Lichtes und des Friedens erleben, wenn du glaubend zu dem Sohne Gottes kommst. Er sagt: „Ich bin die Tür; wenn jemand b u r cf) M i ch eingeht, s o w i r d e r e r r e 1 t e t iv e r d e n und wird ein- und ausgehen und Weide find en."
Generalleutnant von Viebahn.
Irrtum.
rren ist menschlich" hört man oft sagen. Ja die Menschen irren, nur ist cs die Frage, ivie und ivo man irrt, um welchen Preis mau irrt. Ein Reisender hat sich in bezug auf die Abgangszeit seines Zuges geirrt. Ein Bauunternehmer hat den Bau eines Hauses über- uommeu und hat sich in der Kalkulation geirrt.
Ein Arzt gibt dem Patienten eine falsche Medizin, weil er sich bei Feststellung der Diagnose geirrt hat. Ein König geht furchtlos in einen Krieg, aber er hat sich überschätzt oder seinen Gegner unterschätzt.
Wie schwierige Folgen alles „Irren" auch haben mag, so gibt es doch einen Irrtum, der iveit verhängnisvoller ist. Das ist der Irrtum um die eigene Seele.
Unter diesen Unglückseligen, die sich auf immer um den Preis ihrer Seelen geirrt, sind Tausende, welche ein Fortlebeu nach dem Tode, Himmel und Hölle, ja selbst das Dasein Gottes frech geleugnet hatten! Gottes Wort, das uns sagt: „Es ist den Menschen gesetzt, ein
mal zu sterben, danach aber d as Geri cht",
verlachten sie als eitles Geschwätz. Ihre Worte waren hieuiedeu: „Geld, Geld!" „Lasset uns essen und trinken, morgen sind wir tot!" Aber ach, ihrem kurzen Leben folgte ein schreckliches Erwachen, ewiges Verderben, hinweg vom Angesicht des HErru und von Seiner Herrlichkeit. Sie gehen dahin, „wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt." Sie hatten sich um den Preis ihrer Seelen geirrt.
Da sind ferner Tausende unter diesen Verlorenen, welche zwar nicht das Dasein Gottes geleugnet hatten, wohl aber Sein Wort von der Notwendigkeit der Buße zu Gott und der Rettung durch Jesum. Ihre Losung war: „Tue recht und scheue niemand!" Hiermit glauben sie, vor Gott bestehen zu können. Nun aber müssen sie erkennen, daß sic unzählige Male im Leben nicht recht getan hatten; und daß Christi Wort: „Ich bi u der W e g, d i c W a h r h e i t unddas Leben, niemand kommt zum Vater als durch Mich," nur die lautere Wahrheit war. Sie haben aber Christum und Sein großes Heil
verschmäht. Wie wollen sie nun entfliehen? Sie haben nichts zu erwarten, als „das Gericht, den Feuereifer Gottes, der die Widersacher verzehren wird." „Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!" Auch sie irrten um den Preis ihrer Seelen.
Ebenso werden im Gericht sein andere Tausende, welche zivar sowohl Gottes Dasein, als auch Sein Wort anerkannten, aber „nur eine Form der Gottseligkeit hatten und ihre Kraft vcrleugneten", die eine Lampe hatten ohne Ol; die „den Namen hatten, daß sic lebten, aber sie waren tot". Wohl kannten sie das Wort des HErrn: „Es sei denn, daß jemand von
neuem geboren worden, so kann er das Reich Gottes nicht scheu" (Joh. 3, 5), und jenes andere Wort: „Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht Sein." (Röni. 8, 9.) Aber sie glaubten schon iviedcrgcboren zu sein, weil sic getauft waren, und zum heiligen Abendmahl gingen, ohne aber innerlich durch Gottes Wort und Geist erneuert und Gottes Kinder geworden zu sein. Doch sie irrten um den Preis ihrer Seelen. Nun stehen sie vor Gott „ohne hochzeitliches Kleid" und hören die Worte: „Wie bist du hier hereingckommcn?"
Diese alle irrten um den Preis ihrer Seelen. Welch ei» Irrtum, ja, welch ein Verlust! Es ist nun für sie auf immer und ewig zu spät, ihren Irrtum gut zu machen. —
Du, lieber Leser, bist noch auf dem Wege zur Ewigkeit, bist noch in der Gnadenzeit. Du kannst noch errettet werden, und wenn du bis jetzt nicht als schuldbeladener Sünder aus heilsverlangendem Herzen Jesum Christum als deinen Heiland angerufen, wenn du doch nicht im Vertrauen auf Jesu Christi kostbares Blut bei Gott Vergebung und Frieden gesucht und gefunden hast, so tue es gleich heute! Ja, laß dich bitten und warnen; eile, errette deine Seele! Verachte nicht Gottes warnende Stimme und Liebe! Siehe, Gott war es ernst um dein Heil: Er gab Seinen Sohn für dich in den bittern Tod und Gericht. Auch Jesus Christus war es ernst um deine Seligkeit: Er vergoß Sein teures Blut für dich. Und'Gottes Geist bittet dich nun in gleichem Ernste : „Laß dich versöhnen mit Go t t!"
Bedenke, daß dir der Tod alle Augenblicke naher aas den teib kommt, das; du das Lndurteil und den Ausspruch des ewigen Gerichts unfehlbar angehören mußt, und daß dll, vor dasselbe gefordert zu weiden, keine Minute sicher bist.


