Ausgabe 
7.3.1914
 
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Düilgungsversuch zu Hafer von Peter Schußler, Sandberg, Bez. Gersseld

(Rhöngcbirge).

Düngung pro ha:

600 kg 600 kg Kaimt

600 kg 600 kg Thomasmehl

kg 160 kg schw. Ammoniak.

Ertrag pro ha:

3 136 kg 4 ISO kg Körner

IO 160 kg 11 880 kg Stroh.

Mehrertrag durch schwefels. Ammoniak S84 kg Körner, l 720 kg Stroh zum Preise von M. 272,28. Nach Abzug von M. 48, für schwefels. Ammoniak ergibt sich ein

Reingewinn von M. 224,96 durch die Nmmoniakdüngung.

Jahrelange Versuche landw. Autoritäten, die neuesten Veröffentlichungen in der Fach« presse und die überaus große Zahl der Versuche der landw. Praxis bestätigen, daß bei

vollständiger Gleichwertigkeit beider Stickstofformen

Schwefels. Ammoniak

1. nicht ausgewaschen, sondern vom Boden fest­gehalten wird,

2. nicht verkrustend auf die Böden wirkt,

3. nicht giftig ist.

4. in einer Gabe ausgeftreut werden kann, (große Arbeits- und Zeitersparnis),

5. sowohl zur Herbstdüngung als auch zur Kopf­düngung und zur Düngung der Sommersaaten in Feld und Garten, auf Wiesen und Weiden, also zur Düngung aller Kulturpflanzen und aus allen Bodenarten Verwendung finden kann, wobei stets eine hinlänglich schnelle und natur­gemäße Wirkung eintritt.

6. ein Vorbeugungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten ist.

Chilesalpeter

1. bekanntlich sehr leicht ausgewaschen wird,

2. in vielen Fällen verkrustend wirkt,

3. für Menschen und Vieh giftig ist,

4. stets in mehreren Gaben zu verschiedenen Zeiten gegeben werden muß, wenn eine annähernd volle Ausnützung erzielt werden soll,

b. für die Herbstdüngung und die Düngung von Tabak, Braugerste z. B. nur mit äußerster Vor­sicht gebraucht werden kann und infolge seiner vorschnellen, unnatürlich treibenden Wirkung Lagergefahr und weniger gute Beschaffenheit herbeiführt,

6. Pflanzenkrankheiten, insbesondere Rostbefall, in vielen Fällen begünstigt.