Ausgabe 
4.4.1914
 
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Jede verständige Mutter gibt ihren Kindern Kathreiners Malzkaffee. Denn Kathreiners Malzkaffee erhält die Kinder frisch und kräftig und macht den Kleinen die Milch schmackhaft. Tausende von Ärzten empfehlen ihn.

Erteilung von Wirtschaftskonzessionen an juristische Per­sonen. hat die Regierung mitgeleilt, das; die Erteilung nach den neuen Auslegungen der Gewerbeordnung als zulässig anzusehen seit (Es handelte sich um dte Erteil­ung einer Konzession an den katholischen Kirchen-Vor- sland in Gießen sür das katholische Vercinshaus.)

*) Das Kaisermanöver 1914 wird rings um Gießen herum staltjindcn. Der Bahnhof Kinzen­bach ist als Hauptverladestation schon faeftimmt.

* ) (Sieben. Unser neuer, von der Stadtverord- neten-Versammlung e i n st i m m i g (das kommt selten vor) gewählte Oberbürgermeister Karl Keller wurvc am i. April durch den Vertreter, der Slaatsrcgieruug, Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Ufinger, in sein Amt eingeführt und vereidigt. Namens der Stadtverordneten richtete der Beigeordnete Justizrat Grünewald wohlge­setzte Morte an das nunmehrige Oberhaupt der Stadt Gießen. Die gesamte Bürgerschaft kann nun hoffen, das; die neue Aera manche langgehegten und berechtigten Wiinsche wohl van schnelleren Entschließungen begleitet werden.

n Gießen. Der Orientalist an der hiesigen Uni­versität, Prof. Friedrich S ch w a l l y, hat einen Ruf an die Universität Königsberg i. Pr. erhallen und ange­nommen. El' wird dem Rufe zum Sommersemefter Folge leisten.

n Gießen. Rechtsanwalt Arnold, der von der Glncralversammlung der Gießener Gewerbebank an Stelle des verstorbenen Direktor Loos als erster Leiter der Bank gewählt wurde, ist durch den Aussichtsrat in sein Amt e i n g e s ü h r t worden.

n Gießen. Die Wahl zum Ausschuß der Ortskran kenkassc war, so ist derDarmstädter, Ztg." geschrieben worden, eine Machtprobe der daran in­teressierten Organisationen. Die Gewerkschaften hatten sür Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine reine Liste aus­gestellt. Ihnen standen gegenüber alle nur denkbaren Vereine und Organisationen. Die Wahl fand eine Wahlbeteiligung wie nie zuvor. Von 2500 wahlberech­tigten Arbeitgebern würden 947 Stimmen, 67 für die Gewerkschaften und 880 sür die Gegner, abgegeben: er-

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stere erhalten 2, letztere 18 Arbeitgebcrsitze im Ausschuß. Anders verhielt sich das Ergebnis der Wahl der Arbeit­nehmer, von denen von zirka 7000 Stimmberechtigten etwa 50 Prozent gewählt haben. Es entfielen 2922 Stimmen aus die gewerkschaftliche Liste und 947 Stim­men aus deren gegnerische Liste, so daß das Verhält - nis der zu wählenden 40 Ausschußmitglieder sich aus beide Parteien aus 33 zu 7 Mitgliedern stellt. Das Ver­hältnis ist also, daß dte Gewerkschaften mit 10 Stimmen über die Majorität im Ausschuß verfügen.

* ) Gießen. Mit der Gewerbe-Ausstellung Gie­ßen 1914 soll auch ein oberhessisches Trach­te n s e st verbunden werden. Ferner ist eine Lotte­rie sür die Ausstellung genehmigt worden.

n Gießen. Dieser Tage wurde ein alter Mann aus Wieseck von einer Abteilung Soldaten im Philoso­phenwald erhängt ausgesunden. Er soll die Tat aus Furcht vor dem Siechenhause, in das eh gebracht wer­den sollte, begangen haben. Am Freitag nachmittag wurde die Leiche des Bedauernswerten, der an den Feld­zügen der Jahre 1866 und 1870-71 teilgenommen hatte, beerdigt.

):( Wetzlar. Herr Henri, Budge in Hamburg hat für einen Shnagogenneubau 15 000 Mk. gestiftet.

! Mainz. Morgen Sonntag findet in Mainz eine Vertrauensmänner-Versammlung der Fortschrittl. Volks­partei des Reichstagswahlkreises Mainz-Oppenhetm statt. In der Versammlung soll eine Wahlkr,eisorganisation geschaffen weiden, wie sie in sämtlichen übrigen Reichs- lagswahlkreisen in Hessen für die Fortschrittliche Volks­partei bereits besteht.

! Bensheim-Lindenfels. Wie sich jetzt heraurstellt, hat die mit so -großem Aufwand am letzten Sonntag in Reichenbach veranstaltete Versammlung für die Erbauung der Bahn Bensheim-Lindcnsels ein neues Hindernis für den Bau gebracht- Zu allgemeiner Ueber- raschüng sprach der Finanzministcr plötzlich von einer schmalspurigen Bahn, während alle Interessenten eine normalspurige verlangen und erwartet haben. Eine ganze Anzahl Gemeinden verweigerte insolgedessen jede Unterstützung.

s D a r m st a d t. In Bürstadt besuchte die Frau Leininger mit ihren beiden Töchtern ihre Schwester. Als die Kinder einen Augenblick im Nebenzimmer unbeauf­sichtigt waren, siel vlötzlich ein Schuß. Die fünfjährige Anna Leininger halte in einem Schranke herumgewühlt und dabei war ihr, ein geladener Revolver in die Hände gefallen, den sie sich aus die Brüst setzte und abdrückte. Auf dem Wege zum Arzt verschied das Kind.

s Darm st ad t. Der wegen Beleidigung des Abg. Dr. Winkler vom Schöffengericht Darmstadt verurteilte Redakteur derHess. Liberalen Wochenlchrist", Kuhlmann, soll Berufung beim Landgericht einge­legt haben.

! Oppenheim. Nach einer weiteren Blätter - Meldung hat der Abg. K o r e l l-Jngelheim Klage ge­gen den Abg. Dr. Winkler erhoben wegen beleidi­genden Aeüßerungcn in rheinhessischen politischen Ver­sammlungen. Außerdem soll der Abg. Korell gegen die Hessische Landeszeitung" einen Preßbeleidigungsprozeß angestrengt haben.

! Bingen. Der Abg. Soherr hat in der Kam­mer den Antrag eingebracht, die beabsichtigte Bahn Un- denheim-Gau-Algesheim über Aspishcim-Dromersheim- Büdesheim nach Bingen zu führen.

flu$ aller Mir.

::: Heidelberg, 3. April. Wegen Vergehens gegen § 175 in drei Fällen und 8 174 Ziffer 3 in einem Fall wurde heute von der, hiesigen Strafkammer der Professor der Medizin der hiesigen Universität Dr. F r a n z F i s ch l e r zu 10 Monaten Gefängnis ver­urteilt.

::: Die Po st Verbindung über S e r b i e n ist wieder, hergestellt.

* London. In Jorkshire streiken 170 000 Kohlender,gleutc.

::: 2 t e u e r p o c s i e. Jni dem österreichischen Grenzorte Mühlviertel erdachte sich ein steucrseindliches Bäuerlein folgenden Haussegen:

Bewahr, o Gott, dieses Haus aus Stein,

Und alle, die gehen aus und ein,

Beschütz uns Menschen aus Erdenstaube Und dreh zurück die Steuerschraube."

gesedäMickes.

:: Die Gelegenheit ist günstig zu einem Versuch, die teur,e Butter durch Schlinck's P a l m o n a, die all­gemein beliebte Pslanzenbutter-Margarine, zu ersetzen. Keine Hausfrau sollte versäumen, ihre Feier,tagskuchcn einmal mit Palmona zu backen ! Das Resultat ist das­selbe wie mit Butter, dabei erzielt man eine ganz we­sentliche Ersparnis. Auch als Brotaufstrich ist Palmona sehr zu empfel le», da Geschniack und Aroma der feinsten Meiereibutter gleichkommen.

Kirchliche Nachrichten.

Euangrlische Gemeinde in Girhrn.

Sonntag Palmarum, den 5. April.

Landcs-Buß- und Bettag.

Kollekte für Hess, evang. Gemeinden in Orten mit über­wiegender katholischer Bevölkerung.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vorm. d l / 2 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Vorm. 11 Uhr: Beichte und hl. Abendmahl für die Mi­litärgemeinde. Pfarrer Schwabe.

Nachm. 2 Uhr: Kindcrkirchc für die Markusgemeinde.

Pfarrer Schwabe.

Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

In der Johanneskirche.

Vorm. 9/ Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.

Pfarrer Ausfeld.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam. Anmeldungen vor­her bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Abenos 8 Uhr: Versammlung und Vibelbesprechung im Johannessaal.

Katholische Gemeinde in Gießen.

Samstag, den 4. April.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele­genheit zur hl. Beicht.

Samstag Nachmittag und Abend und Sonntag Vor­mittag 6 l l / 2 Uhr wird ein fremder Priester Beicht hören.

Sonntag, den 5. April. Palmsonntag.

Vorm. 6 y 2 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Vorm. 7 Uhr: Die erste HI. Messe.

Gemeinschaftliche Osterkommunion der Vereine.

Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

Vorm. 9 Uhr: Hochamt. Vor dem Hochamt findet die Palmenweihe statt.

Vohm. 11 Uhr: Hl. Messe.

Nachm. 4J/£ Uhr: Jungsrauen-Kongregation.

Nachm. 6 Uhr: Predigt-, darauf Paffionsandacht. Dienstag abends um 6% Uhr ist Fastenandacht.

Diaspora:

In L a u b a ch um 10 Uhr.

In L i ch um 9s^ Uhr.

Verantwortlich: Albin Klein. Gießen.

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