Erscheint wöchentlich einmal.
Einzelne Ezemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich Ukllrg Ser SucftdsnÄlung Äks Pilgermission giessen.
Redakteure Stadtmissionar Hcrrmann-Gießen, Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel. Pfarrer Strauß-Leipzig und die Prediger der Pilgermission. Truck von Otto
Nr. 39. Sonntag, dm 27. September 1914. 7. Jahrg.
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1tDirtreten zum Beten... |
1 tDir treten zum Beten por Gott, Den Gerechten, f i €r maltet und haltet ein Itrenges Gericht,
I Cr lässt pon Den Schlechten nicht Die Guten
Knechten, 1
J Sein Name fei gelobt, er pergisst uns nicht. £
J Im Streite zur Seite ist 6ott uns gestanden,
1 Cr wollte, es sollte Das Recht siegreich sein, f J Ua ward, kaum begonnen, Die Schlacht schon |
gewonnen, i
1 Du, Gott, warst ja mit uns, Der Sieg, er ward ¥
Dein. I
ff [Dir loben Dich oben, Du Cenker DerSchlachten, | J UnD sieben: TTTögft stehen uns fernerhin bei, | 1 Dass Deine Gemeinde nicht Opfer Der FeinDe, i | Dein Name sei gelobt, o tjerr, mach uns frei. |
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Pful(d)f friiurn.
tffleben mir liegt der Brief einer Mutter, bereu zwei einzige Söhne ans besonders gefahrvolle Posten kommandiert sind. Ihr Herz zittert unter der bangen Irage: „Wird unser
Glaube durchhalten?" Beim Abschied von den Söhnen haben die Eltern ihnen Psalm 91 als Stab in die Hand gegeben und möchten nun selbst auf diesen Stab sich lehnen, aber das Mutierherz fühlt, da gilt es nun „wegsehen" und „Hinsehen". Weg von all den „gräßlichen Möglichkeiten", hin auf Ihn, der alle diese Möglichkeiten in seiner allmächtigen Hand hält. — Gotteskinder, wollen Sie auch zu den Heldinnen gehören, die Glauben halten? So nähren Sie nicht den Unglauben durch Phantasien der Sorge, nicht durch Unter- lialtungeu über Kriegsschrecknisse mit Ungläu- bigen. Es kam eine Tarne zu mir, die hatte allen Mut verloren durch die Mutlosigkeit einer anderen Tarne. Reden Sie viel mit Gott, und nicht zuviel mit Menschen Wir sollen nicht nur im Glauben unser eigenes und die Herzen anderer stillen und stärken, wir sollen auch mit kämpfen und mit siegen, wie Moses, der kein Schwert erhob und doch die Schlacht wider Amelek entschied dadurch, daß er im Gebet blieb auf des Berges Spihe. Aaron und Hur aber siegten mit ihm, indem sie den Beter stärkten. Solange Moses betete, siegte Israel, tuid wurden seine Gebetsarme müde, dann siegte Amalek. Sie aber, die Sie den Weg zum Herzen und Thron Gottes noch nicht gefunden haben, die Sie bisher mit und für die Welt und noch nicht mit und für Gott lebten, hören Sie durch den Ernst der Zeit hindurch den Ruf der Liebe Gottes, die Stimme des Heilandes: „Ach, wenn du es wüßtest, du
würdest auch bedenken ztt dieser deiner Zeit, was


