Sic tranken aber non kein geistlichen Fels, der millalgle, melchee war (i'luilluii.
1. Kor. 10, 4.
Jesus speicht: Mn da kiirltrt, der kämme :n mir utib trinke! Per au mich glaubet, wie die Schrift sagt, ttou des fribr werben Ströme bes tedenbigen iWrrs stiesten.
Joh. 7, 37, 38
Käst bn bich fiir Jesnm entschieben?
♦äjgjroci junge Männer kamen zur Einsicht über ihren grnndvcrderbten Herzenszuftand. Ter Ernst der Ewigkeit trat vor ihre Seele, und sic ivnrdcn von dem schrecklichen Gedanken ergriffen: „Wir gehen verloren, rvenn's so weiter
mit uns geht." Ihre Herzensangst trieb sie zu einem Knechte Gottes. Dort an der Haustür an- gckommen, sagte der eine: „Hör einmal, ivir
können uns auch ändern, ohne dem Prediger ctivas davon zu sagen. Was würden unsere Freunde davon denken, rvcnn sie solches hörten? Komm, wir wollen in aller Stille anfangen, uns zu bessern." „Rein," sagte der andere, „jetzt sind ivir soweit, las; uns nun auch vollends hinein gehen." Dazu aber konnte sich der erste nicht entschließen und noch an der Haustür trennten sie sich. Der eine giirg hinein und bekannte dem Prediger, ivas ihn bewegte, und nicht lange darnach fand er Frieden im Blute des Lammes, und er wurde ein fröhliches, seliges Gotteskind.
Viele Jahre nachher treffen wir auf der Landstraße einen zerlumpten, heruntergekommenen Menschen. Man sieht's ihm an, daß die Sünde ihn zum Lastcrknecht gemacht mrd leiblich und geistig ruiniert hat. Es ist jener blühende Jüngling, der damals an der Schivelle umgekehrt rvar. Sein erivachtes Geivissen hatte ihn nirgends Rnhe finden lassen. Es ivard ihm zu enge in der sonst so trauten Heimat. Im Strudel der Welt suchte er die mahnende Gewissensstimme zu betäuben. Wir finden ihn rvieder als ein Wrack, haltlos, führerlos vom Strudel der Zeit fortgerissen.
Diese wahre Geschichte zeigt dir klar, lieber Leser, rvic groß an Bedeutung die Stunde der Entscheidung sein kann. Bei dem einen Jüngling finden ivir, daß seine Entscheidung für Jesnm seiir ganzes Leben erneuerte. Seine schiverc Sündcn- schuld wurde ihm abgenommcn. und er fand den köstlichen Frieden im Blute des Lammes. Das verlorene und verirrte Schäflein hatte jetzt einen guten mrd treuen Hirten gefunden, und er hatte die herrliche Zuversicht, daß selbst im Tale der Todcsschattcn dieser Führer an seiner Seite sein würde. Er hatte eine herrliche Hoffnung über
den Tod hinaus empfangen, eine selige Gewißheit, daß ein unvergängliches und unbeflecktes Erbe seiner wartete, und seine Füße einst stehen wür- den in den Toren des oberen Jerusalems!
Wie traurig dagegen ist das Bild des anderen Jünglings! Ruhelos, geistig und leiblich ruiniert sieht er einer dunklen Zukunft entgegen. Sein Lebcnsschifflein hat keinen Steuermann und ist der Willkür der Wellen und des Sturmes preis- gegeben. Bald rvird es an den Klippen zerschellen und sein verlorenes Leben ivird ein Ende finden in stacht und Grauen, in ewiger Qual und Verworfenheit. llnd ivem muß er die Schuld geben? Sich selbst allein. Konnte er nicht so glücklich sein ivie der andere Jüngling, wenn er sich da- nrals auch dem Heiland hingegebcu hätte? Aber er hatte die liebevolle Einladung des Geistes Gottes verschmäht und verachtet, mrd nun trug er den schrecklichen Lohn des Ungehorsams davon. Geiviß ist die Barmherzigkeit Gottes groß genrrg, selbst den eleirdesten rrrrd verkommensten Sünder in Seiir Herz zu schließeir, aber wie rveirige komnrerr damr rroch zrrm Vater, wie der verlorene Sohn, und suchen Vergebung mrd Friedeir für ihre vcrloreirc Seele.
Auf ivelchem Wege befiirdest du dich? Wan- delst du auf dem schmaleir Wege, der zum Leben führet, oder bist bn rroch auf der breiten Straße, die zur Verdammiris führt? Erfreust bn dich des köstlichen Friederrs mrd der herrlicheir Ge- meirrschaft des Heilairdes Jesu Christi, oder rrrst du noch ruhelos einer dmrkleir Zukmrft cirtgegerr? Weirde dich zu Jesrr und bekemre Ihm alle deiire Übertretungen, so wird Er dir vcrgebeir mrd dich erguickcir mit Seinem Friedeir. Schiebe cs nicht auf, rvie jener junge Mann, sondern cirtscheide dich heute für Jesum. Sag' Ihm alle deiire Rot mrd gib Ihm deiir ganzes Herz, und du wirst auf ewig glücklich fein.
Eile, rette deine Seele,
Roch ist dir ein Retter baJ Kehre um vom Weg zur Hölle,
Eile hiir nach Golgatha!
Komm zum Heiland, komm noch heute,
Der vor deiircr Türe steht!
Q, daß es rricht einstens heiße:
„Sünder, geh', jetzt ist's zrr spät!"


