len. Eine frühzeitige Anmeldung empfiehlt sich um so mehr, als die Zahl der Teilnehmer nur eine beschränkte sein kann. Das Unterrichtsgeld beträgt 30 Mk. Unbe- mittellen Kursteilnehmern kann eine Beihilfe zum Besuche des Kurs gewährt werden. Eine Vorbesprechung mit den Kursteilnehmern findet am Samstag, 7. März, nachmittags % 4 Uhr, in dem Gebäude der Gewerbe - schule zu Eieszen, Kirchstrahe 16, statt.
* Hess. Handwerkskammer. Eine wirtschaftliche Machtprobe des deutschen Handwerks. Die durch Erfindungen der Technik und der Industrie hervorgeru- sene Umgestaltung im Händwerksbetrieb ist in der breitesten Oessentlichkeit noch nicht genügend bekannt. Bon dem neuzeitlichen Handwerksbetrieb hat man vielfach falsche Vorstellungen, wie man auch verlernt hat, den Wert einer guten Qualitätsarbeit einzuschätzen. Zur Wuf- klärung und gleichzeitigen Vermeidung der Zersplitterung der eigenen Kraft bedarf des Zusammenschlusses des ganzen deutschen Handwerks. Dieser Grundgedanke war bestimmend für den Beschluß, in einer Unioersal-Ausstell- ung „Das deutsche Handwerk Dresden 1915" zu-zeigen, was das heutige Handwerk zu leisten vermag. Die Vorarbeiten sind in vollem Gange; sie werden zu einem glänzenden Abschluß kommen, wenn die Handwerker in allen Teilen des Reiches in richtiger Schätzung des wirtschaftlichen Wertes eines geschlossenen Vorgehens Zusammenhalten. Das Handwerk wurde bisher auf allen möglichen Aufstellungen als Untergruppe eingereiht, fetzt soll es in Dresden 1915 einmal selbst Hauptamppe und Kern einer großen Ausstellung sein. Dort ist dem Handwerk Gelegenheit geboten, sein Können ungehindert zu entfalten. Eine ausgebaute historische Abteilung wird interessante Stücke aus allen Epochen des Handwerkerstandes Zusammentragen. Werkstätten von ehedem werden neben dem neuzeitlichen Musterbetriebe stehen und einen nachhaltigen Eindruck von der Entwickelung der deutschen Handwerkskunst im Zeitalter der Technik und Maschinen auslösen. Als Bild des Handwerks in alter und neuer Zeit und einmütige wirtschaftliche Kraftprobe eines Standes, der als Kern unseres Mittelstandes auf eine große Vergangenheit zurückblicken und auch in Zukunft seine starkumstriltene Stellung behaupten kann, wird die Ausstellung „Das deutsche Handwerk Dresden 1915" in ihrer'Ausdehnung und wirtschaftspolitischen Bedeutung einzig und hervorragend sein.
n Gießen, 23. Febr. Der ordentliche Professor Dr. Rudolf Herzog in Basel hat den Ruf an die hiesige Universität als Ordinarius der klassischen Philologie angenommen, ebenso der außerordentliche Professor Dr. Karl Schaum in Leipzig den Ruf als Ordinarius der Chemie.
n Gießen. Die Schäftung eines großen Volks- spielrafens für Universität und Bürgerschaft ist geplant. Dadurch soll auch das gute Einvernehmen zwischen Universität und Bürgerschast gefördert und für Gießen eine großzügige, mustergültige Anlage geschaffen werden.
):( Frankenberg, 24. Febr. Das Bahnprojekt Gemünden-Frankenberg gelangt erst im Jahre 1915 im Landtag zur Vorlage. Daß der mit Genehmigung der Teilstrecke Zimmersrode-Eemünden ins Auge gefaßte Aüsbau der Verbindungsbahn Zimmersrode-Fran-
kenberg solange anslehen würde, hat man derzeit nicht gedacht.
):( Kirchhain, 24. Febr. In dem Konkursverfahren der Automobilpost Kirchhain, Kirtorf, Eh- ringshausen, werden nächsten Freitag zwei Autocmm- busse, 10- und 14sitzig, sowie 1 Postwagen mit Zubehör in Kirtorf versteigert.
):( Bad Homburg v. d. H., 23. Febr. Nach vorläufigen Schätzungen wurden im Obertaunus sechs Millionen Mark Kapital mehr für den Wehrbeitrag angemeldet, als die amtlichen Schätzungen bisher annah- men.
):( Frankfurt a. M. Der allen deutschen Metzgern bekannte Ehrenvorsitzende des deutschen Fleischer - bundes, Karl Mary in Frankfurt a. M. feiert heute seinen 70. Geburtstag. Der überaus rüstige Kreis betätigt sich noch recht eifrig am öffentlichen Leben, namentlich in Fragen des Fleischergewerbes gilt er heute noch als erster Fachmann.
):( Frankfurt a. M. Die Eröffnung der Uni- , versität Frankfurt a. M. findet bestimmt am 1. Oktober dieses Jahres statt.
):( Frankfurt a. M., 23. Febr. Im ehemaligen Landkreise Frankfurt hat die Nidda, die seit Freitag steigendes Hochwasser führt, weite Landstrecken über- s l n t e t. In Praunheim sind mehrere Häuser vom Wasser eingeschlossen, die Keller mutzten heute früh geräumt werden. Auch in der südlichen Wetterau hat die Nidda große Gebiete überschwemmt. Die Gemeinde Harbach bei Vilbel ist vom Verkehr abgeschnitten.
):( Frankfurt a. M., 24. Febr. Die Königin Wilhelmine von Holland ist gestern abend, vom Haag kommend, im Hauptbahnbos eingetroffen, wo sich der Prinzgemahl Heinrich der Niederlande zur Begrüßung eingesunden hatte. Die Herrschaften begaben sich dann im Automobil nach Hobe Mark, wo Prinz Heinrich bekanntlich seit einigen Wochen zum Kurgebrauch weilt.
! N i e d e r - F l o r st a d t. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der Kulturaufseher S ch m i e g e l mit 189 von 365 abgegebenen Kimmen zum Bürgermeister gewählt. Seine drei Gegenkandidaten erhielten 67, bezw. 56 und 52 Stimmen.
! Bingen. Zu einer interessanten Entscheidung kam es in der hier abgehaltenen Kreisausschußfitzung des Kreises Bingen. Gelegentlich einer Verhandlung des Gemeinderats der benachbarten Gemeinde Büdesheim wollte der Gemeinderat Schmitt den Sitzungssaal nicht verlassen, obwohl eine ihn betreffende Anaelegenheit zur Besprechung kam. Trotz wiederholter Aufforderung seitens des Bürgermeisters Braden, wollte der Gemeindevertreter in dem für die Zuhörer bestimmten Raume bleiben. Nach längerer Auseinandersetzung persönlicher Art, erhob der Bürgermeister Klage gegen den Gemeindevertreter, der auch bei der Verhandlung auf dem Standpunkte verharrte, daß er berechtigt sei, der Verhandlung im Zuhörerraum beizuwohnen. Der Kreis- ausschuh pflichtete der Ansicht des Bürgermeisters zu und verurteilte den Gemeinderat Schmitt zu 10 Mark Geldstrafe und den Kosten.
Candwipfcbaffliem
:: Düngung. Mit beginnendem Frühjahr eilt der Landwirt aus Äcker und Wiese, um alle Maßnah
men zu treffen, welche einen sicheren Ertrag verbürgen. Das im Herbst tiefgepslügte Feld wird, nachdem die überschüssige Feuchtigkeit, aber nur diese, verdunstet ist, mit Ackerschleise und Egge behandelt. Es wird eine lok- ferc Schutzschicht geschaffen, welche eine Wusservergeud- ung hintan hält. Die wertvolle Winterfeuchtigkeit bleibt dem Boden erhalten. Gleichzeitig wird damit ein günstiges Keimbelt für die Unkrautsamen geschaffen und diese zum Auslaufen gebracht. Ein Eggenstrich kurz vor der Bestellung vernichtet das eben gekeimte Unkraut, das Feld ist rein. Aus Wiese und Weiden werden die durch Maulwürfe ausgeworsenen Erdhaufen sorgsältig eingeebnet, wo es nötig ist, wird die Wiese oder Meide geeggt und gewalzt. Bei all diesen Vorbereitungen darf aber eine der wichtigsten Maßnahmen nicht vergessen werden, die Düngung. Die Wintersaaten haben bereits aus das Hektar eine Kopfdüngung mit 80—160 Kilogr. schweselsaurem Ammoniak erhalten, wenn noch nicht, darf damit nicht länger gezögert werden. Aber auch die Sommerhalmfrüchte, die Hackfrüchte und die Wiesen nnd Weiden sind für eine Stickstoffdüngung mit schweselsaurem Annnoniak neben einer Düngung mit Kali und Phosphorsäure äußerst dankbar. Zahlreiche Düngungsversuche haben gezeigt, daß auch der scheinbar anspruchslose Haser eine reichliche Düngung mit 200 Kilogramm schweselsaurem Ammoniak, 200 Kg. Superphosphat und 150 Kg. 40prozentigem Kalisalz wohl auszunützen vermag. Es ist daher nicht angezeigt, ja es ist unrationell, ihn ohne jede Düngung als sogenannte abtragende Frucht anzubauen. Selbst zu Braugerste, deren Güte durch manche Stickstoffdünguna allzuleicht herabgemindert wird, kann neben Kalisalz und Superphosphat schweselsaures Ammoniak in einer mäßigen Gabe (80 bis 100 Kg. auf das Hektar) ohne Bedenken, gegeben werden. Durch dieses Düngesalz wird infolge seiner langsameren Wirkung der Eiweisgehalt nicht erhöht, allgemein aber die Qualität dnrch bessere Kornautzbild- ung verbessert. Gleichzeitig wird auch der Ertrag gesteigert. Die Kartoffeln und Rüben lohnen eine Volldüngung mit schweselsaurem Ammoniak, Superphosphat und 40proz. Kalisalz durch höheren Ertrag, in den meisten Fällen anch durch höheren Stärkegehalt, bezw. durch höheren Zuckergehalt. Auf Wiesen' und Weiden ist neben der schon lange üblichen Kaliphosphatdüngung eine Düngung mit schweselsaurem Ammoniak nicht zu umgehen. Entgegen der früher herrschenden Ansicht hat sich gezeigt, daß durch eine Stickstoffdüngung namentlich auf Weiden eine Ertragssteigerung bis zu 50 Prozent ein* tritt. Allgemein kann also gesagt werden, daß die Düngung der Sommersrüchte. der Wiesen und Weiden mit schweselsaurem Ammoniak neben einer Kaliphosphat- düngung die in erster Linie ertragssteigernde Maßnahme darstellt.
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ist Crocksord selbst, und der ist ein Opser seiner Böswilligkeit geworden! — So denke ich also, daß jede formelle Anklage unterbleiben wird. Was Sie betrifft, so waren Ihre Beweggründe augenscheinlich die edelsten. Sie wollten den Eltern des jungen Mannes den Schmerz ersparen, der iihnen die Kenntnis des Borsalles verursachen musste. Vor allem waren Sie bestrebt, den Namen einer Dame — ,.reng genommen zweier Damen, der Lady Eressonez und der Mrs. Crockford — vor einem Skandal und vor einer Trübung ihres Ehren - schildes zu bewahren. Ich habe Ihre Motive vom ersten Augenblick an ganz richtig erkannt und mir gleich eine zutreffende Meinung darüber gebildet."
„Wirklich?"
„Ja. Ich erriet diese Motive. Aber natürlich wußte ich die Namen der hauptsächlich beteiligten Damen nicht, kannte auch die Verhältnisse nicht, unter denen sie in diesem Streit eine Rolle spielten. Und Sie waren außer Mr. Crocksord die einzige Persönlichkeit, die mit Sicherheit angeben konnte, ob Lord Wimereur wirklich zugegen war. Ich wußte immer," fügte er hinzu, „daß Sie mir eines Tages die Wahrheit sagen würden. Darum wartete ich."
„Also Sie meinen, es wird nichts weiter geschehen?" fragte Sardonis eindringlich.
„Ich glaube es sicher!" erwiderte der Detektiv. Sie können aber innerhalb der nächten 5 Tage nach einer
reservierten Erklärung in den Zeitungen ausschauen. Ich habe nun mit der Sache nichts weiter zu tun."
„Sie haben aber Einfluß auf die Behörden, in deren Händen sie ist."
„Vielleicht ein klein wenig", sagte Finch mit schwachem Lächeln, „und Sie können sicher sein, daß er zu Ihren Gunsten benutzt werden wird."
„Ich danke Ihnen. Aber die Hauptsache ist-, ist Mrs. Tait jetzt sicher? Wird die Anklage nie gegen sie erhoben werden?"
„Das kann ich Ihnen versprechen. Ich habe die Ermächtigung dazu,"
„Und wenn ich England heut abend verlassen will", fragte Sardonis.
„Sobald Sie den schriftlich festgelegten Tatbestand unterschrieben haben, gebe ich Ihnen volle Freiheit zu reisen. Ich glaube, die Behörde wird zufrieden sein, daß kein Verbrechen vorliegt."
Der amtliche Tatbestand, den Sardonis unterzeichnen sollte, wurde sofort ausgenommen. Er Unterzeichnete ihn und verabschiedete sich dann, wobei er Mr. Finch herzlich die Hand schüttelte. Der Detektiv hatte sich weit mehr als sein Freund, denn als sein Feind erwiesen.
Einige Tage später erschien in den Blättern «ine kurzesehr reservierte Erklärung des Inhalts, daß der beklagte Tod von Mr. Crockford vor einigen Jahren sich infolge der unaufhörlichen Bemühungen der Polizei als
die Folge eines Zufalls erwiesen habe, und daß die Untersuchung in der tragischen Begebenheit beendigt sei.
Die meisten Leute halten Joses Crockford längst vergessen und die wenigsten, die dem Fall Crockford noch ein neugieriges Jntereffe bewahrt hatten, mußten mit dieser lakonischen Notiz »orlieb nehmen.
Acht Tage später waren Constontin Sardonis und Betty Mann und Frau.
Der Lmuszug führte das Liebespaar über den Brenner nach Luzern. Von dort ging es in das Berner Oberland, wo die Neuvermählten ihren Honigmond verlebten. Dann traten sie «in* Reise um die Welt an.
Nun fehlte ihrem Glücke nichts mehr. Mer auch die Jahre vermochten daran nichts zu ändern. Die heilige Flamme in beider Herzen brannte strahlend und anhaltend weiter.
Da gab es kein Anzeichen einer allmählichen Minderung der Liebeskraft, die sie zu einem einzigen Wesen zusammenwachsen ließ. Da gab es kein« Vernachläffig- ung und keinen Ueberdruß, sondern nur eine stete Ver- ttesung und Erstarkung ihres Gefühls.
So glichen diese beiden Menschenkinder einem edlen, wohlgestalteten Baum, der jahraus jahrein Blüten treibt und Früchte bringt und Schatten spendet und sich zu immer höherer Vollkommenheit «ntfaltet.
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