Ausgabe 
15.2.1914
 
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lofen Volk sich offen zu Gott zu bekennen, und ent- I schieden gegen die Sünben und Greuel norzu- I geben, wieviel Schmierigkeiten gab es da zu überwinden! wieviel haß und Feindschaft bat er sich da zugezogen ! Rber Jofia scheute das nicht, sondern stellte sich ganz auf die Seite Gottes. Das ist Mut! Dasjft Heldentum!

Jüngling und Jungfrau, wagst du es auch, dich in deiner Umgebung zu Jefu zu bekennen? Gehst du auch fo gegen die Sünbe in deinem Haus und feben vor?

Daniel und feine drei Freunbe.

Die vier Jünglinge find in Gefangenschaft in Babel. Buch sie wollen um jeden Preis rein bleiben. Selbft die jüdischen Speifegefebe wollen sie halten, wie soll das aber am Hofe des heidnischen Königs gehen? Gott sorgt dafür, dast es geht: denn er hat gerne Jünglinge und Jungfrauen, die nach Feinheit streben. Gs geht ihnen gut. Sie werden grobe Männer, die Räte des Königs. Gs ist also möglich, in solcher Stellung, an solchem Plast gläubig zu sein. Doch ihr Glaube must noch harte Proben bestehen. Zs kommt ein Tag, da werden die 3 Freunde vor die Wahl gestellt: entweder das güldene Bild anbeten oder in den Feuerofen. Sie besinnen sich keinen Hugenblick. Sieh, wie sie dort furchtlos vor dem wütenden König stehen! Sieh, wie sie der Feuerofen verschlingt! Sieh, wie sie gerettet werden! (Dan. 3). Das waren Helden.

Und Daniel selbst wandert später in den Towengraben. warum? Gr sollte nur nicht mehr zu Gott beten. Uber bei Daniel lsiest es: lieber betend sterben, als leben und nicht mehr beten. Das liest er sich nicht nehmen, um keinen Preis.

wo find in unserer Zeit solche Helden, die ihren Glauben auch unter den gröstten Schwie­rigkeiten bewähren? Die Bibel zeigt uns noch viele, Gbr. 11, 32 ff., doch hier fei es genug.

TTun nur noch eine Frage: Mochtest du auch solch ein Held werden, lieber Teser? Dann last dich noch auf einen Hinweisen, auf den, der da Heistt: Kraft - Held. Schau Ihn

an, Jefus Christus, den'Helden von Gol­gatha. Gegen Ihn war die ganze Macht der Finsternis entfesselt. Gr aber hat sterbend am Kreuze gesiegt, triumphierend erstand Gr aus dem Grabe. Und Sein Sieg ist auch unser Sieg. Glaube an Ihn: gib dich Ihm hin, und du be­kommst K.aft, zum Bösen nein zu sagen, der Sünde zu entstiehen; Kraft, um mitten unter einem verkehrten und unschlachtigen Geschlecht rein zu leben und lesum zu bekennen; Kraft, deinen Glauben zu bewähren in JTot und Tod! Solche Helden können aber auch Schwache

werden; denn Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig, wer kraftlos am Kreuz zu den Füsten des Heilandes zusammenbricht, den richtet er aus und macht aus einem Sündereinen lleber- winder. Die Quelle der Kraft liegt nicht in uns, sondern in Ihm. Gs gibt nur Glaubens- helden.

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Gin zerbrochenes Leben.

Ein junger Mann fragte einen alten Christen, dein er sich auf dein Heimweg von der Kirche angeschtossen hatte: Was ist es doch mit dem zerbrochenen Herzen, von dem heute in der Predigt so oft die Rede ivar?"

Da schnitt der Alte vom Haselstrauch am Wege eine Rute ab, bog sie krumm und ließ dann die Hand los, worauf die Ri.te natürlich in die gerade Lage zurückschnellte. Ziehst du," sagte er dann,sie beugt sich bloß, solange der Druck auf ihr liegt."

Dann bog er die Rute wieder, und zivar so weit, bis sic zerbrach, und jetzt schnellte sie nicht mehr zurück, als der Druck aufoörte.So," sagte der Alle,ist es mit einem zerbrochenen Herze». Das ungebrochene Herz beugt sich nur so lange, wie es unter dem Druck steht, aber das zerbrochene Herz bleibt auch in guten Tagen klein und demülig."

Zu einem gebrochenen Herzen kommt man am besten auf Golgatha unter dem Kreuz. Da sinkt der Hochaiut in den Staub, da lernt man die wahre Weisheit.

warum hilN oN das Beten nicht?

n G. Ivar große Gemeinschaftskonserenz. Viele Gotteskinder waren gekommen, um neue Kräfte zn sammeln für den Glaubenslauf. Doch was war das für ein Qualm, der alle Räume durchdrang, daß man kaum atmen konnte! Das Feuer wollte durchaus nicht brennen. Je mehr man schürte, desto dicker kamen die Rauchwolken zum Ofen heraus. Man betete ernstlich, doch alles Beten half nichts. Je mehr man betete, um so mehr wurde die Luft mit dem erstickenden Rauche erfüllt. Da nahm man den Ofen ans­einander, und was fand man? Ein dicker Ruß und Rost, fest zusammengeballt, saß im Rohr. So, da liegt der Has im Pfeffer, sagte der eine zum andern, nun wirds bald besser brennen, lind so geschah es. Wie lustig flackerte das Feuer, als der dicke feste Butzen entfernt war, wie rein und mild war bald dieLuft, und wie wohl fühlte man sich! Gibt es nicht noch mehr solcher Butzen, die das Beten wirkungslos machen? Ach wie viel Rauch ist in vielen Familien. Siehst dn nicht, dn armer Hausvater, wie deiner Fran und deiner Kinder Augen rot werden von dem bissigen Rauch. Du betest doch mit den Deinen, warum will denn die drückende Luft in deinem Haus gar nicht ver­schwinden,warum ist'es bei Euch so ungemütlich, warum fühlen sich die Deinen so wenig wohl in deiner Rähe? Ach, du hast auch noch so einen Butzen im Herzen verborgen: Sieh, du bist trotz