einsani auswuchs. Vergeblich haben treue Freunde um Schonung für die Kleine gebeten, die. solchen Lebens unglnebnt. bläst und mager wurde. Da batte lich die G sestschast zur Sriorschnna der unbewohnten Landesstrecken de? schwarzen Afrika gebildet, die Erpedition suchte einen Maler, der sich zugleich mit photographischen Ausnahmen be- fastte. Carenno nieldete sich und man nahm ihn an. Wenn iiberl'auvt. so konnte er nur brausten genesen, in Wien wurde er seine Gedanken nicht loS.
Cr brachte Mari, in der befreundeten Familie des Gof- rats Sperl unter, nahm Abschied von dem einzigen, was er auf der Welt besäst, und schiffte sich rin. Anfangs wie? er die Gesellschaft der Mitreisenden zurück, allmählich suhlte er sich zu Kein» gezogen, dessen Iugendirische es ihm antrat. Cr liest sich die Fürscrge des Jungen, dem der verbitterte Aeltere leid tat. gefallen, vertraut« sich ihm und össnetc il,m schliestlich sein Herz. nachdem er zwei Monate auf die aus- Ichliestliche kstelellichrft des jungen Mannes angewiesen und er Um treu gevtlegt batte.
Kein» suchte die Freundschaft des Mannes, den er ver- rbrte. und war stolz, dost jener unter den vielen ibn ausge» wählt. Carenno konnte nun auch von seiner Mary plaudern, von der er nie anders als von der Kleinen sprach, llnter der Kleine» stellte Heinz sich rin Schulmädel von zwölf bis vierzehn Jahren vor. auf ein« junge Dame »var er aber nicht gesnstt.
Mar» war für ihre siebzehn Jahre überraschend reif. Sie batte die dunklen Augen der väterlichen Vorfahren, die Mutter batte ihr d,rs wundervolle aschblonde Haar vererbt und de» Teint wie Milch und Rosen, ein wertr>olles Geschenk, mitlelst d.'isen dos junge, bildschöne Geschöpf aller Nugeu auf sich zog. Roch war sie ganz Kind.
Die Hofrätin batte sie nicht ausnefsihrt und Mar» nicht danach verlangt. Cie liebte ihren Vater, sonst nichts auf der Welt. Die Nachricht von seiner schweren Erkrankung traf sie sassnngSlos. Doch da uninittekbar danach rin Brief seine Heinikcbr meldete, kannte ihre Freude keine Kreuzen. Schon seit ztvei Tagen wartete sic in Triest.
Von ferne zeigte sich eine leichte Wolke. Mary stsest einen Freudenschrei aus. ,.Cr kommt, er kommt!"
Der stattliche Dampfer näherte sich dem Ufer. Schon konnte man ans dem Verdeck die Passagiere unterscheiden. Vorn an der Rampe lehnt; ein Herr, hinter de», in. einiger Cntserni.ng die Gestalt eines zweiten sichtbar wurde.
»Papa!" jauchzte das junge Mädchen, das seinen Vater rrlminte.
Der Maler an der Ranipe hatte sein Kind erblickt. Er zog sein Tuch und grüstte herüber. Die Anker klirrten, der Dampfer stand. Einer Flutwelle gleich drängte die Menge stch über die Brücke.
Mary blieb im Hintergrund stehen, bleischwer in den FLstrn. Auf alles war sie gefastt gewesen, nur nicht aus den Anblick des schwer leidenden Mannes, der, auf den Arm seines jungen Freundes gestützt, als Letzter das Schiff verliest. Laut weinend warf sie sich an seinen Hals.
»Bist Du noch krank. Papa?" fragte sie stockend.
..Genesen. Kind", beruhigt« er sie und nmfastte bewegt sem blühendes Kind.
»Ader Du wirst wieder gesund, bitte, bitte, Papal" Bebende Angst lag in den kindlichen Worten.
»Werde ich iifion. Liebling. Wäre alles in Ordnung.
wenn mich nicht unterwegs der verdammte Rückfall gctivsf«,, hätte. Aber siehe den da an", er zeigte aus Heinz, der be- scheiden zur Seite getreten, »der hat mich gepflegt, wen» der nicht wäre, könntest Du Deinen Papa im Mecesgrund« suchen. Na. weine nicht, Kind."
Er löste die kleine, kalte Hand, die sich uni seinen Hals gelegt und zwang Martz, ihn anzusehen. »Kops hoch. Lieb- Ung. Freund Heinz will Dich lachen hören, ich habe ihm viel von Dir erzählt."
Dar hatte er. Doch währen- Heinz sich Mary al» Kind gedacht, stand das süsteste Geschöpf, das er je erblickt, vor ihn»
Zart«? Mitgefühl mit dein weinenden Mädchen überflutete einer warmen Welle gleich des Jünglings Herz. Der Händedruck, den er mit Mary tauschte, tvar kurz, dennoch empfand er die scheue Berührung wie eine Liebkosung. Er begleitete Vater und Tochter nach Wien und blieb einige Tage in dem gastlichen Hause de» Malers, welches die Hvs» rätin wieder wohnlich gestaltete. Nur widerstrebend ritz er sich los. um Rosemarie nicht warten zu lassen. Carenno liest ihn ungern ziehen.
..Wer soll meine Skizzen ordnen, wenn Sie es nicht tun. Heinz? Ich sürchte" — er sah traurig aus seine adgozehrtcn Hände — »ich werde noch lange nicht arbeiten können."
»Ich konmlc wieder, verlassen Sie sich daraus", tröstete der Doktor ihn bewegt.
Mary stand zur Seite. Einen Monieut legte sie ihr kleines Händchen in die starke, groste Hand, die cs fest umschlossen hielt.
„Sic komincn sicher wieder?" fragte sie leise. Ihre schönen Augen flehten.
»So war ich lebe", ries der junge Mann enthusiastisch. ..auf Wiedersehen!"
Vom Pflugeiscn flatterte die Fahne, der alte Bau war über und über bekränzt. Bor der Türe warteten die Angestellten, Erwartung und Freude in de» Gesichtern. Kehrle doch nach langer Abwesenheit der Erb« des Hauses wicderl Der Wagen mit den Damen war zur Bahn gefahren. Endlich vernahm inan in der Ferne Räderrollen, eine Staubwolke flog auf.
„Sie kommen, sie kommenI"-riefen die Wartenden.
Die Türe tat sich auf, Jakob EblerS humpelte über die Schwelle, aus Karl Jansens Arm gestützt. Seit einiger Zeit bedurfte der Alte des Dieners, die Auge» wollten nicht mehr, die zitternden Hände bedurften der Hisse. Er lehnte sich an die Rampe und blinzelte hinaus. „Wo. wo?" mur- nieste er.
Der Wagen hielt. Braungebrannt und aufrechten Gange» stieg Doktor Heinz aus und sprang leichtfiistig über die Stufen.
»Griist Gott, Ohm!"
Der Alte breitete seine Anne aus. den Sohn des Hauses zu umfangen, dem er die Jugend behütet. Ein Leuchten lag über seinen verwitterten Zügen, als er die stattliche Gestalt des junge» Mannes ansoh.
„(sott segne Dich, mein Jnng'I" murmelte er gerührt. „Daß ich das noch erleben durste! Hält' eS bei Gott nicht gedacht I"
Wehmütig gewahrte Heinz die Verheerung, die da» Al-
tcr an dem geliebten Greise, dessen Tage gezählt schienen, geübt. Er gab Karl einen Wink, nach dein dieser den Ohm ins Hans führte. Tan» wandte der Angckoinmenc sich den Leuten zu.
Roscmorie war glücklich. Heinz war ein Mann geworden: sie dnrtte stolz ans den Bruder sein, an dessen Adresse täglich Anfragen uud Auoebole bedent-ndcr Redaktionen ein- trafen, die seine Reiiebriefc begehrten, von seinen Erlebnissen Nachricht haben wollten. Die Haiiptauobcute der gorstcn Toi-r war einem wissenschaftlichen Werke bestimmt. Heinz wollte die Arbeit bald beginnen.
(Fortsetzung folgt)..
Kirchliche Anzeigen.
Evnnaeliiche Gemein»»
Gottodienst i, »ft ~to»t(:r<|f
Sonntag Serogeumä. 15. Februar SBotm. 9\ Uhr: Herr Psorr«, Kleberger Rachm r Uhr: Herr Kandidat Barth.
Gottesdienst in der Bnegkirche vorm N Uhr: Kindergottesdienst: Herr Pfr. Ritter Nachm, halb 8 Uhr: Heer Missionar 8jeI I oon Franksurt. Kollekte für die Million.
Sott«»d e»st im ~l«Olt»il Fanerb-tth.
Vormittags 10 Uhr. Herr Plärrer Zahm an n.
Rachm. I Uhr: Jugeubgottessieirst.
Katdot ■ «<t- ■ >» i- - Sonntag Seragenmö, 15. Februar Gelegenheit zum Beichten Samstao »invinliio.-i von 4 Uhr, Sonntag früh von H6 Uhr an.
K7 Uhr. Frühmesse.
8 Uhr: Militärgotterdicnll ____
Rachen !K Uhr: Satiamentalische Bruderschafioandacht von Montag an beginnt der BKrttagsgotleodtensl wieder darcheveg um 7 Ute.
Feiernden» Friedberg.
Jeden Sonntag abend« von 3—VC10 Uhr Versammlung Sonntag, den 15. Februar. Bottrag über: „Slegeiland und Stegerländer".
.Feierabend" im Stadtteil Fauerbach.
Jeden Sonntag: Spiel. und Lesrabend
Ein giller Kamerad
der Kinder itt der ziiiber mit dem Dorhn d>» !> (nmuniMfUlxn der «dir» SeoNS Sou n eu knurrn Um genau »nd Wille», da» er iburn iur drc gut-
Ernuljion
lL'n.'ckciide. so deHmmliLe Marke bürgt. Gartu Emulsion irt schmackhaft und leicht verdaulich gemachter Lcbev» tran mit Kalk, und Natron-Tatzen.
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Welche» Sitckstossdüngemittel ist billiger. Chilcsalpkie, oder schwefclsaurcs Ammonial? So wird setzt di« Frag« lau. ten müssen. di« sich jeder Landwirt vorzulcgen hat, «he er den Einkauf irgend eincs Sinkslosjdiingennttcls beuxrlstelligt. Bei Lösnng dieser Finge lst vor allem der höher« StlitstaisgehaU de, Ichweselsaure» Ammoniaks gegenüber Chilesalpeter zu beachte» so das, er jedermann verständlich ist. dag der Zeninerprei, de,' schweselsauren Ammaniaks »ich, dem Zentn-rpiels des CHUa salpeter, gleich sein kann. ,00 Kg. schwelestaure, Ammoniak enthalten 20,6 Kg. Stickstoff. 100 Kg. Chilesalpeter dagegen gewöhnlich nur 15 Kg Stickstass. Dir Erhalt de, schweselsauren Ammoniaks an SticTftoff ist also um 07 Prazenl höher al» der de, Chilesalpeter», so dag 70 Kg schwefelsaurem Ammonlak l«> Kg. Chilesalpeter «Hspreck>en oder 100 Kg schwclsaure« Ammoniak 157 Kg Chilelalzeter. Die Preislage de» lchwesil laure» Ammoniak, ist gerade für da» kommende Frühfohr der. artig, daß allein unler Berücksichtigung de, Höhe,«» Stlcksiasf. pchalte, da, Kilogramm Sticksiosi im schwesellaurcn Ammoniak bei rechtzeitigem Einkauf bedeutend billiger za stehen kommt al» im Chilesalpeter. Auster dieser für den Einkaus de» schw». sesiauren Ammoniak, allein schon sprechenden Tatsachen komm« noch die bedeutend« Frachtersparni, hinzu, die sich au« dem er. peter, sagen wir. mit einer Fracht für 1000 Kg. rechnen mnstte. hat er hente beim Bezug von schwefelsaurrm Ammoniak bei gleicher Stickstossmeng« nur die Fracht für 730 Kg. zu be zahlen Durch diese Frachtersparni, wirb de, Prei, für 1 Kg. Slickstost IM schweselsauren Ammoniak noch billiger, so dast sedee Land, wirk zu dem Schlüsse kommen must, dast da, Ichweselsaure Am. maniak al» billigste, und austerdem best«, Slickstvsidüngemittrl für den Einkaus allein in Frag« kommen kann.
Brautausstattungen
in allen 1’reiHlagen
Friedrich Wissenbach, früfl&llfl 3. fl.
Trierischegasse 14 Gegründet 1848
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Ei» irreführender Berich, über Peeiohrrobsetzung für Me talldrahllampe» macht gegenwärtig di« Rund« durch »je Tag;,, press« E, handelt sich dabei nur um «in« Neuregelung de,
Rabatt« für Metalldrahtlampen zwischen der A. E 8 und een Grossisten. di« für den Detailhandel kaum in Frag« kommt. Zr der Pieisheeabsctzung selbst wird noch solgende» bemerkt: „Die Eiinästigung der Preis« ist keine einheitliche Für di« 220 — »nd 110 — voltlampe» stelle» sich die Grvssistcnpresie jetzt aus etwa 85 bezw 55 Pig. Bor kurzem lst di« Rabattkonoention für Hnlbrvattlampen, die zwischen der A E 8, der Auer-8«. seilschall und Siemen, bestand, nach Uebereinkunst der drei Ge. selljchaste» aufgelöst warben" Er wäre wirklich angebracht, mit derartig die Oetsentlichkeit alarmierende» Notizen etwoi vorsichtiger zu sein. Sie schaden dem Handel ebenso wie der Industrie selbst.
Millionen Menschen kann man nicht dauernd dazu überreden, dast etwa. Schlecht«, gut ist. Wen» daher Million«- Mensche» seit über zwanzig Jahre» tagau, tagein mit (üenust ihren Kathreiner, Malzkasiee trinke, und sich dabei wohlsühlen, so ist da, «in Beweis dafür, dast diese, Getränk wirklich und dauernd befriedigt. E, trägt aber auch zur Hebung de» Wohlstandes bei, den, 20 Tasten kosten nur 10 Psg. Man kan» durch Kathreiner, Malstasse« in unseren teuren Zette» als» seht viel spare» _______
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