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albancsische Tracht. Die Frauen tragen einen schlichte» KIeiö= rock, weiß mit zwei Reihen hineingestickter Dorten in bunten Farben, darüber ein jackenartiger Thiton, der bis zur Hälfte des Rleiderrocks hinabreicht, vorn und am unteren Rand mit einer breiten farbigen Rorte und überaus reich gestickten Rer- meln; darunter ist eine weiße Bluse. Der Ropf ist bedeckt mit einer Rappe aus Gold- oder Zilbermünzen, je nach vermögen: über die Rrust hängen ebensolche Münzen- und perlenschnüre herab vom kjals bis zur Taille. Die Rlbanesin wie die Griechin tragen ihren Rarschatz als Schmuck an sich, was ja entschieden die Rrautschau erleichtert, lieber die Rappe legt sich der Schleier, der von der Stirn an über den Hinterkopf geht und um den hals leicht geworfen ist. Line reich gestickte Schürze vollendet die Tracht. Rn den Füßen tragen die Frauen mit Gold gestickte Samtpantoffeln mit weißer Lederfütterung. Zur Tracht der Rthenerin aus dem Volke gehört ein weiter, bauschiger Seidenrock in Hellen Farben, ein goldgesticktes Sammetjäckchen mit den offenen griechischen Rermeln. Das Haupt ist geschmückt mit einem roten Fez, von dem eine goldene Guaste an farbiger Schnur herabhängt, die um so länger ist, je reicher die Besitzerin ist. Megara hat eine alteingesessene griechische Bevölkerung. Dort tragen die Frauen einen Rock ähnlich wie die Tleusinerinnen, doch mit mehr Falten, eine seidene Jacke, MUnzenkappe, Schleier und Pantoffeln. Die Schürze ist weiß mit breiter roter Borte. Tr fiel allgemein auf, daß die Frauen sie vorne trugen, die Mädchen zur Seite, gleichsam als sollten auch für das Rüge, die verheirateten, die heiratsfähigen Mädchen und die Rinder unterschieden werden. Das haar hing bei den Mädchen in langen Zöpfen herab, Wie lange sich die Einfalt der Tänze und der Tanzenden erhalten wird, ist etwas zweifelhaft bei der Rähe Rthens und nachdem die Eisenbahn nach dem Peloponnes da vorüber führt und am dritten Dstertag eine Menge Städter und Fremde in Ertra- zügen dorthin trägt. Sch habe diese Tänze noch erlebt und genossen, als es Keine Eisenbahn gab. Die Eisenbahn führt in einer Stunde nach Eleusis, in zwei Stunden nach Megara. Früher brach man um 5 Uhr morgens mit dem Wagen auf und erreichte Megara um 10 Uhr. Durch die Fahrt Kam man schon in Feiertagsstinrmung. Der Weg führt durch den Gelwald auf der alten heiligen Straße, auf der einst die Rthener zu den Eleusinischen Mysterien wallfahrteten, durch den Paß des Regeleosgebirgs hinunter nach der Bucht von Eleusis mit ihrem stillen, im Morgenlicht geheimnisvoll leuchtenden Wasser, das durch Kleine Inseln gegen die Straße von Salamis, wo einst die Perserflotte zu schänden wurde, abgeschlossen ist und im Westen von der Insel Salamis, im Gsten von der allen thracitischen Ebene, wo Demeter die Menschen den Getreidebau lehrte, im Norden von dem stolzen, in zwei hörnern, den Störata, auslaufenden Randiligebirge, umsäumt wird. Die Straße läuft am Ufer der Bucht entlang, von rechts grüßt der Parnaß, vorüber an dem Brunnen, von dem die Eleusi- nerinnen ihr Wasser in Henkelkrügen auf dem Ropf oder der Rchsel nach Hause tragen, an Eleusis vorüber, und nun immer an dem Meer entlang, rechts die Berge, nach Megara. Me- gara selbst mit seinen niedrigen Däusern mit den Terrassen statt der Dächer gruppiert sich um von Rirchen gekrönte Hügel, malerisch anzuschauen aus der Ferne, drinnen mit un- gepflasterten, oft recht schmutzigen Gassen. Der Tanzplatz ist außerhalb des Grtes auf einem sich zum Meer hinab abdachenden Hügel. Man muß im Glanz der Gstersonne die herrliche Landschaft sehen: das Herz geht einem
dabei auf. Im Norden hebt sich die hohe Wand des Rithörongebirges, hinter welchem das rinderreiche öcotien
sich birgt. Im Gsten schließ! das hart an das Meer herantretende Randiligebirge das Bild ab. Im westen ragen die Geranien, die Rranichberge, aus, die den Isthmus von Rorinth gegen Nordgriechenland abschließen, ein stolzes Gebirge von etwa 5000 Fuß höhe. In nächster Umgebung eine Rrt von Tälern durchfurchtes Plateau. Dort im Westen, am Meer entlang, zog ein Theseus und hatte seine Rbenteuer auf der engen Straße, von der ein Unhold den Menschen direkt ins Meer hinabstoßen konnte. Wir stehen auf dem Hügel und blicken nach Süden. Da blaut es unabsehbar, das herrliche Meer des weiten Laronischen Busens. Links liegen die attischen Berge, rechts die peloponesischen der Landschaft Rrgolis, im Meere schwimmen, einer Bretzel ähnlich, Salamis, heute Rubai, der Rringel genannt, Regina gipfelnd in dem einst dem Zeus geweihten Berge. Man sieht die Meerstraße zwischen Regina und der wie eine trotzige Felsburg am Meer anzuschauende, vulkanische Halbinsel Methana, und darüber hinaus den ins Meer hineinragenden Landzipfel der gebirgigen Rrgolis und das Meer bis an den fernen Horizont. In nächster Nähe Uisäa, die alte Hafenstadt Megaras in den Zeiten, da es noch mit Rthen über den Besitz von Salamis in Fehde lag. Das ist geschichtlicher Boden und eine großartige Uatur. Die Menschen vergißt man zuerst über diesen Rnblick. Man muß sich aber trennen von dem Rnblick, um die Tanzenden zu schauen. Die Männer tanzen für sich, so auch die Frauen. Die Männer in kleinen Retten von etwa zehn. Der Vortänzer, der immer, wenn er müde ist, einem anderen die Stelle einräumt, ist mit dem nächsten Manne der Rette durch ein Taschentuch wie durch ein leichtbewegliches Glied verbunden. Der Reigen singt, der Tänzer macht die anmutigsten und künstlichsten Bewegungen, aber mit geringer Vorwärtsbewegung. Die Leschuhung mit den Schnabelschuhen ohne hacken ermöglicht leichte und schnelle Bewegung: der schlanke Rörper wiegt sich graziös auf den Hüften. Die Frauen sind in langen Reihen verbunden, die Hände kreuzweis verschlungen. Je zwei Reihen, man möchte sagen Ehöre, tanzen gegeneinander. Der eine Thor schreitet auf den andern, langsam vor ihm zurückweichenden, Thor zu unter Rbsingung einer Strophe, die für unser Ghr recht eintönig klingt, und weicht dann zurück, während der andere Thor sich mit einer Rntwortstrophe auf ihn zubewegt. Die Pantöffelchen der etwa fünfzig Mädchen schlagen im Rhythmus klatschend auf die Erde. Man sieht es, die Tänzerinnen gehen ganz im Tanze auf, aber kein Lachen hört man, ein merkwürdiger Ernst liegt auf all den jugendlichen, von den Schleiern umrahmten Gesichtern. Rlle Bewegungen sind maßvoll. Beim Rnschauen dieser Bilder unter dem blauen Himmel ist mir immer der Gedanke gekommen, ob nicht diese Reigentänze in ihrer würdevollen Einfalt Zusammenhängen mit den rhythmischen Bewegungen der Ehöre in der antiken Tragödie, von denen wir so gern wissen möchten, wie sie beschaffen gewesen sind. Und beneiden muß man dieses Naturvolk um seine Festtänze, denen alle Roheit und Russchrcitung fern liegt, und die in den Rahmen eines kirchlichen Feiertage Hineinpassen. (Fortsetzung folgt.)
-\ von kirchlichen Ordnungen der Ztadt Sichen im 18 . Jahrhundert.
Davon berichten uns eine Reihe von Verordnungen des Landgrafen, des fürstlichen Ronsistoriurns zu Gießen und des fürstlichen Gberarnts daselbst.
Ueber Begräbnisse und Hochzeiten handelt die früheste, eine landgräfliche Verordnung von 1733. Sie weist darauf hin, daß nach einer Verordnung von 1723 mit Rusnahrne


