englische Kohle entfallen. Auf den Bremer Kohlen - markt gelangten im Berichtsjahr 1,7 Will. T. Kohle (gegen 1,5 Will. T. in 1912; wiederversandt wurden von dieser 815 000 (754 000) T. Hiewon gingen 694 000 T. als Schiffsbedarf, 16 000 T. seewärts und 14 000 T. land- oder flußwäris. Der Kohlenverbrauch Groß-Berlins stellte sich aus 6,7 Will. T. gegen rd. 7 Will. T. im Jahre 1912. Die Steinkohle war an diesem Verbrauch mit 4,54 Will. T. (67,54 Prpg.) beteiligt. Von den insgesamt verbrauchten Brennstoff - mengen stammten in 1913 24,6 Proz. (1,65 Will. T.) aus Großbritannien, 42,9 Proz. (2,88 Will. T.) entfielen auf deutsche Steinkohle; die Braunkohle war in 1913 mit 2,18 Will. T. — 32^ Prozent an dem Berliner Verbrauch beteiligt.
(Schluff folgt.)
Stadt und Land.
• Die Groffherzogin hat den Wunsch geäußert, zu ihrem morgigen Geburtstag keine B l u - m e n ( p e n b c n zu erhalten. Die hohe Frau würde es aber freudig und dankbar begrühen, wenn die dafür in Aussicht genommenen Betrage dem Roten Kreuz überwiesen würden.
• Der König von Preußen hat dem Eisenbahn - schafiner a. D. H o f m a n n in Großen-Lindcn, Kreis Gieffen, das Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze verliehen.
n Gieffen. Unter den hier eingetroffenen Verwundeten unseres 116. Jnf.-Regt. besinden sich auch solche, die sich vor dem Feinde durch außergewöhnliche Tapferkeit ausgezeichnet haben und infolgedessen das Eiserne Kreuz erhielten.
o Friedberg. Das Wintersemester der Stadt. Polytechnischen Lehranstalten beginnt am 12. Oktober.
! Heidesheim (Rheinh.). Die Brauereidirektorswitwe Köhler dahier hat 4 Söhne für unser tapferes Heer hergegcben. Alle vier starben den Tod fürs Vaterland!
• Offenbach. Nach amtlicher Schätzung sind aus unserer Stadt mehr denn 1 2 0 0 0 waffenfähige Männer zu den Fahnen einberufen worden.
' F r a n k s u r t a. M. Der Ehrenpräsident des Taunusklubs, Peter Kittel, der 1870 als Leut - nant mitgefockten hat, ist als Kriegsfreiwilliger unter die Fahnen gegangen. Kittel, der 65 Jahre alt ist, wurde als Hauptmann eingestellt.
).( Marburg. Der Direktor des pharmazeutisch- chemischen Instituts in Marburg, Geheimrat Dr. Ernst Schmidt, hat die ihm vor 9 Jahren verliehene goldene Haudbury-Medaillc dem Roten Kreuz überwiesen.
Mnastiiastme» zur Sicherung unserer nächstjährigen Ernte.
In der gegenwärtigen schweren bedrängten Lage des Vaterlandes ist es Pflicht eines jeden Landwirtes, für eine Zlckünfiige reiche Ernte an Brotsrüchten und Futtcrgewächse» zu sorgen, denn vor allem muff die Ernährung unseres Volkes durch reichliche Ernten und Erzeugung von Vieh gesichert werden. Da cs ungewiß ist, wie länge der Kriegszustand herrschen und damit die Zulsukir aus dem Ausland unterbunden sein wird, muh sich unser Augenmerk der nächstjährigen Ernte zuwenden. Besonders in den nächsten Wochen gi't es mit allen Mitteln dafür zu sorgen, daß wir 1915 eine große Ernte an Brotgetreide machen. Die kommende Herbstbestellung gibt den Ausschlag für die Ernährung Deutschlands.
Es ist in erster Linie dafür zu sorgen, daß die Bearbeitung des Bodens, soweit es die diesjährigen Verhältnisse gestatten, möglichst sorgsältig ausgesührt wird. Da sich der Aussall an menschlichen Arbeitskräften und Zugtieren sehr siihlbar machen wird, wird man, um durchzukommen, vielerorts auf das Schälen der Stoppeln verzichten und sofort zur Saat pflügen müssen. Rechtzeitige Saatsurche ist vor allem bei Roggen, der
ein gesetztes Land verlangt, Grunderfordernis. Zur Saat verwende man gut gereinigtes, bestes keimfähiges Getreide und lege den größten Wert auf Wintcrfestigkeit desselben. In sehr vielen Fällen wird man die Aussaatmengen ganz wesentlich herabsctzen können, um an Saatgut zu sparen. Voraussetzung dabei ist allerdings tadelloses Saatgut und Boden in guter Kultur. Da der Ernteertrag der deutschen Landwirtschaft, soweit menschliches Tun in Frage kommt, mit in erster Linie von der ausgiebigen Verwendung künstlichen Düngers ädhaugt, so mache man von diesen wichtigen Hilssmitteln gerade jetzt, wo das Ausfahren und Streuen des Stalldüngers noch viel größere Anforderungen an die augenblicklich besonders teure Gespann- und Handarbeit stellt, weitgehendsten Gebrauch. Die Landwirte dürfen sich keineswegs auf die alte Kraft des Bodens verlassen. In Frage kommen hauptsächlich Thomasmehl oder Superphosphnl, Kalisalze und als Stickstoff das deutsche Erzeugnis schwefelst Ammoniak. Während Thomasmehl ein Mischen mit Ammoniak nicht verträgt und mit den Kalisalzen zweckmäßig 8—14 Tage vor der Verwendung des schwesels. Ammoniaks gestreut werden muß, können Su- pcrphosphat, Kalisalze und Ammoniak unbedenklich miteinander gemischt werden und dann zur Verwendung gelangen. Man verwende im Allgemeinen pro Morgen etwa:
2 Ztr. — 2,5 Ztr. Thomasmehl oder 1,25 Ztr. bis 1,50 Ztr. Superphosphat.
2 Ztr. — 3 Ztr. Kaimt oder 1 Ztr. — 1,50 Ztr. 40 Prozent Kalisalz.
25—30 Pfd. schws. Ammoniak im Herbst vor der Saat (die zweite, Hauptgabe) Ende Februar oder Anfangs März als Kopfdüngung. '
Es ist zu berücksichtigen, daß unsere Eetreidearten namentlich zu Beginn des Wachstums reichlichen Slick- stcffvorrat im Boden verlangen, damit sie kräftig bewurzelt in und durch den Winter kommen. Deshalb vernachlässige man unter keinen Umständen die Stick - stoffdüngung im Herbst.
Nach den vorliegenden Ernteschätzungen ist die Ernte sehr gut aüsgesallen und es darf angenommen werden, daß die Landwirte arte dem Verkauf der Erzeugnisse genügende Mittel zur Verfügung haben, um Düngemittel in größerem Umfang« als bisher zu beziehen. Bei einer solchen Sachlage darf der Landwirt nicht das Bestreben haben, sein Geld sestzuhalten, anstatt es nutzbringend durch den Ankauf und die Verwendung von Kunstdüngemitteln anzuwenden. Durch ein derartiges Verhalten würden sie lediglich die Not der Zeit erhöhen.
'" *
Landwirte sorgt für nornialc Wintcrbcstcllung.
Nachdem die Getreideernte säst ganz geborgen ist, wird es in dieser ernsten Zeit zu einem dringenden Gebot, mit allen Mitteln für eine normale Winter- b e st e l l u n g zu sorgen. Es ist unter, allen Umftäru den erforderlich, daß die Winterbestellung, Bodenbearbeitung, Düngung mit tierischem und künstlichem Dünger sowie Aussaat in demselben Umfange und mit derselben Sorgfalt vorgenommen wird, wie in Friedensjahren. Da das Wintergetreide in Deutschland fast 60 Prozent der gesamten Getreidefläche beansprucht, würde eine Vernachlässigung oder Einschränkung unserer Winterbestellung gegenüber ihrem normalen Friedensstande geradezu eine Katastrophe nicht nur für die Landwirte selbst, sondern für die gesamte Bolkserpähr- ung herbeiführen können.
Literarisches.
? Unsere Truppen in Frankreich oder Belgien brauchen zur Verständigung mit der Einwohnerschaft kurzgefaßte praktische Sprachfüh- r e r. Die Otto Rvbertffchen Sprachführer aus dem Verlag Otto Maier in Ravensburg, die ihrer Zweckmäßigkeit halber überall bekannt und eingefiihrt find, sind nunmehr durch Beigabe einer Ergänzung „Für unsere Truppen im Felde in französische F e l d s p r a ch - s ü h r e r verwandelt worden. Eine Verbindung von
| Deutsches Erzeugnis! |
Ttollwerck „Gold"
Schokolade ( Hakao-Pulver
Tafeln . Täfelchen . Plättchen ) 123 250 500 Gr. Pakete
25 H 50 H (00 H ) 50 A \ Jt. 2 A
--Ileberall erhältlich. -
| Deutscher Erzeugnis! |
Rlelallbetten
polzrabmenmatratzen, Kinderbetten Eifenmöbelfabrik. Lnstl i. Thür.
Hautleiden
entstehe» dnra, unreines Pint. könn e» deshalb auch »nr durch W innere Beständig. gründlich ». dauernd geheilt Werden.
Jetzt bin ich in der Lage Ihnen meinen herzlichen Dank für Ihre wundervoll heilende Medizin die mich vollständig von dem schau derhafteu Hantleide« befreit hat, voll und ganz zu zollen, «uftav Lichttug, Müchrl» iBez. Halle.)
Die patentamtlich gcschütz en Haillnillpn 6nd in Wiehe» in der D0ul|JlllbU Pelikan-Avoteke zu Hab. aw Versendet auch nach Auswärts.
“ Lahmt -
ßbrador-. Bimptem
1 lillllÜlllllltllimÄSil
[ZXihns Sei/en-TabriMen-ßärmen
iDStilot Boltz
Ilmenau I. Thür. Prosp. frei
Konversationsbuch und Wörterbuch sind diese Sprach - sührer von jedermann, der sie auf Reisen benützte, als äußerst praktisch bezeichnet worden. So bietet nun diese Kriegszugabe unseren Tyrppen ein allzeit bereites Hilfsmittel im Verkehr mit der Bevölkerung. Das geringe Gewicht dieser Sprachführer bei aller Reichhaltigkeit (Ausgabe B mit 100 Seiten nur 50 Gramm) wird von den Soldaten als Wohltat empfunden. Wer feinen in Frankreich kämpfenden Angehörigen etwas Nützliches zui- wenden will, dem können die Otto Robcrlffchcn Kricgs- fprachführer bestens empfohlen werden. Es gibt 3 Ausgaben: die mittlere Ausgabe B wird den Mannschaften am willkommensten sein, der Preis beträgt bei 100 Seiten nur 80 Pfg.
Zwei neue Kriegskarten sind in unserem Verlage zu haben, die allen Anforderungen, die an wirklich gute Kriegskarten gestellt werden können, in jeder Beziehung entsprechen. Die beiden Karten, je eine vom östlichen und cstie vom westlichen Kriegsschauplatz, sind im Formate von je 60 : 90 Zentimeter bei einem Maßstabe von 1 : 2 000 000 in ganz vorzüglicher Ausführung in mehrfachem Farbendruck zu dem beispiellos billigen Preis von nur je 40 Pfg. zu haben. Beide Karten sind ausschließlich zum Zwecke der Orientierung während des Krieges hcrgestelll und umsaffen das Gebiet von Petersburg im 'Norden bis Sofia im Süden, von Kiew im Osten bis Hordeaur im Westen nnd berücksichtigen die Grenzländer der kriegführenden Staaten ganz ausführlich. Das Kartenbild ist trotz der ins einzelne gehenden Beschriftung außerordentlich klar und übersichtlich. Die Ränder der Karten enthalten etwa 200 Kriegsfähnchen der verschiedenen Armeen zum Ausschneiden und Aufstecken auf Nadeln.
. Verantwortlich: Al bin Klein, Gießen.
Aufruf!
„Heimatgrüße" für unsere Tapferen im Felde.
Der Evangelische Feldpropst der Armee beabsichtigt, in Gemeinschaft mit geeigneten Mitarbeitern zur Ergänzung der Seelsorge draußen im Felde monatlich mehr - mals Ansprachen religiösen und vaterländischen Inhalts als „H e i m a t g r ü h e" an unsere Truppen in Mas- senaufiftgen hinauszusenden.
Zur Bestreitung der nicht unerheblichen Kosten dieses Unternehmens reichen die im Voraus zur Verfügung gestellten Beträge bei weitem nicht aus. Zur Förderung der guten Sache wende ich mich deshalb an die opferfteudige Vaterlandsliebe in Stadt und Land und alle, die — mögen sie Angehörige bei unserer Truppe im Felde haben oder nicht — unsere Tapferen draußen neben der Predigt ihrer Pfarrer,, die doch nur selten an den Einzelnen herankommen kann, auch mit einem gedruckten Seelsorgerwort versorgt wissen möchten, und bitte um Gaben für diese seelsorgerlichen Heimatgrüße.
Die Beiträge bitte ich entweder; durch die gütige Vermittelung der dazu gewiß bereiten Herren Orts - pfarrer oder direkt an mich (Frankfurt a. M., Bleich - ftrahe 18) mit dem Vermerk „Heimatgrüße" freundlichft einsenden zu wollen.
Der MililärDberpfarrcr XVIII. Armcckorpö.
R o s e n f e l d, Konsistorialrat.
Die vollständigen Verlustlisten
werden in unserer Erpedition,
Leltersweg 83
(mittlerer Laden)
I zu 5 Pfg. für das Stück veckauft.
Gießener Zeitung.
Studiereu Sie d. %* eltbekannt Selb."Unterrichtsbriefe Methode Rugtin
Die landwirtschaftlichen Fachschulen
kl Handbücher zur Aneignung der Kenntnisse, die au landwirtschaftl.
B Fachschulen gelehrt werden, u. Vorbereitung zur Abschlussprüfung fl der entsprechenden Anstalt. — Inhalt: Ackevbaulehre, PUanten- fi baulehre, landwirtschaftliche Betriebslehre und Buchführung, Tier- 9 produktionslehre, landwirtschaftlich-* Chemie, Physik, Mineralogie,
3* Naturgeschichte, Mathen,.. Deutsch l'r trzös , Geschichte, Geographie.
B .v.s.abe A: Lnnitv, iit .chn'ttscUule fj Ausjabe B: Arkorlinnsciiutc -
• \ spabe C: I.iuulw irisg lmVi i. W iiitrrsrliiile £ Aushübe D: Fndisclinle
H .ige Schulen bezwecken, eine tüchtige allgemeine und eine vor- H tägliche F&chschnlbildung zu verschaffen Während der Inhalt der S Ausgabe A den gesamten Lehrstoff der Landwirtschaftsschule ver- -.ittclt u. das durch «las Studium erworbene fieifezeugnis dieselben Berechtigungen gewährt wie die Versetzung nach der Obersekunda hbh Lohranstalten, verschaffen die Werke B u. C die theoretiachen Kenntnisse, die an einer Ackerbau'Chule bzw landwirtschaftlichen Winterachn e gelehrt werden Au«gab» I» ist für solche bestimmt, die nur die rein landwirtschaftlichen Fächer beziehen wollen, um sich die nötigen Fachkenntnir.se anzueignen.
Auch durch das Studium nachfolgender Werke legten sehr viele Abonnenten vortreff! che Prüfungen ab and verdanken ihnen ihr ausgezeichnete» Wissen, ihre sichere einträgliche Stellung:
Der Einj.-Freia;., Das ftbUurlentenexomen, Das Gymnasium, Das Rzalgymn., Die Ober- realscfcuie, Das Lyzeum, Der geh. Kaufmann.
Ausftihrl Prospekte u . I,.'',!>le Dankschreiben Über b c«tunder»e Prüfungen, die dur> i l>- Studium ■ 1 ei Methode liustin abgelegt sind, g, ati». — Hervor mg.-.i«!«- l.rtolge. — Bequeme monatliche Teilzahlungen. — ltrl**»M«-l«**r IViniinterrlcIil. — .t na tollt« • MeiiduiigPii öl,,,, Itiinlinu'ii; I»,* r,‘l l« 1 1 II g« t.
Bonness &. Hachteld. Vert.-tg. Potsdam 8 0


