durchschnittliche Schichtlvhn der unterirdisch beschäftigten eigentliche» Bergarbeiter, der Hauer, (50,7 Proz. der Gcsamtbclegsch.) auf 6,47 Mk. (6,02). Das Jahreseinkommen eines Arbeiters der Gesamtbelegschaft belief sich auf 1755 Mark (1586), das eines Hauers aüf 2088 Mk. (1858). Die Entwickelung der Bergarbeiter- löhne seit 1907 (dem letzten Hochkonjunkturjahr) ergibt sich aus folgender Zusammenstellung:
Gesauilbelegschaft
Lchicht-Jahresverdienst
Hauer
Schicht-Iahrcsverdicust
Jahresmittel
Jahresmittel
Jahresmittel
Jahresmittel
M.
M.
M.
M.
1907
4,87
1562
5,98
1871
1908
4,82
1494
5,86
1766
1909
4,49
1350
5,33
1556
1910
4,54
1382
5,37
1589
1911
4,69
1446
5,55
1666
1912
5,03
1586
6,02
1858
1913
5,36
1755
6,47
2088
Hiernach ist der Schichtverdienst der Eesamtbeleg - schast'im Berichtsjahre im Vergleich zum vorhergehenden Jahre um 33 Psg-, der Schichtverdienst der Hauer um 45 Pfg. gestiegen; der Jahresverdienst stellte sich bei der Gesamtbelegschaft 169 Mk. uud bei den Hauern 230 Mark höher als im Jahre 1912. Vergleicht man die Löhne mit dem letzten Hochkonjunkturjahr 1907, so ist im Schichtlohn eine Steigerung um 49 Pfg. sowohl bei der Gesamtbelegschaft als auch bei den Hauern zu verzeichnen; der Jahresarbeitsverdienst war 1913 bei einem Arbeiter der Gesamtbelegschaft 193 Mark, bei den Hauern 217 Mk. höher als 1907. Die Gesamtsumme der 1913 gezahlten Bergarbeiterlöhne betrug 672,20 Mill. Mark (gegen 570,59' 9JUII. im Jahre 1912). Von einem Arbeiter wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 327 (315) Schichten verfahren. — Gleichzeitig gibt das Kgl. Oberbergamt Dortmund die im 4. Quartal 1913 gezahlten Bergarbeiterlöhne bekannt. Der Schichtlohn der Gesamtbelegschaft betrug in diesem Quartal 5,38 Mk. (gegen 5,42 im 3. Quartal und 5,17 im gleichen Quartal des Vorjahres), der durchschnittliche Schichtlohn der Hauer 6,47 Mk. (6,56 bezw. 6,21). Entsprechend der rückläufigen Konjunktur ist demnach im Berichtsquartal ein Rückgang des Schichtlohnes ZU verzeichnen und zwar bei der Gesamtbelegschaft um 4 Pfg., bei den Hauern um 9 Pfg. Das Vierteljahresverdienst betrug bei der Gesamtbelegschaft 425 Mk. (406 Mark im 4. Quartal 1912), bei den Hauern 502 Mk. (477 Mark). Die angegebenen Löhne sind reine Nettolöhne, da alle Arbeitskosten sowie die Versicherungsbeiträge be
reits in Abzug gebracht sind.
in Lich gegen Ende des vorigen Jahres aus Ansatz eines Battfeites ein junger Mann ein Mäbchen nach Haufe begleitete, folgte Feg unbemerkbar dem Paare. In den fürstlichen Parkanlagen liest sich das Paar auf einer Bank nieder, als plötzlich aus dem Dunkel einige Schüsse krachten und der junge Mann, von inehreren Kugeln im Unterleib getrosten, zu Boden stürzte. Das Atädchen schrie laut um Hilfe und sofort eilte aus der Dunkelheit der Angeklagte auf sie zu. Trotzdem das Mädchen sich seinem Verlangen widersetz-'e, verstand es Fei), sie seinem Verlangen zu eigen zu machen. Erst später fanden andere Leute den Schwerverletzten auf. Er ist heute noch arbeitsunfähig und auch nach dem Gutachten des Geh. Medizinalrats Haberkorn als dauernd für schwere Arbeit unfähig zu betrachten. Unter Zubilligung mildernder Umstände erkannte das Gericht auf eine Eesängnisstrafe von zwei Jahren sechs Monaten.
n Gissten. Der aus Frankfurt a. M. stammende Ingenieur Conrad, der Vertreter der hiesigen Filiale der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschast, wird seit Donnerstag von seinen Wirtsleuten vermistl. Jetzt ist das erste Lebenszeichen von ihm eingetrosten. Er hat nämlich eindm ihm befreundeten Pfarrer aus Frankreich geschrieben, daß er in die Fremdenlegion verschleppt worden sei. Conrad wvllte noch in diesem Monat eine junge Dame aüs Schotten heiraten. Man nimmt an, dast Conrad hier betrunken gemacht und dann über die Grenze gebracht worden ist.
o Lollar, 3. März. Nachdem kürzlich über das Vermögen der hiesigen Gewerbebank das Konkursverfahren eröstnet worden ist, ist nunmehr der Fehlbetrag auf 700 000 Mark festgestellt worden. Dieser Fehlbetrag must von den 100 haftpflichtigen Genossen aufgebracht werden, deren gesamtes Vermögen in Anspruch genommen wird.
o Hange n. Der Untersuchungsrichter nahm Verhöre über den Fehlbetrag der Vorschrift- und Kreditkasse vor. Es handelt sich Um einen durch den Rechner der Kasse, Schmidt, veruntreuten Betrag von 80 000 Mark. Schmidt hat der Kasse eine Hypothek über 30 000 Mk. gegeben, doch soll sein Anwesen, aus das diese eingetragen ist, überschuldet sein. Er wurde verhaftet Und in Untersuchung nach Giesten gebracht.
o Langd (Oberh.). Das Georg Gallsche Ehepaar feierte gestern das Fest der diamantenen Hochzeit. Das Jubelpaar steht im 86. bezw. 84. Lebensjahre und ist für das hohe Alter noch sehr rüstig.
o Vilbel, 2. März. Der Fahrbursche Ziema- n o w s k i eines hiesigen Mineralwafserhändlers wurde am Freitag abend an der Steinmühle von unbekannten Personen überfallen und seiner gesamten Barschaft beraubt. Der junge Mann erlitt durch Messerstiche sehr schwere Verletzungen- und wurde erst am folgenden Morgen ausgefunden. Man brachte ihn in das hiesige Krankenhaus, wo er bis zur Stunde besinnungslos dar-
XU5 5täül Uüä Lükä.
' Militärische Ernennungen, von T r o t t a, gen. T r e y d e n, Generalmajor von der Armee, ist zum Kommandeur der 57. Infanterie-Brigade ernanni worden.
n Giesten. Die Stadtverordnetensitzung genehmigte einstimmig die Aufnahme einer neue n A n - leihe von 4% Millionen Mark, von denen 3,2 Millionen Mark für werbende Anlagen und 1,3 Millionen Mark für nichtproduktive Anlagen bestimmt sind. Es wird dem Finanzausschust überlassen, die Summe gegebenenfalls in zwei Teilen aufzunehmen. Die Tilgung der Anleihe soll von 1924 an erfolgen und hauptsächlich durch die Ileberschüsse aus den städtischen Werken gedeckt werden.
n Giesten. Dem Dr. phil. Johannes P f i tz - n e r, geboren in Königsberg i. Pr., wurde die venia legendi bei der philosophischen Fakultät der Lan- desrni.verfität für das Fach der Staatswissenschaften er- teili.
n Giesten. Unter Ackschlust der Oeffentlichkert verhandelte das Schwurgericht gegen den Arbeiter Karl Gottlieb F e y von Lich wegen Totschlagsversuchs uNd Verbrechens fegen tz 176 1 des Strafgesetzbuches. Als
):( Kassel, 3. März. In dem Braunkochlenwerk Müncheberg wurde die Nachtschicht durch plötzlich auf- tretende giftige Gase überrascht. Ein Bergmann erstickte, während die anderen gerettet werden konnten.
): ( Marburg, 2. März. Gendarmerie - Ober - Wachtmeister Eot 1 schlich, der seit 30 Jahren an der Spitze der Gendarmerie des Kreises Marburg stand und am 1. April in den Ruhestand treten wollte, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Verblichene war FeldzUgsteilnehmer von 1870-71.
* Melsungen, 2. März. Die Kgl. Artillerie- Werkstatt Spandau hat dieser Tage der Korbmacher-Innung in Beiseförth, Kreis Melsungen, durch Vermittelung der Handwerkskammer für Hessen und Waldeck wieder eine umfangreiche Lieferung übertragen, uüd zwar den Auftrag aus 1400 Körbe für 15 Zentimeter- Langaranaten. Die Innung hat den Auftrag an die in Betracht kommenden Mitglieder in möglichst gleich - mastigen Teilen zü vergeben.
):( Frankfurt a. M. Aus Furcht vor einer Schulstrase warf sich der 16jährige Fortbildungsschüler Albert Börner aus Kelsterbach an der Station Hinkel - stein vor einen Zug, der ihn sofort tötete.
):( Bad Homburg v. d. H. Für eine wirksame Förderung des Kleinwohnungswesens im Ober- tauNUskreis bewilligte der Kre'-saUs schüft in seiner heü- tigen Sitzung die Ausnahme eines zweiten Darlehens in von 100 000 Mark.
):( Fulda. Die Wiederwahl des Oberbürger - nieistcrs Dr. A n t o n i auf weitere 12 Jahre fand die Bestätigung des Königs.
! Worms, 26. Febr. Gestern wurde am Rhein eine zutzekorkte Flasche gefunden, die einen Zettel mit folgendem Inhalt enthielt: „Sind zur Fremdenlegion geschleppt worden, befreit uns schnell. Wilhelm Spouheimer, Adgm Räuschkolb, Ludwig Eötz, K. Har- tenbutg, sämtlich autz Worms. Strahburg, den l. 12. 13." Dem Vernehmen nach soll der eine, namens Götz, schon seit Herbst 1913 vermistt werden. Ob und inwieweit die Angaben auf dem Zettel auf Wahrheit beuchen, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben.
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::: Strahburg i. E., 2. März. Gestern abend zwischen 10 und 11 Uhr verübte eine gröhere Anzahl Soldaten (Pioniere) in mehreren Wirtschaften am Fischerstaden und in der Krutenaustraste einen derartigen Skandal, dast mehrmals eingeschritten werden mutzte. Auch Sachbeschädigungen wurden verübt. Zivilisten sind an der Sache nicht beteiligt.
* Bres last, 2. März. Kardinal K o p p ist schwer erkrankt. Die behandelnden Aerzte haben ausgegeben, dast der Zustand des Patienten hofftruugslos ist. Sein Leben zählt nur noch nach Stunden. Es trat bereits die Agonie ein.
* Der Aischof von Osnabrück, Hubertus V o st, ist heute morgen 6,35 Uhr im Alter von 73 Jahren gestorben.
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(Fortsetzung auf Seite 4 .)
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„Vor zirka 5 Wochen verkühlte ich mich, zog mir eine Krankheit im Kehlkopf zu und hatte 6 Tage Fieber (3-i,9) und konnte G Tage keine Nahrung zu mir nehmen, nur Wasser. Ich hatte absolut kein Appetit; das sechstägige Fieber raubte mir mein Gedächtnis und machte mich so matt und elend, dass ich kaum gehen konnte, ln diesem Zustande fing ich an, Leciferrin zu nehmen, wodurch sich der Appetit von Tag zu Tag steigerte, das Gewicht nahm zu, was ich durch die Krankheit verloren hatte, das Gedächtnis kehrte zurück, und die Kräfte haben durch Leciferrin wie ein Zauber- mittel zugenommen; auch das nervöse Angstgefühl ist geschwunden.“ Diplom. Hebamme Marie Thomas in Oberweiden.
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