für eine Thüringer Finna in den Waldungen des hohen Vogelsberges ihr Handwerk ausüben, aus einem Baume ab uüd war aus der Stelle t o t.
o Aus d e nr B o g e l s b e r g. Der starke Schneesall hat hier im Gebirge ungeheuren Schaden ungerichtet. Ganze Fichtenbestände sind unter der Schneelast zusammengebrochen; cs ist ein Jammer, wenn man die schönen Duglas-Fichten im Oberwald, die durch jahrelange Pflege prachtvoll herangewachsen sind, nun da liegen sieht. Die Fichtenschneisen, ebenso die Wege, wie der von Hochwaldhausen nach dem Hoherodskopf sind mit Fuhrwerk nicht passierbar, da die abgebrochenen Fichten kreuz und quer darüber liegen; der Schaden beziffert sich wohl auf viele tausend Mark. Aber auch das arme Wild hat durch den hohen Schnee und die grimmige Kälte furchtbar zu leiden, die Feldhühner und Hasen kommen bis in die Dörfer und gehen da, wo sie nicht gefüttert werden, zu Grunde.
o Friedberg. Der oberhefsische Bauernverein plant hierselbsl die Errichtung eines Lagerhauses.
o Friedberg. Einen nicht alltäglichen Selbstmord verübte dahier der 16jähr!ge Gärtnerlehrling Josef Kleinschmitt, der in Bad-Raub ' i beim Gärtnermeister Klee beschäftigt war. Er kletterte an der Hochspann- leituirg hinaus und kan, mit der Leitung in Berührung, sodaß die Flammen stockwerkhoch aus ihm heraukfchlrü gen. Kleinschmitt wurde mehrfach heruMgeschleudert und stürzte dann zur Erde. In der Nähe beschäftigte Leute liefen hinzu und fanden ihn teilweise bis auf die Knochen verbrannt, so das; die Fleischteile am Körper herumhingen. Er war noch bei Besinnung und wurde ins Hospital gebracht. Als Grund der Tat gab er an, daß er mehrsach geschlagen worden sei und sich deshalb das Leben habe nehmen wollen.
s Darm st ad t. Die Bevölkerung der Residenz nimmt stetig ab. Der Oberbürgermeister ist in seinem Bericht über die immerhin betrübende Tatsache des Geburtenrückganges sehr kurz hinweggegangen, aber zu ändern ist es nicht, die Bevölkerung nimmt ab. Von beinahe 90 000 Einwohnern vor etwa 5 Jahren sind) sie aus 86 000 zurückgegangen.
s D a r m st a d t. Am 7. Januar ist dem Grosz- Herzog und geladenen Gästen dahier im Schloß der sprechende Kinetophon (Edisons neueste und größte Erfindung) von der Deutschen Edison-Kinematophon- Eesellschast (Sitz Berlin und Wien) vorgeführt worden. Die Vorstellung hat einen derart guten Eindrrick gemacht, daß der D. E.-K.-G. im Auftrag des Groß - Herzogs ein Dankschreiben vom Hofmarschallamt zuging.
o B ü r g s i n n. In dem Dampssägewerk der Firma Fidel Fischer und Sohn in Fellen kam die ^jährige Maria Katzenberger aus Aura mit ihrem Kopfe der Transmission zu nahe, wurde bei den Haaren von derselben erfaßt, so dah ihr fast sämtliche Haare mit der Kopfhaut heraulsgerissen wurden. Die Bedaubrns- wertc wurde ins Distriktskrankenhaus Gemünden verbracht.
):( Vom Main. Ein imposaMes Naturschauspiel bietet sich gegenwärtig dem Beschauer am Maine zwischen Rüsselsheim Und Kelsterbach. An vielen Stel-
Kathreiners Malzkaffee ist nicht bloß gebrannte Gerste; er wird aus wirklichem Malz in den größten Malzkaffee-Zabriken der Welt hergestellt. Die Pakete werden automatisch gefüllt und verschlossen. Kathreiners Malzkaffee kommt also mit den Händen überhaupt nicht in Berührung. Er wird am meisten gekauft und ist daher stets frisch.
len ist das Eis auf dem völlig zugefrorenen Strome zu mächtigen Eisbergen zufammengeschoben, eine Erscheinung, die den ältesten Leuten fremd ist. Sachkundige Leute befürchten bei einem raschen Abgang der Eismassen ernste Gefahren für die unteren, tief gelegenen Orte, wie Rüsselsheim, Flörsheim ufw.
):( K ö n i g st e i n. Auf dem 507 Meter hohen Atzelbera bei Ruppertshain wird im Laufe dieses Jahres ein etwa 20 Meter hoher eiserner Aussichtsturm errichtet.
):( Limburg, 26. Jan. Auf Veranlassmrg eines Kameraden wollte gestern ein hiesiger Junge an einem eisernen Geländer am Kasselbach den G r a d der Kälte s e st st e l l e n. Dabei mußte er die schmerz - liche Entdeckung machen, daß er die Z u n g e nicht mehr von der kalten Stange lösen konnte. Auf sein mörder- sches Schreien hin eilten Passanten herbei und erlösten mit Hilfe von warmen Wasser, das aus einem Nachbarhause schleunigst besorgt wurde, den Jungen der große Schmerzen ausstand, ans seiner peinlichen Situation.
):( Marburg, 26. Jan. In der Nacht zum Sonntag verschied der in Marburg und weit darüber
hinaus bekannte Seniorchef und Begründer des hiesigen Bankhaufes Baruch Strauß, im fast vollendeten 72. Lebensjahre. Der Verstorbene, der aus Amöneburg stammte, gründete das Bankhaus im Jahre 1866, das in wenigen Jahren also auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken kann. Seit über 40 Jahren war Baruch Strauß Mitglied der Frankfurter Börse, und als der Rahmen der Firma sich immer weiter über Marburgs Grenzen hinaUsfpannte, sah er sich 1904 veranlaßt, ein besonderes Frankfurter Haus der Firma zu gründen, das ihr noch einen besonderen Aufschwung zu geben vermcchte.
):( K i r ch h a i n, 26. Jan. Durch den Frost her- ; den sich die auf den Ohmwiesen von der lieber- ; schwemmung zurückgebliebenen Gewässer in eine Eis - . bahn von fast st u n d e n w e r t e r Länge verwandelt, auf denen am Sonntag ein großes- E i s f e st abgehalten wurde. Es hatten sich hierzu viele Schlittschuhläufer und Zuschauer aus der ganzen Umgegend, besonders auch aus Marburg eingefunden.
):( Kassel. Der Verein ehemaliger 83er hat Oberst v. Reuter, der srüher als Major bei diesem Regimente stand, zum Ehrenmitgliede ernannt. Ferner hat der Verein dem Regiment Nr. 99 eine größere Geldspende zu Kaisers Geburtstag überwiesen.
! Worms. Der Verein der O b e r h e s se n beabsichtigt am 22. Februar, gelegentlich seines lOjährig. Stiftungsfeftes, ein Trachtenfest, verbunden mit Aufführung eines Volksstückes, „Heitere Dorfbilder aus dem oberhessischen Volksleben" im Theatersaal zu veranstalten.
):( Worms. Der unter dem Ehrenvorfitz van Geheimen Regierungsrat Dr, Dietz-Darmstadt stehende hessische Gauverband gegen den Alkoholismus hielt am Sonntag in Worms sein« 5. Tagung ab. Im Mittelpunkt stand die hinreißende Festrede Prof. D. Nieber- gall-Heidelberg über! Deutschlands Jugend and DeMsch- lands Zukunft? Wir sehen unter uns eine Jugend- heranwachsen, die umkehrt zum deutschen Idealismus, zu j echter Tatbegeisterung. Der Geist der Großen vor 100 Jahren wird lebendig. Wir wollen keine wilde Jugend, die ihr Lebensglück verwüstet, aber auch keine brave Jugend, die stumpfsinnig das Leben lebt. Wir grüßen die Jugend, die nicht mehr säuft, die Deutschland dutch- denkt und Deutschland durchläuft. Die braucht keine durch Bier und Wein angequülte armselige Begeisterung. Drum weg mit den Raufchgetränken aus dem Leben unserer Jugend. Weg die Rauschgelränke aus den -Le- bensgewo/hnheiten der Erzieher der Jugend, die im Beispiel das beste Erziehungsmittel in der Hand haben. Wir wollen eine Jugend, die unter sich das Gemeine bändigt und über sich lebendige Autoritäten fühlt, die sich in den Dienst des Schönen und Idealen stellt in wahrhaftiger Begeisterung. — Ein kräftiges Schlußwort Dr. Brieglebs schloß die Tagung.
flu$ aller Mit.
* Berlin. Der Kaiser läßt unmittelbar neben dem Kinder-Erholungsheim in A h l b e ck ein zweites Erholungsheim bauen, das für Berliner Arbeiterinnen bestimmt ist. Das Heim wird Platz bieten für 50—60 erholungsbedürftige Mädchen und Fraubn des Arbeiterstandes.
:: Stutt-gart. Die Voruntersuchung gegen den ehemaligen Lehrer Wagner ist abgeschlossen. Die Anklage lautet auf 15 vollendete und mehrere versuchte Morde, sowie aus 9 Brandstiftungen. -
::: Schwäbisch-Hall, 26. Jan. Hier ist die frühere Erzieherin der Kaiserin, Johanna Lebküchner, im 76. Lebensjahre im Spital, wo sie ihren Lebensabend zubrachte, v e r st o r b e n.
::: Aus Thüringen. Die Großherzoginvon Sachsen hat ein Ehrenzeichen für die Hebammen des Großherzogtums gestiftet. Es hat die Gestalt einer silbernen Brosche und wird solchen Hebammen verliehen, die ihren Beruf 25 Jahre in einwandfreier Weise erfüllt haben. Die Brosche trägt aus der Vorderseite 2 verschlungene F, darüber eine Krone und darunter die Zahl 25. Die Inhaberinnen können das Ehrenzeichen in und außer dem Dienst tragen. — In M ü h l h a uf« nkx« zeichnete ein Wünschelrutengänger eine Stelle, wo Was
ser zu finden sei, während die Formation des Bodens dagegen sprach. Man grub nach und fand schon in 13 Nieter Tiefe eine sehr starke Wasserader. — Der Gutsbesitzer Koch in Karlsdorf bei Weida hatte mit einem Hund ein R e h aufgezogen, das vor zwei Jahren plötzlich verschwand. Jetzt hat die strenge Kälte das Reh nach dem Gutshof geführt, wo es seinen alten Platz in der Wohnstube aufsuchte. Die Freude des Hundes über den wiedergefundenen Spielkameraden ist besonders groß.
::: Schanghai, 23. Jan. Hier ist die Gattin des deutschen Fleischermeisters Richard Neumann ermordet ausgesunden worden. Die Frau war schrecklich verstümmelt. Der Kops war beinahe vom Rümpfe ab- cetrennt, ein Arni nahezu abgehackt; ferner hatte der Mörder ihr mehrere Finger abgeschnitten, offenbar, um sich in den Besitz der Ringe zu setzen. Der Wert des entwendeten Geldes und der gestohlenen Juwelen wird aus annähernd 4000 Pfund geschätzt. Der Gatte der Gelöteten, der ein großes Geschäft in Schanghai besitzt, befand sich zur Zeit des Mordes im Hospital. Die Frau mar mit einem chinesischen Diener allein zu Hause, der jedoch der Tat nicht verdächtig ist.
::: New -Dork. Eine große Ueberraschnüg brachte
die offizielle VermögensfcstftelluNg der Hinterlassenschaft des im Juni vergangenen Jahres in London verstorbenen amerikanischen Eisenbahnkönigs Anthoni Bradh. Brady hat die ungeheure Summe von 200 Mistionen Dollar, also nahezu eine Milliarde Mark hiMerlassen, eine Summe, die fast an das Vermögen Morgaus heranreicht. Selbst die intimsten Freunde Bradys hatten vcn dessen ungeheurem Reichtum keine Ahnung. — Brady begann seine Laufbahn im Jahre 1870 a! s Laufjunge in einem steinen New- Parker Hotel.
gescbäiillcbrr.
:: Wer seine Kinder lieb hat, gibt ihnen keine schädlichen Genußgiste, sondern gewöhnt sie frühzeitig an den gesunden und kräftigen, wohlschmeckenden und billigen Kathreiners Malzkaffee. Aerzte und Lehrer haben immer wieder die Erfahrung gemacht, daß Kinder, die Kathreiners Malzkaffee bekommen, gesünder utrd kräftiger und in der Schule frischer und leistungsfähiger sind. Dabei macht man den Meinen selbst die größte Freude, denn nichts ist ihnen lieber, als eine große Tasse Kathreiners Malzkaffee. Er schmeckt auch kalt sehr gut.
Turchgreifer.de Kuren
bei
fial$=tiXungenleiden
ist der Titel eines in unserem Verlage erschienenen Büch- , Uns, in welchem eine neu« kombinierte Mstch- und ftstanzenkur beschrieben wird. Dieses Büchlein wird gratis an jeden Kranken versandt, der es verlangt. Jeder Hals- und Lungenkranke sollte es sofort; verlangen, selbst wenn sein Leiden harmloser Art zu. sein schein«. Denn jede schwere Erkrankung der Lunge, vor allem die mörderisch« Lungenschwindsucht, beginnt mit dem „bißchen Husten" mit dem „steinen Katarrh'' und vernichtet oft in wenigen Wochen ein blühendes Menschenleben.
Das Mittel selbst besteht aus giftfreie«, von alters
her berühmten und auch von dem verstorbenen Pfarrer Kneipp empfohlenen Heilpflanze». Die gute Wirkung liegt in der geschickten Zusammenstellung, die daraus de- rechnet ist, das Uebel von mehreren Seiten zugleich zu
packen.
Es wird auch bei größter Kövperfchwüche gut vertragen und ist so billig, daß auch der Minderbemittelte seine segenbringende Wirkung sich zu Nutzen machru kann. Kein Arzt dürfte gegen seine Anwendung etwas einzuwenden haben, wenn man chn darum fragt, da es sich nicht etwa um eines der teuren und dabei oft schädlichen Geheimmittel, sondern um «in« wissenschaftlich einwandsreie Sache handelt.
Damit jeder, der es benutzen wN, es. erst versuch«»! kann, ehe er Geld dafür ausgibt, senden wir
eine Probe völlig lrosrenlor
zugleich mit dem Büchlein. Nur SO Psg. für Porto rc. sind i» diesem Falle in Briestnacken beizufügen. Mittellosen Kranken senden wir das ganz«, zw ihrer Mederherstellung nötige Quantum kostenlos und pockoftei, wenn sie uns eine Bescheinigung ihres Pfarrers oder der Orts-Polizeibehörde über ihr« Mittellofigkeit und ihre Krankheit einsenden.
veulscbe gerellscban Tir Pnaiztifttillurade
Srrli« Halrnser 3


