Ausgabe 
4.4.1914
 
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fillc abgebildeten Modelle können

leldit Im Haufe gefdmeldert werden

mit Hilfe von faooritfchnittcn.

Zu beziehen durch die hiefige Verkaufsffellc:

Hie*. Salomon & Co., Schulltrafje.

Das Reich der frau.

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Buffer der Modell-Nummer gebe man bei

Bestellung von Schnittmuftern

ols Mal; an: für Taillen die Hälfte der Oberweite, für Rücke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenstehende Abbildung zeigt, zu nehmen find.

U, VII.

HToöebcritR

Beschreibung der Bilder.

wohl selten sind UNS solche Ueberraschungen in Blusen geboten, als in diesem Oahr. und kaum hlllien wir es für möglich gehalten. Sah eine so erstaunliche Vielseitigkeit für Oic 2?Iu f e, dieses Kleidungsstück, das die Taille jetzt tatsächlich ganz zu verdrängen scheint, je möglich gewesen wäre.

Das; sie aus ihrer Aschenputtelstellung längst herausgekoniinen und sogar salonfähig geworden, bedarf ivohl keiner Erwähnung mehr, daß die JJIufe aber je in einer solchen Vielseitigkeit auf Len Markt gebracht würde, wie wir es in diesen Tagen erlebt haben, er- scheint manchem unbe­greiflich.

Die einschneidendsten veränderiliigen an diesem Kleidungsstück Iiaben nicht nur die Aerinel, sondern auch die Vorderteile, der Rücken. genug: die

ganzen Blusenformen erfahren. Der über­mäßig langen Schulter ist meistens ein tanger Aer-iiel angefetzt oder «ine Armkugel ange­schnitten, der'der lange, enge Aerinel angefügt wird. Bei ganz weiten Blusenformen beginnt der Aerinel eigentlich schon am Halsaus­schnitt. häufig sieht inan sie auch einer paffe angeschnitten, was besonders bei den tkemdblufenärmeln der Lall ist. Die Ansatz­linie der paffe macht dann eine Schweifung nach unten. Deii hals- ausschiiitt finden ivir an der heutigen Bluse mehr V-förmig als riind, und dieser kleine, spitze Ausschnitt er­streckt sich auch auf de-a Rücken. Last bei jedem Blusenschnitt sehen wir die bisher ungewohnte Stoffülle unter dem Arm, auch find ihm häufig Schaß- ehea tiiid (filacken- tuiilken angcsetzt.

li ickelblitsen, lieber- blu'en. Blu enbo'eros.

Blue» mit angelchnit- .cacii r.versariigen Jiiv. neu ' i>o fli. 65651,

Pa- cu .i (ur. 65U).

Rag fen 1 llr. 6574)

11110 die u verirüstlichen kemdblusc», die jetzt jedoch meistens nicht mit hohem, steifem Kragen, sondern mit iv.ickem Siegel,ragen getragen werden lsiehe He. ts;s), gehören zu de» beliebtesten Lärmen.

2lis Ausstatiuug dienen N 0 eh immer die Selbst­binder, doch als neu für diese Blusen dürften die /tragen mit ange­schnittener Krawalle und die Vatermörder- Kragen zu bezeichnen sein. Als Neuestes vom Ileuen ist noch die .Lurlanabluse" zu er­wähnen, die extra für den neuesten Tanz kreiert wurde und mit einem weiten Nock getragen wird.

Die Tüll-, Krepp-, Seidenmusselin- und schottischen Taftblusen werde» sicherlich im Lrühjahr vorherrschen, und Stickereien, Spitzen und Lilet kommen dabei vielfach zur Verwendung. Außerdem scheint die Larbenfreudigkeit der Stoffe noch zugenommen zu haben, denn krasses Gelb, Tango.

Pfirsichfarben, Not von den mattesten bis zu de» tiefste»

Tönen, leuchtende grüne und schöne bräunliche Larbe» be- Haupte» sich neben den Karos und Schotten auch für die Bluse. Lür den Sommer werden wir auch in lvaschbluse» reizende Neuheiten zu erwarten haben, wie broschierten Voile, gemusterten Iliull, und Mull mit Punkten in farbiger Glanz­seide, sowie weiche Laponseide. Auch für die Liugerieblusen haben wir Neuheiten in Aussicht, nämlich farbige Taft­rüschen und bunte Bärtchen.

Dah für die losen, weitfallenden Blusen der Tunika­rock besonders in Lrage kotnmt, soll hier nicht unerwähnt bleiben, während zu den Hemdblusen der Lowboy-Rock mit aufgesetzten Seitentaschen oder sonst irgend ein glatter Rock besser paffen wird, wie verschieden aber diese Tunikaröcke gestaltet werden können, veranschaulichen unsere Abbildungen, obwohl sie nur in beschränkter Zahl gegeben werden konnten.

Statt der eigentlichen Tunika aber sind auch die Röcke mit den tunikaartig aufgesetzten Volants recht beliebt. An Aus- wähl fehlt es den Damen in dieser Saison also durchaus nicht, doch dürfte jede ihre Wahl mit größerer Vorsicht als sonst bei ungewohnten Ileuheiten zu treffen haben, denn das Sprichwort: .Lins will sich nicht für alle schicken," bewahr- (leitet sich Heuer oft in bedenklicher weise. Helene Grube. «tnl-uhe »tute».

Nr. 6582. Diese aus weißem Kragen, der mit feiner Krawatte wurden ebenfalls aus grüner Seide

6583

6565

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Gesclllchaftsblusen. Nachi»1ttagvdlu»en und Lunikarockr.

3361

IM suiammenyang gejchniNen wurde. Die Aermelinanichelten genommen. Schnitt in 40, 42, 44, 45, 48,, 62. 54 cm halber

lvberweite SO Pf.

Nr. 0-474. Die nach den 2lernieln benannte Bluse (Raglanblusel be­steht aus geblümter Musselinseide und er­hielt eine gereihte Weste aus weißem Voile, so­wie einen aus weihen Spitzen geformten vaier- - mörtzerkragen, z» dem

auch 'die Aermelauf- schläge paffen. Schnitt in 42. 44. 40, 48. SO, 62 cm halber Oberweite 60 Pf.

Nr. 6585. Schwarzer Tüll bildete das her- stellungsmateriat zu dieser schicken Bluse, die über der Schulter ausspringende Stüschen zeigt. -Ilm den spitze» Halsausschnitt ist eine schivarze Tüllrüsche ge­legt. die »on schwarz- seidener Blende be­grenzt wird. Die halb­sangen ausgeschnittenen Aermel können auch lang genomnien werden. Schnitt in 44. 45, 45, SO, S2. 64, 65.

50 cm halber Oberweite 50 Pf.

Nr. 6505. Diese aus leichtem Musselin, weißein oder farbigem Tüll zu arbeitende Bluse ist vorn gereiht und erhält durch de» ..angeschnittenen" Um­schlag eine besondere Note. Umschlag. Liege- braaeiz und Aermchh aufschlag wurdest ätzS dem Blusenstoff ge­nommen, jedoch mit schwarzer Spitze tim- säumt- Die Bluse ist ohne Lutter zu arbeite» und kann lange oder halblange Aermel er­halten. Schnitt in 42, 44, 45. 45,' SO. 62, 54, 56 cm halber Oberweite 50 Pf.

Nr. 0518. Unsere aus gemustertem perkal ge­arbeitete glatte hemd- bluse ist an den Vorder­teilen in Lälichen ab- genäht und mit iveißein Liegekragen und gleichen Manschellen ausgeflat- tet. Line lange, farbige Krawatte vervollstän­digt die Ausstattung der einfachen Bluse. Schnitt in 40, 42, 44. 46, 48. SO. 52. 54,

55 cm halber Oberweite 50 Pf.

Nr. 6520. weniger einfach präsentiert sich uns diese Hemdbluse, die vorn einen über­tretenden Schluß und einen Latz unter dem Halsausschnitt erhält. Unter dem Achselstück kommen lange Aermel hervor. Schnitt in 44, 45, 48. SO. 52, 54, SS cm halber Oberweite SO Pf.

llr. 5561. Die modernen Tunikaröcke können entweder zu einem ffackelt passend oder auch i» jedem anderen be­liebigen Stofi ausgeführt werden. Unsere Vorlage hat eine vorn sch'ießende Tunika im eui a»-a)-Lch»itt, die hinten in einer übertretenden Lalle des Rockes verläuft. Schnitt in 06, 100. 104, 10S, 116, 120 cm Hüftweite SO Pf.

llr. 5564. Diesem glatten Rock wurde eine kurze, unten etwas abgerundete Serpentinetun,ka aus weißem Tüll angefügt, wahrend der Rock aus gleicher Seide war. Schnitt in 05. 100, >04, 108, US. 125 CM Hüftweite 80 Pf.

llr. 5558 zeigt eine aus gemustertem Tüll gearbeitete Tunika zu einem weißen Alpakarock. Sie wurde dem Rock unten .angeschoppt". Schnitt in SS, ISO, 108, US CM Hüftweite 80 Pf.

llr. 5560. 2luch dieser Tunikarock erhält hinten eine übertretende Lalle, unter der die Tunika verschwindet. Der Rock bekommt unten einen kleinen, abgerundeten Lin- schnitt, und die Tunika geht oben eckig übereinander, während sie nach unten wieder auseinandertritt. Schnitt in SS, 100, 104, 108, US. 120 cm Hüftweite 80 Pf. Bei den aus Tüll gearbeiteten Tuniken können die Blusen ent- weder zu dem Tüll der Tunika oder zu dem Rock paffend getragen werden. 3m letzteren Lall müßten Kragen und sonstige Ausstattungen der Bluse jedoch in Ileberein. stimmung mit der Tunika genommen werden.

h. <ß.

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