Angriffsabsijchten verbreite! sind. Türkische Militärireise halten jeden Durchbruchsversuch für aussichtslos, da die Befestigungen wesentlich verstärkt und die Minensperre unüberwindlich sei. (ctr. bin.)
Türkische Kriegsmeldurrgerr.
WTB. Konstantinopel, 7. Dez. Das Große Hauptquartier teilt mit: In der Gegend von A d j a r a haben n e u e, für uns erfolgreiche Kämpfe stattgefun - den, in denen wir den Russen, welche Dum-Dum-Ge- schosse gegen uüs benutzten, eine Kanone, sowie eine Menge von Bomben, Waffen und Munition abgenom- men haben. Russische Angriffe östlich des Wansees an der türkischen Grenze waren ohne Erfolg. Hingegen haben unsere von Revander vorrückenden Truppen Saut- schbulak, 70 Kilometer jenseits der Grenze, besetzt, einen wichtigen Stützpunkt der Russen in der Provinz Äser - beidschan.
Allerlei Uriegsnachrichten.
WTB. Berlin, 8. Dez. (Amtlich.) S. M. der Kaiser hat seine für heute geplante Abreise zur Front infolge einer Erkrankung an fieberhaftem Bronchialka ° tarrh um einige Tage verschoben. Er konnte alher gestern und heute den Vortrag des Chefs des Generalstabs des Feldheeres über die Kriegslage entgegen - nehmen.
WTB. B u k a r e st, 8. Dez. Generalfeldmarschall Frhr. v. d. Goltz ist heute hier eingetroffen.
K o n st a n t i n o p e l, 8. Dez. Ruri Bei, der Bruder Enver Paschas, wurde zum Adjutanten des Feldmarschalls von der Goltz ernannt. (B. Z.)
Xii$ Stadt uad Land.
* Päkete an d i eE i s e n b a h n e r. Der Ches des Feldeisenbahnwesens gibt über die Paketbeförderung für Angehörige der Feldeisenbahnsormationen und der diesen zugeteilten Kolonnen der Eisenbahnverwaltungen bekannt: Alle für Angehörige der genannten Forma - tionen bestimmten Pakete sind für den westlichenKriegs- schauplatz an das Paketdepot Koblenz, für den östlichen Kriegsschauplatz an das Paketdepot Breslau zir richten. Die Pakete müssen neben der genauen Adresse des Empfängers Und der Kompagnie, Kolonne ufw. die Angabe der Dienststelle (Militär,-Eisenbahndirektion, Li- nicnkommandantur, Feldeisenbahnchef Ost), der die Kompagnie rc. zugeteilt ist, sowie die Aufschrift des zuständigen Paketdepots enthalten.
* Es erscheint dringend wünschenswert, daß der G o l d b e st a n d der Reichsbank ständig vermehrt wird. Nach dem Neichsbankgesetz ist die Reichsbank ermächtigt,, im dreifachen Betrag ihres Goldbestandes Banknoten, also für 20 Mk. in Gold 60 Mk. in Reichsbanknoten, die bekanntlich gesetzliche Zahlungsmittel find, auSzu- geben. Es steht aber sest, daß trotz vielfacher Aufklärung in der Presse Und trotz des wärmsten Appels an das nationale Pslichtbewutztsein immer noch weite Kreise der Bevölkerung absichtlich mit dem Gold zurückhalten, statt es an die Reichsbank oder die staatlichen Kassen abzusühren. Auf diese Weise wird ein vielleicht nach Millionen zählender Betrag der Nutzbarmachung für die finanzielle Rüstung, der, es im wesentlichen Matze zü
€in stiller Menlcd.
Roman von Paul Blitz.
Nachdruck verboten.
„Natürlich! Sie ist doch bis über beide Ohren verschossen in unfern Herrn. Was sie ihm nur an den Augen absehen kann, das tut sie doch für ihn. Freilich, der Herr kümmert sich absolut nicht um sie. Und eben deshalb ist sie so wütend aus mich."
Die Life lachte. „Ei, steh einer mal an! Also aus unfern Herrn hat sie's abgesehen! Die versteht's!"
„Gar nichts versteht sie! Du hörst ja, der Herr sieht sie kaum an. Mebr als das Notwendigste wird nie gesprochen. Ist ja auch kein Wunder. Wer soll sich venn in eine so harte und mürrische Person vergaffen? Der Mann, der die gern haben könnt, der soll noch erst geboren werden!"
Kichernd und spöttelnd gingen sie hinaus.
Gegen 3 Uhr kam Onkel Klaus.
Bruno sah ihn schon vom Acker her und winkte ihm zu
So stieg der alte, sröhliche Herr vom Wagen, den er voranschickte, und schritt hinüber zu dem jungen Landmann.
„Zu Dir mag man kommen, wann man will, immer steckst Du im Geschirr," rief er fröhlich, Bruno begrüßend.
Ebenso heiter dankte der: „Das wird sich doch wohl so gehören, denke ich! Du kennst doch das Sprichwort: Der Mann auss Pferd, die Frau an den Herd, danach handle ich."
Onkel Klaus lächelte pfiffig. „Nur mit dem Unterschied, daß Deinem Herd noch immer die tüchtige Haas- srau fehlt."
Brunos Gesicht erheiterte sich auch. Er ahnte, daß der gute Onkel ihm wieder mit einem Heiratsplan kam. Vielleicht war das gar die Neuigkeit, die er kürzlich für ihn bereit hatte. Nun, er war aus alles gefaßt. Doch hielt er es für richtiger, jetzt nicht zu antworten.
Aber auch der Alte ließ dies Thema fallen. Vorerst sah er sich im Felde um und erkundigte sich nach dem
verdanken ist, wenn Deutschland seither vom wirtschaftlichen Rückgang und der damit verbundenen Arbeits - lositzkeil bewahrt blieb, entzogen. Dank der Bemühungen privater Kreise ist es in einigen Bundesstaaien gelungen, das verhandelte Goldgeld durch eine Ber,trau- ensperson einzusammeln und an die Reichsbank behufs Umwechselung in Banknoten abzusühren. In einzelnen kleineren Ortschaften sind aus diese Weise Beträge von 3000—4000 Mark eingesammelt und gegen Banknoten upigetauscht worden. Es wäre in hohem Grade erwünscht, wenn dieses anerkennenswerte Verfahren auch im Grohherzogtum im weitestgehenden Umfange Nachahmung fände und bei etwaigen demnächst zu veran - staltenden Hautzsammlunqen die noch zurückbehaltenen Goldmünzen gegen Papiergeld umgelauscht würden.
Das Weihnachtsfest steht bevor, das Fest, an dem ein jeder im Kreise seiner Familie nach besten Kräften Freude zu bereiten sucht. Es ist ein besonderes Weihnachtsfest in diesem Jahre, an dem Unendlich viele Angehörige der großen deutschen Volksfamilie draußen im Felde stehen, unter Einsetzung ihres Lebens bemüht, mit der Sicherung der Grenzen Haus und Herd, Handel und Wandel der Heimat vor dem Feinde zu schützen. Mit Recht rüstet sich deshalb das deutsche Volk in allen seinen Schichten, den Truppen im Felde ein Weihnachts- fest zu bereiten. Anch das deutsche Handwerk will nicht zurückstehen. Sicherlich beabsichtigen auch die Vereinigungen des Handwerks für die Truppen im Felde in selbständigen Transporten oder im Anschluß an beliebige VeranftaltuUgen Gaben darbringen zu wollen. Dies war die Veranlassung, anzutegen, daß alle Gaben des Handwerks, soweit sie nicht für einzelne Angehörige persönlich bestimmt sind, der H e e r e s,v e r w a l t U n g dargeboten werden für die Truppen, denen sonst wenig oder gar keine Gaben von lieber Hand beschert werden würden. Auch für diese Krieger mutz gesorgt werden. Nicht ein e i n z i g e r d e u t- scher Soldat darf zu diesem Weihnachten ohne Weihnachtsgabe bleiben! Dieser Aufruf wendet sich an das gesamte hessische Handwerk, insbesondere auch an seine Frauen und Töchter, die an dieser Stelle besonders geeignet und berusen sind, werktätige Liebe zu üben. Die Heeresverwaltung hat sich bereit erklärt, Liebesgaben des Handwerks noch bis zum 12. Dezember d. Js. an den hiermit beauftragten Stellen entgegenzunehmen. Für den Bezirk der hessischen Handwerkskammer ist als 2 a m m e l - st e l l e zuständig : A b n a h m e st e l l e 2 beim 18. Armeekorps, Intendant urgebäude in Frankfurt a. M., H e d d e r i ch st r a! h e. Vvn hier aus wird der Weitertransport und die Verteilung der einzelnen Gaben auf das Heer nach Ermessen der Heeresverwaltung vorgenommen werden. Was die Sendungen selbst anlangt, können sowohl größere Pakete, als auär kleinere Päckchen in beliebiger Anzahl vereinigt an die oben genannte Stelle' eingesandt werden. Zur Kenntlichmachung kann der Absender in jedes einzelne Päckchen eine Karte einlegen. Es empsiehlt sich, die Pakete mit einer Aufschrift „Liebesgaben aUs dem Bezirk der hessischen Handwerkskammer" zu versehen. Das hessische Handwerk soll im Verein mit dem gleichen Be - russstande der übrigen Bundesstaaten beweisen, daß es besonders zu Weihnachten gern derer gedenkt, die hel - denmütio alle Schrecken des Krieges ertragen, um den Feind vom heimatlichen Herd fernzuhalten. Zur Auswahl der einzelnen Gaben durch die Spender schlägt das Kriegsministerium U. a. folgendes vor: Handschujhe, Hosenträger, warme West«, Strümpfe. Taschentuch. Bleistift mit Hülse, kleines Notizbuch, Zigarren, Tabakbeu-
Stand der Saaten, woraus er eine zufriedenstellende Antwort bekam. Dann fragte er plötzlich: „Ich störe Dich doch etwa nicht? Bitte, sag's nur ganz dreist. Dann gondle ich allein zurück."
Wieder mußte Bruno lächeln. „Nein, nein, Du störst nicht. Tätest Du's, dann sagte ich's Dir gewiß. Darin kennst Du mich doch zur Genüge, hoffe ich."
„Das stimmt. Aus Deinem Herzen machst Du nie eine Mördergrube."
„Mit andern Worten: ich bin ein Grobian, wie?" klang es lachend zurück.
„Nun, manchmal wäre Dir ein bißchen mehr Freundlichkeit sehr vonnöten."
Heiter zuckte Bruno die Schulter „Ja, das kann ich Dir nun leider nicht mehr versprechen."
„Verlang' ich auch gar nicht. Weil Du's doch nicht halten würdest."
„Könnte schon sein." Damit gab er seinen Gaul einem Knecht
In munterer Laune gingen sie weiter Ringsum, so weit man blicken konnte, war alles Gelände zu Schönau gehörig. Ein stattliches Gut. Und alles in denkbar bester Verfassung.
Während sie langsam, in heiterer Unterhaltung durch die Feldmark dahinschritten, sah Bruno bald rechts, bald links und erteilte hier und da, wo es angebracht war, kurze Weisungen und Befehle, und obschon er nie den Faden der Unterhaltung verlor, entging auch nicht ein Vorkommnis der Feldarbeiten seinem prüfenden Auge.
Onkel Klaus merkte das wohl. Und er batte seine helle Freude daran. Wie er denn diesen frischen starken und lcbensernsten Burschen schon von Jugend aus gern gehabt hatte.
„Wenn man Dich hier in Deinem Element sicht," sagte er gutherzig, „bist Tu ein ganz anderer, als neulich abend im Tanzsaal."
Der junge Landwirt nickte schmunzelnd. „Werde auch nie ein Gesellschastsmensch werden."
_ Jetzt ergriff der Alte die Gelegenheit, und schnell vers-tzte er: „Leider. Und deshalb bist Du auch stets so Liitfnm und hast noch immer keine Frau gesunden."
Aha. Jetzt begann es. Aber Bruno schwieg auch jetzt wieder. Nur innerlich freute er iirii
lel, Tabak, Tabakpfeise, Taschenmesser, NähMtz, Konserven, Dauerwurst, trockenen Kuchen,Honigkuchen, Scho-' koladc, Kakao, Marzipan, Keks. Beigabe alkoholischer Getränke ist nicht erwünscht, da die Heeresverwaltung im Bedarssfalie solche verausgabt. Es ist dringend notig, den Inhalt eines jeden Paketes durch einen Vermerk auf seinem Umschläge zu kennzeichnen, um der Heeresleitung die Berücksichtigung tatsächlich vorhandener Bedürfnisse und Wünsche des einzelnen Soldaten zu cr- möglicpcn.
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n Gießen. Die Hess. Tapserteitsmedaille erhielt Leutnant S r e v e r s von der Mafchinengewehrabteil- nng des Jnf.-Rtzts. Nr,. 116 aus Gießen. Er erhielt als erster Student bereits das- Eiserne Kreuz. — Die Beamten und Hilfsbeamten des Bahnhofs Giehen ausschließlich derjenigen der Güterabfertigung und der Betriebswerkstätte haben bei der letzten Gehalts- und Lohnzahlung 1069,22 Mk. gesammelt. 676 Mk. davon wurden der Stadt Gießen zur Unterstützung der Hinterbliebenen gesallener Krieger, der Rest dem Roten Kreuz übergeben.
o O f f e n b a ch a. M., 4. Dez. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung wurde die zweite halbe Million für die Kriegssürsorge bewilligt.
! Kassel, 4. Dez. Dem Freiheyn v. Seheffer- Bopadel, der bis zum l. Januar 1914 kommandierender General des 11. Armeekorps in Kaffel war, wurde der „Kreuzztg." zufolge der Orden Pour le meiste" verliehen.
! B i l l m a r a. L., 4. Dez. In dem Tunnel der Labnbahn nahe Villmar wurden die Landsturmmänner Löw und Schneider von hier während ihres, Wachdienstes von zwei Zügen, die sich dort kreuzten, über- sabren. Löw starb auf der, Stelle, Schneider verschied nach einigen Stunden im Limburger Krankenhause. Ein dritter Landstnrmmann aus Höchst a. M. konnte sich durch einen schnellen Sprung noch im letzten Augenblick in Sicherheit bringen.
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Literarischer.
? Sorge für die H i n t e r btt e E« n e n u. Kriegsversorgnng. Was soll man für den Fall seines Todes vorbereiten? Wie macht man sein Testament kostenlos selbst ohne Notar? Rat, Hilfe und Unterstützung für alle Hinterbliebenen rMffj Krieasver- sorgung. Mit Formularen und Beispielen von m jur. E. Karlemeper und Generalsekretär Paul L. -Berg. 100 Seiten. Preis 1.10 Mk. zu beziehen vom Verlag E. Abigt, unserer Geschäftsstelle und allen güten Brrchhand- lungen. Es ist jedermanns Pflicht, sein« Angelegenheiten rechtzeitig zu ordnen. Rasch tritt der Tod den Menschen an, das erkennt man so recht in ernster Kriegs - zeit. Niemand weiß, wie nahe ihm Jein End« ist. Darum ist e? heilige Pflicht des Lebenden, seine Familien-, Vermögens-, Er,b- und Wirtschaftsverhältnisse, so.zu ordnen, daß jederzeit für seine Familie, die Hinterbliebenen, alles Erforderliche besttmmt ist und sie nicht ratlos und unvorbereitet den Geschehniffen geAnüberstehen. Das vorliegende Büchlein enthält alles Notwendige über Testament, Erbrecht und Nachlaß, bis in's kleinste gehende Anweisungen für die Hinterbliebenen, die man als Muster-Anweisungen verwendet und Ausführliches über die Kriegsversorqung der Witwen und Waisiln. Es gehört daher in jede deutsche Familie, besonders inkfolche der Kriegsteilnehmer und wird Taufenden eine gute An weisuntz zur Sorge für die Hinterbliebenen sein, kann auch leicht den Angehörigen als Feldpostbrief nachqe - sandt werden, da es im Taschenformat vorli^gt. Man
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„ r-aoe tr- It,,,,,.,. yyir^i >.prr»t - - T.rT.U :... i
teressierier tori „Schon länoü tolltest Dn Frau und Kinder baden So gebärt sich bas für e-'nen Nicht wen Landwirt. Dit weint io vor nicht kür wen Da Dich auälst. Hast Du oder einen E'ben Kitt» bat die aan»c Sache voch erd einen Zweck. Darin wirst Dp mir doch recht aebcn muffen."
„Im attaeme "en. ici." erwider-e Brnos ielp ein wenia zöoernd. „aber ich le'-e ,<r auch to ccnt. m;jt, wie Du ff bst " i ’ <
„Unsinn! Ich !e e durchaus, nichts rgH. <N1 lebst! -eben nenne ich bas '"'':-r'>ättpt ^ -st 'in
ein Vegetieren! Ja. lächele T t nur, e>Jw wöwöfa . wie ich so.'»' Vr Inaaacsctt: ist '-r ,!» botberJRami. Und ich genr !."ar noch inerter ick, ''.-b.nnZe.t.eia ccr< mögender 3Tar::. tar F. n und sl.nt ernst,chn kann, bat sogar die Pstiiö:. zu beirren! 'Nwestl c?'
Wohin sollte ■> d -NU unter Sm-tsnttk'e» wenn
alle Männer s- dächten w!e Du' 'w-stir-DÜ n*>dt auch zcbnm >' ouSlaök''. , J ' r, ut' >».st -estii? sttawohl. ich crtto.-c t :- bi-r rund ste-on-z r n aas -.Deinem
Vaterland ejnin-b gist !an>ot»l'" ' - B
Bums! Nun bat - er 's aber bekommenk st«r Hieb mußte doch a eiestr,* stoben'
Jude-, süstl'e Stritt: ■ sich noch 'taut beffaotfch. El ließ sich nicht ans der N»bc brinoru nnd rbektche mit so nebenbei: „Na. ja. ich kann ia mal dänibetk nach denken " st
'Aber Onkelchen merkte, daß es d,w imnvttf' Hage stolzen doch nick'« ernst damit war, Delbalb bettbnn e: noch einmal: „Wenn ich nur t(f,tjti einen Grund ftit Dein« Handlungsweise fäftc. Aber ich finde absolu keinen'"
„Wer wein, vielleicht babc ich dock, eiiyjt *
„Nun schön, io "-No jgr, wir kow wen!-sfeuSk"
Fortsetzung folgt.
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