Staat beteiligt sei. Aus Aniah der Ereignisse haben die österreichisch-ungarischen und die italienischen Kriegsschiffe in Durazzo bereits Truppen gelandet, um die sürstliche Familie zu schützen.
Prinz steinslcb'Mg im.
Der diesjährige „Prinz-Heinrich-Flug", die bedeutsamste deutsche Flugveranstaltung, in deren Kreis bekanntlich diesmal auch Hamburg einbezogen wurde, hat am Sonntag iii Darmsladt mit dem programmäßigen Start begonnen. Pynz Heinrich und der Eroßherzog und die Großherzogin von Hessen wohnten dem Start bei. Als erster Flieger stieg um 4 Uhr 2 Min. Oberl. v. Beaulieu auf. Der zweite Flieger konnte erst eine halbe Stunde später starten. In Zeitabständen von un- gesähr einer Minute starteten folgende Flieger: Leutnant Freiherr v. Thuena, Viktor Stöffler, Leutnant Bonde, Leutnant Schlemmer, Oberl. Emrich, Leutnant Walz, Leutnant von Hiddessen, Leutnant v. Bullar, Leutnant Pfeiser-Schauenburg, Ober!. MMig-Hoffmann (anstatt Leutnant Wentscher Nr. 20), dann Oberleutnant Kolbe, Diplomingenieur Thelen, 'Ober!. Ladewig, Schlegel, Oberl. Joly, Oberl. Geyer, Paschen, Oberl. Hantelmann, Preßell, Friedrich, Freindt und Krumsiek. Prinz Heinrich und der Erohherzog fuhren nach dem Start nach Worms.
Straßbürg, 17. Mai. Die Flieger kamen von Darmsladt morgens bei Nordwind von 20 Sekunden - meiern an. Zuerst Oberl. v. BeaulieU und dann Viktor Stöffler. Um 6 Uhr 50 Minuten hatten bereits zwanzig von vierundzwanzig Fliegern Strahburg passiert. Trotz der frühen Morgenstunde und des regendrohenden Wetters hatte sich ein zahlreiches Publikum versammelt, darunter auch der Statthalter Dr. v. Dallwitz und Eou- verneur Generalleutnant v. Eberhardt.
Frankfurt a. M., 17. Mai. Im Laufe der Vormittags sind hier 19 Flieger angekommen, nachdem die erste Etappe über Strahburg durchflogen war. Von diesen 19 sind bis mittags 12 Uhr 17 weitergeflogen.
Oberl. Kolbe ist aus dem Rückslüge von Köln nach Frankfurt bei Hechtsheim bei Mainz abgestürzt, wahrscheinlich infolge Erplosion, Führer unversehrt, Beobachter Leutnant Röhde schwer verletzt, später gestorben.
Pforzheim, 17. Mai. Das Flugzeug 19, ein Luftverkehrs-Doppeldecker, ist infolge Erplosion der Motoren bei Moosbronn in der Nähe von Pforzheim aus etwa 30 bis 45 Meter Höhe abgestürzt und in Brand geraten. Der Flugzeugführer, Leutnant Walz vom bap- rischen 8. Infanterie-Regiment, kommandiert zum bayrischen Fliegerbataillon, ist leicht verbrannt. Beobachter Leutnant Müller ist tot. Das Flugzeug ist völlig zerstört.
Der Flieger Helmuth H i r t h ist Sonntag vormittag von Konstanz kommend, mit einem Albatroß-Dop- peldeckec aus dem Mannheimer Ererzierplatz gelandet. In seiner Begleitung befand sich der Inhaber des Weltrekords für Dauerslüge Langer. Hirth hat die Strecke Konstanz-Mannheim in zwei Stunden drei Minuten zubückgelegt.
H a l b e r st a d t. Auf dem Flugplätze überschlug sich infolge Flügelbruchs am Sonnabend nachmittag eine von Köln kommende Albatroß-Taübe in einer Höhe von etwa 500 Metern. Die Flieger Leutnant Wiegandt vom Jnfonterie-Rcgiment Nr,. 122 sowie Oberleutnant Fel- linger vom Pionierbataillon Nr. 3 sind t o t.
){u$ Sfadl mid Land.
* ©in Landrcit gegen die vielen Feste. Der Kgl. Landrat des Kreises Schlüchtern schreitet gegen die von Jahr zu Jahr sich steigernde Vergnügungssucht ein; er ersucht die Bürgermeister, die Vercinsvorstände und auch die Vercinswirte bald davon in Kenntnis zu setzen, daß in Zukunft dreitägige Festveranstaltungen grundsätzlich nicht mehr und zweitägige Feste nur dann noch genehmigt werden, wenn sich mehrere Vereine eines Ortes zu einer gemeinsamen Feier ihr-r Gedenktage usw. zusamenschlicßen.
* Warum es so kalt war. Nach den Aussagen von Wettersachverständigen ist es seit dreißig Jahren im Wonnemonat Mai nicht so kalt gewesen, wie in diesem Jahr. In verschiedenen Teilen Deutschlands und Englands sind Schnofälle vorgekommen, und die Temperatur ist stellenweise unter den Gefrierpunkt gesunken. Die Ursache dieser abnormen Kälteerscheinung soll in dem außeiocdentüch späten Winter in den isländischen Regionen liegen, wo noch immer stacker Frost herrscht und kaum ein Anzeichen des Frühlings zu spüren ist Durch die Lustbcwegung wird dann diese Kälte- schicht auch zu uns herübeigebracht und ruft so erhebliches Sinken der Temperatur hervor.
* Mi l li o n c n z i ffc r n der Post. Die Zahl der Postweitz-ichen, die im Deutsche» Reich jetzt jährlich abgcsetzt werden, hat jetzt fast 5 3 4 Milliarden erreicht. Nach der l neuesten Statistik von 1912 waren dies
5 740163178 Stück. Ihr Wert beträgt 573 1 /, Millionen Mark. Gegen das Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von fast einer Viertel Milliarde Stück oder etwa 27 Millionen Mark Wert. 10 Jahre lvorher betrug die Zahl der abgesetzten Wertzeichen noch'nicht 3 3 /« Mil- liarden mit einem Werte von 339 Millionen Mark. Die Deutsche Post erhielt im letzten Berichtsjahre aus dem Auslande nicht weniger als 363^/z Millionen Stück Bricfsendungcn und zwar allein fast 169 Millionen frankierte Briefe, 2 1 / 2 Millionen unfrankierte Briefe, 106 Millionen Postkarten, 67 Millionen Drucksachen,
3 Millionen Gcschäfispapiere und 12h« Millionen Warenproben. Nach dem Ausland schickte Deutschland über 354 Millionen Briesscndungen. Die Zahl der ausländischen Postanweisungen betrug 4 % Millionen im Betrage von 229 Millionen Mark.
* Hundertmarkscheine mit Reklameausdruck. Gegenwärtig sind Hundertmarkscheine im größeren Betrage im Umlauf, die als Reklameaufdruck den Stempel ausländischer, namentlich schweizerischer Hotels tragen Während diese Scheine im freien Verkehr bisher nicht beanstandet sind, hat die Bank des Berliner Kassenvereins die Annahme derartiger Banknoten mit der Begründung abgelchnt, daß bei Zahlungen an die Reichsbank dieses Institut die mit Reklameaufdruck versehenen Scheine behufs näherer Prüfung zunächst einbehält. Da diese Prüfung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann, bevor die Einlösung durch die Reichsbank erfolgt, erscheint Vorsicht bei der Annahme der mit Reklameausdruck versehenen Scheine geboten.
n Gießen. Die allgemeine Versammlung der Händler der Nähmaschinen- und Fahrr,adbranche autz der hiesigen Gegend findet, wie bereits angekündigt, bestimmt i am kommenden Sonntag, den 24. Mai in Gießen statt. | Die Versammlung wird bekanntlich von dem Verband I der Fahrrad- und Nähmaschinenhändler von Hessen- 1 Nassau und Hessen-Darmsiadt E. V., Sitz Frankfurt a: i Main, Eeschästsstelle Mainzerlandstrahe 258, einberu s fen und soll allen Händlern in der hiesigen Gegend ein- i mal Gelegenheit geben, sich über die Lage des Geschäfts ! und über die Verhältnisse der Branche im allgemeinen ! gründlich aussprcchen. Da die Händler auch hierunter j der wilden Konkurrenz sowie den Versandhäusern k. j sehr zu leiden haben, soll über Mittel und Wege be- s raten werden, wie diesen Uebelständen abzuhelfen ist. j
Wir empfehlen Interessenten dringend an derVersamm- ' lung teilzunehmen.
* Schlüchtern. Vor 75 Jahren trat der jctzt betagte Kourao Baus als löjäbriger Junge in die i Dienste der Familie des Landwirt Bögler in Hendach v. d. Röhn. Ter Jubilar, welcher sich noch in geistiger und körperlicher Frische ku findet, feiert sein 75jähriges Dienstjubiläum und am 27. September d I. vollendet er sein 90. Lebensjahr.
* Frankfurt. Wegen Betrugs sind vom Landgericht Frankfurt a. M. der Kaufmann Otto Scheuer und dessen Vater, der Prokurist Theodor Scheuer, zu je 3 Monaten Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe, der Kaufmann Leo Herrmann zu 2 Monaten Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Die den Angeklagten zur Last gelegten vielfachen Betrügereien bestanden darin, daß sie ihren Kunden Wein unter falschen Bezeichnungen und zu höheren Preisen verkauft haben, als zulässig war. — Gegen das Urteil hatten die Angeklagten Revision eingelegt, die indessen vom Reichsgericht als unbegründet verworfen wurde.
* Gelsenkirchen. Hier feierte der Rentner Magnus Katzenstein in körperlicher und geistiger Frische seinen hundertsten Geburtstag.
Verband der unteren Postbeamte».
Am Sonntag, den 17 Mai tagte der diesjährige Bezirkstag in Bingen a. Rhein, zu welchem sämtliche Oclsrruppcn aus dem Bezük Darmstadt ihre Delegierten entsandt hatten, und auch von Kollegen aus Nah und Fern zahlreich besucht war. Alle auf der Tagesordnung stehenden Punkte wurden in sachlicher, ernster Weise besprochen und den Fragen, welche für unsere wirtschaftliche Lage von einschneidender Natur sind, eine ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Auch die vor der ! Entscheidung stehende Besoldungsnovelle für 1914 gab Anlaß zu einer regen und lebhaften Aussprache. Es wurde allgemein bedauert, daß die zum Teil schon 1909 gestellten und vom Parlament anerkannten Wünsche bis jctzt von Seiten der Regierung immer noch nicht angenommen wurdrn. Es gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher gebeten wird, daß von Seiten des Verbandes bet allen maßgebenden Instanzen für die schon seither gefaßten Forderungen tatkräftig mit aller Energie eingetrcten wird.
Die ünfallßefabr im Bergbau.
(Schluß.)
Ich möchte aber doch in diesem Zusammenhang an : die ganz einfache Logik der Tatsachen appellieren, ist es
irgendwie von der Hand zu weisen, daß diese beide: Erscheinungen miteinander im Zusammenhang stellen nicht nur in der von dem Herrn Vortragenden ange deuteten Richtung, sondern auch in der Richtung, das die Kehrseite einer guten vollendeten Arbeiterversicherun. oie ist, daß namentlich da, wo es sich nicht um groß Sachen handelt, die Ausmerksamkeit des Einzelnen doö etwas geringer wird, als sie es zweifellos sein würde wenn die Folgen des Unfalles auf ihn selbst ruhen wüi den. Das soll auch kein Vorwurf gegen die Aroeiter schast sein, meipe Herren, ebensowenig wie in den War ten des Vortragenden ein Vorwurf gegen die Arbeiter schüft liegen sollte, sondern nur eine einfache Schluhsol gerung aus der menschlichen Natur, wie sie einmal is und wie sie bleiben wird. Mechanisch reglementierende polizeiliche Maßregeln werden immer in der Welt ei: begrenztes Feld ihrer Anwendbarkeit haben, denn er
zwingen läßt es sich nicht, daß der einzelne Mensch, de der Gegenstand der, Fürsorge ist, mit offenem geübtei Blick zwischen den Gefahren hindurchgeht, von denen c umgeben ist. Es gibt einen Punkt, wo solche Maßregel: ansangen für den Erfolg der Unfallbekämpfung selbs gesährlich zu' werden, weil sie lähmend auf die Fähig keil zur Unfallbekämpsung wirken. Und wo das de Fall ist, da vervielfältigt sich dieser Fehler in einem Be zirk wie dem unsrigen eben uin das 400 000fache. Ge gcnüber einer solchen falschen Politik muh der Vergbai sich auf einen ablehnenden Standpunkt stellen, Mid ha er sich bisher auf einen ablehnenden Standpunkt gestellt Er kann das auch umsomehr und umsoschärfer, als er wie überhaupt die deutsche Unternehmerschaft, sich heut zutage dabei aus ein außerordentlich gutes sozialpoliti sches Gewissen stützen kann.
Ich glaube Sie werden mit mir übereinstimmen wenn ich ausspreche, daß wir wirklich praktischen Maß nahmen aus dem Gebiete der Unfallverhütung wie bis her so auch in Zukunft stets gern zuftimmen und ihne, unsere Unterstützung zuteil werden lassen. Und wenn di König!. Staatsregierung bei den Erwägun gen, mit denen sie anscheinend augenblicklich beschäftig ist, einen Weg finden sollte, uud dafür auch das In teresse der Nächstbeteiligten, nämlich der Arbeiter selbst erwecken sollte, einen Weg, um eine der Hauptgefahren quellen im Bergbau etwas mehr zu verstopsen, die ii der geradezu zur Leidenschaft gewordenen Luft zun Wandern von einer Zeche zur andern, im stacken Wech sel der Belegschaft auf den einzelnen Zechen liegt, dam könnten w-k von unserem Standpunkt aus damit ja nu einverstanden sein. Und gewiß könnte die Zahl der Un fälle, die augenblicklich noch vorhanden ist, durch Maß regeln auf diesem Gebiet um ein erhebliches verringer, werden. Jedenfalls waren wir genötigt, nachdem bi' erwähnten Aeuherungen einmal gefallen waren, dies Angelegenheit von unserm Standpunkt aus hier sofor zur Erörterung zu stellen und durch Beleuchtung un! Klarstellung der Tatsachen zu verhüten, daß sich in de Oeffentlickikeit eine neue Legendcnbildüng vollzieht, di' die Grundlaqcn und die Stimmung dafür schafft, das man mit unzweckmäßigen Maßregeln in diese Ding' eingreift. (Lebhaftes Bravo.)
flu$ aller Welt.
* Köln. Wie der Landeshauptmann von West falcn bekannt gibt, hat der im März verstorben Kommerftenrat Piepmihec in Münster mehrere Millionei Mark für eine Stiftung zugunsten hilfsbedürftiger Kinde testamentarisch festgckcgt. Die Höbe der Stiftung is noch nicht genau hekonnt, da dir Erbschaft noch »ich reguliert ist: man schätzt sie aber auf mindestens : Millionen Mark.
::: Wien, 19. Mai. Der bekannte Volkslieder komponist Thomas K o s ch a t ist g e st o r b e n.
::: Papis. Der Pariser Staatsanwalt hat jetz
die Akten in Sachen der Frau Caillaur gcprüs und scrdert nun die Verweisung der Angellagten vo das Schwurgericht unter der Befchrüdigung des beab sichtigen Und vorsätzlichen Totschlags. Maitre Labor wird bekanntlich Frau Caillaur verteidige«»
Zur Geschichte der Bewegungsspiele.
Von Dozenten Julius H a u s m a n n, Prag.
(Schluß.)
Germanien.
Nur wenige historische Nachrichten sind über di Spiele unserer germanischen Vorfahren zu uns gckom men. Offenbar fand man es sich selbstverständlich, das immer und überall gespielt wurde. Der Satz ans de Göttersage: „Die Götter spielten heiter ihr Spiel" kam wohl als älteste Geschichtsquelle gelten. „Der römisch' Schriftsteller Tacitus beschreibt uns das Jahr 100 naä Ehr. die Sitten und Gebräuche der Germanen und schil beit dabei den ihnen eigentümlichen Schwecktanz mit das Würfelspiel.
:
>
l
!
i
i
i
t
1'
f
j
j
li
jf
ä
i>
6
(t
S<
d
n
i
l«
in
im
kr
kr
lil
Elt!
Itr
«ii
fei
in
kn
its
kn
bie
ich
St[i
W
i,
Ä
fei
fest
fei
ki
fen
fei:
ch i
itr
Jtei
%
fest
k«
KNORR
I» dev kirinstru Küche wie im fernsten Knnshait verwendet man fetzt .UtlQt’V S Etlppenttmrsei. Hervorragender Geschmack «nd graste Ansgiebigkeit bahnen ihnen de» Weg!
48 Sorten, wie; Spargel, Blumenkohl, Königin, Weiberlre». 1 Würfel 3 Teller 10 Pfg.
' vi : t!rt
:


