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wurde. (Er starb am 3. Juli 1680. Auf ihn folgte am 11. Oktober 1680 Hermann Andreas hoffmann, von Gießen gebürtig, der Pfarrer bis 1742 war. Lr schreibt bei seiner Linführung ins Airchenbuch: „vie hochgelobte Dreifaltigkeit stehe mir bei und führe mich! in diesem Amte".
16YY wurde Albach von Aödgen getrennt und mit Aurk- hardsfelden zu einer Pfarrei vereinigt. Am 5. März 1690 wurde ein eigener Pfarrer in Albach eingefllhrt. Derselbe hieß Philipp Heinrich Pitz. Lr versah in Albach den pfarrerund Schuldienst und kam 1708, um sich zu verbessern, nach Watzenborn. Pitz schreibt im alten Airchenbuche: „Ach bin der erste Pfarrer an diesen beiden Orten gewesen, so sonsten nicht zusammengehörten, sondern Albach bei Aödgen und Aurkhardsfelden zu Großen-Auseck gehöret. Die hochgelobte Dreifaltigkeit stehe mir bei und führe mich in diesem hohen Amte."
Pitz wohnte hier in Miete bei Hans Aalser im sogenannten Licher Eck. Die Miete bezahlte das Konsistorium. Die landgräfliche Aegierung wollte hier den Auseckischen Gan- erben zeigen, daß sie in Airchensachen Macht habe, nach ihrem Willen zu verfahren. Deshalb hatte sie die Albacher Pfarrstelle errichtet und deswegen bezahlte sie auch die hausmiete für die von ihr dahier in Albach und Aurkhardsfelden eingesetzten Pfarrer.
Aach pitzens Weggang wurde 1708 als Pfarrer zu Albach eingeführt Johann Aartholomap Arämer, gebürtig von Annerod. Lr wurde eingeführt durch Superintendent Aile- feld von Gießen im Aeisein der Pfarrer Müller-Hausen, Auff- Steinbach und Aaiser-Winnerod. Arämer schreibt dazu im alten Airchenbuch: „Der Satan hat aber dabei ziemlich gewütet und die Zuhörer verwirret, daß sie die beiden gewesenen Filiale wollten getrennt und wieder in den alten Stand gesetzt haben, und weil sie auch damals im ganzen Ausecker Tal ihren hals unter dem Joch ihrer hochfürstlichen Durchlaucht von Hessen-Darmstadt wollten gern hervorziehen und seiner Aegierung sich entziehen, so hieß es: der Fürst hätte keine Macht, ihnen einen Pfarrer zu geben, und brachte es auch Johs. Wehrum von Aurkhardsfelden dahin, daß kaum sechs Mann bei der Aufführung waren. Der Herr helfe und stärke mich bei diesem halsstarrigen Volke. Doch ob ich schon wandere im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir!" Arämer war nur ein Jahr in Albach.
Auf ihn folgte 1709 Johann Heinrich Loeber von Gießen, der am 26. April 1709 hier in Albach eingeführt wurde. Lr schreibt im alten Airchenbuch: „Dabei habe sich die Widerspenstigkeit dieser Leute gewaltig gezeigt, indem nur etliche Mann von Albach in dasiger Airche gewesen. Der Herr verleihe Weisheit, Araft und Stärke zu führen das Amt des Geistes!" 1718 kam Loeber nach Lchzell in der Wetterau auf die zweite Pfarrstelle, von da ab wurde der pfarrdienst in Albach wieder von Aödgen aus verschon, zunächst nur provisorisch. Warum die Albacher Pfarrstelle einging, steht nicht fest. Pfarrer Hofmann schreibt darüber im Aödger Airchenbuch: „vie Pfarrer zu Albach sind nicht vertrieben, sondern ausgehungert worden." Das scheint zu stimmen; denn 1721 beschwerte sich Johann Heinrich Loeber, Diakon zu Lchzell, wegen Lieferung von Aastengefällen aus den Jahren, wo er zu Aurkhardsfelden und Albach Pfarrer war. vie Albacher fürchteten nämlich, ein Pfarrhaus bauen zu müssen und deshalb betrieben sie mit allen Mitteln die Medervereinigung mit Aödgen. Sie wandten sich auch in einer Lingabe an das Aonsistorium zu Gießen und baten, wieder mit Aödgen vereinigt zu werden, dabei sie über 110 Jahre gewesen. 1735
kam dann Albach wieder endgültig zu Aödgen, und der oben erwähnte Pfarrer hoffmann wurde wieder Pfarrer von Albach. hoffmann hatte viel Streit mit der Gemeinde. So beschwerten sich die Albacher über ihn, daß er unregelmäßig zum Gottesdienst komme: hoffmann entschuldigte sich mit dem weiten Weg durch den Fernenwald. Den Albachern wurde die Verpflichtung auferlegt, von Michaelis bis Ostern ihrem Pfarrer ein Pferd zu stellen, damit er herüberreiten könne. Später wurde diese Verpflichtung durch die Zahlung von 10 Gulden an den Pfarrer von Aödgen abgelöst.
Hossmann hatte mit Aücksicht auf sein hohes Alter einen Adjunkten in der Person des Pfarrers Andreas Arück, geboren in Aödgen, woselbst sein Vater Airchensenior war. Arück war Adjunkt hoffmanns von 1717 bis zu dessen im Jahre 1742 erfolgten Tode, von 1742 bis 1750 war er sodann Pfarrer in Aödgen und Albach. Sein Nachfolger war sein Sohn Johann Friedrich Arück von 1750 bis 1785. Ueber seine Linführung schreibt er im alten Airchenbuch: „Anno 1750 den 6. December auf den zweiten Adventssonntag bin ich Johann Friedrich Arück von Ihrer hochwürden Herrn Doctore Aennern und den beiden Herrn Pfarrern Auff und M. Weiterrhausen, Pfarrern zu Steinbach und Großen-Auseck zu Aödgen in der Airche ordiniert worden."
Arück starb am 26. Mai 1785. Unter ihm wurde die jetzige Airche erbaut.
Sein Nachfolger war sein Sohn Johann Friedrich Arück junior. Lr wurde am 15. p. Trin. 1785 eingeführt. Lr schreibt über seine Linführung: „Am 15ten Sonntag post Trinitatis 1785 bin ich Joh. Friedrich Arück von Herrn Dr. und Supcrint. Aechtold hochwürden und beiden Assistenten, Herrn M. Weiterrhausen von Großenbuseck und Herrn Pfarrer Goebel von Wieseck hier in der Airche zu Aödgen und Albach eingesegnet worden. Zu beiden Pfarreien haben mich 4 Gebrüder Aabenau aus der Mittelburg, von Milchling, von Geismar, von Freudenberg als Pfarrer praesentiert." Arück erreichte ein hohes Alter,' er starb 1829. Sein Sohn Aarl Arück wurde sein Nachfolger, und war Pfarrer zu Aödgen bis zum Jahre 1849. In diesem Jahre kam er nach Airtorf, wo er 1857 starb. Lr war derjenige, der die Lostrennung Albachs von Aödgen und seine Vereinigung mit Steinbach anregte, damit aber bei Pfarrer Ztllckradt in Steinbach auf großen Widerstand stieß, so daß die Angelegenheit bis zum Tode Stückradts ruhte. 1838 kam Albach nach langen Verhandlungen durch den sogenannten Filialaustausch vom 18. Dezember 1837 an Steinbach. Durch Tntschließung des Großherzogs von diesem Tage gingen Albach von Aödgen an Steinbach, Annerod von Hausen an Aödgen und Schiffenberg von Steinbach an Hausen über. Die Albacher psarr- besoldung blieb zunächst bei Aödgen, bis sie 1902/3 an Albach abgegeben wurde.
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Ich komme nun zur Geschichte unserer Airche, soweit ich sie aus den vorhandenen Akten feststellen konnte. Denn die alten Airchenkastenrechnungen aus jener Zeit sind nicht in unserem pfarrarchiv. Nur ein Auszug von ihnen ist vorhanden.
vie alte Airche, die an Stelle der heutigen stand, wird urkundlich schon 1332 erwähnt. Diese hatte unter den Drangsalen des dreißigjährigen Arieges sehr zu leiden, vie Airch- hofsmauer war eingefallen und zerstört. An der Airche selbst fehlten Türen und Fenster, auch die Aänke und sonstiger Gestühl war von den Soldaten verbrannt worden, vie Altar- bekleidung war verschwunden. Jedenfalls hatten plünderte


