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in den Kreisen Höchst und Hanau werden die Schiebe- und Wackeltänze vielfach auf den Dörfern nicht gestattet und den Wirten mit Entziehung der Tanzerlaubnis gedroht, wenn sie d>igegen handeln.
Aus diesem Eirunde ist auch das Vorgehen des Kaisers pn begrüßen. Weil wir unser Offizierskorps hochgestellt wissen wollen, widerstrebt es uns, sie in Uniform zum Erzögen eines lüsternen Publikums sich in diesen Tanzen produzieren zu sehen.
Indem der Kaiser hier eingreift, weckt er wohl auch in anderen Kreisen, dort, wo man bisher gedankenlos sich der Lockung des Neuen hingab, das Bedenken und die Erkenntnis, und erzielt so eine Wirkung hoffentlich allgemeinster Art. Man wird seht, wo der Kaiser selbst einen Wink gab. wenigstens nicht mehr die Uniform deutscher Offiziere bei jenen Gliedertänzen sehen, deren Rhythmus wohl kaum die Männer, die einst unser Volk zum Siege führten, durch ihr ernsthaftes und arbeitsvolles. tapferes Dasein geleitet hat.
Fürst ßiilon) imd die SoiißlkmoliraHr.
Ter chemnlige Reichskanzler Fürst Bülow hat ein t'mfan,-reiches und jedenfalls sehr interessantes Werk über „Die deutsche Politik in de» lebte» fünfundzwanzig Jahre»" herausgegeben. Beachtenswert ist u. a., was Fürst Bülow über die Sozialdemokratie sagt.
Fürst Bülow ist der Meinung, daß man gegen die Sozialdemokratie Gewalt nicht anwendcn könne. Die Anwendung von Gewaltmitteln sei nur das Aeutzcrste »nd iglich dann in Betracht zu ziehen, wenn alle friedlichen tcl versagt hätten. Dagegen wird sich nichts cinwcndcn m. Besonders wertvoll ist aber die weitere Bemerkung Fürsten, daß cs nicht angängig, sondern bedenklich sei, Sozialdemokratie auf derselben Linie zu behandeln mit Parteien, die auf dem Boden der bestehenden Staats- onung stünden. Unsere Leser werden wissen, daß die Deutsche Tageszeitung" diesen Gedanken unendlich oft nach jeder Richtung hin vertreten hat. Eine Partei, die sich selbst außerhalb der Verfassung stellt, weil sie die monarchische Grundlage der Verfassung nicht anerkennt, hat keinen An- sprach darauf, als gleichberechtigt behandelt zu werden. Ob Fürst Blilow selbst und die ihm Nachgeordneten Stellen während feiner Amtsführung immer nach diesem Grundsätze verfahren seien, soll in diesem Zusammenhänge nicht untersucht werden.
Mit voller Entschiedenheit betont der Fürst, daß eS »n- möglich fei, die Sozialdemokratie mit dem bestehenden Staate anszusöhnen. Sie habe sich selbst außerhalb des
nationalen Lebens (wir möchten hinzusüqen: und außerhalb der Versassung) gestellt. Sie sei eine „Antchesis" de» preußischen Staates! und weil sie das sei, sei ihre Versöhnung mit diesem Staate ausgeschlossen und auch im Interesse des Reiches unmöglich. Wenn Preußen eine Verständigung wirNlch wünschte, dann würden nicht nur die preußischen Be- amten, sonder» anch der Mittelstand, das Landvolk und schließlich auch bas Heer irre werden. Die sogenannte Verständigung würde zu einer Kapitulation vor der Revolution werde»! denn die Sozialdemokratie bleibe „revolutionär saus Phrase". Wenn aber Preußen so kapituliere, dann sei auch das Reich verloren, denn mit Preußen werde das Rückgrat Deutschlands gebrochen. Das sind treffende Worte, die wir besonders den Mausermigsträumcin und den Vcrsöhnungs- schwänner» ins Staiiimbuch schreiben möchten. Gerade aus dem Munde des Fürsten Bülöw, dem man vielfach einen gewissen Hang zur Versöhnung nachgesagt hat, sind so scharfe und so imbcdingte Bemerkungen besonders wertvoll. Eine Verständigung hält Fürst Bülow nur unter der einen Bedingung für möglich, daß die Sozialdemokratie ihren Frieden mit der Monarchie mache. Das ist aber undenkbar. Sollte sie diese» Frieden wirklich zu machen gedenken, so ürde sie aushören, Sozialdemokratie zu sein.
Noch in einem anderen Punkte stimmen die AuLfüh- rgen Bülows vollkommen mit unseren Anschauungen rein. Auch er ist der Meinung, daß innerahlb der Partrotz scheinbarerer Siege des Revisionismus die radikalen emeicke sich immer kräftiger entwickeln und immer der arte! die Richtung angeben werden. Der Zustrom von Ge- -ifbetcn zur Sozialdemokratie sei nicht etwa für die proletarischen Massen eine Brücke zur Ordnung, sondern eine ernste Gefahr deshalb, weil die gebildeten Kreise innerhalb der bürgerliche» Parteien sich auf diesem Wege mit den Ge- oonkeiwängen der Sozialdemokratie vertraut machen können. Sr meint, daß feer Liberalismus von der Sozialdemokratie nur getrennt werden könne durch praktische Politik. Das ist eine Begründung des Blockgedankens. Ganz »»richtig ist Kr Gedanke nicht; wir vermuten aber, daß Fürst Bülow durch die Erfahrung»» der letzten Johre anderer Meinunq geworden sei. Nachdem die Fortschrittliche Dolkspartei mit der Sozialdemokratie sich so auf Gedeih und Verderb verbunden hat, wie es jetzt geschehen ist. wird auch die beste praktische Politik eine Trennung zwischen dieser Art des bürgerlichen Liberalismus und zwisck>crr der Sozialdemokratie nicht bewirken tonne».
Z»m Schlüsse glaubt der Fürst, daß nur durch eine mutige, großzügige Politik, die die Freude an der Gegenwart und an dem nationalen Leben z» erhalten verstehe, der Sozialdemokratie das Wasser abgegraben werden könne. Leider hat er versäumt, etwas näheres 5er die Art und die Eigentümlichkeit dieser „großzügigen Psritit" z» sage». Nur rine Rebenbemerkung deutet darauf hin, und in diesem Punkte sind wir wieder mit ihm einer Mt - Er bebt besonders hervor, daß diese großzügige . v'vemübt sein müsse, den Miteistand heranzuziehen. zu<»8>alten . und zu stärken. Auch das ist Misere alte Fordern»--jund unsere Grnndan- schouimg. Die -Sozialdemokratie kann wirksam nur bekämpft werden durch eine kraswolle. klare und, n>enn es sein muß, rücksichtslose Mittelstandspolitik: und »veil das die einzige Möglichkeit der wirksamen Bekämpfung ist. so muß diese Politik im Mittelpunkte der Gesetzgebung sieben. Böllia
Neu« Togeszenu«-. Snmsiag. »en 3. 2a»uar lau.
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recht hat Fürst Bülow, weit» er unumwunden sagt, die Regierung dürfe den Kampf gegen die Sozialdemokratie nicht den Parteien überlassen, sondern sie müsse die feste Führung in diesem Kampfe selbst in die Hand »ehnle» und in der Hand behalten. Es tväre interessant, hier zu untersuchen, ob Fürst Bülow selbst immer die feste Führung in der Hand gehabt hat, und es wäre nicht minder interessant, die Frage zu erörtern, ob mit dieser Bemerkung eine gewisse leise Kritik an der Politik seines Nachfolgers ausgesprochen sein soll. Jedenfalls gilt diese seine Mahnung für alle Zeit, sonderlich aber süc unsere, die den Kampf mit der Sozialdemokratie unbedingt ausnehmen und durchführen muß.
Cnyes Übersicht.
Deutlches Aeick.
:: Deutsch fravzüflichcr Zwijch »soll. Me aus L« Maus gemeldet wird, tmn cs in einem Restaurant von Le Mans zu einem Zwischenfall zwischen Deutschen und Französin. Etwa lg deutsche Arbeiter saßen bei einer Feier, als einer von ihnen während ein patriotisches Lied gesungen wurde, zu pseisen begann. Als die Marseilleije gespielt wurde. standen die Deutschen von ihren Plätzen nicht auf. Sie wurden daraus van den Franzosen wörtlich und tätlich beleidigt. Eine allgmrelne Rauferei entstand, sodaß schließlich di« Polizei eiuschreiten mußte. Die Deutschen mußten schließlich unter polizeilicher Bedeckung nach Haus« begleitet werden. Mehrer« Verhaftungen wurden voigenrmmen.
Portugal.
:: Interessante Enthüllung » über die letzte Verschwörung in Portugal. Ein ehemaliger Beamter dar portugiesischen Republik namens Lancastrs hat einem Radar in Digo sensationelle Enthüllungen geacht, tnde er erklärt«, daß di« letzte Verschwörung in Oporto von hem Generalkommiffar dcr Poll- z«i, Scevola. selbst angezettelt worden sei. Die Geldmittel hierfür habe die portugiesische Regierung zur Verfügung gestellt. Die gekauften Wafsen wurden durch Zwischenhändler Monarchisten in di« Hände gespielt. Diese aufseheneiregenden Mitteilungen werden van verschiedenen spanischen Mitarbeitern Laneastres bestätigt.
Vom Balka„.
:: Die Demission des Kabinetts Radoslawow. Minister.
Präsident Radoslawow wurde gestern Mittag vom König in Audienz empfangen um. wie kompetenter Sei«' versichert wird, einem parlamentarischen Brauch entsprechend, die Demission zu überreiche». Man hält die Mederbetvauung Radoslawow» mit der Kabinettsbildung für gewiß.
:: Dl« Kabinettskrise soll heute ihre Lösung find », Die Tob,«,,,« hot den Stambulvwisien Mataki« und den Anhänger Tontschews. Sawa Jwantsihrw zu Vizepräsidenten gewählt. Die Sozialisten haben in der Kammer «inen Protest wegen verspäteter Einberufung der Sobranj« «'»«gereicht.
:: Die Räumung Südalbanieno, Die „Reue Frei« Presse" erfährt von Informierter Sorte, es fe! anzunehmen, daß bk Großmächte demnächst der griechischen Regierung die Verlängerung der Näummrgsfrist bis zum 18. Januar bekannt g den und ihr gleichfalls nahe legen werden, innerhalb dieser Frist dafür Sorge zu tragen, daß aus den von den Griechen besetzte» Gebiete» jedwede Agitation unterbleibt. Man hasst, daß Griechenland dem Wunsch der Mächte nach geben wird.
r: Dersuste Gricchrnlnnds im Balkenkrieg. Eins ausführliche und interessante Statistik über die griechischen Verluste und die griechische Kriegsbeule in den Kriegen gegen die Türkei und Bulgarien veröffentlicht der „Messegar d' Alhcn.es." Danach wurden im Kriege gegen die Türkei 13t Offiziere getötet und 189 verwundet, während 5031 tote Soldaten und 33 313 verwundete oder kranke Soldaten, insgesamt 28 671 Tele und Verwundete gezählt wurden. Ter zweite Krieg kostete die Griechen 166 tote und 423 verwundete Offiziere, wahrend 2397 Soldaten sielen und 13 878 verwundet wurden oder erkrankte». Die Gesamtversuste in den beiden Kriegen betrugen an Toten und Verwundeten 50 431 Mann. — Die Zahl der gefangenen Türken belief sich auf 50 348 Mann, darunter 1501 Offiziere, von denen 6 Generäle und I >9 Sanitätsoffiziere waren. Die Zabl der bulgarischen Gefangenen betrug ohne die Komitatschis 4330. Die von den Türken gemacht« Kriegsbeute bestand ans 325 Kanonen jeden Kalibers, 455 Proviant- und Munitions- wagcn, 83 Mitraillentcn. 100 000 Mauser-Martinigelvchre. 46 367 Granaten, 34657 000 Patronen, 89000 Ladungen rauchlosen Pulvers, 600 Faß Pulver, 104 Kachmaschinen, 8 Pumpen, 2 vollständige Ausrüstungen zum Brückenschlnaen, 2 Stationen für drahtlose Telegraphie und 2 Aeroplane. Don den Bulgare» wurden erbeutet: 84 Geschütze jeden Kalibers. 215 Proviant- »nd Mnnitionswagen, 9 Mitrailleusen, 709 Rcputiergewebre, eine Anzahl Mausergcwchre, deren Zahl noch nicht feststeht, 7910 Granaten, 12 Millionen Patronen,
1 Aeroplan, 2 Automobile 7 große Ambulanzzelte. Außerdem siel den Grieck>en auch der Luruszug in die Hände, den der Sultan seinerzeit von der Kaiserin Eugenie zum (beschenk e,halte» hatte, ferner zahlreich« Uniformen und Lebens- mittell
Ab-sfinie«.
:: Ab-ssini«» unter englischem Protektor«». Di« Rachircht von einer Expedition bei enzläschen Regierung nach Abessinien, bl« bezweckt. in Abessinien das englisch« Protektorat zu gewin^ von, erhält allmählich fest- Gestalt, Dt« in Fvagen der auswärtigen Politik gewöhnlich recht gut informierte „Evening News" jagt, daß die Regierung im Monat Mär, bi« Abjr». dur.z einer englisch»» Expedition in das Inner« des Somali. Lanb-r in Erioägunq zieh«, was nult der Entsendmig einer Ex- »editionstarpr «, pirschäggptilcher Truppen r.yS, Ab-isinkn m 9SerfciwW*g sveht.
:: 3-pa»ichr nt^. i„ - ~ Kraasanckeien p
2-^" °» Kornern, di« n» '» politischer V-rgehr J" 1 »e-iiL. «mfeen. werden von a» landrich-u Miiüouaien berichtet, Di« Gchangene» «erden d.
nach boi bitterster Kälte mit kaltem Waffe« begaffen, mit glühendem Eisen gebrannt und solange aufgehängt, bis sie ohnmächtig werden. Diese Tatsachen w:idon durch die Ostasiatische Presse bestätigt, di« augenblicklich eine heslige Kampagne gegen di« japanische Regierung in Korea führt
Kchneejtiirm «nd?knm0ttrr.
Schncrverwehnngkn in Rnßland.
Petersburg, 3, Jan, Ein heftiger Schneesturm, der zwei Tatze und zwei Nächte dauerte, hat den Eisenbalmver kehr im ganzen Reiche lahmgelegt. Auf der Taschkeuler Strecke finfe die Telegraphenleitungcn vollständig zerstört, während auf der Nord-Südbalm zwei nach Warschau gehende Züge im Schnee stecken blieben. Der Schaden, der durch die Verkehrsstockungen verursacht ist, ist sehr groß.
Der Schnee in Spanien.
Madrid, 3, Jan. Die äuerßst heftigen Schneefälle der letzten Tage dauern an. In der Umgebung von Sevilla mußte eine ganze Anzahl von Bergwerken die Arbeit ein- stellen, da die Eingänge zu den Bergwerksgalerien vollkommen versperrt sind. Aehnliche Meldungen kommen ans Barcelona. Der Eisenbahnverkehr in ganz Spanien ist durch die starken Schneefälle sehr in Mitleidenschaft gezogen. Die Züge kommen gar nicht oder mit riesigen Verspätungen an Unwetterschäde» an der Küste.
Stralsnnd, 3. Jan. Allmählig kehren in den von der Sturmflut heimgesuchten Gebieten wieder normale Verhältnisse ein. Der Zugverkehr, Telefon- und Telegrafenleitungen sind zum Teil wieder hergestellt. Der Sachschaden dürfte 2 bis 3 Millionen Mark betragen. Die Fischer und Kleinbauern haben großen Schaden zu verzeichnen. Hilfe ist dringend erforderlich, »nd man hofft von der Regierung, daß sie die nöftgen Uferschutzbauten ausführen läßt.
Ans der Seiinal
* Friedberg, 3. Jan, Für den Kreis Friedberg ist
Oberlehre Dreher in Friedberg als Kreis-Urkundenpsleget ernannt worden. Die Tätigkeit der seitherigen Bczirks- Urkundenpfleger ist mit Erlaß der Bestimmungen über die Urkundenpflege vom 4. August 1913 beendet.
* Friedberg, 3. Jan. Im Eafck Trapp sindet morget Sonntag wieder eines der beliebten Nachmittag- »nb Abend- Konzerte statt.
* Friedberg, 3. Jan. Gestern konnte man auf de« Kaiserstraße zum ersten Male einen Motorschlitten sehen.
* Vilbel, 3. Jan. Ein Dienstmädchen, das in seinem Leben noch keine Schußwaffe in Händen gehabt hatte, schoß gestern mit einem Gewebr auf Sperlinge. Schon der erste Schuß traf, leider aber einen Arbeiter, dem die Schrotladung in den Hinterkopf ging. Das Mädchen wurde zur Anzeige gebracht.
Butzbach, Z. Jan, Di« Versteigerung der Maffengrunfestück« beginnt erst am 9, Januar l. I», Zusammenkunft hierzu vor. mittags 9 ilhr am Ausgang der Stadt auf der Straße nach Rieder-Weisel, woselbst oi»ch di« Berfteigerungsbebinaunge, bekannt gegeben werden.
* Gießen, 3, Jan, Schon wieder tritt die Obnmächtig- keit der Biebertal-Bahn in vollem Glanze ans Tageslicht. In herrlichem lag unser mütterliches Land; einen Tag ha es mw geschneit gber trotzdem versagte schon der Betrieb uns der ganzen Linie. DaS „Biberlieschen" vermochte die geringe Steigung von Stntion Heuchelheim nach dem Windhof nickst zn erschwingen, alle Mitreisenden hatten noch obendrein feen Spott der Zuschauer zu ertragen. Dazu mußten Montag früh alle Arbeiter, die in Gießen beschäftigt find, die Reise aufs Schusters Rappen zuräcklegcn. Wann wird der Ruf nach einer Dollbahn von Gießen nach dem Hinterland berücksichtigt werden?
* Münster bei Lich, 3, Jan. Schweren Schaden bat der Schneesturm an der Bahnstrecke Grünberg—Lich—Butzbach angerichtet. Fast die ganze Tclegraphcnleitnng ist zerstört. Vielfach lagen die Telegraphenstangen über die Geleise. Am Steinbruck, bei Münster geriet sogar ein Eisenbahnzug in Gefahr, denn er fuhr über eine umgestürzte Telegraphcn- stange.
* Aus dem Kreist Büdingen, 3. Jan. Bei den Ersatzwahlen zum Kreistag wurden gewählt: Bezirk 10: Großh. Bürgermeister NoS-Wolf, Bezirk 8: Heinrich Tobias Lehr k.- Altenstädt, Bezirk 5: Großh. Bürgermeister Schmidt-Echzell, Bezirk 9: Großh. Bürgermeister Lchr-Eckartshausen, Bezirk 7: Großh. Bürgermeister Birkenstock-Ranstadt, Bezirk 1: Kaustnann Ludwig Hanner-Büdingen. Höchstbesteuerte: 1. Forstmeister Oe. Weber-Konradsdorf. 2. Großh. Bürger- Meister Wolf-Berstadt, 3. Fürstl. Kammerdirektor l>r. Weimer-Büdingen.
* Benamcs, 3. Jan. Schuhmachermeister Jakob Rehseld leierte gestern mit seiner Gattin das goldene Hochzeitsfest Dem Jubelpaar wurde die Ehejubiläumsmedaille verliehen.
* Rödelheim, 3. Jan. Zwei hiesige Metzgermeister haben eine sogenannte „Fleischzentrale" eröftnet, in der si» Fleisch von vorzüglicher Güte zu sehr billigem Preise verkaufen; u. a. kostet das Pfund besten Schweinefleische" mir 85 Pfennige. Der große Umsatz, den die beiden Meister haben, bringt diesen trotz der niedrigen Preise guten Gewinn,
Hessen Nassau.
* Obrrstedte», 3. Jair. Der Taunus-Sängerbund hält in den Tage» vom 11.—13. Juli dahier einen Gesangsweltstreit ab.
* Anspach i. 3. Jan. Infolge schlechten Geschäfts- ganges haebn die Taunus-Ouarzitwerke ihren Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Bo» den 70 entlassenen Arbeitern konnten die meisten Beschäftigung als Waldarbeiter finden,
* llnterliedcrbach, 3. Jan. Auf eine Gruppe von jungen Leuten und Kindern wurde am Silvesterabend ein Revolver- schuß abgegeben, der den elfjährigen Schulknaben Rebni in de» Oberschenkel traf. Der schwerverletzte Junge musile >»-


