rung unseres Volkes. Da brechen bessere Ideen, ! Ideale hervor und überwinden niedere Ziele und S Triebe. Welche herrlichen Worte vom Throne - herab, in der Presse, im Parlament; sogar die j Sozialdemokratie hat sich entsprechend verhallen. Das vorbildliche Verhalten des teuren Kaisers in der Überwindung der bittersten Feindschaft und der empfindlichsten Angriffe auf seine Person und Dynastie ist erhebend, ja, sein freundliches, herzliches Entgegenkommen und Anerbieten zum Handschlag der Versöhnung, wie groß xsl das! Darum Beugung vor dem großen Gott, und Bitte zu denx guten Gott, und Mut und Zuversicht zu Ihm, der nur unseres Volkes Heil und Segen will für Zeit und Ewigkeit, durch die so schwere Prüfung dieser Zeit!
Jnsp. Mandel-Neukirchen.
W Zeit ill ernst.
f ix den letzten Jahren haben wir sehr oft von EisenbahnunglückeiyGrubenerplosionen, Erd- besien xnid dergleichen gehört. Wenn wir die Berichte lasen, die uns nähere Einzelheiten über die Katastrophe brachten, wenn wir von den Leiden der bei dein ünfall Verwundeten hörten, oder an die Verzweiflung der Verschütteten, lebendig Begrabenen dachten, dann erfaßte uns Grausen, und unseren Lippen entströmten Ausdrücke tiefsten Mitgefühls, nicht nur im Blick auf die armen Opfer selbst, sondern auch auf die in trostlosem Schmerz und oft genug auch in größter Not Hinterbliebenen Angehörigen.
Wer sollte solchem Jammer gegenüber gefühllos bleiben?
ünd doch gibt cs noch ein anderes Elend, weit größer, als dieses, ein Elend, das täglich geschaut werden kann, dem aber verhältnismäßig nur wenig Beachtung geschenkt wird. Ich denke an die zahllose Menge von Männern und Frauen, Jünglingen und Jungfrauen, welche von Gottes Erde dahinschwinden, seufzend unter Krankheit und Elend, den schrecklichen Folgen der Sünde. Sie eilen dahin, so schnell sie die Zeit zu tragen vermag, ohne Gott und ohne Christum, ohne ihre Sünden zu bereuen und dem Evangelium zu glauben; sic eilen dahin, dem Nichterstuhl des heiligen Gottes entgegen, hin zu dem „verzehrenden Feuer", zu dem „Weinen und dem Zähneknirschen". Unaufhaltsam, ohne Unterbrechung xvälzt sich der Strom dahin. Keine Minute verrinnt, in welcher nicht unsterbliche Seelen in die Ewigkeit hinübergehen!
Auf dem Wege zur Ewigkeit weist sii mancher jede Mahnung an die Gefahr zurück und will dem kommenden Zorn Gottes nicht entfliehen.
Von deni auf Golgatha vollbrachxen Werk des Sohnes Gottes will der Mensch nichts hören.
Aber es ist und bleibt wahr: „Gott läßt
sich nicht spotten; was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten." (Gal. li, 7). Gott ist überaus langmütig, aber Er vergißt keine der wider Ihn begangenen Sünden. Die Zeit verrinnt. Plötzlich kann das übermütige Lachen sich wandeln in das Wehgeschrei ewigen Verderbens! Unerwartet schnell können an die Stelle von Vergnügen und Lust nie endende Oualen und bittere Verzweiflung treten! Nur ein Schritt liegt ja zwischen uns und dem Tode.
Wie steht es um dich? Bist du errettet?
O. D.
f.Min iirfr Mr nritrraflirn?
twa 30 Kilometer von der Stadt Ne- apel entfernt liegt der Vesuv, der feuerspeiende Berg, an dessen Fuße im Jahre 79 nach der Geburt des HErrn die beiden blühenden großen Städte Prompeji und Herculanunx mit ihren Bewohnern durch einen glühenden Aschenregen verschüttet wurden. Der Vesuv hatte dann jahrhundertelange Ruhezeiten; einmal dauerte diese Pause zwischen den Ausbrüchen sogar 500 Jahre ,1139 — 1031). Damals glaubten viele, der Vesuv sei ein erloschener Vulkan. Der Berg hatte sich mit einem üppigen Walde bedeckt, selbst im Krater >tand ein prächtiger Hain von Eichen und Eschen. Alles sprach von Frieden und Ruhe. Da plötzlich, am 15. Dezember 1631, öffnete der Berg voll grimmiger Wut seinen Schlund. Ein glühender Aschen- und Feuerrege», begleitet von einem allmählich zunehmenden Erdbeben, bedeckte und verdeckte und verbrannte 40 Kilometer weit das östlich angrenzende Gebiet; etwa 4000 Menschen und viele Ortschaften fanden dabei ihren Untergang Es folgte seitdem durchschnittlich alle zehn Jahre ein Ausbruch.
Einer der heftigsten war der inx April 1906. Schon aus weiter Ferne sah man über dem Berge eine gewaltige Rauchsäule in graue» und gelben Farben weit über 1000 Meter hoch sich erheben. Oben breiteten sich diese gewaltigen Rauchmassen aus, nahmen die Form einer riesigen Keule an, aus iveleher heiße, graue Asche herniederregnete, die wie schmutziger Schnee aussah. Diese Asche siel aber nicht wie der Regen, sondern sie wurde haufenweise aus der Höhe herabgeschüttet, und wohin sie siel, versengte nnd.verheerte sie die blühende Landschaft. Zugleich brachen brennende Gase, riesige Flammen mit Gewalt hervor, schleuderten Tausende von glühenden Steinen, kleine und große,


