Ausgabe 
18.10.1914
 
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qtcb|t, so schwer. bnf> deine WePanfen wellig damit beschäftigt sind, der Ernst der Ewigkeit so leicht, daß du gar keine Zeit dafür hast. Deine Wage ist falsch.

Gottes Wort ist die Wage der Ewigkeit, welche das wahre Geivicht der Mensche» «nd der Dinge anzeigt. 5iomin, laß uns ehrlich sein gegen uns selbst, >vir ivolleu uns auf Gottes Wage wiege» lassen, damit ivir wissen, woran wir sind.

3rofiinal oder örrimal.

Hiob 33, 29. 30.

s steht geschrieben, daß Gott nicht will des Sünders Tod, sondern daß er sich bekehre und lebe. Er will, daß allen Menschen geholfen werde, und daß sie alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Er möchte Seine Liebes- absichlen mit jedem einzelnen Menschen so gerne, so gerne zur Ausführung bringen.Deswegen klopft er für und für so stark an unsre Herzens­tür." Er möchte unsere Seelezurückholeu aus dem Verderben," in das der Teufel sic durch Be­trug der Sünde hineingestürzt hat.

Weit Er die Menschen je und je geliebt hat, darum läßt Er nichts unversucht, sie zu sich zu ziehen aus lauter Güte.

Was für eine Mühe hat sich Gott mit dem Volke Israel gegeben! Mit welcher Langmut und Geduld hat er die Halsstarrigkeit Seines Volkes getragen ! Immer neue Liebesbeweise hat Er dem Volke gegeben, bald Wasser aus dem Felsen, bald Manna vom Himmel, bald den Schatten der Palmbäume und bald die Wachteln. Aber hat das Volk nun endlich gelernt, sich ver­trauensvoll der Leitung und Führung seines Gottes zu überlassen? Rein, es wollte immer wieder den Irrweg und da wurde es nieder­geschlagen in der Wüste!

Vicht zweimal oder dreimal, nein, viel, viel öfter hat Gott sich um Sein Volk bemüht; aber Seine Liebesmühe war umsonst.

Wie hat sich Jesus gemüht um die Seelen Seines Volkes! Wie treulich ist Er umhergezogen, um allenthalben die frohe Botschaft vom Himmel­reich erschallen zu lassen! Und was war das Resultat ? Ta sitzt er auf dem Oelberg und klagt: Wie oft habe ich deine Kinder versanuneln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel und ihr habt nicht gewollt!

Zweimal oder dreimal kam er zu dem Fei­genbaum Israels und suchte Frucht daran und fand sie nicht.

Und, nun möchte ich mit dir reden, der bu dies Blatt in der Hand hältst. Hat Gott nicht

auch schon in deinem Leben zweimal oder drei­mal angeklopft?

Ueberdenkc nur einmal das Leben, dao hinter dir liegt. Hat nicht Gott in Freude» und Leiden manchmal mit dir geredet? Hat Er nicht immer ivieder an dein Herz angeklopft und um Einlaß gebeten? O, du kannst nicht sagen, du habest cs nicht geivußt.

Sieh, das ivar das eine Rial. Weil die Be­wegung jener Zeit wieder vorüberging, darum klopfte Gott aufs neue bei dir au.

Hat Er dich nicht aufs Krankenlager gelegt? Hat Er dich nicht an ein Grab gestellt? Merk­test du nicht in jenen Tagen der Trauer und der Tränen, daß dein Gott um dich warb, daß Er so ernst mit dir redete, nur, um deine Seele zu­rückzuholen aus dem Verderben?

Siehe, das alles tut Gott zweiiual oder drei­mal vielleicht auch in Seiner Gnade zwanzig- mal oder dreißigmal aber nicht immer.

Laß dich warnen! Es ist Zeit. Gott will deine Seele zurückholen aus dem Verderben. Laß dich retten! Viel Gnade hast du schon vergeblich empfangen. Lange schon hat Gott mit dir Ge­duld gehabt. Zweimal oder dreimal gibt Er dir Zeit zur Entscheidung, zur Unckehr zur Buße.

Bitte, verschieb's nicht länger!

Eile und rette deine Seele und siehe nicht hinter dich!

I'. Modei'si'hn.

Triedc durch Glauben.

enn du das Werk Christi am Kreuze für dich zum Heil ergriffen hast und darauf ruhst, kennst du auch Gott in Christo als deinen Vater, der dir entgegengekommen ist, wie der Vater dem verlorenen Sohn im Gleichnis, und der dich mit Beweisen der Liebe und Gnade überschüttet hat und noch überschüttet. Ja, wer im Lichte Gottes sich selbst in seiner Schuld und Bedürftigkeit erkannt hat, der hat auch Gott kennen gelernt als den Heiland-Gott, der ihm das beste Kleid" angetan und ihn in Seine Gemein­schaft eingesührt hat." Ein solcher sitzt jetzt am Tische des Vaters. Er kennt die Freude des Vaters über seine Umkehr, die sich kund gibt in den Worten:Lasset uns essen und fröhlich sein, denn dieser, mein Sohn, war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren lind ist ge­funden worden."

Rur die ivunderbare Liebe Gottes, die sich in der Dahingabe des eingeborenen Sohnes für uns so völlig geostenbart hat, erklärt uns auch diese Seine Freude über unsere Umkehr und Rettung.