Ausgabe 
20.9.1914
 
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t)od) in die Luft hinaus. Zeitweise stieg eine mächtige Feuersäule ans dem Krater empor, zu­gleich floß ein zweihundert Meter breiter glühen­der Strom vom Krater ins Tat hinab; er bestand aus einer dickflüssigen, glühenden Steinmasse j!r!ava genannt), »nt mächtigen Blöcken durchsetzt. Weiter unten teilte sich dieser sieben Nieter liefe Strom in mehrere Arme; was er erreichte oder un,spannte, Häuser, Wälder, Felder oder Wein­berge, ward vernichtet. Es ist also Wahrheit - nicht schöne, dichterische Worte, wenn in der Bibel geschrieben siebt:Berge zerschmelzen vor Jehova, vor dem HErrn der ganzen Erde" (Ps. 97, 5). Tie klugen Menschen des 20. Jahrhunderts ver­stummen vor der Sprache Gottes, welcher das in, Inneren der ganzen Erde wallende Feuer so plötz­lich hervorbrechen läßt. Da steht der Mensch in seiner Ohnmacht, und alle Werke seiner Hände sieht er in ihrer Vergänglichkeit.

Wie damals an, Vesuv die Feuergluleu plötz­lich den lachende» Frühling durchbrachen, alles mit Tod und Verderben deckend, so wird ein Tag kommen, an welchen, diese Erde untergeht. Gott läßt die Menschen in den Erdbeben und Vulkan­ausbrüchen etwas davon erblicken, wie plötzlich das Verderben über diese Erde hereinbrechen kann. Im Worte Gottes steht:Es wird aber der

Tag des HErrn kommen wie ein Dieb, an welchem die Himmel vergehen werden mit gewaltigem Ge­räusch, die Elemente aber im Brande werden auf­gelöst und die Erde und die Werke auf ihr ver­brannt werden" ,2. Petri 3, 10). Dreizehumal haben die Sternkundigen im Laufe der Jahrhun­derte beobachtet, wie ein Stern plötzlich ,n unge- wohntem Glanze aufloderte, dann verblaßte und verschwand. Da ist eine Welt im Feuer unler- gegangen. Welch eine Bestätigung des göttlichen Wortes! Es ist bemerkenswert, ivie oft und ein­dringlich Gott zu dem Geschlecht unsrer Tage redet. Er redet nicht nur durch die Stimme des Gewissens, nicht nur durch die Werke der Schöp­fung, sondern auch durch die erschütternden Natur­erscheinungen der gegenwärtigen Zeit. Er erinnert die Völker der Erde daran, daß sie über einer Glut von unermeßliche», Feuer wohnen, nur durch eine dünne Erdschicht davon getrennt. Uber dieser Glut, die jeden Augenblick Hervor­brechen kann, wie dort am Vesuv geschehen, wohnen, arbeiten, ringen und erwerben wir, feiern unsre Hochzeiten und Begräbnisse, nicht wissend, wie oft noch Sommer und Winter, Saal und Ernte folgen werden.

Es ist dieser Erde und Menschheit das gött­liche Zorngericht über die Sünde feierlich ange­sagt, der Tag ist schon bestimmt. Paulus sagte zu den Weisen von Athen, welche sich ebenso klug dünkten wie das Geschlecht unsrer Tage:Nach- dem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit über­

sehen hat, gebietet Er jetzt de» Mensche», daß sie alle allenthalben Buße tu» sollen, weil Er einen Tag gesetzt, an welchem Er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Man»«, den Er bestimmt hat und >,at allen den Beweis davon gegeben, inden. Er Ihn auferweckt aus den Toten" (Apg. 17, 30- 31). Dieser eine Mann ist Christus, der Sohn Gottes; Er kan, aus den Himmeln aus die Erde, nichtdaß Er die Welt richte, sondern auf daß die Welt durch ihn errettet werde" (Joh. 3, 17). Er, der ewige Gott, der Schöpfer aller Dinge, erniedrigte sich, um ein Mensch und unser Bürge zu werden. Er nahm das Gericht der schuldigen Sünder auf Sein schuldloses Haupt, damitjeder, der au Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewcges Leben habe" (Joh. 3, 15). Er wird aber an jenem Tage als der heilige Richter denen allen das ge­rechte Urteil sprechen, welche Seine Liebe und Sein Opfer von sich stießen. Dieser Tag des Gerichtes eilt herbei für alle Menschen, auch für dich. Sei es, daß der Tod dich plötzlich ergreife, um dich hinzustellen vor das Angesicht Gottes, sei es, daß in der Zeit deines Erdenlebens die göttlichen Gerichte über diese Sünderwelt herein­brechen, deren Vorboten wir erleben.

Du hast natürlich, ivie alle Menschen, deine Pläne und Wünsche für das vor dir liegende Leben. Gott lasse es dir gelingen! Aber laß mich fragen, wenn es di, mißlingt, wenn es Gott gefalle» sollte, dir zu nehmen, worauf du dich verließest und worauf du rechnetest hast du dann noch etwas, was dir bleibt?

Generalleutnant von Viebahn.

Im Hnaesicbt des Codes.

Fa »re, ein Wanderprediger des Eüi Unglaubens, hielt in einer französischen Uni­versitätsstadt einen Vortrag über:Zwölf Beiveise, daß es keine» Gott gibt." Am Schluß erhob sich ein Mann lind n,achte die Bemerkung:Mein

Herr, lassen Sie mich eine Tatsache erwähne», die Sie nicht leugnen können. Im Angesicht des Todes sehen sich viele Freidenker gezwungen, zu bekennen, daß es doch einen Gott gibt, und Ihn um Gnade anzuflehen, obgleich sie Ihn in, Leben geleugnet hatten. Wer kann behaupten, daß es Ihnen in Ihrer letzten Stunde nicht ebenso gehen wird?" Zum allgemeinen Erstaunen antwortete Faure:Ich halte das nicht für völlig unmög­

lich." Das ist dieGewißheit" des Unglaubens.