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Hebung des Reick,szrrscknsses. Auch für die Arbeiter muß gl sorgt werden. Die Fischer müssen niehr Land erhalten.
Abg. Freiherr v. Nichts, äsen (uatl.): Eine Erhöhung der S, minie muh unbedingt geschehen. Früher wurde die Hülste der Summe für Kermgsfischerei verwendet. Jetzt ist diese Teilung leider aufgegeben worden. Das bedeutet eine Verschlechterung der Sachlage. Wir dürfen seht nickst Nachlassen iin Schutze der Seefischerei.
Ministerialdireklor Dr. v. Joncquidres: Was im
Rahnren des Etats zur Linderung ddr Sturmschäden geschehen kann, soll geschehen. Aber es ist nur in beschränktem Um- fange möglich. Tie cmsgcworfezien Mittel sind grundsätzlich für Förderung der Fischerei zu verwenden. Was außerhalb dieser Förderung liegt, ist Sache der Landesregierung. Ob eine Erhöhung im nächsten Jahre möglich ist. bängt von den allgeineinen Verhältnissen des Etats ab. Die Kolonialfischerei wird durch den Kolonialetat geschehen Tie Verhältnisse in der deutschen Fischerei haben sich sehr gebessert. Für die. .Heringsfischerei war das letzte Jahr ein Rekordjohr. Wenn auch die Arbeitsverhältnisse nicht ideal sind, so muß inan doch sagcn, daß cs unseren Fischern nicht allzu schleckst geht.
Nach weiterer kurzer Erörterung wird der Titel bewilligt. die nationalliberalc Resolution, die Summe in Anbetracht der llnwettersckiäden uni den Betrag des Schadens zu erhöhen, angenommen.
Beim Kapitel Seemaiinsheimc wünscht
Abg. Med er Herford lnail.) weiteren Ausbau der Sce- »uannsheinie. die ein Hort des Deutschtums im Auslände sind.
Abg. Sivkovick, (fortschr.): Auch wir wünschen eine veitere Stärkung dieser wichtigen Einrichtung.
Das Kapitel wird gcnehniigt, ebenso eine Reche weiterer Zapftet.
Beim Kapitel Rcblansbrkämpfnng wünscht
Abg Pcirotes (Soz.) eine Mildcriing in der Handhabung de? Reblausgesetzes. Eine größere Spezialisierung erscheint notwendig.
Ministerialdirektor I>r. v. Jonequidres: Es hat eine Versammlung stattgefunde», an der sich die beteiligten Kreise und auch Mitglieder des Reichstages, soweit sic Weingutsbc- ffher sind, und Vertreter der Negierungen über olle diese Fragen unterhalten haben, die hier Gegenstand der Be- cbwerden gewesen sind. Auf Grund de? Ergebnisses dieser Verhandlungen ist dann von Regicrungsvertretern unter Zu- .iehung von Sachverständigen im Oktober weiter darüber 'erhandelt worden, inwieweit die Bestimmungen des Reb- l.nisgesehe? einer AeNderung zn unterziehen sind. Diese i^erhandlungen sind zu emein gewissen Abschlüsse gelangt. Es isr nur noch über den einen oder anderen Punkt eine weitere Erörterung notwendig, die in der nächsten Zeit ftatt- sinde» soll. Sobald diele technischen Erörterungen abge- chlossm sind, werden die Bundesregierungen init einer ent- ipreckienden Vorlage befaßt werden. Nachdem der Deutsche Weinbauvcrband Gelegenheit zur Aeußcrung genommen haben wird, wird nächstens wahrsst^inlich eine neue Vorlage an den BundeSrat eingeöracht werden.
Abg. l>r Hncgn (Elf.): 5 Millionen Mark sind in Elsaß- Lothringen zur Bekämpfung der ReblanS vollständig fruchtlos ausgegeben Waiden. Frankreich hat bereits die AnSrvt- st-ng verseuchter Meinbei ge als nutzlos aufgegeben und lediglich seine Reben ans amerikanischer Grundlage rekonstruiert.
Abg. Bcckcr-Hrssen (nntl.): Wir wünschen, daß am bisherigen Gesetze sestgehalten wird.
Nach weiterer kurzer Erörterung wird das Kapitel ge- uehuiiat.
Mittwoch: VereinSgesetzantrag
Schluß: 6 Uhr.
Ans dem !>eH. Landtag.
Zweite Kammer.
In der gestrigen Sitzung d:s Fiuanzausschusses der Zwei- i Kammer wurde von Setten der Regierung die Absicht mit- . >lt, in Kapitel 12. Steuci usm., als Einnahme einen Mchr- ag »UN Alt. 900 000 in da? Budget ernzustellen, da die Er- niste der Veranlagung ein solches Mehreinlommen der iKuct rechtfertigen. Von dieser Veranlagung sei selbstverständlich das Ergebnis der Wehrstcuer nicht berücksichtigt und seien ci« hierüber in der Presse gemachte» Veröffentlich'wgen llinich- üg. Eine Darlegung über die wirtlichen Ergebnisse der Wehr- sicer laste sich erst im Laufe des Februar ergeben.
Richtig sei dagegen, das, in Folge der neuen Veranlagung bei der Gemeindesteuer in Folge des Gemcindestcuerges-tz.'nt- murfes in dem ganzen Testenlande eln Mehr von 203 Millionen Mail fcstgestcllt wurde, sodaß wohl im Laufe des Jahres sas Gefamtvermögeu in Hessen sich auf 5 Milliaiden Mart berechnen wird.
Dann wurde noch der Restefonds eingehend besprochen, der ü>m ersten Mal im Jahre 1012 durch Uebcrschüsse aus dem dr.hr« 1910 in Erscheinung trat. Man kam z» der Anschauung.
:r dieser Restefonds leineswegs eine abgeschlvsten« Sparlaste ulldcn, londcrn durch weliere Zuslüste veisiäilt werden lall«. Zn den lctzlen Jahren habe sich gezeigr, daß trotz der Bestreitung der Kosten süi die Bisoldungsvorlage noch erhebliche Beilage in diesen Rcsiefonds abgeführt werden ksnnien. Es stellt sich deshalb die llcbersühiung in den Rcstcsonds als eine dauernd« -eraus, weshalb damit auch dauernde Ausgaben bestritten wer- konnten. Eine eingehende Aussprache erfolgt« dann übei :>rn Ausglcickrs- und Tilgungsfonds, der eine Höh- vo» 8 Mill. Aark eireicht und 1013 noch einen ll-berschuß von 782 271 Mark »geben hat und für den im Jahre 1914 voraussichilich ein rvel- erer Ilcbeifchuß von 2 Millionen 485 016 Marl vorgesehen ind. Die Regierung wies daraus hin, daß im Jahre ISIS vor, rnsstchtlich ein Ausfall an Stemprlfteuer von etwa MI. 438 000 üntrete, da dieser Betrag an das Reich fall«, es wird aber im Asfchuß daraus hingewiesen, dag di« Siempcleinnahmen, weiche im Jahre 1912 die Unterlag« zur Besoldungsordnung gaben, «in westntlilb höheres Eraebnis als veranschlaat. baite».
9ltut Tageszeitung, llttittwoch, otn 4. Februar 1814
Bei Kap, 10, Stvatseifenbahnen, macht die Regierung daraus aufmerksam, daß der Ueberschuß von 1913 mit 551 000 M. für 1913 noch nicht feststehe, da die Eisenbahneinnahmen im Rückgang begriffen seren. Der Ausschuß weist aber daraus hin, daß die wirklichen Betriebsergebnisse in 1912 18 587 119 Mk. ergaben und rechtfertige es sich sonach für 1914 den Betrag von Mk, 17 994 000 im Voranschlag einzustellen. Das Ministerium hält demgegenüber, daß der Vetriebscoesficient in bei, letzten Jahren ein« Steigerung erfahren Hab« und damit die Ergcb- niste vermindert wurden. Es wird dann noch Kap. 37 und 38, Landesuniverfität und Trchn. Hochschule in Darmstadt, besprochen. Erster« gibt 5» B merk» „gen keine Veranlassung, während bei der Tech». Hochschule ein Einnahmeaussall von Mark 10 000 an Studicngelder beachtenswert ist. Rach Ansicht der Regierung ist der Rückgang der Frequenz, der im Sommer- jemcster 1904 noch 1804 und 1913 1230, im Wintersemester 1904 1834 und in 1913 1300 betrug, zunächst auf den allgemeinen Rückgang aller Tech». Hochschulen und dann aber auf die uer- schärsten Aufnahme- und Abgangsprüfungen der Ansländcr zurückzuführen. Von 1015 ab werden zu den Schlutzprüfungen nur noch Studierende mit achtilafstgem Enmnasialbefuch zuge- lastcu. Die Qualität der ausländischen Studenten habe sich gebessert.
Die Wirtschaftliche Vereinigung der Zweiten Kammer tagte gestern Mittag und beriet zunächst das Kap. 74. Landwirtschaft. Cs wurde bcschloffen, die von der Landwiitschofts- kammer geforderten Beträge einstimmig zu unterstützen. Es wurde weiter beschlossen, jede wettere Belastung der ländlichen Bevölkerung durch Erhöhung der Gebühren für die Kreisver- mefsuugsgeometer abzulehnen.
Die im vorigen Jahre vo» der Ersten und Zweite» Kammer beschlossene Mehrforderung vo» Mk. 5000 für Hutwcidcn im Vogelsberg soll nach einstimmigem Beschluß wieder gefordert werden.
Zu der Deamtenbesoldungsvorlag« hat sich gegen den früheren einstimmigen Beschluß der Zweite» Kammer keinerlei Einwendung erhoben, es wurde einmütiges Festhalten empfohlen.
^ngesiiderckcht.
Drilliches Aelch.
:: Das Kranpr>nze»paar beim Reichskanzler. Der Kronprinz und di« Kronprinzessin weiden, wie der „Deutsche Kur." erfährt, im Laufe dieses Monats an einem Esten teilnehmen, dar der Reichskanzler Herr v. Bethmann-Hollweg gibt. Man schreibt dem Besuche des Kronprinzen beim Reichskauzler ein« große Bedeutung zu, da durch die Teilnahme des Kronprinzen gezeigt werden soll, daß zwischen ihm und Herrn v. Bethmann- Hollweg all« politischen Mißverstündnisse endgültig beseitigt sind, di« vielleicht noch von der Lösung der Welfenfrage und von der Kronprinzende pefch: an den Obersten v. Reuter zurückgeblieben waren. Jedensalls hat die Art, wie Herr v, Bethmann- Hollweg den Kronprinzen gegen die Angriffe der Sozialdemokraten im Reichslage in Schutz nahm, sympathisch berührt, und die letzten Mtzßstimmnngen beseitigt, — Am gestrigen Abend wohnte das Kronprinzenpaar einer Soiree in der englischen Botschaft bei,
:: Landung deutscher Fliegerosfizlere in Frankreich. Wie
die „Liberte" meldet, sind gestern vormittag gegen halb 11 Uhr zwei deutsche Fliegeroffiziere mit einem Doppeldecker unweit Lnneville gelandet. Beim Anfsetzen aus di« Erbe wurde der hintere Teil des Flugzeuges zerstört. Einer der Ofsizier« begab sich sofort auf das Bürgermeisteramt des nächstgelegenen Ortes Eroixmar« und bat um Hilfe. Auf telefonische Benachrichtigung der Militärbehörde von Luneville begaben sich Zwei französische höher« Offiziere an Ort und Stelle des Landungsplatzes, um die Aussagen der Offiziere zu Protokoll zu nehmen. Diese erklärten sie seien gestern früh von Straßburg abgeflo- geu, um nach Metz zu sahren. Sie veiloren aber im Nebel die Orientierung. In der Näh- von Saarburg folgten sie den Schienensträngen, versehentlich jedoch in der falschen Richtung nach Luneville. Als sie ihres Irrtums gewahr wurden, halten sie bereits die französische Grenze überflogen und schritten sofort zur Landung, die mit einigen Schwierigkeiten verbunden war. Der Apparat stieß mit voller Wucht aus de» Erdboden auf, sodaß das Hinterteil zerbrach. Croizmare ist 6 Kilometer von Luneville entfernt,
:: Das Urieil im Marinespionagcprozeh. Gestern nachmittag sprach die 5. Straskammer des Landgerichts Berlin 3 das Urteil gegen den Korvcttenkapiiän a. D. von der Goltz, jetzt Angestellten der Rheinischen Rketallwareiesabrik A.-G. Ehrhardt u. Eo., der sich wegen Beirats maritimer Gehrimniste zu veraniworteu hatte, v. d. Goltz wurde auf Grund der Paragraphen 2 und 4 des Reichsgefetzes vom 3. Juli 1913 zu 3 Mo- naien Festungshaft verurt !lt, wovon ein Monat auf die Untersuchungshaft eingerechnet wird. Die Verhandlung fand vorgestern und gestern wegen Gefährdung der Staatssicherheit unter völligem Ausschluß der Oesfenllichkeit statt, nur das Urteil und die B.giü.rung wurden in öffentlicher Sitzung verkündigt. Bus der Begründung, die der Vorsitzende Landgcrichtsdiickior Scelcrt gab. geht hervor, daß der Angeklagte von einem ihm befreunde i«u Korvettenkapitän, der deshalb vom Marinekricas- gerich! bestraft worden ist, «ine Anzahl geheimer maritimer Ding«, unter diesen Dcrschlußuorfchristen erhalten und seiner Firma mitgrteilt hat. Bei der Sirafzumcssung ist eiwagen worden, daß di- Firma Ehrhardt wohl die größie Vorsicht hat walicn lassen, daß mithin wesentlicher Nacksteil nicht eingrire- !«» ist, immerhin lag hohe Gefahr sür de» Staat vor. Der 'Angeklagte Hütte euch als ehemaliger Offizier wißen müssen, daß er dies »ich! durste, und daß sein Freund und Gewährsmann zum strcnrlten Stillschweigen über diese Dinge verpflichtet war.
:: Deutschland, England und Portugal. Tie „Wiener Allgemeine Zeitung" nuldei von besonderer Seite ans Paris: In hiesigen politisch«, Kreisen > »erden die Vorgänge in Portugal mit großer Aufmerksamkeit und Spannung vcrsvlgt, da man hier unteniehict ist, daß das deutsch-englische Ab- komuien über die pLetirgiesischen Kolonien knapp vor dem Abschluß siel>! und daß cS von der Entwickelung der Dinge in Porlugal abhängt, ob der Territorialbelib der Portugiesischen
Kolonien jetzt schon an Deutschland und England übergeben wird. Das deutsch-englische Uebereinkommen besagt, dal Deutschland und Englnnd sich dahin geeinigt haben, die Poe tugicsischen Kolonien in Interessensphären wirtschaftlicher Natur zu teilen und zwar soll, nach dem Vertragsentwurf, Deutschland die portugiesische Kolonie Angola an der West küste Afrikas erhalten. Von dem portugiesischen Kolonien' besitz in Ostafrikn fällt Lanreneo Mnrgnes mit einem Teil von Kocnmbigue in die englische, der andere Teil von Köcam- biquc in die deutsche Jnteresscnspbäre. Gon in Indien wird zur englischen Jnt°rcsscnsphäre erklärt. Weiter sind Deutschland und Englnnd übercingekoinnren. daß für den Fall, nlS es sich Herausstellen sollte, daß Portugal unfähig sei,' die Kolonien zu behaupten, eurs der Teilung in Interessensphären eine materielle Teilung der portugiesischen Kolonien werden soll, das heißt, Angola und ein Teil von Kocambique wür- den deutsches Territorium, Lnirrenco Marques mit dcnr 7m- deren Teil von Kocambiane und Goa englisches Territorium werden. England ist vor allem darum zu tun, nicht neuen Tcrritorialbcsih zu erwerben, als durch Beherrschung der Telogoabar bei Lanreneo Marques seine Stellung in Süd asrika wesentlich zu verstärken. Die Verhandlungen zwiscste» Dcirtschland und England sind soweit gediehen, daß ein Scheitern derselben als ausgeschlossen gelten kann und man ihren Abschluß in der allernächsten Zeit entgegcnsieht.
Frankreich.
:: Dlstanzritt französischer Rejerveofsizlere. Das französische Kricgsminrsterium hat einen Distanzriit von Biarritz nach Paris für bj« Reserveoffiicre der sranzösiichen Arn-ee ausgeschrieben, der in der Zeit vom 11. bis 22. März stottstnden soll. Für die besten Leistungen sind Preis« im Gesamtbetrag« von 15 000 Francs ausgejetzt. Di« Dauer de; Rittes wird den Offizieren als llebungszelt angerechnet, di« auch während dieser Zeit Marschgelder beziehen.
Vom Balkan
:: England und die »lbanijche Frage. Wie der „Temps" aus London meldet, hält man in dortigen maßgebenden Krellen angesichts der nachgiebigen Haltung Estad Paschas die Entlen düng mehrerer Kriegsschiffe >n die albanischen Gewässer n!ch> mehr sür erforderlich. Dagegen wird die Forderung einer Ja ternationalisierung der albanischen Bank mit allem Nachdruck vertreten. Man ist sogar dafür, daß die internationale Koa trollkommisfion di« Ausgaben der Bank auch nach der Ankunft des Prinzen zu Med in Albanien überwacht.
Vereinigt« Staaten.
:: Die Abstimmung über die Einw"nderungsbill im Reprä, sentantenhaus. Bet der Beratung der Einwanderungsbw stimmte das Repiäsentantenhari» der vorgeschlagcnen Bildungsprobe für Einwanderer mit 173 gegen 120 Stimmen zu. Es wurde eine Klausel hinzugefügt, welche di« Einwanderung der Mongolen, Hindus, Malayen und Afrikaner verbietet. Dt« KlanZel wurde mit III gegen 99 Stimmen angenommen. Da» letztere Botum ist besonder, bezeichnend, da Wilsons Freund« entschieden gegen den Ousatz auftraten.
!>it ^kichstayserlMahl für Wendnrg-Krhl.
Der angeblich nationaliiberal, in Wirklichkeit freisinnige Abgeordnete Kölsch batte sein Mandat deshalb niedergel-gt. iveil es sonst für ungülEg erNärt worden lväre. Bei der gestrigen Ersatzwahl erhielt vr. W i r t h (Zentr.j 12 26b Stimmen, Kölsch (Rotbloekj 9616 und ein Sozialdemokrat 3032 Stimmen. Es hat demnach Stichwahl zwischen Zen' trum und Notblock stattzufinden. Bei den allgemeiner Wal,len entfielen auf das Zentrum N 615, auf den Rotblock 6962 und auf den Sozialdemokraten 3705 Stimmen. Zew trum und Rotblvck haben demnach je etwas über 600 Stint- men gewonnen, während die Sozialdemokraten so viel verloren haben. Diese Erscheinung ist erfreulich, unerfreulich ist es dagegen, daß die Bauern des Hanauerlandes einem Mann, wie dem freisinnigen Stadtrat Kölsch ihre Stimmen geben konnten.
A«s der Ljeiinal.
* Friedberg, 4. Febr. Die Maul- und Klauenseuche herrscht fort in Rumpenheim, Kreis Offenbach, und in Riedci-Wöllstadt Kreis Friedberg.
* Friedberg, 4. Febr. Ein« Stadtvcroidneiensitzung findet
am Donnerstag, den 5. Februar, nachmittags 5 Uhr mit fol. gender Tagesordnung statt: 1. Beipflichtung der wiedcrgewähl- ten Beigeordneten. 2. Verpflichtung der w!«dergewähl!-n Stadtverordneten. 3. Baugefuche. 4. Benennung einer Stieße. 5. Gefuck-e um Erlaubnis zur Anbringung von Rellameschil- dern. 0. Befestigung eines Feldwegs durch die Firma Gustav Schwarz u. Söhne. 7. Einrichtung eines Raumes für Uniform- stücke des 3. Löschzugs der Feuerwehr. 8. ?ln- und Berkauf von Gelände. 9. Erlaß einer Polizelverordnung bezügl. der Kreis- straße nach Bad Rauheim. 10. Haswslichtversicherung der Stadt. 11. Besteuerung der Polizeihunde. 12. Anleihe pro 1912. 13.
Berwendung von Militäranwärtern im städtischen Dienst. 14. Mietszuschuß an verheiratete Unterofjizier«. 15. Mitteilungen. 10 Rotstandsarbeiten. 17. Reuivahl der Mitglieder der Aus- fchüst« und Deputationen.
* Friedbrrg 4. Febr. In ganz Hesten haben wieder einmal Falschmünzer falsch« Zwanzrginarkstückc an den Mann gebracht, ohne daß cs bis jetzt gelungen wäre, ihrer habhaft zu werden. Das Reuest« an falschem Geld sind falsch« Zwanz-üma.lu':.-. Sie tragen das Bildnis Kaiser Wilhelms II., das Mün,z:ichen A. und die Jahreszahl 1890. Sie fühlen sich fettig an, sind dünner als echte Doppelkronen und haben ein Mindergewicht von 2 Gramm. Der klang der Münz« ist gut. Die Bildseite hat das Aussehen, als wenn sie mit Säur« geätzt worden sei, obwohl die Prägung des Bildnisies selbst äußerst scharf und gut gelungen ist. Die Inschrift auf der Bildseite dagegen, ebenso wie das Münzzeichen A sind sehr undeutlich geprägt, wie auch die Adlerseite ein verschwommenes Assehen hat. Die Kennzeichen der falschen Goldstück« sind bei «iniaer Slulmert-


