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Männer dem zarten Geschlecht entgegenbringen. Inders aber denkt der kommandierende General, der in dieser Stadt seinen Sit} hat. Ganz ungalant, aber kurz und streng hat er den Damen dar Mitfahren verboten. Der wackere deutsche Ge­rat hat recht: denn das Schlachtfeld ist wahrlich kein Grt, an dem zudringliche, herzlose Hcugier etwas zu suchen hat.

Sn einer deutschen Stadt hat ein sogenannter „sozialer Frauenklub" zum Besten der Kriegsfürsorge ein Konzert ver­anstaltet. In der Zeitung waren die Namen der mitwirkenden Damen genannt. Fräulein (Elfe fl. hat gesungen, Frau Käthe B. hat rezitiert, Frau Grete G. hat deklamiert und Fräulein Irmgard V. saß am Klavier, vergessen war in dem Berichte nicht, daß das Haus völlig ausoerkauft war und daß das Konzert wiederholt werden mußte.

Als Zweck dieser Veranstaltung war die Kriegsfürsorge genannt, aber es ist ersichtlich, daß der eigentliche Zweck der war, die Namen der künstlerisch veranlagten Damen in die Zeitung zu bringen. Die Eitelkeit, diese Modekrankheit, ist der treibende Grund. Man will eine Nolle spielen, man will bewundert sein, und das in einer Zeit, da die vielen Männer, die für das Vaterland sterben, nur in den Verlustlisten und in den Todesanzeigen mit Namen genannt werden, da die in England gefangenen deutschen Zivilpersonen in Konzentra­tionslagern untergebracht werden, da Nußland daran geht, die Kriegsgefangenen mit Wegebau im flmurgebiet zu be­schäftigen, da so viele Leidensgestalten durch unsere Straßen gehen, da in den Lazaretten so unendliches Leid für das Vaterland getragen wird und da viele unter uns sich um das Schicksal ihrer verwundet in die Hand der Feinde gefallenen Angehörigen grämen. Er gehört Mut dazu, in solcher Zeit zu deklamieren, zu rezitieren, zu singen und Klavier zu spielen, aber das ist ein Mut, um den niemand von ernstgesinnten Menschen beneidet wird.

Aber mit Verlaub! so wird mir erwidert, die ganze Sache ist ja eine wohltätigkeitsveranstaltung. Mit dieser Be­gründung hat man schon früher Wertvolles und Edles hinter dem Minderwertigen in Schatten gestellt, wir sagen: In Zeiten, da alleinstehende Mädchen und arme Arbeiter alles, was sie besitzen, dem Vaterland zum Opfer bringen, sollen sich die Begüterten in unserem Volke schämen, dann nur wohl­tätig zu sein, wenn ihnen ein Amüsement — hier trifft nur der französische Ausdruck das flechte - geboten wird, wer erst Musik und Deklamation haben will, ehe er für die für das Vaterland Leidenden etwas gibt, der soll sein Geld behalten, es stiftet doch keinen Segen.

Endlich sind wir der Ansicht, daß die well nicht das ge­ringste verlieren wird, wenn die „sozialen Frauenklubs" jetzt ihre Tätigkeit einstellen. Jetzt haben die „sozialen Männer- klubs" das wort. Das aber sind die kriegsstarken, im Felde stehenden Bataillone. Ihre Vorstandsmitglieder sind unsere unerschrockenen, mutigen, kenntnisreichen Offiziere, und ihre Mitglieder sind unsere bis zum Tode getreuen Soldaten. H.B.

Selber aiier!

hat einmal einer der großen Meister deutscher Kunst einem neu­gierigen Frager geantwortet, als dieser von ihm erfahren wollte, zu welcher der zurzeit in der deutschen Musik grassie­renden Sorten, ob als Wagner-, Beethoven-, Mozart- oder sonstigen —ianer er sich bekenne? „Selber aner," hat er ihm da geantwortet im Bewußtsein eigenen wertes und Könnens. Und dieses Wort möchte ich mit eherner Schrift jedem Deut­schen in das Gedächtnis schreiben in dieser Zeit der schweren Not, da das deutsche Volk und sein Kaiser einer Welt in Waffen gegenüberstehen, um zu entscheiden, ob es fernerhin

seinen Platz unter den Völkern der Erde behaupten kann oder ob es sich zum Helotentum soll herabdrllcken lassen, zum Spott seiner Feinde und Neider.

Das war ja von jeher der Fehler des deutschen Volkes, der sich als roter Faden durch seine Geschichte zieht, das ver­kennen des eigenen wertes und das sich Beugen vor allem und jedem, das fremd klingt und fremd blinkt. Ich erinnere nur an den Uiederbruch der Hohenstaufen, die zuletzt dem Italienertum verfallen sind, an die Habsburger, die, nachdem sie die deutsche Kaiserkrone dauernd für ihr Haus gewonnen hatten, halbpart mit dem unerbittlichsten Feind deutschen Geistes, der Hab- und herrschsllchtigen italischen Hierarchie, machten und dann bei ihrem czechischen, magparisch-slavischen, italienisch-spanischen und flandrischen Völkerhandel die deut­schen Knochen als Wechselgeld gebrauchten. Ich erinnere auch an das Haus wettin, das um der polnischen Ehimäre willen seinen Glauben und Hab und Gut seines sächsischen Volkes verwettete. Auch den Nachkommen des alten Fritz kann es nicht vergessen werden, wie sie in den l 790er Jahren von der deutschen Sache am flhein sich trennten, um sich ihren Anteil am Geschäft von der Weichsel zu sichern, wofür sie dann so furchtbar büßen mußten. Ich übergehe dann noch die zahlreichen Kleinen und Kleinsten, die ihr deutsches Können für Fremde vergeudeten bis herab zu jenem verengländerten Minister, der einst in der hannoverischen Ständekammer seinen Gegnern mit den flothosen drohte!

Aber das Aergste erleben wir jetzt, da die Mächtigsten unserer Feinde unter der Führung von Abkömmlingen deut­scher Fürsten gegen uns aufstehen und deren Massen noch mit Lügen und der Beschimpfung des deutschen Volkes ver­giften. was soll man dazu sagen, wenn eine deutsche Prin­zessin auf fremdem Thron in einem langen Brief an einen Professor, der zurzeit mit der Leitung der amerikanischen Staatsgeschäfte betraut ist, sich zum Sprachrohr all der Lügen und Verleumdungen macht, die die Bosheit und der Neid unserer Feinde gegen uns ausgeheckt hat, während sie selbst keine Miene verzieht, wenn unter ihren Augen Angehörige ihres eigenen Stammes, Männer, Frauen, Kinder, beschimpft, beraubt und gemartert werden! wie schrieb doch einmal Fürst hatzfeldt, der Generaladjutant unseres alten Kaisers Wil­helm, aus dem Hauptquartier zu Versailles: „Zum flepubli- kaner kann man werden beim Anblick solcher Standesver­treter." Ich habe mich schon manchmal geärgert über die Vergeudung von Tinte und Druckerschwärze zur Wider­legung all der Lügen und Verleumdungen, mit denen das deutsche Volk geschädigt werden soll bei denen, welche gar nicht aufgeklärt sein wollen. Mögen sie warten, bis das deutsche Schwert sie belehrt und sie zwingt, an ihren eigenen Lügen zugrunde zu gehen!

Deutschland ist noch ein kleines Kind,

Doch die Sonne ist seine Amme, sang 1840 der Dichter Heine, der auch in der Verbannung, in welche er durch politische wirren und Irrungen getrieben worden war, doch seine deutsche Heimat nicht vergaß. Er fährt dann fort: Ihr flachbarskinder hütet euch,

Mit dem jungen Burschen zu hadern.

Es ist ein täppisches flieselein, fleißt aus dem Boden die Eiche,

Und schlägt euch damit den flücken wund Und die Köpfe windelweiche! —

Daß dieses Dichtcrwort zum Prophetenwort werde, dar ist das tägliche Gebet eines alten Mannes, der sonst nichts mehr helfen kann. Auch das ist sein Gebet, daß jeder Deutsche sich das Wort zu eigen macht: