Ausgabe 
27.9.1914
 
Einzelbild herunterladen

zu deinem Frieden dient, aber nun ist es vor deinen Augen verbOrgen." Jerusalem, die Stadl, zu welcher Jesus diese Worte sprach, bedachte nicht, was zu ihrem Frieden gedient, was sie vor der Zerstörungswut der römischen Legioneil be­wahrt hätte.

Herr, gib Augen, die was taugen,

Rtthre meine Äugen an,"

daß ich befrec recht erkenne: meine Sünde und

Deine Gnade, und erlebe, was Räm. 5, Ist. steht! Lesen Sie die Stifte. Gerecht durch Glauben, Frieden mit Gott ^urch Jesum Christum und freien offenen Zug«rg zu aller Gnade, das ist es, was wir brauchen. Deutsche Frauen, der Ernst des Krieges fordert nicht nur Männer, sondern auch Frauen der Kraft und Treue. Stark in Gott, treu im Gebet, hingebeild in der Liebe sind wir das?

Es ist nicht Zeit, ans eigneIch" zu denken Und Kraft vergeudend sich in Sorgen senken.

Wir müssen betend lernen Mauern bauen,

Für unser tapfres Heer nach oben schauen,

Die Hand, die alles lenkt, im Glauben fassen Und betend unserm Gott nicht Ruhe lassen.

Hab' Dank für Sieg, laß, Herr, uns weiter siegen Und gib als Segensfrucht aus diesen Kriegen,

Daß Glaub' und Treue wieder sich vermehren,

Und Deutschlands Volk ein Volk werd Gott zu Ehren.

M. v. O.

3m Jriifi rrplit.

if'lj^\cib r enb des Burenkricges gab die englische Heeresleitung de» Befehl, alle Farmen 4 / y (Gntshöfe oder Bauernhöfe) der Bliren itiederzubreiineii man wollte dadlirch den Widerstand des tapferen Volkes brechen. Die Frauen uiid Kinder aiis den niedergebrannten .pösen wurden in die Gefangenenlager abgeführt. Ein Engländer, ivelcher jene Zeit in Südafrika mit erlebte., erzählte solgeiidcs verbürgte Ereignis: Ein englischer Militärarzt erhielt, da Mangel an Offizieren war, dl Auftrag, mit der ihm zuge- teilten Mannschas. eilte große Farm niederzu- brennen. Der grausame Befehl ivar den, Arzte schmerzlich, jedoch er mußte ihn ausführen. In sener Farn, angckommen, fand er die Hausfrau mit ihien Kindern vor; der Mann mar in, Felde, um gegen die Engländer zu kämpfen. Der Arzt teilte der Burenfrau mil, weshalb er gekommen sei; zugleich gab er ihr zwei Stunden Zeit, um aus ihre», Hanse alles zu retten, was sie retten wollte. Seine Soldaten mußte» helfen, die von der Hausfrau bezeichneten Sachen aus dem Hause zu tragen. Als dies geschehen war, trat die älteste Tochter, welche englisch sprach, zu dem Arzte und bat ihn, auch noch ,hr Har­

monium zu retten, welches ihr als Geschenk eines Freundes werivoll inar. Diese Bitte wurde er­füllt; das Harmonium wurde herausgetragen, und in einiger Entsenning von dem Hause niederge­setzt. Letzteres ivurde nun angezi,ndet. Als die Flammen aufloderten, welche dies Heim einer glücklichen Fannlie vernichteten, öffnete d,e Buren, tochter das Harmonium und begann den 146. Psalm zu singen:Lobe Jehova, meine Seele!

Loben will ich Jehova mein Leben lang, will Psalmen singen meinem Gott, solange ich bin! Glückselig der, dessen Hilfe der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf Jehova seinen Gott ist! Ter Himmel und Erde gemacht hat, das Meer, und alles was in ihnen ist; der Wahrheit hält auf ewig, der Recht schafft den Bedrückten, der Brot gibt den Hungrigen. Jehova löst die Gebundenen!" Die englischen Soldaten standen still mit ab­gezogenen Mützen da, während d,e Familie in i>as Lied des Glaubens einstimmte und die knistern­den, prasselnden Flammen das Loblied begleiteten. Wohl dem Menschen, der bei dem Zusammenbruche seines irdischen Hauses so in Frieden seinen HErrn preisen kann den Gott der Treue, der keinen Fehler macht in Seiner wunderbaren Regierung! Diese Gläubigen konnten von ihrem niederbren- enden Hause dasselbe sagen, was die Schrift von dem sterblichen Leibe sedes wahren Christen ausspricht:Wir wissen, daß, wenn unser irdi­

sches Haus, die Hütte, zerstört wird, wir einen Bau von Gott baben, ein Hans, nicht mit Hän­den gemacht, ein ewiges, in den Himmeln." (2. Kor. 5, 1.) Wer diese Hoffnung ivirklich besitzt, hat ein Besitztum, das iveder Feuer noch Schwert zerstören kann hast du es? Der Glaube dieser Burenfamilie wurde an jenem Tage im Feuer erprobt, und erwies sich als echt! - Wenn eine Truppe zum ersten Riale auf das Schlachtfeld kommt, so erhält sie dieFeuertaufe"; sie wird im Feuer erprobt, sie ist nachher bewährt. So ist es auch mit dem lebendigen Glauben; er wird erprobt, die Gläubigen müssen sich bewähren. Der HErr vergleicht echtes Christentum mit einem Hause, weiches auf Felsen gebaut ist. Matth. 7, 25.) Der Felsen ist Christus; Er ist stark ge­nug, um in Rot, Krankheit. Gefahr, Verarmung und beim Rahen des Todes den in Frieden^ zu beivahren, welcher in Wahrheit glaubend Ihm das ganze Herz gegeben.

Geneiallevtnani von Piebahn.

Rlicke nur!

Ter gesegnete Prediger Spurgeon erzählt seine Bekehrung wie folgt:

Es gefiel Gott, schon in meiner Kindheit mich von der Sünde zu überzeugen. Ich lebte als