einmal zu tun bekommen. Sünde und Schuld eines Mechche»led»nL wischt man nicht aus wie mrt dem Gchwannn eine Zahl «w der Wandtafel. 1 »14 - Kchlutz!??
Nein I Forlfetznug f«lyt! Wann? Wo? Es ist da wirklich oft wie mit dem schönsten Zeitungsroman ; gerade wenn die Geschichte recht spannend wird, bricht sie ab: Fortsetzung folgt.
Wo du das Menschenleben auch anpackst, es ist immer interessant. Aber wie oft bricht cs plötzlich gerade dort ab, ivo wir noch viel erwarteten. Vielleicht grüßt dich jetzt an der Grenze zweier Jahre so eine liebe Gestalt aus dem Reiche der Schalten, eins deiner Lieben, deren Leben so schnell und plötzlich abgebrochen — und wer weiß, ob du nicht für 1915 vorgcmerkt oder gezeichnet bist, wie der Förster die Bäume zum Fällen zeichnet — nun, und? Fortsetzung folgt.
Wo? Wenn cs nur im Grabe wäre, dann ginge die Sache vielleicht noch; da muß man sich schließlich hineinfinden: Verwesung,Moder, Staub. Aber — kennst du vielleicht die Geschichte von dem reichen Mann und dem armen Lazarus? Da brach das Leben des reichen Mannes ja anch so plötzlich ab. Seine Freunde sagten: Schluß! Vom Himmel her jedoch lautete das Urteil: Fortsetzung folgt. Und nun gicbt uns die Schrift so unverwirrbar ernst die Fortsetzung: „Als er aber in der Hölle und in der Qual war, Hub er seine Augen auf." Und von Lazarus schreibt der Griffel der ewigen Wahrheit: „Er
starb und ward getragen in Abrahams Schoß." So iveit also, wie der Himmel von der Hölle, so verschieden, wie die Seligkeit von der Verdammnis, so verschieden ist die Fortsetzung eines Menschenlebens von dem andern.
Das ist nun das Große und Bedeutsame : Diese Fortsetzung hast du in deiner Hand, jetzt »och im Jahre l6I4. Mache Schluß nüt dein Allen, mit aller Sünde und Schuld ! Heule noch; denn du weißt nicht, ob es heute oder morgen für dich heißt: „Es ist die letzte Stunde." Einmal kommt sic sicher. Du hast die „letzte Stunde", den „Schluß" deines Lebens nicht in deiner Hand, aber — die Fortsetzung. Wo du deine Ewigkeit zubrinqst, das hängt von dir ab; denn Jesus, dein Jesus, hat alles für dich getan. Darum, ich bitte dich, mache Schluß, und lege die Fortsetzung deines Lebens ganz in Jesu Hände:
War ich gelebt, daß decke ju,
Was ich noch Leben soll, regiere Du!
P. Hansel.
- Irnmilliflif.
In sprach Jesu« zu den AwSlfen: „Wolle ihr auch Weggehen?" Joh. 6, 67.
0 1 $ war in dem glorreichen Siegesjahr 1870. > Da wurde in einer der heißen Schlachten
ü ein junger Kavallerieoffizier schwer verwundet. Ein feindlicher Schuß hatte ihm die ganze rechte Hand zerschmettert. Da kommt der Befehl zur Attacke; es gilt, die Schlacht zu halten. „Ich mache mit!" ruft der Pev- wundele. „Das geht nicht, Sie können ja fechten!" entgegnete der Oberst. „Schadet nichts! Das macht die Front breit!" gibt der Offizier zur Antwort. Das war ein ganzer Mann! Die Front breit! Das sollte auch deine Losung sein. Vielleicht daß du nur ein armes, shwaches, einsames Menschenkind bist, verwundet von so manchen scharfen Pfeilen eines entbehrungsvollen Lebens, invalid am auswendigen Menschen, schmcrz- gcprüft und scheinbar so gar nichts mehr nütze in der Welt, und doch kann dich dein Gott noch gebrauchen, wenn du nur willst: „Ich mache
l mit!" Die Front muß breit gemacht werden, breiter, weiter, stärker! Und wenn dn nur wie jene liebe alte, blinde Greisin, die von einer Freundin einmal beklagt wurde, daß sie doch eigentlich schon so recht überflüssig für diese Erde sei, sagen kannst. „Ich habe noch viel zu tun! Ich muß für meine Kinder und Enkelkinder, für meine Familie, für meine Gemeinde, für mein Dorf, für mein Land, für die ganze Welt noch beten!" Das war eine ganze Seele, ob auch am Leibe verwest und ein scheinbarer Ballast in der Well. Werde eine ganze Seele, und du bist etwas geworden zum Preise des lebendigen Christus!
Es gibt im Leben Augenblicke, wo man dem Heiland näher ist als sonst. Das sind immer Entscheidungszeiten. Solche Entscheidungsstunden kommen von Ihm, dem HErrn, der auch um deine Seele wirbt und sie ganz haben möchte. Unser Gott will alles für sich und nur für sich. Er gönnt dem Teufel keine Seele. Diese göttliche Ichsucht ist der stärkste Beweis Seiner unendlichen Liebe, die keine Seele verloren gehen lassen möchte. Freilich, mit Gewalt holt Er keinen, und gewaltsam treibt Er keinen zn sich hin; die Leute, die in Seiner Armee stehen, sind lauter „Freiwillige". Er wendet kein anderes Zwangsmittel an, Seelen zu gewinnen, als den sanften, stillen Zwang Seiner Liebe. Wer sich von ihr nicht bezwingen läßt, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Tort steht der HErr inmitten einer großen Schar, die Ihm nachgefolgt mar. Es waren lauter halbe Seelen. Aber nun kommt die Entscheidungsstunde. Und siehe, einer nach dem andern geht hinter sich und wendet Ihm den Rücken. Er hält keinen zurück. Freiwillige


