Ls brennt.
strich so qern Zündhölzchen an. Er dachte dabei an keine Gefahr. Wohl hatte die Mutter, wenn sic cs einmal sah, dein Jungen einen strengen Verweis gegeben lind oft gesagt: „Du wirst noch mal großen Schaden dabei nehmen." Aber Max hatte über die Ängstlichkeit der Mlitter gelacht; er freute sich so, wenn die Flamme hell aufleuchtete. Anch hent abend hatte Max, als er schon im Bett lag, noch einmal ein Streichhölzchen angezündet; er hatte sich gefreut, ivie die Funken nach allen Seilen spritzten. Dann hatte er sein Licht gelöscht und war bald fest eingcschlafen. Aber jetzt — da knistert es tun ihn her; er reißt erschreckt die Augen auf, es ist so hell um ihn hertim, lodernde Flammen uiu- gcbcn seinen Kopf. Ta schreit Max nach der Mlitter — und da eilt sie anch schoir herbei, und mit ihr die älteste Schivestcr, um Max zll retten. Sic reißt das Kind aus den brenenden Kissen, sic bringt es rasch in Sicherheit und eilt dann, die weiter um sich grcifendeit Flantiiten zr> ersticken. Bald ist die furchtbare Gefahr beseitigt, Gott sei es gedankt!
Auch wir sind in Gefahr, ivcnn ivir aus das inahncndc Wort Gottes ,licht hören. Alich llils kann eine Flamillc verzehren, ivciln ivir uns nicht retten lassen. Diese Flamnlc ist die Sünde.
Sic briilgt liils ewigen Tod, weil» ivir nicht heralisgcrettet iverdeil. Spiele nicht mit der Sünde! Dcilkc ilicht, ivenn einer dich warnt: „Der ist zll äilgstlich — warum soll ich ilicht tun, was mir Freude machtNein, fliehe die Lüste der Jugeild, fliehe den schlechtcil Verkehr, fliehe die schlechten Bilder, die dir Herz l»ld Phantasie bcschinlltzen, fliehe sie — sonst verderben sie dich!
Oder breililt die Flamme dieser Sünde schon in beinern Herzen und Nebelt ? Dann wisse: Je- slls kann und will dich hcrallsreißcil ans dieser Flamme, Er ivill dich retten ans dieser Gefahr. Schreie nur zu Ihm, rufe nach Ihm, Er hört dich, Er rettet dich.
Wache allf, erkenne die Gefahr, in der bn bist — laß dich retteil! J v. li.
Die Bibel und die neuapostolischen-
s ist merkwürdig, daß trotz aller Warnungen immer noch viele aufrichtige Kinder Gottes den nicht biblischen Lehren (Sekten) zum Opfer fallen — meist Menschenkinder, die einen kindlichen Glauben gehabt haben. Die Schuld ist vor allein darin zu suchen, daß solche Leute sich vor allem daran genügen lassen, daß sie von anderen öffentlich als „Christen"' anerkannt werden. Viele vergessen die ernsten Worte Jesu, die er am Ende seiner leibliche» Wirksamkeit auf Erden an seine Jünger richtete: „Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet: den» der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach." (Matth. 20, 41). Alle gefallenen Gotteskinder haben dies Wort nicht genug beachtet. Gerade in die Ge
meinde Jesu Christi schickt Satan seine Leute als reißende Wölfe unter Schafskleidern.
Für eine der viescn falschen Seklen möchte ich die Aufmerksamkeit der lieben Leser dieses Blattes erbitten — für die Neuopostolischen oder Neuirvinginner und ihre Lehre als unbiblisch erweisen.
Dem Schreiber dieser Zeilen war Gelegenheit gegeben, sich mit dieser fürchterlichen falschen Lehre auscinanderzu» setzen.
Die Neuapostolische» haben sich von den Altapostolischen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts abgezweigt, dessen Gründer, ein Engländer, sich als „Apostel" erklärte und großen Anhang fand. Als er starb, mußte die Lehre zugrundegehen, wenn nicht das Fehlen des ersten Apostels korrigiert wurde. Es wurde ein Mann immens Krebs zum Stammapostel erklärt, der noch weitere zwölf andere Apostel ernannte. Seine Anhänger nannten sich „Neuapostolische." Nach dem Tode des Vater Krebs wurde dessen Nachfolger der jetztlebende Stammapostel Niehaus in Westfalen. — Tie Lehre der Neuapostolischen ist folgende: „Der Tod der ersten 12 Apostel Christi war ein Sonnenuntergang; in der Welt herrschte Kälte und Finsternis und Unfruchtbarkeit. Tie Pfarrer der Landeskirche sind bloße Geschäftsleute und Staatsbeamte, die das Wort Gottes kaufen und auf den Kanzeln verkaufen" — Und doch lesen wir in dem Büchlein: „Allgemeine interne Hausrcgcln nebst Glaubensbe
kenntnis für die Neuapostolische Gemeinde"*) folgendes: „Die Alitgliedcr fühlen sich im Glauben moralisch verpflichtet, freiwillige Beiträge in die im Kirchensaal stehende Opferbüchse für den Dienst und die sonstigen Bedürfnisse des ganzen Werkes zu bringen. Die eingehende» Beiträge in ber Opferbüchse werden einzig dem Apostel zu Füßen gelegt, welcher damit für das geschäftliche Wohl zu sorgen hat. § 6, Seite 7." — Ich hörte in einer nicht öffentlichen- Versammlung, ein „Aposteldienst", folgendes vom „Apostel" selbst beten, während er seine Hände majestätisch auf die leere Büchse legte: „Herr, nun segne du diese Büchse. Erfülle alle durch den Geist des Apostels, daß, wer Gaben hineinlegt, gesegnet werde. Und wer viel hineinlegt, soll auch viel gesegnet werden, wer dagegen wenig gibt, soll wenig vom Segen mitnehmen." — In dem erwähnten Büchlein sind allein vier lange Paragraphen über Geld- und Kassenangelegenheiten, und dabei sind die Neuaposto- lischen diejenigen, die die Pfarrer der Landeskirche als Käufer und Verkäufer darstelleu. Welch ein Widerspruch i» sich selbst! Die Neuapostolischen behaupte» weiter: „Es gefiel Gott im 20. Jahrhundert, plötzlich das Apvstel- amt wieder zu erwecke». Wer selig werden will, kann es nur durch diese Apostel werden, da er durch ihre Vermittelung den heiligenGeist („Versiegelung") empfängt. — Auch die früher Entschlafenen können durch die Fürbitte des Na- menapvstels noch im Totenreich versiegelt werden. In ihm offenbart sich der Wille Gottes. Die Bibel ist unnötig zu lesen. Wir haben ja den lebenden Apostel bei uns. Die Bibel ist ein Notbehelf für Paulus gewesen, der damals nicht überall hingehen konnre, er mußte deshalb Briefe schreiben. Bei der guten Bahnverbindung brauchen wir die Bibel nicht." I» der „Keuapostolischen Rundschau vom 29. Mai 1914 Nr. 21" schreibt einer ihrer Apostel: Wir
Neuapostolischen brauchen ein lebendiges Wort Gottes, und zwar nicht, wie es in der Bibel steht, sondern wie es für unsere Zeit paßt. Die stückweise Erkenntnis des Paulus und seiner Zeit kann nicht als Form und Norm unserer Zeit hingestellt werden. Denn auf allen Gebieten der Wissenschaft sind ungeheure Forschritte gemacht worden, und im Glauben und in der Erkenntnis sollten wir stehen bleiben auf dem Standpunkt der Fischer vor 90 Jahren?"
Sind die Worte nicht ein Beweis dafür, daß die Neuapostolischen die Bibel vollständig verwerfen? Sie sagen aber
*) Verfasser hat daS Büchlein in der Hand gehabt; sonst ist eS den Mitgliedern verboten, es in anderer Hände zu bringen.


