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derung, kommt er am Ziele an. Sein erster Weg geht in das Missionshaus, da sitzt er denn zu den Zützen des Missionars und läht sich stundenlang erzählen. Die Botschaft vom gekreuzigten Heiland hat ihn erfaßt und Tränen rollen ihm über die Wangen. Diesem Heiland will ich dienen, für ihn will ich mein Leben einsetzen, er ist es wert! So gelobt er. Und er bleibt im Missionshaus und besucht fleißig die Schule. 5lls einen fleißigen Schüler treffen wir ihn in der Schule. Wie strahlten seine Bugen, wenn er die herrlichen Jesusgeschichten hört. Fleißig folgt er dem Unterrichte, besondere Freude macht ihm die deutsche Sprache. Nachdem er vier Jahre in die Schule gegangen und es auch ziemlich weit gebracht hat, wird er als Lehrer angestellt. Da sehen wir ihn nun in seiner ersten Gemeinde, nicht weit von Nehaboth. Mit Begeisterung erzählt er von der Liebe des Heilandes und andächtig hören seine Anhänger zu. Ihr müßt zu Jesus Kommen, er allein hat Trost für uns, so lautet seine Verkündigung. Um liebsten erzählt er von jenem Leben, wo wir den Heiland sehen dürfen und er auch seine Mutter. Line kleine Bewegung entstand in diesem Dörflern, viele verließen ihren Götzenkram und wandten sich zu Jesus hin. Buch eine schöne Schülerzahl hatte sich hier um ihn versammelt, und frühe durfte er diesen Kleinen von Jesus erzählen. Wie hat er für sie gebetet, daß sie Jesus zu sich hinziehen möge. Nach 4 1 ■>-- jähriger Wirksamkeit verließ er sein erstes Brbeitsfeld und zog landeinwärts. Buch hier wieder verkündigte er mit voller Entschiedenheit den Weg des Lebens, und der Herr bekannte sich zu seinem Worte.
In dieser Zeit verheiratete er sich mit einem frommen, christlichen Mädchen, das von den Missionarsfamilien, bei denen er Jesum zuerst hat kennen lernen, ausgebildet worden war. Es war ein treues, liebevolles Mädchen, das völlig und ganz dem Heiland gehörte,' und das junge Ehepaar wurde ein Segen und ein Vorbild für ihre Umgebung.
Werfen wir noch einen Blick in dieses Familienleben. Sind beide Eheleute am Morgen aufgestanden, so sehen wir sie niederknien. Sie befehlen sich der Gnade des Herrn und beten für ihre heidnische Umgebung, daß der Herr die Herzen der Neger anrühren und sie zu sich hinziehen wolle. Dann gehen sie fröhlich auseinander. Unser Heinrich geht zur Schule, seine Frau hat Brbeit im Hause. Eine schöne Schülerzahl sitzt in der Schule; andächtig lauscht sie den Worten ihres Lehrers. Er behandelt die Geschichte, wie Jesus nahe zur Stadt Jerusalem kommt und wie die Tränen über seine Wangen rollen. So lieb, so ruft er in die Schule hinein, hat der Heiland die Leute! Wie viel Gutes hat er doch den Leuten von Jerusalem getan, und doch wollen sie ihn nicht hören, nicht aufnehmen, da bricht ihm voll Liebe das Herz. Er denkt an die Strafe, die über sie kommen wird und sagt: Jerusalem, was hast du getan? Du hast deine Gnade verscherzt. Wie lieb hat doch der Heiland die Leute. Nun zählt der Lehrer auf, was der Heiland an ihm und seinen Schülern tut; er ist so ergriffen, daß er selber weinen muß. Doch, was sehen wir? Ein Mädchen hat die Schürze vor den Bugen und weint. Heinrich fragt es, warum es weine. ,,Bch, ich will den Heiland immer lieb haben, weil er mich liebt", so lautet die Bntwort. ,,Der Herr helfe dir, daß du ihm immer dienen darfst", so erwidert Heinrich, indem er dem Kind die Hände auf das Haupt legt. Nach der biblischen Geschichte werden sonstige Fächer durchgenommen. Immer ist es interessant, dem Lehrer zuzuhören. Um 12 Uhr ist die Schule beendet und die Schüler gehen nach Hause. Bber einer bleibt noch zurück, das ist der Lehrer. Tr kniet nieder und
betet, daß der Herr seine Worte segnen möge. Und der Herr erhört ihn, über Bitten und verstehen läßt er ihn die Erfüllung seiner Bitten erleben.
Nun kommt der Lehrer nach Hause. Lächelnd empfängt ihn seine Frieda, so heißt nämlich seine Frau. „Mann, denke dir, viele Frauen waren bei mir. Ich erzählte ihnen vom Heiland und sie versprachen mir, auch Thristen zu werden." „Gott segne dich für deine Brbeit, mein treues Weib. Komm, wir wollen für sie beten." Wieder knien beide nieder und befehlen diese Seelen Jesus an. Dann setzen sie sich nieder zu dem Essen, das die Frau bereitet hat. Wir sehen, wie sie zuerst beten. Dann lassen sie es sich schmecken. Nach dem Essen geht ein jedes wieder an die Brbeit. Der INann begibt sich zur Schule, und zu seiner Frau kommen die Mädchen aus der Stadt, um nähen und stricken zu lernen. Da, was hören wir? herrlich ertönt es von dem Lehrerhaus herüber: „Es erglänzt uns von ferne ein Land." Wir treten näher. Wie leuchten die Bugen der Mädchen! Es ist ihnen ernst, was sie singen. Um I Uhr ist die Schule beendet: auch die Frau Lehrer entläßt die Mädchen. Kurz nachher sehen wir den Lehrer mit seiner Frau in die Stadt gehen; freundlich werden sie von allen gegrüßt. Die kleinen Kinder kommen herzugelaufen und geben beiden die Hand. Sie wissen, diese Leute sind immer freundlich und sie merken es, die haben uns lieb. Die Frau Lehrer trägt in der Hand ein Körbchen. Was mag wohl darin sein? Sind es vielleicht Nosen? Nun, wir werden'; sogleich sehen. Sie gehen in ein Haus, es ist ein ganz schmuckes Häuschen: ihn ihm wohnt die schwindsüchtige Sara. Ihr Mann ist schon lange gestorben, Kinder hatte sie keine, so wohnt sie ganz allein. Fremde Leute tuen ihr die Brbeit. Heinrich und Frieda grüßen freundlich und fragen: „Nun Sara, wie geht es dir?" „Ganz gut," so tönt es zurück, „ich weiß, daß Jesus mich liebt." Da muß die Kranke wieder husten, es dauert lange Zeit, bis sie wieder reden kann. Es wird nicht mehr lange mit ihr gehen, Hände und Füße sind ganz abgemagert, nur noch haut und Knochen sind zu sehen. Die Wangen sind tief eingefallen und die Bugen liegen tief. Diese aber leuchten sehr, und man sieht, daß Friede im Herzen wohnt. Heinrich nimmt seine Bibel und liest den 126. Psalm. Bufmerksam hört Sara zu, dann spricht Heinrich noch einige Worte über den schönen Psalm. Die Bugen unserer Sara hängen an den Lippen des Lehrers, sie kann nicht genug hören. Zum Schluß wird noch gebetet. Laut betet Sara mit und beim Bbschied sagt sie: „Herr, ich möchte bald zu dir kommen!" Man merkt, daß ihr Heimweh groß ist, daß sie bald ausgespannt werden möchte.
hierauf verlassen beide unsere Sara und wandern, nachdem sie erst Fleisch, Brot und Kaffee ihr zurückgelassen haben, weiter. Noch manche Besuche gibt es zu machen. Da ist noch die aussätzige Magdalena. Sie ist ganz entstellt: Nase und Ghren fehlen, die Lippen sind schon ganz angefressen, und an der linken Hand fehlen vier Finger. Was ist der Bussatz doch für eine schlimme Krankheit! Bch, sie ist arm, die liebe Magdalena. Bber wir würden uns irren, wenn wir meinen würden, daß sie betrübt sei. Im Gegenteil, sie ist sehr fröhlich. wir fragen sie, was sie so fröhlich macht, da gibt sie zur Bntwort: „Warum sollte ich nicht fröhlich sein, ich bin ja ein Schäflein Jesu." Unser Heinrich hält ihr eine Bndacht und erzählt ihr, daß sie im Himmel alle Glieder wieder bekomme und daß sie Jesum sehen darf. Da sagt sie: „Wenn ich nur meinen Heiland sehen darf, das genügt mir. Mehr will ich nicht haben. Wie will ich ihm danken für seine


