meine Weisheit verblieb mir. Und was, irgend meine Augen begehrten, entzog ich ihnen nicht; ich versagte meinem Herzen keine Freude. . . . Und siehe, das alles war eitel und ein Haschen nach Wind; und es gibt keinen Gewinn! unter der Sonne." tPred. I n. 2.)
Aber glücklich ist, wer Frieden mit Gott hat. Unser HErr nnd Heiland Jesus Christus, Er ist der einzige Weg zum Frieden, zum wahren Glücke, zu Gott! Er ist es, der „Frieden gemacht hat durch fein Blut." Cr starb am Fluchholze für den Sünder. Er bengte sein schuldloses Haupt nnter die vernichtenden Schläge der göttlichen Gerechtigkeit. Er rief in der tiefsten Not Seiner Seele: „Mein Gott, mein Gott! Warum hast Du mich verlassen?" lind warnm das alles? lim meiner und deiner Sünde willen, ja, weil Er freiwillig den Platz des Sünders im Gericht einnahm und den Zorn des gerechten Gottes wider die Sünde trug, iKol. 1 , 20 .) — Jetzt bietet Gott dem Sünder, der sich bußfertig Ihm naht, Vergebung und ewiges Leben als unverdiente Gabe an. Er ladet ihn ein mit den Worten: „Komm, es ist alles bereit!" lind wer dieser Ein- ladung folgt, wer mit seiner Schnld 51t Jesu kommt, an Ihn glaubt, der ist gerecht. Er ist durch das kostbare Blut Christi von aller Schuld und Sünde gereinigt und besitzt den wahren Grund für zeitliches und ewiges Glück. Auch du, mein > Leser, mußt jetzt, in dieser Gnadenzeil, so wie du bist, zu Gott dich wenden; sonst verwandelt sich der Schmerz und das Sehnen dieser Zeit in die Qual der Ewigkeit. Nur in dem Glauben an Jesnm, den Gekreuzigten und Auferstandenen, ist Heil, Frieden und Ruhe, wahres Glück in Zeit und Ewigkeit zu finden. Darum komm zu Jesu!
O. D.
Umkehr.
♦lf^cfeljninfl ist Umkehr. Eine llmkehr hat aber zwei Stücke. Es ist erstens eine A b - kehr und zweitens eine Hinkehr. Viele begnügen sich mit der Abkehr. Sie tun dies nicht mehr und das nicht mehr — und dann meinen sie, sie wären bekehrt. Die Sünde ist ihnen leid geworden. Sie haben eingesehen, daß sie sich damit Schaden tu», sie haben and) eingesehen, daß sie verloren gehen. llnd da haben sie eine» Widerwillen vor dem alten Sündenleben bekommen. Das ist etwas Gutes, das ist von Gott. Aber die Schrift sagt: „Zerreißet eure Herzen
und nicht eure Kleider!" Es kommt nicht aus das Ablegen oder auf das Tun von Äußerlichkeiten an, sondern ans eine gründliche Erneue rung des Herzens. Darum sagt Foel: „Zerreißet eure Herzen nnb nicht eure Kleider, und bekehret euch zum HErrn."
Das ist es, worauf es airkommt, daß man sich bekehrt zum HErrn. Alan darf nicht stehen bleiben auf halbem Wege. Es ist nicht genug, wenn man sich zur Enthaltsamkeit oder zur Mäßigkeit oder zur Kirchlichkeit oder zur.Frömmigkeit oder zum Prediger—was auch nicht gerade selten vorkomml — bekehrt. Alle, die sich so bekehren, bekehren sich nicht recht. Man „ruß sich bekehren |um HErrn.
Vorher hat inan ohne den HErrn gelebt, nun soll ein Leben mit dem HErrn anfaugen. Vorher ist man den Weg gegangen, den man sich selber aussnchte und wählte, jetzt geht man den Weg, den Jesus führt. Vorher hat man selbst alle Fragen entschieden, jetzt fragt man in allen Dingen den HErrn um Rat. Vorher hat man ein Leben in der Sünde geführt. Jetzt lebt man in der Gnade. E. M.
Ich ivar so matt lind schuldbewußt.
Do rief mir Jeslis 511:
Komm, lege hier an meiner Brust Dein müdes Haupt zur R»h!
Ich ging zil Jesu, wie ich war,
Verarmt, gequält von Schmerz;
Er gab mir Ruhe wunderbar Ins ruhelose Herz.
llnd wieder rief mir Jesli Wort:
Komm, trinke glanbensvoll Lebendig Wasser, und hinfort Dich nimmer dürsten soll!
Ich kam zu Jesu und ich trank Am Lebeusstrom mich satt, llnd meine Seele, todeskrank,
In ihm nun Ruhe hat.
O»
(Onlli'ölrlirii nitii flkillfjiuuiitirl.
Gal. 5,
Geistesleben! Geistesberr- schasl! Geistesleitung! Geisteskraft! Gei- steswandel und Geisteszucht! Wie klingen diese Worte unverstanden über so manche Kopfe hinweg. Rode von Gott, alsbald tritt vor die Seelen der Zuhörer das Bild dessen, der alles erschaffen hat und es auch erhält. Sage ihnen von Fesns Christus, so denke» sie an den gekreuzigten -Dulder und anferstandenen Sieger. Sprichst du aber von dem Heiligen Geist, Seinem Wirken und Seiner Leitung, so gewahrst du rings um dich verlegene Gesichter; man versteht nicht, was du meinst. Tie herrliche Zeit, in welcher es gewaltig vom Himmel brauste als eines daherfahrenden großen Windes liegt für sie weit zurück


