Ausgabe 
31.1.1914
 
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n Gießen. Der hiesigen Anatomie wurde ein Kind mit zwei miteinander fest verwachsenen Köp­fen übersandt. Das Naturwunder war dieser Tage dem Philipp Gerhardtschen Ehepaar Sprendlingen (Os- fenbach) geboren. Das Kind lebte bei der Geburt, starb jedoch nach kurzer Zeit.

* Von der L! a h n. Die Kgl. Wasserbahrin- spektion Diez läßt gegenwärtig an den Pfeilern der Lahnbrücke in Limburg Eissprengungen vornehmen. Die letzten Eissprengungen fanden hier im Jahre 1891 statt. Auch im Gebiete der oberen Lahn bei Gießen und W e i l b u r g werden sich Sprengungen nötig ma­chen. An der Mündung der Lahn bei Niederlahnstein wird bereit? seit drei Tagen an der Beseitigung des Eises gearbeitet, um einer Hochwassergefahr vorzubeu­gen.

o Butzbach, 28. Jan. Die Stadt bewilligt al­len Eltern mit einem Einkommen von weniger als 800 Mark und einem schulpflichtigen Kinde und Eltern mit einem Einkommen bis 1300 Mark und mehr als einem Kinde vollständige Lehrmittelfreiheit in der Schule.

o Bad-Nauheim. Das Militärkurhaus ist nach seinem letzthin erfolgten Umbau tn der Lage, rund 70 Kurgäste (Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften) auszunehmen. Jetzt hat es 25 Kurgäste, darunter auch Südwestafrikaner.

o Bad-Nauheim. Im Lause des Frühjahrs werden auf dem Jbhannisberge Ausgrabungen statt­finden, und zwar am Aussichtsturm, da man bestimmte Aussicht hat, daß hier eine Kirche aus der Zeit des Bonifaziüs gestanden hat.

o> Büdingen, 28. Jan. In einem ZeitrauNr von wenigen Wochen hat es hier achtmal gebrannt. Wenn auch die Brände durchweg keinen nennenswerten Schaden anrichteten, so ist doch die Zahl der Brände immerhin für einen Ort von etwa 3500 Einwohnern bemerkenswert.

o Aus dem Vogelsberg. Während in anderen Gegenden die Jagdpachtpreise erheblich in die Höhe gehen, sind sie im Vogelsberg an einigen Orten auffallenderwerse gesunken. Sa brachte die Ver­pachtung der Jagd in Eschenrod nur 705 Mark gegen 920 Mk. im srüheren Termin. Die Ursachen dürften in der zunehmenden Kultivierung und dem steigenden Tou­ristenverkehr zu erblicken sein.

):( Frankfurt a. M- Ain 24. und 25. Jan. feierte die hiesige akademische Verbindung Hfu s s o - N a s s o v i a ihr erstes Stiftungsfest. Die Beteiligung der benachbarten Hochschulen war eine sehr zahlreiche. Von Korporationen aus dem Kartellverband der Ka­tholischen Deutschen Studentenverbindungen (sarbentra- gend), dem sogenannten C. V., waren Hasso-Rhenania (Gießen), Nafsvvia (Darmstadt) und Gothia (Würz- burg)> in cumulo erschienen, Rhenania und Palatia (Marburg), Cheruskia (Würzburg) und Arminia (Hei­delberg) hatten Vertreter entsandt. Eine überaus große Anzahl van Alten Herren des E. V. waren anwesend.

):( Frankfurt a. M-, 31. Jan. Gestern abend vollzog siich' nun in unserer Festhalle das große Ereig­nis, auf das unzählige Plakate, Bilder, eine eigene Cir- cus-iZeitung, die seit 14 Tagen jeden anderen Tag er­schien, und nicht zuletzt: der verbotene Reklameslütz im Aeroplan, aufmerksam gemacht haben. Die CircUs Car- ree-Feftspiele begannen tn dem ungeheuren lichterglän­zenden Rahmen desE i r c ü s der Fünfzehn- taufen d", in den sich unsere Festhalle verwandelt hat. Diegrößten Circüs-Feslspiele der Welt" sind uns versprochen, in der Circus-Geschichte bisher unerhörte Zahlen (500 Milwirkende, 300 Pferde, darunter siebzig Pserde gleichzeitig in der Manege, 250 Menagerietiere) genannt worden. Es hat sich gezeigt, daß diese gewal­tigen Ankündigungen nicht zuviel gesagt haben. Die Ein­richtung der zwei Manegen, in denen gleichzeitig die verwegenen Reiterkunststücke sich abspielen und Konkur­renzen aUsgefochten werden, sowie die ebenfalls neu­artige Rennbahn hat sich bewährt. Die ganze Halle bot einen ganz überwältigenden, farbenprächtigen An­blick) oben in dem weiten Luftraum die chinesischen Zopsartisten und die verschiedenen Alrobatenirupps ar­beiteten, als Eadbin seinen berühmten Sprung autz der sechsten Elbge äUssührte und in den Manegen Direktor Alb. Larree seine berühmten 50 Steigerpserde auf ein­mal aus den Hinterbeinen sicki erbeben ließ. Wie die Festspielleitung mitteilt, ist es sicher, daß die drei ersten Vorstellungen vor äüsverkauftem Haus -4- also vor je 15 000 Zuschauern ! vor sich gehen werden ! Mor­gen Sonntag ist von 111 Uhr die große Probe mit Musik (Eintritt 20 und 10 Psg.), sowie die Pferdeautz- stcllung und die Riesenmenagerie, die u. a. eine Ele- santenhcrde, 10 Löwen. 25 Kamele ufw. enthält, dem Publikmn zugänglich. Nachmittags 3/ Uhr findet eine Wiederholung der Premiere vom Tag zuvor statt, in der sämtliche 80 Attraktionen vorgefühlt werden, und die vor allem der Bevölkerung in den Nachbarstädten und Nachbarorten Frankfurts Gelegenheit zum Besuch geben soll. Abends 8 Uhr ist dann die zweite Abend- Galla-Vorstcllung.

! R ü s s e l s h e i mk Verwegene Fahrten üaer den zugefrorenen Main wurden noch zu Anfang dieser Wo­che ansgeführt. So passierte ein hochbeladener Bierwa­gen der Brauerei Binding-Franksurt a. M. den Strom vom linken bis zum rechten Ufer. Ein wagemutiger Flörsheimer Fuhrmann trabte sogar mtt einer großen, von zwei Pferden gezogenen Rolle, aus der 15 Passa­giere Platz genommeu hatten, über den zugefrorenen Fluß.

! Mainz, 30. Jan. Pioniere begannen gestern mit'der Sprengung des bis 2 Meter dicken Maineises bei Kostheim. Die Rheinschiffahrt talabwärts ist nach einer 14tägigen Sperrung wieder eröffnet.

! B i n g e ». Die Arbeiten an der neuen Rhein­brücke, die während des Frostes eingestellt werden mutz­ten, sind wieder ausgenommen worden. Bis jetzt sind bereits sechs Pfeiler fertiggestellt, davon stehen vier im Strome und zwei auf dem linken Ufer.

! Worms. Die Stadtverordneten-Versammlung genehmigte den Vertrag des Oberbürgermeisters mit dem Elektrizitätswerk Rheinhessen über den Ausbau der elektrischen Bahn nach Lampertheim, Leisel­heim, Pseddersheim-Herrnsheim-Horchheim mit allen gegen eine Stimme. Die Strecke soll bereits am 1.April 1915 in Betrieb genommen werden.

Kirchliche Kachrichlen.

Evangelische Gemeinde in Gießrn.

Sonntag, den 1. Febr., 4. nach Epiphanias.

In der Stadtkirche.

Vorm. 9 l /i Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde.

Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarraffistent Hoffmann.

Beichte u. hl. Abendmahl für die Matthäus- u. Mar­kusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männ­lichen Jugend der Matthäusgemeinde.

Dienstag, den 3. Februar, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussanl: Frauenmissionsverein.

Mittwoch, dein 4. Februar, abends 8 Uhr: Vereinig­ung der konfirmierten weiblichen. Jugend der Marku>s- gemeinde.

Donnerstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Matthäützfaai: Bibelstunde. (2 Mos. 16 und 4. Mos. 12.) Pfarrer D. Schlosser.

In der Johanneskirche.

Vormittags 9'/ 2 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.

Pfarrer Bechtolsheimer.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Abends x / 2 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männ­lichen Jugend der Lukas- und Johan-nesgemeinbe. Mittwoch, den 4. Februar, abends 8 Uhr: Bibel­stunde im Lukassaal. (1. Brief Petri.)

Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 5 Uhr: Versammlung des Frauenvereins der Lukasgemeinde im Lukassaal.

Freitag, den 6. Februar, nachmittags 4 Uhr: Frau- enmiffionsverejin der Lukasgemeinde.

Katholische Gemeinde in Gießen.

Samstag, den 31. Januar.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele­genheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 1. Februar.

4. Sonntag nach Epiphanie.

Vorm. 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.

Nachm, uln i 1 /, Uhr: Jungsraüen-Kongregation. Nachmittags 5% Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Montag vormittag um V/ Uhr ist die Wachsweihe. Am Dienstag wird der St. Blapusfegen erteilt vormittags um 7 und 8 Uhr und nachmittags ukn 5 Uhr.

Freitag um l'/ 2 Uhr ist Segensmesse.

In Laubach um 10 Uhr.

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