Ausgabe 
25.10.1914
 
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bet Techink und der Wissenschaft seine Erfolge mehren. Deutschland blühte aus in nie geahnter Weise. In ver Fürsorge für die Invaliden der Arbeit, für die Alten und Kranken wurde Deutsch­land ein Vorbild. Für die Schulbilduiig uiid technische Ausbildung der Jugend geschah Großes. Krankenhäuser, Schulcii, Hochschulen, Akadeiiiicii wuchsen als Prachtbauten aus der Erde. Die Bahnhöfe und die Rathäuser vcrivandelten sich in großartige Baudcnkniäler. Ein staunenerregender Verkehr entfaltete sich, getrageir voir einer mnster- haft geleiteten Eisenbahn- lind Postverwaltung, gefördert durch weltumspannende Tampferlinieii. In der Ausnutzung der drahtlosen Tclegrahic und in der Eroberung des Reiches der Lüfte nahm Deutschland bcu Vortritt unter den Nationen. Aber ach, inmitten dieses Wachstums an Wohl­stand und Fürsorge in der ganzen Nation, an Lebensansprüchcn, Lebensgenuß der einzelnen ivuchs in Millioncii unserer Volksgenosse» der Un- dank, das Murren, die Feindschaft gegen die beste Regierung, die je ein Volk genoß, Und schliniincr als das: Es wuchs in allen Ständcir und Schichten uirseres Volkes die Gottesleügnung, ja vielerorts das klare, rücksichtslose Antichristentum, die Frech­heit der Sünde, die Goldanbetung, die Zerstörung des Familienlebens, die Lossagnng voii den Ge- boten Gottes nnd von 'Seinem heili< en Worte. Eine beivußte Leugnnng des Begriffes der Sünde, eine Verhärtung der Gewissen griff i»n sich, der­art, daß die schamlosen Sünden Sodoms im deutschen Volke tausendfache Vertreter fanden. Daß Hurerei und Ehebruch Sünde ist, wurde nicht mehr anerkannt. Die Unsittlichkcit machte sich ans offener Straße bei Dag lind bei Nacht breit; nnsere Jiigend verlcriite das Eröten der Scham. Die Zahl der Ehcscheidinigcil verdoppelte sich binnen zehn Jahren. Der erschreckende Rückgang der Gcburteii lieferte den Beiveis, ivie ivcit Selbst- siicht iliid ividernatürlicher Sinnengcililß gestiegen ivar. Diese Zustände erweisen, daß wir unersetz­liche Verluste erlitten auf dem Gebiete der Mutterliebe und Mutterlreiie. Die unzüchtige, schamlose, sinnenreizende Kleidung der Weiber aller Stäiide, die Schaufenster mit halb entkleide­ten iveiblichen Gestalten sprechen dem dciitscheii Empfinden lind aller guteii Sitte Hohn.

Nimm zii diesem allen rioch das moralische Gift, welches eine zpnische, gottlose Bahnhofsliteratur, die Schauerromane, die Tausende der Kinos imb Dingeltangel täglich in das Herz unseres Volkes brachten, so ist es fein Wunder, daß die Zahl der Verbrecher (»nid vor allem der jugendlichen Ver­brecher), der Irrsinnigen nnd der Selbstmörder in riesigen Progressionen ivuchs.

Ties ist der wahre Zustand unseres Volkes, in ivelches nun der geivaltige Ruf Gottes hinein-

tönt: Deutsches Volk, konnne zur Buße I Beuge dich mit dem Bekenntnis deiner Schuld I

Gott scheute, daß es wirklich dazu kommt. Er gebe ein Aufwachen der Gewisse», ein Bekennen der Schuld, einen Lebensentschluß zur Erneue rung. Gott gebe unserem Volke die Kraft, daß ein geivaltigcsWir leiden es nicht mehr!" die sittenlose Kleidung der Weiber, die schamlosen Schaufenster, die goltwidrige Literatur, die zucht­losen Kinovoruellnngen, die Animierkneipen usw. mit einem Schlage verbanne. Dazu hat unser Volk die Macht wenn es will!

Aber damit allein ist uns noch nicht geholfen, llns ist nur geholfen, wenn wir uns in Buße imd Glauben beugen vor Jesus, dem Gekreuzigten, dem Auferstandenen, dem Erhöhten, dem Gegen- lvärtigcn. Denn:Es ist in keinem andern das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet ivcrden müssen," als dieser eine Name: Jesus Christus.

Es handelt sich um die Umkehr zum retten­de» Heiland. Dazu ruft Gott jeden einzelnen dich und »»ich! Er ruft die Altcii »cud die Jun­gen, die Reichen und die Armen, die Eltern und die Kinder. Für jeden einzelne» handelt es sich nin diese Entschließung: Beuge dich mit den: aufrichtigen Bekenntnis vor Jesu, den: Sohne Gottes, dem gegenwärtigen Erretter! Rufe Seine vergebende Gnade an, fasse es im Glauben, das; Er für deine Schuld auf dem Kreuze das gerechte Urteil Gottes trug. Erkenne das geschriebene Wort Gottes, die Bibel, als das, was sie ist: die geoffenbartc göttliche Wahrheit. Lege dein Leben, deinen Willen, dein» Zutuns! in die Hand des Heilandes, der dich liebt niid sucht!

Tann ivird Gottes Gnade ans deinem Leben ein neues machen: Gesegnet lind zum Segen.

Laß dies deinen Tank gegen Gott sein im Blick auf die großen Hilfen nnd Erhörungen, ivelchc Er uns gab. Sicherlich, Gott ist bereit, lmscr Volk mit Strömen der Gnade zu segnen, lvenn es in unserm Volke vielen Ernst ist, umzu­kehren von ihrem bösen Wege. Die Tage sind angebrochen, in welchen es für uns alle gilt: Suchet Jehova, während Er Sich finden läßt; rufet Ihn an, während Er nahe ist. Der Gesetz­lose verlasse seinen Weg und der Mann des Frevels seine Gedanken; und er kehre um zu Jehova, so wird Er Sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn Er ist reich an Vergebung" (Jes.55, 67).

G. v. P ebuhn, lüeueratleutnani j. D.

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