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mnn jiiQcbm muffen, daß auch für bcn Schutz von Loben und Gesundheit der Arbeiter unendlich viel geschieht. Was uns zu tun bleibt, ist Tetailarbeit des einzelnen Beamten und der Behörden, Nur aus dem Gebiete des Koalitionsrcchts liegt ein Problem vor, Tie Koalition, die Organisation hcherrscht unser ganzes öffentliches und wirtschaftliches Loben, die Verbaltnisse zwisckten Arbeitgebern und Arbeit- nehmern und hat tatsächlich die wirtsck)aftlickn-n Grundlagen unserer Volkswirtschaft verschoben. Sie greift ein in die Frage einer Syndikatsgesetzgebung, des Snbmissionswescns, der Monopolisierung der Kaliwerke, des Kalisyndikats und der Verstaatlichung der Koblenwerke, in das Bestreben der Bundesstaaten durch Verniebrung ihres Besitzes von Wäl­dern Einfluß auf die Preisgestaltung zu gewinnen. Alle diese Fragen sind auf demselben Boden gewachsen. Das freie Spiel der Kräfte ist weder in der Theorie noch in der Präzis wirksam: an die Stelle der freien Konkurrenz der Unternehmungen ist der Kampf einiger weniger großen Organisationen. (Sehr richtig!) Für unsere Tätigkeit auf sozialpolitischem Gebiete baben sich neue Wege geöffnet, dabei sind auch neue Ziele emporgewachsen, die zu verfolgen und zu lösen unsere selbstverständliche Pflicht ist. Es ist aber ebenso unsere selbstverständliche Pflicht, sowohl des Reichs­tage? als auch der Regierung, sich nicht zu weit treiben z» lassen. Da? bedeutet nicht so einen Abbau unserer Sozial­politik. Im Gegenteil, ich glaube mich mit diesem ganzen Hause darin einig, daß eine gebildete, gesellschaftlich und wirtschaftlich gut gestellte Arbeiterschaft eine der Säulen ist, ms der unsere Industrie lind unser nationaler Wohlstand l-t. (Beifall.) Ich bin mir vollkommen klar, daß nur auf eser Grundlage die Pflege der sittlichen und vatcrlän- chen Ideale betätigt werden kann, die ein Volk beseelen ässen, wenn da? Ganze nicht Schaden nehmen soll, (Bei- ll.) Eine verständige Sozialpolitik ich betone ver- ändig ist nach meiner Auffassung eine der Kraftquellen är das- deutsch« Reich. (Beifall.) Unter einer verständigen Sozialpolitik verstehe ich eine solche, die nicht nur dem Ar­beiter, soiidern auch deiii Arbeitgeber das Seinige gibt, die chm d>,s Maß von wirtscliaftlicher und moralischer Ellbogcn- frclheit gibt, um die großen Aufgaben zu erfüllen, die unsere Industrie bisher erstillt bat und in Zukunft in noch höherem Maße erfüllen muß, um ihre stolze Stellung in der Welt zu behalten. (Beifall.) Eine vcrständ'ge Sozialpolitik muß in den Grenzen des wirtschaftlich Möglichen bleiben. (Bei­fall.) Der Umfang der Betätigung aus sozialpolitischem Gebiet niuß nn Einklang stehen mit der allgemeinen Wirt­schaftspolitik. (Beifall, Zuruf der Soz.: Phrasen I) Das

sind keine Phrasen. Sie werden mir doch zugeben, daß je­mand auch anderer Meinung sein kann als Sie (Heiterer Widerspruch rechts), und daß es Pflicht der Regierung ist, die T inge anders zu beurteilen als Sie (Lebhafter^Beifall rechtst, da die Regierung nicht die Interessen einer einzcl- >ien Partei, sondern die Interessen der Gesamtheit wahr- nimmt. (Lebhafter Beifall Zuruf der Soz.: Knecht der Unternehnier!) Ob Sie mich Knecht der Unternehmer oder sonstwie nennen, ist mir ganz gleichgültig: es wird mich nicht hindern, das zu tun, was ich für richtig halte. (Leb­hafter, anhaltender Beifall.) Bezeichnend ist ein Vergleich zwiickn'n Deutschland und unseren großen Konkurrenzlän- dirn, Frankreich, Großbrftannien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Der Vergleich zeigt, daß Deutschland in feinem Gesamthandel noch 1891 mit Frank­reich und den Vereinigten Staaten von Nordamerika aus einer Stiisc gestanden hat, und daß es von Großbritannien um riind 75 Prozent übertrofsen wurde. Deutschland hat Nordamerika und Frankreich weit übersliigelt und ist dem britischen Kesanithandel nahegerückt. Der britische Gesamt­andel übertraf 1912 den französischen um 92 Prozent, den merikanischen um 44 Prozent und den deutschen nur um IG iozent. (Hört, hört!) Dieser doch gewiß getvaltigen Gut- ickelung unseres Außenhandels entspricht auch die Ent- ickelung des inneren Marktes. Ein Bild für diese innere rntwirkelung ist die Steigerung der ländlichen Produktion, der berg- und hüttenmännischen Produktion und die unge­heure Zunahme aus dem Gebiete des Verkehrswesens. In welchein Umsange sind nun die Arbeiter an diesem Wohl kann, bestreitbaren Ausschwung beteiligt? Dafür einige Beispiele ans der Einschätzung zur Einkommensteuer in Preuße», Das zu den direkten Steueni in Preußen veran- laate Einkommen über 900 «H betrug 1892 5704 Millionen. 1902 8560 Millionen und 1912 15240 Millionen. (Hört, hört!) Es ergibt sich, daß dieses große Kapitalvermögen sich keineswegs nur in den Geldschränken der reichen Leute an- gesammelt hat, sondern daß die Gcsamtbevölkernng bis in die fin-ilf d"sHandarbeiters hinein au dieser Einkommens- Vermehrung beteiligt ist. denn die Grenze von 800 M Ein- kommen wird jetzt bekanntlich von dem Einkommen eines lwotzen Teils unserer Arbeiterschaft längst überschritten, («ehr richtig! und Lachen der Soz. Zuruf: Das sind ja alles nur relative Zahlen!) Warten Sie nur ab, Sie kennen mich doch als gründlichen Menschen. (Heiterkeit.) kor Einkommen ist in zwanzig Jahren um 167 Prozent ge­wachsen, während die Bevölkerung nur um 34 Prozent ge- endifcn ist. (Hört, hört!) Die Sparkasseneinlagen sind im Durchschnitt gestiegen von 594 M im Jahre 1892 auf 882 JL im Jahre 1911. Die Veranlagung zur Verinögenssteuer in Preußen ergab 1895 ein Gesanitvermögen von 63857 Millio­nen Mark, im Jahre 1013 101 577 Millionen Mark. Ich danke Ihnen, daß Sie diese Zahlen so geduldig angehört hoben. (Heiterkeit.) Als wir im Jahre 1911 die Bilanz unserer finanziellen Kriegsbereiftchaft aufnahmen, da haben wir eine gewisse Sorge gehabt, ob wir den damals besrie- digcnden Staad würden durchhalten können, wennn die Kris« I innere Zeit dauert. Die Krise hat iechs Wanate oe-

yl«»e rageszeUNN«. den zi. Sunn a* HU-

dauert und ist dann durch die Balkankriefe abgelöst worden. Und trotzdem ist unsere finanzielle Bereitschaft am Schluffe dieser zweieinhalb Jahre schwerer internationaler .Krisen stärker, als ste zu Anfang war. (Lebhafter Beifall rechts.) Das ist ein schlagender Beweis für die gute Siftiotion un­serer gesamten Volkswirtschaft. Meine Ziffern beweisen klar, daß trotz der steigenden Lebensmittelpreffe aiich der kleine Mann in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren in steigendem Maße in der Lage war, sein Vermögen z» vermehren. Die Arbeitslöhne der bei der preußisch-befsischen Eisenbobngemeinschaft beschäffigten Arbeiter sind 'im mehr als 50 Vrozent innerhalb der letzten zwanzig Jnbre gestie- aen. (Hört, hört! recht? ) Die Statistik »eint auch sonst ein Stciflen der Löhne. Selbst die gewerkschaftlicheHolrarbei- terzeitung" schrieb am 2. August 1913: Der Fortschrittler geht freilich nicht von heute auf morgen. Zeitweise tritt sogar ein Rückschlag ein, wenn infolge der verfehlten Dirt- schnstspolitik (Sehr richtig! link?) die Lebensmittel so em- vortchnellen wie in den letzten Jahren: aber die Hebung der Lebenshaltung ist doch unverkennbar. (Hört, hört! und sebhafter Beifall rechts.) So urteilt ein gewerkschaftliches Blatt, das ja den Herren Sozialdemokraten sehr nahe steht Eine im Aufträge der englischen Union of Trade veranstal­tete Enguete bestätigt die für nn? interessante Tatsache, daß auch im Ausland eine Steigerung der Preise der notwen­digen Lebensbedürfnisse einaetreten ist, die unserer Preis- steigerung nicht nachstebt. Da? ist besonders beaierkenswert. da ja England ein FreibandelSlaud ist, die Preissteigerung also nicht auf die Schutzzollpolitik zurücklelührt werden kann. Aber selbst wenn die Preise in England weniger ae- stieaen wären als bei rrns, lo tvärc das doch rückst eine Folge unserer Sibuhzallvofitik, Denn d>e englischen Arbeiter sind in ibrer Lebenshaltung nn? nm Menschenaster voraus. Wir haben in den setzten 20 Jahren mit einer rapiden Ervanston nns auf die Höhe der englischen Lehensbaltnng zn bringen gesucht, und da? batte eine kollatsale Nachfrage nach indu- stiikllen Erzengnffsen bervorgerusen. die nat>r> gemäß durch- >veg prei-ssteigernd wirken mußte. Die Statistff widerlegt auch die Behauptung, daß der varübergehende Rückgang un­serer Fleischvrodnstion die llrsnche eines verstärkten Körner­baue? sei. DaS Mehr nn Erftägen des Körnerbanes ist nicht zurückzuführen auf eine Vernachsäistauna des Anbaues von Fntterirrrttesn. snndern nnf die bessere Ausnutzung leichten Beden durch künstliche Düngemittel, (Sebr richfta! rechts) Es ist bebanptet worden, daß unsere Wirtschaftspolitik eine Vernachsäisignng des Fnftermittelanbanes und damit eine Berringening der Viehprodicktion berbeiaeführt bat. Diele Bebaiivtring stüvf stch aus saliche Voranssetznnaen, Die Vieh- zäblnng Nan 1907 ist erfolgt nach einer reichen Ernte von Futtermitteln, die Zsiblnna von 1912 nach einer schweren Mißernte und nach einer verheerenden Viebienche. Daraus orksört sich dar Rückgang des Viehbestandes zwischen beiden Zählnnaen. (Sehr richtig! recht? lind im Zentrum.) Ban 1912 bis 1913 ist lchan wieder eine Steigerung des Viehbe­standes zn verzeichnen hei Rmdvieh von 3,8 Prozent, bei Schweinen von 16.7 Prozent (hört, hört! rechts) und bei Zieoe» non 3 7 Prozent. Weiter bat man behauptet, durch die Einfiihricheine würde einieitia die Ausfuhr von Roaaen gefördert. Aber das Svstem der Eiistnhffck'eine erniöalickst e? den Prodi»enten. ihr G"0'eida Hort nn»»bwken. wo üe am besten verkaufen können. Das ist wirttchottstch vollkommen einwondkr«!, «ine Konfeouen, wirftchostNck'.geoar'n.cgszber

Perbästniste. Die Einfnbrfcheine si"8 keine Ansstibr- vrämien. fond"rn neben ladiak'ckr Hie Möglichkeit, Gstreide -m-7 P)estn,orktvreffe möafichst schnell abrnsabag. rNari'Ve linrz gnfvmnr'rna rechsta.) gf,,?.s,,vr Heilstckren Raao"Ns wird nicht erleid durch E'nlnhr aiissänd'ichen Rangen?, snn­dern van Weizen, Der Verbrauch van Weizen ist grstieaen und daran? ergibt stch di ' Möglichkeit. Roaaen anszukübren. F., großen Teile,, Deilttchsgnd? nu,ß Roaaen gebaut werden. Weiienanban ist dort nicht möglich, liniere Wirffchaftspoli. tik bat im oonzeii zweifellos groß» Fortschritte in Deutsch­fand geschasie». Sie bat u»S feit 30 Jahren ermöglicht, die Soziafvolitik. wie wir es getan Haben, durchzufübrsn. W>r baben demgemäß gar kein Interesse daran, an den Grund- laaen unserer bewährte» Zoll- ii»d Wiistchrftsvolitik zu rütteln. (Lebhafter Beifall rechts.) Die Negierung vertritt nach wie vor die blnsicht, daß unter di hcri^er Zollschntz im allaemeinen genügt, daß ec aber aiitrecksterbalten werden muß, und daß die Richtung unserer Wirtichaftsvolitik im wesentlichen dieselbe bleiben muß. (Beisoll.) Insbesondere muß der Landwirffchott der Zollichntz nach wie vor erhalten bleiben. (Beitoll.) Bei dei schnellen Entwickelung der Volkswirtschaft Niag liniere Zollpolitik in manchen Punkten nickst mehr genügen. Andererseits sind auch Fordernnaen aiif Herabsetzung der Zölle laut geworden, der Zolltgrif lei nbziiänder» und die Handelsverträge »inzuschränken, Aiich ist der Rcichsverwaltnng nicht nnbe annt. daß einzelne Un­ebenheiten einen Ausgleich erviünscbt erscheinen lassen, und daß die Entwickefting der Technik eine Reibe Ergänzungen im Zalltarisscheina »öt'g macht. Es bandelt sich dabei über­all um Einzell,eiten, im großen und grünen aber entspricht der gegenwärtige Zustand durchaus de» Wünschen der deut­schen Valkswirtschaft, Da? Ziel muß sein, die bisherige Wirtschaft?- und Handelspolitik auf gesicherter Bahn fort- ziisiihren. Soweit sich zurzeit übersehen läßt, wird für uns keine Veraillast'.ing vorliegen, durch Kündigung der Tarif- Verträge ovn 1906 den Ansiaß zur Neuregelung der HandclS- bcziebungen zu geben. Es besteht daher einstweilen nicht die Absicht, dem Reichstage eine Novelle zum Zolltarif vor­zulegen. Wen» die Dertragsstaaten sich mit uns einigen wollten, so würde der bestehende Zustand allen Verhandlun­gen zuqrunde liegen. Wird vo» ihrer Seite das Vertrags Verhältnis oekündiat oder ihrerseits Tarifänderunaen »or-

genommen, dann werden die Verbündeten Regierungen nicht zögern, diejenigen Maßnahmen zu treffen, die erforderlich sind, lim die Interessen Deutschlands zu verteidigen und Angriffe auf den derzeitigen handelspolitischen Besitzstaiii nbzuwcbren durch Verbessernngen in den bestehenden Tori fen, die als notwendig anerkannt sind. Ich wiederhole noch mals, unsere Wirtschaftspolitik entspricht ganz unserer So- ziaspolitik, beide stehen in engem Zusammenhang. Beide in dieser Beziehung zueinander zn haften und weiter p führen, das wird unsere Aufgabe sein. (Lebhafter Beifall?

Abg. Chnisirnt (Zentr.) besprach die Lage Mittel­standes und forderte Unterstützung desselben durch die Be­hörden und Verbot des heimlichen Warenhandels der Be­amten.

Ministerialdirektor I>, Caspar teilte dazu mit, daß auch vom Reiche ein Verbot des BeamtenhaudelS ergangen sei,

Abg. I)r. Böhme (Bbd) begrüßte den Aufschwung der Viehzucht.

Mittwoch: Fortsetzung der EröffernnK.

?ae»t!ch«s lleidi.

:: Wieöerausnahme tjc t dentsch-sranzSsischen Vnrhandk-in- gen. DieKöln Ztg." meldet aur Berlin: Die franzi,,,' Finanzunteihändlei werden voraüssichilich Anfang nächste! Woche nach Berlin znrüükehren, um mit ihren deulfchen Kol legen die Besprechungen tn den kkeinasiatstchen Bahnftager wieder aufzunehmen. Buch der türkische Ftnanzminiiter Dja, v!d Bet beabsichtigt, nach der Beendigung der Pariser Ver­handlungen über di« neue türkische Anleihe nach Berlin zu,lick­zukehren. um hier di« deutsch-türtifche» Besprechungen ZUN! Abschluß zu bringen.

:: Ewe bemerkenswerte Red« »es bayerischen Kriegs- Ministers. Am Schluß der gestrigen Sitzung der Abgeordneten­kammer kamen di« Abgeordneten Leibt (Ztr) und Dr, Dirr (Lib.) auf di« auf dem Preußentag gegen die bayerische Arme« gefallen« Aeußerung zurück und verurteilten die Angrisse, Hierauf ergriff der Kliegsminister Frhr. v. Kreß das Wort und erklärt«, er müffr die Nachrichten über diese Aeußerung für tendenziös halten. Wenn sie sich aber als richtig erweisen soll­ten, so könnte er ein« solche Aeußerung nicht scharf genug brandmarken, Ei« würde ein« völlig unbegründete Verum gtimpsung der glorreichen Erinnerung an die bayerische Arme« enthalten, die gerade in den Kämpsen von Orleans sich aus das Heldenmütigste geschlagen und mit unvergänglichem Ruhm bedeckt wurde. Er habe diese Aeußerung noch dazu aus denr Munde eines höheren Offiziers auf das tiefst« bedauert und eine solche Aeußerung gegen die bai^rische Arme« müsse er aus da» Entschiedenst« zurückweisen. Die Erklärung des Kriegs- Ministers wurde mit allseitig lebhaftem Bestall autgenommcn.

:: Gegen den Zigaretten-Truft. Dl« Haussuchungen bei der Georg A. Jasmatzi A.-E., Dresden, die gestern erfolgten, wa­ren nicht dt« einzigen, dl« in diesen Tagen vorgenommen wur­den. Vielmehr sind noch bei anderen Dresdener Tabakfirmen Haussuchungen vorgenommen worden. Es handelt sich um ein gerichtliches Vogrehen gegen den englisch-amerikanischen Tabak- trust, Ossenbar sollen die Verbindungen des Tabakirustes, über den ja auch eine Enquete im Rcichsamt de» Innern eingeleilei wurde, aufgedeckl werden. Die Beamten, dl« hierzu hinzuge­zogen wurden, wurden vorher von dem Untersuchungsrichter eingehend instruiert und besonders auch auf ihren Diensteid hingewiescn,

Ungarn.

:: Der Bndapestcr Ptatzkommanbant gegen Mode-Ezzen

trizität. Laut Bläitermetdungen hat der Budapester Platz, tommandant General Fekele an die Treppenkoirmandantcir, Militärbehörden und an di« Chefs der Milltärinssttute ein, Verordnung heransgegebrn. in welchen den Herren Offizierec und Mititärbeamlen der Befehl gegeben wird, ihre Damcr von Mode-Exzentrizitäten zurückzuhnlten, Dis Offiziersdamer werden ersucht, sich innerhalb gewisser Grenzen in ihrer Klei­dung zu bewegen. Angeblich soll der General bei einer kürz­lich abgehaltenen Festlichkeit in Offizierstreisen die Toiletten der Damen zu sehr abweichend von den Anforderungen einer strengen Descenz gesunden habe».

England.

:: Z»e Sicherung »es Seeverkehrs. Die internationale Kon

ferenz, die über Maßnahmen zum Schutz« von Leben un) Eigentum zu Wasser beriet, Unterzeichnete gestern eine Ko», vention, die schaffe Bestimmungen sür die international« Schifsahrt enthält und di« internationale Ueberwachung von Eisenbahnen und treibenden Wracks vorsteht. Aus Veranlass­ung der Vereinigten Staaten wurden streng« Borschristen be­züglich der Einführung drahtloser Telegraphie aus Dampf-und Segelschiffen erlassen, die mehr als bv Personen, gleichviel ob Besatzung oder Pasiagier«, an Bord nehmen können. Fern«, wurde beschossen, daß sämtlich« Schisse, die den internattona. len Verkehr dienen, oder überseeische Reisen machen, ihre F»n- kenapparale Tag und Nacht in Tätigkeit zu halten, sowie Rel tungsboote und andere Gegenstände in genügender Anzahl zu habe»,

Dom Batian.

:: Die Orienisrage. In der Orienffrage steht nunmehr eine besriedigende Lösung in den österreichisch-serbischen Ver­handlungen bevor. Der serbische Gesandle ln Wie», Jv»no> witsch, hat jetzt die Jnstnillienen firner Regierung für die Ver­handlungen mit Oesterre ch-llngarn in der OricnibaHns-agi erhallen Man glaubt hier, daß dl« Verhandlungen in W e noch im Lauf« d. Mts. beginnen werden.

:: Der Termin »er Räumung Albanirns. Wie dieReichs- pofp' aur unterrichteten Kreisen effnhrt, werden d e Mächte ein« besondere Rot« der griechisch-,i Rrgrerung üdermittel». in welcher der Termin der Beendigung der Räumung Südalbo Niens bekannt gegeben wird. Es verlautet, daß der 31. Jan oder der 13. Februar als äußersten Räumnngsiermcn dezei.i nck werden wird. In der Jnsestrag« bereitel Sic E - Greu eine Rote an die Pkorte na-