Ausgabe 
15.2.1914
 
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Wilhelm los. - BraD gemacht, Wilhelm, das roar eine Heldentat! Der .,freund!" sendet eine Flut von Spott= und Schmähreden hinter ihm her. Dann geht er ins Wirtshaus hinein m.d gibt die 6eschichte vom verrückten Wilhelm zum Besten. Lin schallendes Lelächter ist die Rntwort. ..Herr Wirt, noch ein 6Iäschen!" tont es im Kreise. OB aBer doch nicht mancher im Stillen gedacht hat: hch. wenn ich doch auch so lväre mie der Wilhelm!?

was war denn mit deck Wilhelm geschehen? Lines RBends war er wie gewöhnlich schwan­kenden Schrittes aus der Kneipe heimgegangen. Da sah ihn ein junger Mann, einer von den Frommen". Dieser kannte Wilhelm, und es tat ihm weh, ihn so ins DerderBen rennen zu sehen. So trat er auf ihn zu und. während er ihn heimgeleitete, redete erlernst mit ihm. was Wilhelm da hörte, hatte er sich in stillen Stundcn schon selBst gesagt, nämlich dast^es mit ihm eine Wendung geBen müsse, wenn er nicht an FeiB und Seele zugrunde gehen wolle. Rn diesem RBend aBer kam es zu einem Fntschlust. Beim RBschied lud der junge Mann wilhe.m noch zu den Fvangelisations-Versammlungen ein, die gerade dort stattfanden. Wilhelm kam. Dort horte er nun die frohe Botschaft von sesus, dem Sünderheiland, der die verlorenen rettet, Sünden vergiBt, 6eBundene frei macht. Das traf Wilhelms Herz. Cr fühlte: Das ist's, was ich Brauche. Seitdem ist es ihm ein Bedürfnis, zu den frommen Versammlungen zu gehen. So kam es. dast es Bei Wilhelm eine Wendung gaB. Fr wurde jeht ein anderer Held, einer, der in der Stunde der VersuchungRein!" sagen konnte und ruhig Spott und Rohn ertrug, welches Heldentum ist Besser?

ja. es giBstlverfchiedene Helden, Helden im Frinken, und das sind gewöhnlich auch noch Helden in anderen Dingen, Mundhelden, Faust- Helden. Messerhelden. Ist das aBer ein Helden­tum? Sind das Heldentaten, wenn so ein Frinkheld alles 6eld die Kehle hinuntergiestt und daheim Frau und Kinder hungern lästt? Ist das ein Held, der Frau und Kinder mist­handelt und alles kurz und klein schlägt? Pfui vor solchem Heldentum! Solche Helden sind nur Sklaven ihrer niederen Begierden und Feidenschaften.^hört Gottes Urteil üBer euch, ihr Beiden: Iwehe denen, die Helden sind, wein zu saufen, und Krieger in Völlerei," ses. 5, 22. Die Fränen eurer weiBer und Kinder schreien zum Himmel um Bache. Fut Büste, Bekehrt^euch von eurem Bösen Wesen, sonst lrifft euch das gerechte Lericht Lottes. Fuer Heldentum stürzt euch ins verderBen.

wahre Helden sind andere Feute, solche, die es wagen, gegen den Strom zu schwimmen, Rein" zu sagen. selBst wenn es gilt, verhöhnt und verspottet zu werden. Lanze Christen sind Helden,wer ist ein Mann? wer Beten kann!"

Schau dir den Helden auf unserm Bilde noch einmal an. Doch ich will dir noch gröstere Helden zeigen.

JugenDlidie Neiden Der Bibel.

Jofeph im Haufe Potipljars.

(1. mofe 39.)

Cs ist eine ergreifende Leschichte, wie dieser fromme heBräische Jüngling im fremden, heid­nischen Fände seine sittliche Reinheit wahrte. Die Versuchung war riesengrost. Sie trat täg­lich an ihn heran, wer wäre da wohl stand­haft geBlieBen? Jofeph konnte es; denn er fürchtete Lott. Das gaB ihm Kraft, höre seine Heldenworte:wie sollte ich ein solch grost

UeBel tun und wider Lott sündigen?" Doch die Versuchung trat noch näher an ihn heran. Das Böse weiB ergreift ihn Beim Kleid, was nun? Lin Buck! Fr ist los. Der Held lästt sein Kleid und flieht. Ist das eine Heldentat? Ja. zu solcher Flucht gehört heldenmut. Rls der Lroste Kurfürst in ähnlicher Fage die Lesellfchast schlechter Freunde und Dirnen verliest und zu seinem Oheim ins Kriegslager floh, sprach die­ser:Du hast einen grösteren Sieg errungen, als wenn ich die Festung Breda (die er gerade Belagerie) eroBert hätte.

Fieber Feser, wagst du jeht noch zu sagen, es sei in unserer Zeit. Bei unfern Verhältnissen zu schwer, rein zu leBen? Schau Joseph an, seine Zeit, seine Verhältnisse, seine Versuchungen. Mustt du da nicht die Rügen Beschämt nieder- schlagen? 0 werde ein Held! SageRein!" Fliehe die Sünde!

Jofia, der junge königliche Held.

(2. Cljron. 34.)

Jofia hatte ein schweres FrBe anzutreten. Sein Vater und Lrostvater waren Löstendiener gewesen. Das ganze Volk war von Lott aB- gefallen. Da kam der achtjährige KnaBe auf den Fhron. Unwillkürlicli fragte man sich: wie wird sich dieser jugendliche König, das Kind eines solchen Vaters unter solchen Verhältnissen entwickeln? wir lesen:Im achten Jahr seines Königreichs (also jährig), da er noch ein KnaBe war, fing er an zu suchen den Lott sei­nes Vaters David, und im 12. Jahr fing er an zu reinigen Juda und Jerusalem von den höhen und RscheraBildern und Lösten usw." Jofia wagte es, als junger Mann unter einem ganz gott-