Ausgabe 
12.8.1914
 
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vir. 65.

Mittwoch, den 12. August 1V14.

Telephon Nr. 362. 2(1. Itlhrg.

Wieder ein deutscher Sieg.

1 französische Fahne, 2 Batterien und 4 Maschinengewehre erobert, sowie 700 Franzosen gefangen

bei Lagarde in Lothringen, das bedeutet wirklich einen Sieg, wenn man bedenkt, dag die deutschen Truppen noch im Anmarsch sind.

4000 Gefangene bei Lüttich.

Berlin. (Amtlich.) Lüttich ist sest in unseren Händen; die Verluste des Feindes waren groß. Der Ablransport von 3000 bis 4000 Belgiern nach Deutsch­land hat bereits begonnen. Nach den vorliegenden Nach­richten hatten wir in Lüttich etwa 45 000 Mann, d. h. ein Viertel der gesamten belgischen Armee gegen uns.

Acht ruffifchc Geschütze erobert.

Berlin, S. Aug. (Amtliche Meldung.) Grenz - schutzabteilungen in Biala, zehn Kilometer östlich von Johannisburg (Ostpreußen), haben den Angriff einer russischen Kavalleriebrigade zurückqewiesen. Acht Ge­schütze und mehrere Munitionswagen sind in unsere Hände gesallen.

In Echmalleningken, drei Meilen östlich vcn Tilsit, wurden drei Kompagnien Landwehr von 2 russischen Jnsanteriekompagnien und einer Maschinenge- webrkompagnic angegriffen. Die Landwehr zwang die Nnffcn zum Rückzug auf Jurborg.

Die deutsche Flotte

fft eifrig an der Arbeit und hat allerwärts, wo sie sich gezeigt, großen Mül bewiesen. Das 'heldenmütige Vor­gehen der kleinenKönigin Luise" uMer Führung des unerschrockenen Kommandanten, Korvettenkapitän B i er­mann, vor der Temse hat in England tiefen Eindruck gemacht.

18 Bundesfürsten im Felde.

Berlin, 8. Autz. Wie wir an bestunterrichteter Stelle erfahren, haben bisher 16 deutsche Bundesfürsten ihre Teilnahme am Feldkrieg, zum Teil in den aktiven Hecresverbänden angezeigt.

^esterreictnscke DZaffenerfolge.

Die bis Mjcchow, etwa 30 Kilometer nördlich von Krakaü, vorgedrungenen österreichischen Truppen setzten am 8. August die Offensive fort und besetzten bis zum Abend Ortschaften ungefähr 40 Kilometer vorwärts. Die bisher an der Weichsel stehenden Grenztruppen über­schritten den Fluh und setzten sich am jenseitigen Äser

Oesterreich und Frankreich.

Die französischen und österreich-un­garischen Botschafter in Paris und Wien haben ihre Paffe erhalten und sind jeder nach seinem Land ab­gereist. Damit haben die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern aüsgehört.

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Aufruhr in Südfrankreich

so meldet der Mitarbeiter derRh.-W. Ztg." aus Nizza und Monte Carlo. Die italienische und französische Be­völkerung stehe sich seindlich gegenüber.

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I gen in Brüssel «eignete, übertrifst alles das, was sich die glühendste Phantasie ausmalen kann. D« Deutschen­haß wird in sanaiischst« Weise gepredigt.

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Aus Rußland.

DieNationaltidende" berichtet aus Stockholm über die Zerstörung H a n g o e s in Finnland durch die Russen. Die Russen versenkten am letz­ten Sonntag und Montag einen großen Dampfer im Haseneingang, ferner alle Hafenkräne, sprengten die Eisenbahnwerkstätten und die Hafenmole in die Lust, steckten 30 Magazin« in Brand, zerstörten die Eisen - bahnlinien und sperrten die Einfahrt nach Petersburg, die durch Torpedobootsslottillen bewacht wird.

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Vcrfchicdcne Kriegs-Nachrichten.

Vor der Hauptstadt von Tcgo, Lome, ist eine starke englische Truppcneipedition von der benachbarten englischen Kölonie Eoldküste erschienen. In Abwesen - heit der kleinen Polizeitruppe und sämtücher wehrfähigen Weißen, die sich mit dem stellvertretenden Gouperneur zum Schutze wichtiger Punkte ins HiMerland begeben hatten, nahmen die Engländer von der Hauptstadt Be­sitz-

Eine National st istung für die Hinter­bliebenen der im Kriege Gefallenen ist, nach einer Meldung aus Berlin, in Bildung begriffen. Der Mini­ster des Innern von Loebell und Kommerzienrat Sol- berg sind in das Präsidium eingetreten.

Berlin. Der Zudrang deck Kriegsfreiwilligen übersteigt alle Erwartungen. Bon zuverlässiger Seite wird mitgeteilt, daß sich bisher im Deutschen Reich über 1 300 000 Kriegsfreiwillige gemeldet haben.

Berlin. Die am 5. Mobilmachungstage «öffnete Zentralmeldestelle für das Rote Kreuz hat bisher 32 000 Anmeldungen zuM Dienst in die Freiwillige Kranken­pflege entgegengrnommen.

Generalfeldmarschall Freiherr von der Goltz hat in einem gestern am 11. AUgust von Charlottenburg aus erlassenen Aufruf an den Jung - deutschlandbuNd mit erwähnt, daß eine Verordnung bald herauskommen werde, wonach die älteren Klassen vom 16. Jahre aufwärts für den Kriegsdienst vor­bereitet werden. Er sagt weiter, daß Deutschland schwer bedroht ist, der Feind will unser herrliches Vaterland zerstückeln und vernichten. Jungdeutschland wird aber stramm mit helfen, daß Deutschland siegreich bleibt.

Oberpostdirektor D'o m i z l a s s zu Leipzig ist zum Feld ob «Postmeister der deutschen Armee ernannt worden.

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In London ist eine Deutschenfurcht ausgebrochen; 30 000 Deutsche sind noch dort.

Bei der serbischen A r m e e beginnt Verpflegungs­mangel sich fühlbar zu machen.

Die albanischen Aufständischen haben den inneren Hader vergessen und sind mit Truppen des Für­sten nach der serbischen Grenze abgerückt.

Rumänien und Bulgarien führen dreibund - freundliche Verhandlungen, um Oesterreich-Ungarn zu decken.

einige Ausführungen über Deutschlands geldverfassung im gegenwärtigen Weg.

Bon Gch. Finanzrat B a st i a n - Darmstadl.

ZU der Genugtuung über den flotten Verlauf der Mobilmachung darf die Befriedigung über den Stand

unseres Geldwesens treten. Das Verttauen zur Hüterin unserer Währung, d. h. der Deutschen Reichsbank, ist unerschüttert und neu gesestigt. Mit der Einsicht, daß unser Geldwesen selbst den Stürmen einer Mobilmach­ung standhielt, ist rasch die Rühe wiedergekehrt, und an unseren Bankschallern wird kaUm noch der Wunsch laut, Noten oder Kassenscheine in bares Geld umgewechsell zu erhalten. Allmählich sangen auch die Einzahlungen wie­der an, die Auszahlungen zu übersteigen. Hartgeld, das man sich aus übertriebener Vorsorge auf Vorrat hin­gelegt, findet den Weg zu den Kaffen zurück, nachdem man sich davon überzeugte, daß man immer Geldzeichen erlangen kann, wenn man sie braucht, daß also Opfer an Zinsen auf Geldvorräte sinnlos sind. Seit allgemein bekannt wurde, daß Banknoten und Reichskassenscheine vollwertige übrigens auch gesetzliche Zahlungsmittel sind, sind auch die Klagen über Schwie­rigkeiten bei der Verwendung von Scheinen verstummt. Abschläge vom Nennwert zu machen, zieht Sttafe nach sich.

Wer sich nun klar macht, daß er keinem Opfer ar>S- gesetzt ist, und daß er kein« Anstände bei der Weiter - gäbe zu befürchten hat, wenn er Noten statt Gold und Silber^ entgegennimmt, der sollte auch vorrätiges Gold- und Silbergeld schleunigst in Noten umwechseln, was alle Kaffen und Banken bereitwilligst besorgen.

Das Geld gelangt auf diese Weise zur Reichsbank, um dort als Unterlage für neu aUszutzebende Noten zu dienen neben kurzfristiger guter Wechseideckung. Je 100 Mark Gold ermöglichen die Ausgabe von 300 Mark Noten, wenn noch die vorschriftsmäßige Wechfeldeckuttg dazutritt. Wer sich darüber noch keine Gedanken gemacht hat, der mag ja fragen, warum es denn patriotisch ist, Goldmünzen autz seinem Privatbesitz sreizugeben, sich also mit Noten zu begnügen, und warum es unpatrio- trsch sein soll, für das, was er zu erhallen hat, Gold zu verlangen. Mer aber Nachdenken will, der kann nicht zweifelhaft sein, der muß dazu helfen, daß alle Gold­münzen alsbald umgetauscht werden in Scheine. Für den Einzelnen in seiner Privatwirtschaft ist es ganz gleich­gültig, ob er das, was er zu bekommen hat, in Gold oder in Noten erhält, aber für die Volkswirtschaft ist es deswegen nicht gleichgültig, weil das Gold, das im Verkehr umläuft, nicht mehr dienen kann als Unterlage für die Ausgabe von Banknoten.

Daß die Deutsche Reichsbank nicht aus Gründen des Eoldschutz.es zu einer Diskont-Erhöhung zu schreiten braucht, dazu kann jeder mithelfen, wenn er Verständ­nis dafür verbreitet, daß das Gold nicht in den Privat­besitz gehört. Man braucht nicht zaghaft in die Zukunft zu sehen und kann doch der Ansicht sein, daß Alle zu­sammen Helsen müssen, um den Erfolg des Völkerrin­gens dem deutschen Reich zu sichern.

Wir haben ein gewaltiges Interesse daran, daß auch dem Ausland gegenüber unser Geldwesen und unsere finanzielle Rüstung als unerschütterlich ihren Namen be­halten. _ Das muh für alle Zeilen ein glänzendes Blatt iu! unserer Finanzgeschichte bleiben. Darum verbreite jeder, der weiß, daß eine gute Geldversassung eben auch unser Ansehen in der Welt fördert wie ein siegreicher j Krieg, in seinen Kreisen Verständnis für diese Notwen­digkeit, das Gold als Grundlage für die Notenausgabe dienstbar zu machen. Nicht ein Opfer wird verlangt, sondern nur ein klein wenig Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit dieser Funktion des Goldes.

Der englische Schatzkanzler hat unlängst diese Seite des Wirtschaftslebens während des Kriegszustandes in äbnlichem Sinne berührt und an seine Landsleute die Mahnung gerichtet, nicht aus übertriebener Aengftlichkeit sich Gold daheim hinzulegen, das damit «in« wichtigen wirtschaftlichen Funktion entzogen werde.

Ueber Belgien ist der B e l a g e r ü n g s z u - and verhängt worden. Was sich in den letzten Ta-

nabrbafi, woblfcbmeckend.

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