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achtenswerten Setten bet Wunsch an mich strichlet wurde. die
Giitberufimfl des Landtags bemerke ich. daß von viele» seht de. sich dabei von sachlichen Gründen letten. Denn der Eüu hätte vor Weihnachten nicht »orgelegt werden können. Die Bor- würse d-s Ab». Wiemer siber die Wahlreform sind an sich durch die Erklärung des Reichskanzlei» erledigt. (Oho! links). Der «bg Wiemer behauptet, daß viele Wählet von der Wahl sich haben zuriickhalien lassen, weil sie da, Systenc. nicht billigen. Ich meine, wenn jemand das Mittel einer Aend-rnng Hai, dann kann er wohl von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. Gerade die Partei des Abg. Wlemer hat durch ihre Forderung muf Einführung des Reichstazswahlrechts die Wahlreform ver. hindert. Wenn die W-hlreform den Beifall dieses Hauses nicht gehabt hat, so ist da: nicht die Schuld der Staatsregierung. Sie ist jedenfalls in vollkommen loyaler W.ise der Ankündig- ung der Thronrede gerecht geworden. Auf den Borwurf des Abg. Wiem-or hinsichtlich der Bildung der Benifsveveinigung von Schutzleuten näher einzugehen, wird bei der zweiten Le- sung Gelegenheit sein. Ich hatte es nicht für möglich, eine be- sondere Bereinigung von Schutzlerrlen in einer militärisch organisierten Gruppe zu duldcir. Zu den Zeitungsartikeln des Polizeipräsidertten von Iagow ttn Falle Forfiner wurde be. hauplei, daß damit ein Eingriff in »in schwebend-s Verfahren vorgenominen und eine unzulässige Beeinflussung stattgefunden habe. Eine solche Boeinslusiung könnte doch nur von einer übergeordneirn Behörde ausgehen (Lachen links), nicht aber von einem an der Cache unbeteiligten Beamten. (Lachen links und Zurufe der Soz.) Der aller Anerkennung des Rechte» auf freie Rteinungsäuherung lann ich es aber nicht guih itzen, wenn Beamte ohne zwingenden Grund i» ein noch nicht abge. schlossen«» gerichtliches B.rfahren in der Tagespreise eingrei. en. Es entspricht das nicht der «ffordc-rlichen Zurückhaltung per ichteclichen Behörde gegenüber. Wenn aber der Abg. Wie ner von mir eine x-naue Auskunft verlangt über etwaige Vor. Haltungen, welche aus Anlaß diefe» Falle» dem Polizeipräsi. denten gemacht seien, so mutz ich dos mit aller Bestimmtheit ablehne». (Bravo! rechts). Es ist lediglich Sache des Ressort- chffs, darüber zu befinden, ob und in welrher Weise er unter, stellten Beamten seine Zustimmung in einem Einzelfalle zuteil werden lassen will oder nicht, (Beifall rechts).
Nachdem der Präsident Graf Schwerin dem Minister den Dank des Haufe, für die Midterlungrm über die Ostsee. Sähiden ausgesprochen hatte, tadelte sehr heftig der Abg Äot> f a it 1 1 ? die Ansirdinngspoittik Preußen»; sie sei unmoralisch.
Abg Hirsch (Eoz) verlangte die organische Reuregelung tas Stewersystem», besonder» d« Hermufsetzun, der Steuer, grenze. Dauernd könne die Regierung ihre» ablehnende» Standpunkt zur Arbiirlosenveisicherung nicht aufrecht erhalten. Eine Verschärfung des Ardeitswilligvngesetze» sei unnötig Redreer forderte dann erneut die Einführung de» geheimen und diretten Wahlrechts. Was wäre dem Herrn von Iagow pas- sieri. fragt der Redner, wenn er für da» Recht der freie« Met- nungsäutzerung bei den Wahlen fetten» der Beamte» eingetre. len wäre,
Iaftizminifier Befeler nahm ebenso wie der Minister de» Innern noch kurz die vom Abg. Hirsch anggrifsonen Streik, urteile und die Berliner Polizei in Schutz. — Donnerstag 10 Uhr Fortsetzung — Schluß 6 Uhr.
Aus dem liefl. Landtag.
Zweite Kammer.
Darmstadt, 14. Jan.
Die II. Kammer fetzte heute vormittag 9,20 Uhr ihre Beratungen unter dcnr Vorsitz de» Präsidenten Köhler fort und nach der vorläufigen Zurückstellung der dringlichen Anfrage Ile. Schmidt, betr. den Müllabladeplatz für die Stadt Wiesbaden in der Nähe von Heideshcim, wurde durch den Minister von Honrbergk die Anfrage des Abg. Adelung betr. die Waldankäusc des Herrn von Walthauscn in Mainz beraten. Der Minister geht aus die einzelnen, in der Presse ausführlich erörterten Derhälinisse und die durch die Verhandlungen jetzt gebesserten Zustände ein und erklärt, daß inan durch den zwischen dem Herrn von Waldhaufen und der Kreisbehörde abgeschlossenen Vertrag jetzt daS Mögliche er- reicht babe.
Abg, Adelung (Soz.) hat kerne Hoffnung, daß das eigen- tümliche Verhalten de4 Herrn v, W. zu dauerndem Frieden führe. Er habe nahezu ein Drittel de? ganze», bei Mainz gelegenen, für die Bevölkerung sehr wichtigen und gefund- bcitssördernden WaldbestandeS ausgekaust und durch die Drahtumzäunung und Vernagelung nahezu unhaltbare Zu- stände geschassen. Die Regierung treffe der erste Vorwurf, da sie den Verkauf dieser großen Waldgebiete zugslassen hat. Derartige Ankäufe von Seiten Privater müssen in Zukunft verhindert werden, wen» man keine gesetzliche Macht dazu habe, solle man eine solche schaffen.
Abg. Molthnn (Zcntr.) ist der Ansicht, daß nran keine Veranlassung habe, an der Loyalität des Herrn v, W. z» zweifeln, die Wege feien meist wieder geöffnet und weitere Waldankänse nicht mehr möglich.
Abg, Or. Wolss-Gonsenheim (Freif.) glaubt, daß man sich einer Selbsttäuschung hingebe, wenn man mit der Loyalität des Herrn v. W. rechne. Die Regierung habe fast allen Wünschen de? Herrn nachgegcben. Die Waldankäufe werden im Stillen jetzt noch fortgesetzt.
Nach weiteren Ausführungen der Abgeordneten Mol. ihvn, 1>r. Bach, Adelung und des Ministers des Innern ». Hombergk, der ansführt, daß man wohl gesetzlich gegen di« Ausstellung der Bretterwände Vorgehen konnte, wenn die Bei handlangen nicht zu einem Resultat geführt hätten, wird die Aussprack^ geschloffen.
ES folgt dann durch den Finanzminister Dr. Braun die Beantwortung der Anfrage des Abg. Dr. Auler. betr, den Bnl'nba« Lindcnfels, Der Minister bezieht sich zunächst auf die Veröffentlichungen mit der Darmstädter Zeitung vom
Rpreniber »nb Deunuber.o.Dü-und.crörücrt dahei diL.von
-,«»« »agesjetritiig. D»nn«e«t»g- den 15.' 3«u«at 1914.
der Regierung gepflogenen langen Verhandlungen. Al»
Gründe der Verzögerung wird angeführt, daß die Pläne durch die Eisenbahn-Gemeinschaft nicht angenoinmen würden daß die Firma Lenz & Eo. Berlin Pläne eingereicht hätte, welche der'Kreis Bensheim ablehuet, der Streit zwischen den beiden Linien: Lauter- oder Zellerthal und endlich, daß die Fienia „Continental" in Berlin, welche die Vorarbeiten machte, bis jetzt noch nicht an die eigentliche Konzession z»m Bahnbau nachgesucht hat. Inzwischen babe eine Verschmelzung der „Continental" mit der „Frankfurter Ak- tiengesellschast stattgefunden, auch diese sei zur Einreichung des Konzessionsgesuches bisher ohne Erfolg aufgefordert worden. Auch der Kreis Bensheim habe sich noch zu äußern, ob er mit den, ReichtSnachfolger der „Continental" einverstanden fei. ^ , , ’ , .
Abg. Auler (uatl.) führt aus, daß der Grund der Anfrage in den vielen Klagen liege, welche von der gewerblichen Bevölkerung des Lautertbales koimnen und daß deren Geduld nuuuiehr zu Ende sei. Redner bespricht dann die in der eingehenden Denkschrift des BahnbaukoiniteeS enthaltene Leidensgeschichte der Bahn und gibt der Hoffnung Ausdruck, doß in dem am 21, ds. Mts. mit den Interessenten und dein Rcigerungsvertreter Kilian (Obeebanrat) stattfindenden Termin endlich ein Resultat erzielt werde. Er widerspricht dann den einzelnen Ausführungen der Regierung und weist darauffiin, daß der frühere Finanzminister den Kreis Bonsheim und die Gemeinde gewarnt habe, die Bahn auf eigenes Risiko zu bauen. Der Kreis und alle Gemeinden haben in vollem Maße ihre Schuldigkeit getan und liege es heute nur an der Regierung, wenn die Sache nicht lveitcrschreite. Wenn aber nicht bald etwa? geschehe, werden weitere, große Nachteile, insbesondere die Verlegung des Ultramarinwerkes Marlenberg nicht zu vermeiden sein. Die Lage spitze sich immer mehr zu und sei eS nötig, daß die Regierung endlich energisch eingreife.
Abg. Köhler sNatl.) hat ebenfalls den Eindruck, daß diese Leidensgeschichte der Bahn noch kein Endo nehme, da nicht zu ersehen sei, wie die Schwierigkeiten behoben werden sollen, eS sei aber endlich an der Zeit, daß die Regierung, der Kreis, die Gemeinden, wie auch die Bahnbaugesellschaft Schluß inache.
Nach Erledigung verschiedener Anfragen vertagt sich der Landtag bis Februar.
Parlamentarischer Abend. Der Großherzog nahm an dem gestern Abend an dem in den Rännien der Standes- bauscs resp. der IT Kammer stattgcbabten „Parlamentarischen Abend" mit Gefolge Teil, Erschienen tvaren Abgeordnete der Ersten und Zweiten Kammer, Regierungsver- trcter aller Abteilungen, sowie die Parlamentsberichterstatter, zusammen etwa 140 Personen,
E'nleitend hielt der Abaeordnete Geh. Oberschnft'at Dr. M ii n ch einen sehr interessanten Vortrag über die Verwendung der Glühlampe zum Telefonverkehr ans große Entfernungen und führte dabei einige wissenschaftliche Filnis vor. Daran schloß sich ein Abendeffen in den verschiedene» Räumen. Der Verlauf war ein sehr animierter.
Aayesübersrcht.
Deui'ches 3leidr-
:: Entschließung de» elsoh lthringischen Landleo, übe« die Zaberne, B-rsälle. In der Entschließung, die am Schlüsse b:i gestrigen Sitzung der Zweiten Kammer de» elfaß.lothringischen Landtags gefaßt wurde, kam zum Ansdruck, daß die Kammer mit der Regierung der Ansicht ist, daß die Zivilverwal- tung in Zab rn ihr« volle Pflicht getan hat und daß es keiner Einmischung des Militärs bedurfte. Ieoech bedauert die Kam. mer, daß die Regierung es an der nötigen Energie hat fehlen lassen, um die der elsaß-lothringischen Bevölkerung zugefügte B leidigng zurückzuweisen. um den Schutz der Bürgerschaft zu sichern. Die. Kammer sieht in der Erklärung der Regierung keine Gewähr gegen wettere Gefetzesv'rletzungen durch das Militär. In dr Entfchlichung wird weiter der Ausbau der el. faß.-lothrir.aifchen Verfassung, die Regelung der zwei Gewolien und eine Reform der.Militärgerichtsbarkeit verlangt werden.
:: Beratung des Etats für 1014 in ®st Bndgriismmission. Die Budgetkemmisston d o Reichstages nahin gestern den Etat für 1914 i» Beratung. Der Vorsitzende Dr. Spahn gab zunächst die Referenden für bie einzelnen Etats bckannt, dann begann man mit der Beratung des Etats des Reichsaini; des Inner». Hier sind in Tit. 1 a für Aufwandenifchädigung n an solche Familien, von denen drei Söhne ihrer gesetzlichen zwei- oder dreijährigen Dienftpslicht genügt haben oder noch genügen, 480 000 Mark vorgesehen. Die Bemängelung, doß der Etat», ansatz viel zu niedrig fei. erkannte der Reichsschabfekretär an. Rach den bisherigen Erhebungen find eiwa VA Millinen Mark nötig.
Ungarn.
:: Reue Stürme im Abgerdnetenhanse. Dir gestrig« Sitzung de» ungarischen Abgeordn etenhauses gestalte!« sich noch stürmischer als die vovgesttige. Die Opposition — empört darüber, doß der Imimmitätsausfchuß den Antrag stellen wird, den opposittonellen Abgeordneten Ziinsky für 45 Tage und 5 andere Abgeordnete, darunter den Grafen Michael Karolyi und Iobtus », Iufth, für je 15 Tage auszuschliehen — ries derartig wüste Lärmszenen hervor, daß der Präsident zahlreiche Abge. ordnete jut Ordnung rufen mußte Da die von den Sitzungen ausgeschlossenen Abgeordneten die Aufforderung, den Saal zu verlassen, unbeachtet liehen, unterbrach der Präsident die Sitzung und gab der Parlamentrwache den Befehl, diese Abg-ard- neten eventuell mit Gewalt hinausWführen Al, die Wach« diesem Befehl nachkommn wollt«. verli«h«n di« ausgeschloss«. n«n Abg«ordnrt«» unter stürmisch«» .«ljen".Ruf«n der op,».
vom Vulkan.
:: Di« Antwort aus de» englifchtn Inselvorschlag. Dü
Antwort der Dreibundmächte auf den englifchen Inftlvoffchlaz ist gestern abend dem aurwärttgen Amte zugegangen. Das auswärtige Amt erhielt von der deutschen, der italienischen und österreichischen Botschaft getrennt drei Roten, die jedoch im Wortlaut genau Lbereinsiimmen. Wie zu erwarten war, nimmt der Dreibund den Vorschlag Englands an, Griechenland alle Inseln zu lassen, die es zu besetzen wünscht. Die Frage der von Italien besetzten türkische,i Inseln wir» vollständig getrennt behandelt. Italien erklärt nochmals, daß cs die Insel» ers dann zuriickgeben wird, wenn die Türket dt« Bedingungen de- Lausaimer Friedensvertrages erfüllt hat.
:: Mordanfchieg aus einen Alttiieke» General Eberif. zurzeit Eheftedakteur einer dar gegenwärttge türkische Regime bekämpfenden Monatsschrift, wurde beim Verlassen seiner Woh irung von einem Unbekannte» angeichosseu und schwer verletzt. Zwei Personen, die Eherif beistonden, trugen gleichfalls schwere Schutzwuirden davon. Salih, ein Schwager d:s Generals, verfolgte den Attentäter und es gelang ihm auch, den Verbrecher fcstzunehmen. Dieser gab noch einen Schutz ab, der einen Die. ner traf. Dann schoß Salih und tötete den Attentäter Ismael Hakki, einen 37jährigen Iungtürken.
:: Essad Paschas Stellung zum Pelnzea zu Wied. Die Albanische Krrresxondenz meldet aus Durazzo: Essad Pascha er< Ilärt, daß Hassan Bei Pristtno, d:r ehemalige Handelsministei der provisorischen Regierung nicht, wie italienische Blätter ge meldet hatten, nicht als fein Delegierter nach Europa gesandt worden sei. Essad Pascha stellt vielmehr fest, daß er mit der Erklärung Hassan Bei» inbezug auf den Prinzm zu Wied ein. verstanden fei, daß er für die Thronbesteigung des Prinzen zu Wied eintrelen und dessen eheste Ankunft in Albanien befürworten werde.
Südafrika.
:: Die Lage im sudamerikanischen Etreikgeblet. Die Lage
nimmt in Johannesburg von Stunde zu Stunde an Schaff« zu. Vorgestern ist es bereit» zu blutigen Zufanrmenflötzen zwischen Polizei und Streikende» gekommen. Da« Hauptquartier der Arbettefförderatton, in dem sich die Führer der Streikbewegung wohlbewaffnet verbarrikadiert halten, ist von der Polizei um. ztngelt worden, die bereit, einmal einen allerdings fehlge- schlagenen Sturmangriff auf da» Gebäude unternommen hat. Ein zwetter Angriff ist stündlich zu erwarten. Alle anliegen. den Straßen sind abgefperrt worden Die Büro» der Zeitung „Star", die nicht der Föderation angehört, wird von Hmidcr. ten von Bewaffneten geschützt.
Japan.
:: 100 000 Opfer *e» Vulkanausbruch». Die „Sun“ v:rosse »Nicht ein Telegramm aus Tokio, daß nach den letzten Rach- tichten, die au» dem Unglücksbezlrk von Kagofchima «ingrtrof. fen find, die Zahl der durch den Vulkanausbruch um» Leben gekommenen Bewohner beinahe 100 000 erreicht. Der Sakura- vulkan ist noch immer in voller Tätigkett. Die Stadt Kagofchima ist fast gänzlich durch die Lava, sowie durch eine nach, folgende Flutwelle zerstört. Au, den japanischen Hasenstädten sind Dampfer mit Lebensmitteln und Zelt-.m sowie Decken für die überlebende Bevölkerung nach dem Schauplatz der Katastrophe abgegangen. Aerzte und Krankenpfleger find aus von nächstgelegenen Militärhospitälern gleichsall» m de» Schauplatz de, Unglück» entsandt worden.
Hops vor dem Hchwnrgericht.
S. & H. Frankfurt o. 14. Jan.
(3. Verhandlungstag.)
In der gestern nachmittags teilweise unter Ausschluß der Oeffonllichkeit stattgefundenen. Verhandlung gegen de» Gni- niörder H o p f wurden Zeuginnen vernommen, welche über die sadistischen und masochistischen Neigungen Hapss Ani- schluß gaben und ferner die Vermutung geäußert, daß das Kind Karl Richter, das er ebenfalls getötet haben soll, sein außereheliches Kind war.
Die nochmals als Zeugin vernommene Mutter der Frau Hopf, Frau Schneider, gab Auffchluß über die Krankheit ihrer Tochter. Hopf hatte der Frau gegenüber behauptet. die Krankheit rühre von einem verdorbenen Hirn her, das die Frau in einem Restaurant gegessen habe: die Iran Hops bat denigegenüber eidlich ansgesagt, daß sie überhaupt kein Hirn gegessen habe. Kurz vor dem Tode der Frau Hopf trat bei ihr Tuberkulose auf und die Zeugin erklärte heute noch der Ueberzeugung zu sein, daß Hopf ihr Tuberkelbazillen bcigebracht habe, war er aber enffchieden bcstieitet Dein anscheinend an Arsenikvergiftung gestorbenen Kind will er Sperolin, ein russisches Mittel, gegeben haben, das er seil dem Tode seines Vaters im Jahre 1895 in Besitz gehabt haben will.
Die Zeugin Frau Wülz war früher Aufwarteftau bei Hopf. Sie hat ihn mehrfach beobachtet, wie er seiner Frau in seinem Zimmer etwas in den Tee schüttete, was eS aber war, vermag sie nicht zu sagen: Hopf selbst behauptet, dai sei Zucker oder ein hoinöopathisches Mittel gewesen. Hopi habe ihr gegenüber bestritten, daß seine Frau, seit sie bei ihm sei, schlechter aussehe, als früher oder daß sie krank sei Die Zeugin, die früher wegen Beleidigung Hopfs (sie hatte ihn der Vergiftung seiner Frau beschuldigt) bestraft worden ist, hat die Zeugin Schneider in einem Briefe gewarnt, ihr« Tochter länger bei Hopf zu lassen, da dieser nichts gutes im Schilde führe.
Zeuge Kaufmann S e e g e r, der zweite Mann der zweiten Frau des Hops, bekundet, seine Fra» habe früher blühen-: ausgesehen, sei dann aber rapid verfallen. Die Obduktion habe solche Mengen von Tuberkeibaz-llen ergeben, daß L-e Krankenhausärzte erklärt hätten, ein solcher Fall sei ihnc.i noch niemals vorgekommen. Auch int Gehirn des Kind, seien solche Bazillen massenhaft gefunden worden.
Der Zeuge VersicherungSaoent Hacke hat die Berück»-


