Ausgabe 
13.2.1914
 
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Neue Tageszeitung. Freitag, Den 18. Februar 1914

Wt. sr___'_______

damals hat sich als berechtigt erwiesen. Unser Hinweis da­rauf geschieht nicht, um uns in bessere Beleuchtung z» stellen, sondern wir wollen nur darauf hinwirken, das; von der Be­stimmung über die Zulassung von Landkrankenkassen auch überall Gebrauch geinacht wird. In Bezug auf die Kassen- beamten Beamtenqualisikation zu erteilen, ebenfalls Ge­brauch gemacht wird. Diese Beamten sollten dadurch dem Bcamtcnrecht unterstellt und ihnen auch eine gewisse Sicher­heit gewahrt werden. Das liegt auch im Staatsinteresse. Die Verleihung der Beamtenqualität unterstellt sie dem Disziplinarrecht. Sie würden gegen das Beamtcnrecht ver­stoßen, wenn sie außerhalb ihres Dienstes sozialdeniokratijche Agitation treiben. Das wäre init ihrem Beamtcneid unver­einbar. (Beifall rechts. Lärm d. Soz.)

PrensrNcher Landtag.

Abgeordnetenhaus.

25. Sitzung com 12. Februar, vormittags 12 Uhr.

Am Ministertischl v. Dallwitz.

Etat de» Ministeriums des Innern.

Von den Abg. Braun und Genossen (Soz.) ist ein Antrag cn,gegangen, der um ein« Denkschrift ersucht über di« bisherige 'Anwendung des Arbeiterlegitimationszwanges und um Matz, »ahmen bittet, ausländische gewerbliche Arbeiter nicht grund­los auszuwcisen oder ste zur Uebernahm« landwirtschaftlicher Arbeit z» nötigen.

Abg. Cassel (Fortschr.sl Auch wir bedauern, daß der Abg. Hoffman die Redesreihcit bei der Eeneradebatte so über, trieben ausgenutzt hat. Wir können uns aber mit der angereg­ten Beschränkung der Redesrist nicht einverstanden erklären. Dem nationalliberal,konservativen Antrag über den Schutz der öffentlichen Sicherheit bei Arbeitsstreitigkciten können wir nicht zustimmen. Die bestehenden Gesetze sind ausreichend. Man hat kein Recht, uns wegen unserer Stellung zur Sozialdemokratie zu sckmähen. Alle Parteien haben gelegentlich Kompromisse mit ihr geschlossen und die Konservativen haben sie auch schon un­terstütz! durch Wahlenthaltungen. Wir haben bei den letzten Wahlen nur verhindert, datz im Reichstage eine konservativ, ultromontane Mehrheit einzog. (Beifall b. d. Soz.) Der An­trag Braun spricht nur von gewerblichen Arbeitern, nicht auch von kiinstlcitschen Arbeitern oder handelstreibenden Leuten. Wir werden deshalb demnächst einen besonderen Antrag ein. bringen. Beschwerde müssen wir «inlcgen, datz ein Sachver­ständiger vom Gericht abgelehnt wurde, angeblich wegen seiner Clammesgemeinschast. Das richtet sich gegen unsere jüdischen Glaubensgenossen. Wenn man der Slammesgemrinschaft nach, geht, dann kommt man bis in die höchst« uradligen Kreis«. Di« Abweisung ist eine Verlümmcrung der Glaubensfreiheit. Herrn v Kardorfs Rede gegen die Süddeutschen war «ine Hetze. (Prä. sident Gras v. Schwerin rügt diesen Ausdrucks. Immer wieder treten wir für die Aenderung des geltenden Wahlrechts «in. (Beisall links).

Minister des Innern v. Dallwt tz: Der Abg. Cassel hat

die Ablehnung eine» Sachverständigen jüdischen Glaubens in einem Zivilprozetz der Feuersozietät zu Münster besprochen und »usgesllhrt, datz auch auf di« Beschwerde des Verbandes Deut, 'chcr Staatsbürger jüdischen Glaubens Remedur nicht erfolgt sei. Ich bedaure, datz Abg. Cassel und seine Glaubensgenossen sich gekränkt gefühlt haben, aber ich glaub«, datz sie dabei von unzutreffenden Voraussetzungen ausgehen. Di« F«u«rsozietät hat ausdrücklich erklärt, daß sie ihren Anwalt nicht beaustragt habe, den Sachverständigen wegen seines jüdischen Glaubens abzulehnen. Die Sozietät hat drei ander« Sachverständig« vor- geschlagcn, wovon einer selbst Jud« war. Also auch hieraus er. gibt sich, daß di« Konfession nicht der Anlatz zur Ablehnung die­ses Sachverständigen gewesen ist. Ein Einschreiten war nicht möglich, denn das Ablehnen der Partei gründet sich aus di« Zivilprozeßordnung und ist reichsgesctzliches Recht. Rur das Gericht hat darüber zu entscheiden. Wenn di« Staatsaufsichts. bchörde cingrcifen würde, jo würde sie gegen reichsgcsetzliche Bestimmungen handeln. Der Abg. Cassel hat weiter von hef­tigen Angrisfen gesprochen, die ich gegen di« städtischen Behör. den gerichtet habe. Ich bestreite das. Ich habe lediglich di« heftigen Angriffe abgewehrt, welche di« städtischen Behörden gegen die lüniglichen Staatsaufsichisbrhördcn gerichtet haben. Eine rasche Genehmigung einer Steuersahung durch die Regie­rung ist durchaus keine Ausnahme. Keineswegs hat der An. laus der Herrschaft Lanke den Anstoß zu der erhöhten Kreis- umfatzsteuer gegeben.

Abg. K o r f a n t y (Pole) erhob Klagen über die Anwen. düng des Rcichsoereinsgefetzes gegen die Polen und griff dann wieder den Ojtmattenvercm an.

Unlerstaatsselreiär holtz bemerkte, datz der Abg. kor. saniq fortgesetzt Personen verdächtige, ohne Beweise zu haben. Die Insormationen dieses Abgeordneten ließen immer zu wün. schen übrig.

Abg. Strobel (Soz.) imnnte die Rede des Abg. hoff- mann streng sachlich und einen Akt der Notwehr gegen di« Tak. tik des Wortabschncidens.

Um l> Uhr vertagt« sich das Haus aus Freitag: Fortsetzung.

Cayesnderslcht.

Aent'ches llcirft.

:: Der Arbeitsplan des Reichstages. Der Seniorkonvent Reichstages trat gestern vor der Plenarsitzung zusammen, um über die Gcschästslagc zu beraten. Es wurde beschlossen, den Etat des Reichsamls des Innern wenn möglich heute zu Ende zu beraten. Am Samstag soll der Etat des Reichssustiz. amts beginnen. Dem Seniorenkonvcnt lag ein vom Büro des Reilhstages ausgearbeiteter Kontingentierungsplan für die Etatsberaiung vor, durch den es ermöglicht werden soll, die 2. und 3. Lesung noch vor Ostern sestzustellen. Ein Beschluß darüber wurde aber nicht gefaßt, da Bedenken gegen die Mög­lichkeit des Einhaltens des Planes erhoben wurden.

:: Das Btrsahren gegen die Trustzigarettensabriken. Die Firma Georg A. Iasmaüi Aktienaeielliibait batte bekanntlich

nach den Haussuchungen bei ihr und 22 anderen Dresdener Zi­garettenfabriken den Wunsch ausgedrückt, daß di« Untersuchung gegen sie wegen angeblicher Eeheimbiindelei möglichst beschleu­nigt werd«. Das sächsische Iusttzmintsterium hat sich daraufhin di« Akten dieses Falles vorlegen lassen und f«stsi«llen können, daß die Staatsanwaltschaft di« Angelegenheit bereits mit der größten Beschleunigung betrieben hatte.

:: Das Beffnden der Verletzten von Zech«Achenbach". Bon den sieben bei dem Unglück auf ZecheMinffter Achen, bach" verletzten Bergleuten, die im Brambauer Krankenhaus untergebrachi wurden, sind drei soweit wieder hergestcllt, daß ste entlassen weiden konnten. Der Zustand der vier übrigen ist derartig, daß auch ihnen di« völlig« Arbeitsfähigkeit voraus­sichtlich wird erhalten werden können,

Schweiz.

:: Schweizerisch.itattenischer Zuckerzollkrieg. Infolge der

Feststellung der ständigen Kommission für di« Vollziehung der internationalen Zuckerkonvention, datz die gegenwärtig« italie­nische Zoll, und Steuergesetzgebung «in« dieser Konvention zu­widerlaufende Prämiierung des italienischen Zuckers bewirkt, beschloß der Bundes rat, Zollzuschläge auf italienischen Zucker zu erheben. Die Zuschläge belaufen sich von 18. Februar bis 30. Juni auf 6,15 Fr. pro 100 Kg. Rohzucker und auf 9.82 Fr. für raffinierten Zucker. Nachher tritt ein« leichte Ermäßigung ein.

Rußland.

:: Kabinettskrise. lieber die Ursache des Sturzes Kokow- zows verlautet aus wohlinformierter Quelle, daß den direk­ten Anstoß dazu der Ackerbamninister Kripocheise gab. Die­ser, in hoher Gunst beim Zaren stehend, begab sich am 4. Februar nach ZarSkoje Selo, um dem Zoren auseinander- zuschen, daß zwischen dem Ministerpräsidenten und der Tunra ein fast unüberbrückbarer Gegensatz bestehe. Der Ackerbauminister erklärte, daß sowohl bei den Verhandlungen über das Alkohol- als auch über die Munizipalgesetze in Polen und die letzte Eisenbahnanleihe Kokowzow vollständig ge­schlagen worden sei. Am selben Tage noch cchielt die Staats­kanzlei den Befehl, einen Uka? die Demission Kokowzolos be­treffend, vorznbereiten. Dieser versuchte noch eine Zeit lang, den feindlichen Einflüssen Widerstand zu leisten, um wenigstens mit dein Grafentitcl verabschiedet'zu werden. Aber die geheinre Wühlarbeit der Witte-Partei und der Freunde des Prinzen Mestscherskq war zu mächtig, als daß der Sturz noch hinauSgeschoben werden konnte. Hier erhält sich mit Hartnäckigkeit das Gerücht, daß Sassonow dem Bei­spiele Kokowzows folgen und gleichfalls seine Demission ein­reichen werde, da seine Polftik keineswegs mit der Gorerny- kin? im Einklang steht. Als Nachfolger Sassonows werden der russische Botschafter in Belgrad, Herr von Hartwig und der Konstantinopelcr Botschafter. Herr von Girs, genannt.

England.

:: Ein »e»er Snssrngettennuschlag. Wie aus Birming­ham gemeldet wird, versuchten gestern dort Suffragetten, das dem verstorbenen Arthur Chamberlain, dem Bruder deL früheren Kolonialministers, gebörige Schloß Moor Green Hall in die Luft zu sprengen. Man fand in dem leer stehen­den Gebäude eine Höllenmaschine mit einer ausgebrannten Lunte vor. Im Garten fand man eine an den Minister des Innern Mac Kenna gerichtete Postkarte mit der Inschrift: Die gewaltige Agitation ist nicht tot, aber Sie werden es bald sein."

Ans der Heinrat.

* Frredberg, 13. Febr. 25 Jahre sind verflossen, daß Herr Fr. Brcitenbach von Ober-Wöllstadt bei der Lackfabrik Megerle eintrat. Dem Jubilar wurden von Seiten der Firma und seinen Kollegen viele Ehrungen zu teil.

* Frredberg 13. Febr. Eine von uns aus einer Frankfurter Korrespondenz entnommene Notiz über eine anonyme Anzeige in Wehrheim entbehrt, wie uns jetzt von dort mitgeteilt wird, jeglicher Wahrheit.

* Frredberg, 13. Febr. Donnerstag, den 19. Februar l. I., Abends 6 Uhr findet eine Hauptversammlung des Friedberger hilfsvereins im hoicl Trapp statt. (Näheres siehe heutiges In­serat).

* Frredberg, 13. Febr. Auch in diesem Jahr« findet im hie­sigen Saalbau am Fastnachtsdiensiag ein Maskenball statt. Die Vorbereitungen sind im Gang und wir werden demnächst ausführlicher darüber bsrichlcn. Wir können insgeheim ver­raten. datz was ganz Außerordentliches geboten wird.

* Fricdbcrg, 13. Febr. Der Stenographenvere!» Stolze-Schrcy" veranstaltet am nächsten Sonntag in seinem Vercinslokal einen großen humoristischen Kappen-Abend. Geleitet von dem Bestreben, seinen Mitgliedern auch neben der ernsten Arbeit einige vergnügte Stunden zu bieten, bat es der Verein sich angelegen sein lassen, durch das Auftreten bedeutender Humoristen ein recht abwechslungsreiches Pro- gramnr zu bieten.

* Friedbcrg-Faucrbach, 13. Febr. Nächsten SamStag Abend 8 Uhr hält der hiesige GesangvereinEintracht" sein diesjähriges Wintervergniigcn ii» Saale des Gastwirts Will,. Sang ab. Musikalische und theatralische Aufführun­gen wechseln mit Sangesvorträgen ab. Auch die Tanz­lustigen werden auf ihre Rechnung komnrcn.

* Blofeld, 13. Febr. Bei der Verpachtung der hiesigen Feld- und Waldjagd blieb Gutspächter Reif-Beienheim mit 865 ,K Letztbictendcc. Die seitherige Pachtsummc betrug 450 M.

* Kt. Hungen, 13. Febr. Vorgestern wurden zwei Derhaf. tet« in das hiesige Amisgerichtsgesängnis abgeliefert, di« Na­men sind Moogkllnler-Widdeisheim und Kopf von Steircheim. Beide sind stark verdächtig, den Eisenbahnanschlag bei Trais­horloff ausgeführt zu haben. Gerüchtweise sollen si« bereits ein Geständnis abgelegt haben. Moogk ist verheiratet und hat Frau und drei Pinder, Kops ist ledig. Die ganze Sache scheint nur ein Säuier-Ulk »u lein, dürft« ihnen ab-- bös bekominen.

Deue z,

Beide sind Bergleute, sie kamen von der Arbeit und hatten vor­her erst einen getrunken.

* Gießen, 13. Febr. Der Komamndant des Truppen­übungsplatzes bei Bad Orb, Oberst a. D. Lehmann, war erkrankt und in die Gießener inedizinische Klinik vcrbrachi worden und ist hier seinem Leiden erlegen. Seine Leiche wurde gestern vormiitag 10 Uhr nach dem Bahnhose zur Ueberfrihrung nach Kassel verbracht. Ein Bataillon de« 116er, welches aus den alten Mannsck>aften zu vier Kompagnien zu- sammen gesetzt war, bildete mit der Regimentsinusik die Trauerparade. Bei der Verbringung des Sarges von dem Totenwage.r nach dem Zuge, gab eine Sektion ans dem Bahn- Hofsplatze drei Ehrensalven ab'

* Gießen, 13. Febr. Die Vorstellungen des nächsten Sonn, tags im hiesigen Stadttheater dürsten all« beide ganz äußere ordentlich« Anziehungskraft ausüben, da zwei so belieb!« Werke wi«Filmzauber" undAltheidelberg" angcsetzt sind. Die Nachmittagsaufführung vonFilmzauber" ist di« 12. und letzt« der beliebten Eesangsposse. Es seien deshalb alle Interessenten ganz besonders auf diese Vorstellung hingewiesen. Die Abend­vorstellung bringtAltheidelberg" mit Fräulein Lindick und Herrn Sternhoser in den Hauptrollen. Die Vorbestellungen be­weisen, datz die Popularität dieser Werkes noch nicht nackte, lassen hat. Beide Vorstellungen werden bei kleinen Preisen gegeben.

* Gießen, 13. Febr. Der Landesuniversität ist durch die Schenkung des Herrn Geh. Rat Professor Dr. Sommer eine werwolle Bereicherung der Sammlungs- und Lehrmittel zu- teil geworden, durch die Ueberweisung einer ausgezeichneten Sammlung prähistorischer Werkzeuge des Mensckien, welche verschiedenen Unterrichtszivecken, die heute in der prähisto­rischen Wissenschaft zusammen gefaßt sind, zugute kommen wird. Die Sammlung rührt im Wesentlichen her ans den Ausgrabungen von Hauser in der Dordogne. Sie enthält zahlreiche Steinwerkzeuge aus fast allen Epochen der Stein­zeit, wertvolle Knocheninstrrimente mit Zeichen und Ver­zierungen, diverse Zeichnungen, Karte und Pläne. Zu dicsci Sammlung haben die Herren Geh. Kommerzienrat Heichel­heim und Landgcrichtsdirektoc Bücking in Gießen, der ver­storbene Herr Geh. Rat Dr. Merck in Darmstadt »nd auch der Geh. Rat Professor l>r. Sommer selbst erhebliche Bei­träge zur-Verfügirug gestellt. Die Samnrluug ist dem minc- ralogiichen Institute der Landesuniversität überwiesen wor­den, wo sie als Ergänzung der Lehrsammlurrg für den geo­logischen Unterricht über die jüngste Erdgeschichte ein« einpfindliche Lücke ausfüllt. Es ist leider bis auf Weiteres wegen der jetzigen unzureichenden Raumverhältnisse des mineralogischen Instituts rricht inöglich, die Sarumlung, di« seither auch weite Kreise interessieren würde, der Allgemein- beit ständig zugänglich zu inachen. Jedoch wird über die Bo- deuturrg dieser prähistorischen Sammlung im speziellen für den geologischen Unterricht, der Prrvatdozent De. Meyer am 18. Februar einen von der Oberhcftischen Gcsellichaft für Natur- und Heilkunde veranstalteten Vortrag halten, bei welcher Gelegenheit die Sammlung auch besichtigt werde» kann.

* Lollar, 13. Febr. Der Zusammenbnrch der Gewcrbe- bank wächst sich allmählich zu einer schweren wirtschaftlichen Katastrophe für die gesamte Umgebung aus. Nicht nur, datz die landwirtschaftliche Konsumgenossenschaft jetzt den Kon­kurs anmelden innßte, sondern auch zahlreiche Bewohner von hier, Lannsbach. Wißmar, Ruttershausen, Daubringen usw. haben schwere Verluste erlitten, die für manche den völliger wirtsck)aftlichen Ruin bedeuten. Anderen Mitgliedern der Bank wurden die Hypotheken gekündigt, für die sie keiner Ersatz beschaffen können. Wie weit sich die Katastrophe noch ansdehnt, ist noch nicht abgesehen.

* Mainzlar b. Gießen, 13. Febr. Die Feldbercinignng in unserer Gemarkung ist jetzt dnrchgeführt. Es sind aber iinmer noch einige Verhandlungen im Gange und erst gestern ist wieder seitens einer Anzahl Grundbesitzer Widerspruch gegen einen KommissionSbcschlnß betr. Herstellung eines Weges an das Ministerium crgaugen.

* Rödgen b. Gießen, 13. Febr. Gestern starb unser langjähriger allgemein geehrter Bürgermeister Stein. Er batte vor einiger Zeit schon mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen, deren Folgen er nun erlegen ist.

* Rödgen (Kr. Gießen), 13. Febr. Im Gasthause vor Heinrich Wagner wird nnr kommenden Sonntag, den 15 Februar, nachmittags 4 Uhr, ein Vortrag stattfindcn über dal Thema:Durch welche Maßnahmen können in der Landwirb sck>aft die Reinerträge erhöht werden?" Referent ist Herr Oekonomierat Weitzel-Lich.

* Frarrtsurt a. M., 13. Febr. Der Artist Matthias Ritzea- selder aus Aachen und das Dienstmädchen Anno Matz aus Düs seldors verübten in Köln und Düsseldorf zahlreiche Mansarden einbrüche. Als Heide das Feld ihrer Tätigkeit nach hier »er. legen wollten, fiele» sie sofort der Polizei in di« Hände uns wurden verhastet.

* Frankfurt a. M., 13. Febr. Der Arbeiter Georg Hill« geriet in der Mirhlcnsabrik von Wolf in das Räderwerk. daS ihn mehreremale herumschienderte. Hierbei erlitt er l"bcns< gefährliche Verletzungen. In der elterlichen Wohnnr - iibcrgoß sich eine zebnjährige Schülerin mit kocheridenr Kaffee. Sie kam mit schweren Brandwunden in das Christ sche Kindcrhospital.

* Franksirrt a. M., 13. Febr. Im Bereiche des Eilen- bahudirektionsbczirkes Frankfurt werden zürn ersten Mai 1914 die Sonntagskarten für einige StationSverbindnnaen irnd mehrere Doppelkarten 2. Klasse mit zwischr»liege:'-- > Fußwanderungen eingezogen. Es handelt sich uni se Karten, die seit Jahren nur ganz geringen Absatz sand-ei

* Franksirrt a. M., 13. Febr. Am 101. Geburtstag-- '

Dichters und Pfarrers der Frankfurter und Ossenbacher religiösen Gemeinden, Heribert Rau, wurde an dessen - maliaem Wohnhaus, Gärtncrweg 57, eine vom Mn- .....