Ausgabe 
12.8.1914
 
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Darum bei dieser Gelegenheit noch eine Anregung: Wer es kann, der zahle seine Wehrsleuer in vollem Be­trag alsbald unter Verzicht auf die unter anderen Um­ständen seinerzeit eingeräumte Stundung und zwar in Gotd, selbst wenn er es erst gegen Scheine zusammen - suchen mutz.

jHu$ Stadl und Land.

* Sieben. Die Ziehung der Gewerbeausstell- ungs-Lvtterie ist für unbestimmte Zeit vertagt wor­den.

* Seitens der land- und forstwirtschaftlichen Be- rufsgenofsenschaft für das Grotzherzogtum Hessen zu Darmstadt wird darauf hingewiesen, datz die zu zahlen­den R e n t e n b e 1 r ä g e und sonstigen Leistungen nach den gesetzlichen Bestimmungen durch den Kriegszustand nicht berührt werden.

n G i e tz e n. Herr Gerichts affest or Hans M e u s e- z a h l aus Darmstadt bestand die juristische Doktor­prüfung in Giehen mit der Note cum laude auf Grund seiner Dissertation:Der Schutz der Ehefrau nack> dem Eherecht des Bürgerlichen Gesetzbuches."

* Die G ietzene r Hassia-Vereine haben am Donnerstag abend imFelsenkeller" eine gemeinsame Mitglieder-Verfammlung, zu der auch die gesamte Ein­wohnerschaft geladen war, abgehalten. Kamerad Schlof- sermeister Hansel hatte- den Vorsitz und betonte in seiner Ansprache, datz die Bahnen im Lande zu schüt­zen und den hilfsbedürftigen Angehörigen der ins Feld gezogenen Krieger beizustehen erste Pflicht des zurückge­bliebenen Kameraden ist. Geheimrat ProfessorDr. Eck, der Rektor unserer Landesuniverfilät, erinnerte in seiner markigen Ansprache daran, datz jetzt weit mehr als 1870 deutsche Kultur, deutsche Industrie, deutsche Wissenschaft und deutsche Art gefährdet ist. Es steht alles auf dem Spiel und unseren Truppen mutz durch schnelle Zufuhr von Ersatzleuten, von Lebensmitteln re. ihre schwere Auf­gabe erleichtert werden. Ilm das ständig sicher und schnell tun zu können, dazu müssen unsere Bahnen im Betrieb erhalten werden, dieselben im Inland vorruch- losen Zerstörern beschützt werden. Sein Appell: Kecht Viele möchten sich zum Wachdienst sür hiesigen Bezirk melden. Der Aufforderung kamen natürlich sehr viele der noch freien Kameraden nach. Eine dann noch ver­anstaltete Eeldsammlung brachte 101,50 Mk. zusammen. Die Unterstützungen sollen, wie der Ehrenvorsitzende des Eietzener Hastiabezirks, Pcftsekretär a. D. Meyer, be­sonders hervorhob, Kameraden von allen deutschen Bun­desstaaten, die hier gerade der Unterstützung bedürfen, zu teil werden.

Kriegs-Erfrischungen. Schwere Tage voller Entbehr­ungen stehen unseren Lieben, die für uns ins Feld gezogen sind, bevor. Die Daheimgebliebenen gedenken der Fernen mit banger Sorge und wohl bei den ineislen wird der Wunsch rege, die Strapazen des Feldzuges zu mildern, soweit es in ihrer Macht steht. Zu denjenigen Nahrungsmitteln, denen die Wissenschaft eine besotidere Nährkrnst zugesprochen hat, gehört vor allen Din­gen die Schokolade. Sie hat sich schon in früheren Kriegen treff­lich bewährt und sie wird in den kommenden Zeiten im Felde eine noch grvhere Rolle spielen. Sie nimmt wenig Play ein und lästt sich darum leicht im Tornister verpacken. Aus anstren­genden Märschen unterdrückt sie nicht nur das Hungergefühl, son­dern beugt auch der vorzeitigen Erschlaffung vor.

Diesem Umstande Rechnung tragend, hat die bekannte Scho- koladensabrik von Gebrüder Stollwerck A. G. in Köln eine beson­dere Abteilung, die K.-Abteilung, eingerichtet, bei der Bestellungen aus Nachsendung nicht nur von guter Schokolade, sondern auch von erfrischenden Pfeffermünz-Pastillen an die im Felde stehen­den Soldaten angenommen werden.

Die Abteilung versendet diese Waren in frankierten Feld­postbriefen von ea. 25ll Gramm und zwar aus Wunsch nur Scho­kolade oder nur Pfeffermünz oder auch beides abwechselnd oder beides gemischt. So ein Doppelbrief kostet 1 Mk. Wir machen auf die heutige Anzeige der genannten Firma aufmerksam, aus der alles "Nähere heroorgeht.

n Eietzen 11. Aug. Der B a u e r's ch e Ge­sangverein hak in seiner gestern Avend slattgesun- denen außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, aus seinem Vereinsvermögen 200 Mk. dem Roten Kreuz und 300 Mk. für die ins Feld gezogenen Mitglieder zur Verfügung zu stellen.

o Bad-Nauheim, 10. August. Der Grotzher- zogliche Badedireklor gibt folgendes bekannt: Nachdem vielfach die S a l z p l e i s e im Kleinhandel auf eine ungerechtfertigte Höhe getrieben worden sind, bin ich beauftragt 1. in Bad-Nauheim selbst eine Stelle für Kleinverkauf von Salz einzurichlen, 2. den Städtever - Wallungen der grötzeren und mittleren hessischen und be­nachbarten preußischen Städte und Orte durch RNNd - schreiben Mitzuteilen, datz von ihnen Salz zur Versorg­ung des lausenden Bedarfs bei der Grotzh. Salinenver­waltung Bad-Nauheim bezogen werden kann. In bei­den Fällen muh die Gewähr gegeben sein, datz das Salz zur Befriedigung des laufenden Bedarfs, das unmittelbar' an die Konsumenten und zu entsprechend normalen Preisen abgegeben wird, datz also die Spekui- lation dabei ausgeschlossen bleibt. Zu diesem Zweck wird das Salz von der Kleinverkaufsstelle Bad-Nauheim und den kommunalen Verkaufsstellen nur in kleineren Mengen, höchstens etwa 3 Pfund an die ein­zelnen Haushaltungen, abgegeben werden dürfen.

Beranntmachung.

Auher den ausgebildeten Landsturmpflichtigen der Jahresklassen 1895 bis 1890, welche sich am 16. Mo- bilmochungstag, vormittags 8 Uhr, in der Zeughaus - kaserne in Gietzen zu gestellen haben, haben sich zu die­ser Zeit auch diejenigen Mannschaften zu melden, die jüngeren Jahresklassen angehören, aber bereits das 39. Lebensjahr überschritten haben.

4. Mobilmachungstag, 5. August 1911.

Er. Bezirkskommando Giehen.

Kriegs-Erfrisc h ungen

für unsere Söhne u. Brüder im Feldzuge

und das beste Nähr- und Kräftigungsmittel, sind gute

Stollwerck- Schokoladen und Pfeffermünz-Pastillen.

Eine besondere Abteilung unserer Fabrik, die K-Abteilung, ist organisiert um obige Erfrischungen täglich, jeden zweiten Tag, oder sonst nach Wunsch der Angehörigen, durch Feldpostbrief, der 250 Gramm wiegen darf, den Truppen nachzusenden.

Mit Hilfe der ihr vom Generalstab zustehenden Listen wird die Kaiserliche Feldpost, die heute noch besser wie 1870/71 organisiert ist, täglich über den Standort der Regimenter unterrichtet.

Wir empfehlen in Briefen zu 250 Gramm brutto

Proviant-Schokolade zum Essen, ferner Pfeffermünz-Pastillen

in praktischen Rollen,

die ein wahres Labsal bei Ermüdung, Durst etc.sind.

per Feldpostbrief

(einschliesslich 20 Pfg. Porto)

Mk. 1.

Die Pakete können im Tournister oder in der Reiterpacktasche als eiserner Bestand handlich untergebracht werden. Die Fabrikate bieten in allen erdenklichen Feldzugsnöten eine stets willkommene Abwechselung in der Ernährung und sind dem erschlaffenden Krieger in allen Witterungslagen und bei grossen Anstrengungen eine kräftige, augenblicklich wirkende Erquickung.

Das mehr denn 40jährige Ansehen unserer Firma bürgt für gewissenhafte und zuverlässige Aus­führung aller Aufträge und für nur tadellose Qualitäten.

Genaue Angabe über wöchentliche Versendungszahl, ob abwechselnd Schokolade- oder Pfeffer­münz-Pastillen und genaueste Mitteilung der Adressen Vor- und Zuname, Dienstgrad, Korps, Divi­sion, Regiment, Kompagnie, Eskadron, Batterie unter Beifügung des Betrages mit Postanweisung oder Einschreibebrief erbeten.

Gebrüder Stollwerck a.-g., K-Abteilung

Köln Berlin München Bremen.

Jede Verkaufstelle unserer Fabrikate nimmt Bestellungen entgegen.

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