' ftn ^leinen, dem der Uebctgang vom Fest- tu ; 1)1 im Traum zu ferner jetzigen trauriqeit Lage so unvermittelt kam, wußte nicht, wie ihm geschah,
„Wo wohnst du ?" fragte der Beamte iveiter, der glaubte, einen Dieb vor sich zu haben.
„Ich tue ja gar nichts," gab der Knabe ängstlich weinend schüchtern zur Antwort,
„Warum gehst btt nicht nach Hause?"
„Ich ivarlc auf meinen Bruder".
„Wo ist er denn?"
„Da drinnen," sprach er, ans eine sich in der Nähe befindende Kneipe deutend.
„Warum gehst du nicht auch hinein itnb leistet ihm Gesellschaft? Drr kannst doch nicht liier sitzen bleiben."
Bitterlich schluchzend, als ivollte ihm das Herz brechen, antivortcte er: „Ich habe meiner
Mutter versprochen, als sie starb, nie an einen XM zu gehen, wo Schnaps ansgeschenkt wird; und mein Bruder hat's ihr auch versprochen, aber er hat sein Versprechen gebrochen und ist dort hineingcgangen."
„Sind deine beiden Eltern toi?"
»Ja!"
„Wer sorgt für dich?"
„Mein Bruder Johann, wenn er nüchtern ist: aber in letzter Zeit ist er immer betrunken."
„Komm mit mir, ich will dir ein Bett ver- schasscn," sagte der Schutzmann, de» Knabe bei der Hand fassend lind ihn die Strasse hinanf- führcnd.
Der Kleine ivollte noch auf Johann warten, aber der Beamte brachte ihn nach der Wache; hier kam er auf eine Pritsche und weinte sich itt den Schlaf. Am andern Morgen schaute er hier heruntergekommene Personen. Furchtsam betrachtete er sie. Plötzlich fesselte ein Mann feine Aufmerksamkeit, der mit den Händen vor dem Gesicht dasaß und ivohl weinte. Es war sein Bruder! Schnell ging er zu ihm, umfaßte ihn, und jeder weinte bitterlich über den Kummer des anderen. Daz war der Wendepunkt int Leben des älteren Bruders; beide bekehrteit sich und tvurden später Missioitare auf den Südseeinseln. —
Hast du es vielleicht auch deiner glätibiqen Mutter, deinem gottesfürchtigen Vater auf dem Sterbebette versprochen, dich zti bekehreit, als sie an der Pforte der Ewigkeit in dich drangen, deine Seele zu retten? Du hast dein Versprechen nicht gehalten, du bist ein Wortbrüchiger angesichts des Todes geworden. Deine liebe Mutter, dein teurer Vater stehen als bleberivinder vor Gottes Thron >tud warten, warten auf die Einlösung deines Versprechens, ivartcn ans dein Kommen zu Jesu! Löse hctite dein Versprechen ein! Komme jetzt, wie du bist, zu Jes»! E M.
Das Eeben ein Zeugnis.
einem öffentlichen Vortrag, bett eilt litt - iiSJf gläubiger Arzt gegen die Bibel hielt, be- hatiptcte dieser, das Leben Jcsn sei nicht „ivahr" erzählt, cs sei eine erfundene Geschichte. Als der Redner seinen Vortrag beendigt hatte, erhob sich eitt eittfachcr Arbeiter uitd bat um Erlaubitis, ihm eine Frage vorzulcgen. „Fraget nur", ivurde ihm gcaittivortct. Der Arbeiter begann: „Vor
30 Jahren ivar ich eine Schande meiner Familie, tntd kein ehrbarer Mensch in der Stadt ivollte etwas mit mir zu tun haben. Oft versuchte ich ei» anderes Leben anzusangen, aber es gelang mir nicht. Der Tcntpcrcnzverein »ahnt sich meiner an, ich unterschrieb, brach aber mein Versprechen so oft, daß ich endlich als unverbesserlich attfgegebcit wtirde. Eines Vergehens wegen kant ich iits Gefängnis; auch dort wurde an mir gearbeitet. tun ntich zu bessern, aber alles ven ebetts. Da half Jestts selber; ich lernte ihit kennen als meinen Retter, er erlöste mich von meinen Banden. Meine Frage ist die: Weitit die Geschichte von Jesus, wie Sie behauptett, itttr ritte Fabel ist, ivic köttncn Sic mir die Tatsache crklärcit, daß dieselbe eilte so völlige Veränderung in mir zustande gebracht ttnd mein verlorcttcs Lebett in ein gcsegitetes umgewandelt und mich so glücklich gemacht hat?" — Der so Gefragte fand nicht, ivas er anlivorten sollte, ttnd der Arbeiter schloß mit den Worten: „Sie mögen fortfahrcn, mein
Herr, zu behaupten, was sie wollen, dennoch bleibt es tvahr : Das Evangelitim ist eine Kraft Gottes, selig ztt macheit alle, die daran glattbcn.
U
Uersammlungsanzeigen
(Versammlungen innerhalb der Landeskirche)
Dellrurs in Gießen.
vereinZhaus. söderstrahe 14.
Sonntag, den 10 Januar, nachm. 3 Uhr:
Die Bereitschaft der Junger Jesu
Referent Herr Pfarrer Wittekind. abends: Evangelisation.
Montag vormittag 9-9V« Uhr: Gebetsvereinigung. 10—12 Uhr: Das prophetische Wort, eingeleitet van
Herrn Pfarrer Knipp. Nachmittags 2—4 Uhr:
Die Bereitschaft der Jünger Jes«
Reserint Herr Pfarrer Wittekind.
Dienstag: Fortsetzung der Themen in derselben Reihenfoge. Pom II. 17. Januar wird Herr Pfarrer Knipp Evange- ilsationsvorträge halten. Mir laden in dieser so großen, .rasten .Uriegszeil ,p> diesen Glnndensnersmnmlnngen ganz besonders ein.


