Ausgabe 
28.1.1914
 
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P.llc abgebildeten Modelle können leicht lm Haufe gefdineldert werden

mit Hilfe von faooritlchnitten.

Zu beziehen durch die hielige Verkaufsttelle:

RIcx. Salomon & Co., Schulftrafje.

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Das Reich der rau.

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Hu Her der Modell-Nummer qebe man bei Bestellung oon Sdinittmuftern

als MaH an: für Taillen die Hälfte der Oberweite, für Röcke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenltehende Abbildung zeigt, zu nehmen lind.

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18, XIU.

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fit. Ö 406 . etitfcrciblufe mit schrägem Sch laß.

Nr.

Äiltcl mit Soulachedesatz.

Modebericht.

5ür de» Sommer find jegliche mit Landarbeit geschmückte Klei, der und Blusen außerordentlich modern, freilich bang! es van dem persönlichen Geschmack jeder einzelnen ab, ab die durch Stickerei oder durch irgendeine andere Land­arbeit ausgestatteten Kleidungs­stücke in weiß Oder Bunt gehalten werden. Das Bunte an und für fich haben wir ja niemals ver­urteilt, möchten aber doch vor zu krasser Buntheit warnen, die das Äuge geradezu beleidigt und an die sich jede mit feinem Geschmack begabte brau auch -nie gewöhnen wird, mag man ihr noch so oft wiederholen, daß alles Gewohnheit sei. Bei den Stickereikleidern und Blusen soll jedoch vor allem das Illuster recht gut zur Geltung kommen, weshalb Raffungen und Bau- fchungen bei ihnen kaum ange­bracht stnd, sie werden deshalb meistens glatt gehalten.

Recht modern sind in diesem Jahre die Schärpen, bei denen fich. auch der orientalische Gin- schlag nicht verkennen läßt, lvir haben da Sklaven- und Bajaderen-,

Nr. 62JJ. Bänger mit L-Kr».

Apachen- und Japan-Schär­pen und man­cherlei andere Äbarien, die jedem schlichten Kleid einen be­sonderen Reiz verleihen. Ls kommt dabei nur auf die Art an, wie wir das Sei­denband oder den Seidenstoff um den Rock

schlingen.

Schon einfache Gürtel mit durchgezogenen Schärpenenden, die mit Fransen ans Seide oder perlen ab­schließen, piilzen einen glatten Rock. Bei der Sklavenschärpe ISig, I) bemer­ken wir eine miederartige Um- Wickelung , bevor öie lose ver­schlungenen Luden ans den Rock herab allen. Die Farbe der Schär­pen stimmt man natürlich zu dem Tan des Kleides ab. Weiße, gelbe oder creme Kleider werden durch schaltische, geblümte oder sonstige gemusterte Schärpen vorteilhast belebt.

Line recht amüsante Arbeit ist das Sticken van Kinderkleidern, deren kleine Stächen rasch bestickt oder in irgendeiner anderen weise verziert sind, bür Len Strand oder auch für den Landaufenthalt wirken kleine, gestickte käubchen überaus reizend, die von alt und jung. klein und groß getragen werden können und Überdies den Vorteil baden, leicht und bequem aui dem Isaupte zu fitzen.

Neben den bekannten wasch- stoffen wird in diese», Jahr recht viel Krepan lbaumwallener Krepps verwandt, der den Vorteil bietet, daß er nicht gebügelt z» werden

17,-. ä» 07 .

Lmpiretlei- mit Siiitibengarnilur und Stickereiüresten.

Nr. Je 005. »n«»enmuynu »ivnrftufr

braucht. Ltwaige Spitze» oder ^

Stickereien an solchen Krepp- ! und Beschreibung 60 Pf. Kleidern oder -Kufen müssen rar- ' sichtig aiisgeplättet werden, so daß das Bügeleisen den Krepp nicht berührt.

Recht stimmungsvoll nehmen fich die den Garderoben genau an­gepaßten Sonnenschirme aus. die.

Nr. 55 054 . wenn Taille und Rock in von-

S<anri!s mütz«en. einander abstechenden Sarbe-. ge­

nommen sind, genau dawn Lber- - einstimmen, und zwar so. Saß die Innenseite des Schirms viel­leicht zum Rock. die Außenseite dagegen zur Taille paßt. Schirm und Anzug stets miteinander in Linklang zu bringen, ist um so leichter, als es heute Gestelle gibt, bei denen die lleberzüge beliebig abgenommen und andere Übergezogen werden können.

Statt der Mäntel sollen jetzt große Tücher, nach Art der Umschlagtücher unserer Urgroßmütter, Ivieder modern werden.

Im Sommer, wenn duftige Spitzen, -arte Stickereien und spinn- webdünne Stoffe das schöne Geschlecht bauchartig einbüllen, mögen sie an kühlen Abenden, nach einem heißen Tag. der uns zur leichten Kleidung zwang, gern um die Schultern geschlagen werden, ob sie aber den Mantel dadurch verdrängen werden, dürfte mehr als fraglich sein. tzelene Grube.

Beschreibung der Bilder.

llr. dgiid. Die im Kimono- schnitt gehaltene Bluse ist in 3 Sarben lila D. M. L.-Garn reich bestickt, und die Ränder sind mit der dunkelsten Sorte ausfeftoniert. nie wird schräg geschlossen und ist natürlich auch in weiß oder Buntfarbig ge­halten ausführbar. Durch Kragen, deren 2 im Schnitt vorhanden find, kann sie ebenfalls vorteilhaft ausgestatiet werden. Schnitt zur Bluse unter llr. vggd in 42. 44, 46, 48 rm halber Gberiveite 60 Pf. Stickereimuster unter Nr. 5 ) gor für 70 Pf.

Nr. 6440 . Diese Bluse zeigt eine» gerade», breiten Besatzteil der mit hübschem Lochstickerei- muster geschmückt ist. Der eckige Ausschnitt, sowie die bestickten Aermelaufschläge sind mit ab- stechendem Seidenband umrandet. Scknitt zur Bluse unter Nr. dp40 in 44. 46, 48. so, 52, 54,

56 cm halber Gberweite 60 Pf. Stickereimuster unter Nr. 32 Ir­in Größe 44, 48, 52 für 80 Pf.

Nr. bd 07 . Suiterlos gearbeitet, wird das leichte, aus weißem leinen gefertigte Kleid am unteren Rockteil und unten in der Taille in feine Stüfchen ge­näht und, wie die Vorlage veranschau- licht, mit handge- stickten Stickereistrel- fen geschmückt. Außer den Linsätzen wird auch die vordere Rock­bahn und das vor- derteil der Taille be- stickt. Schnittniuster unter Nr. s -07 in 42,

44. 46, 48, 50. 52 cm halber Gberweite 1,25 ITT. Stickerei- Muster unter Nr. 3) 40g in Größe 44, 48, 52 für 1 m.

Nr. 5 J<) 0 . Dieser einfache, für Knaben und Mädchen passende Kittel ist aus einem Stück zuzuschneiden.

Die lange Taille wird durch den durch Stoff­spangen hindurchge­zogenen Gürtel mar­kiert. Die aus Sou- tachelitzen genähten einzelnen abstechenden Motive bilden eine hübsche 2lusstattung für den sonst so schlichten Kittel. Schnitt unter llr. sjpo in 28, 30, 32 cm halber Gberweite 50 Pf. Soutachemuster unter llr. 32 047 für 50 Pf.

llr. jsoos. Auch dieser kleine Knaben- Kittel ist äußerst einfach herzustellen. Der flotte Matrosenkragen, Gürtel und die Aermelaufschläge fi«-> abstechend gehalten und mit hübscher .greuzstichstickerei ver­ziert. Der Schnitt unter llr. 14003 für 50 Pf. Gelochte Schablone oder Bügel­muster für 50 ps

llr. 82JJ. De, reizende kleine Länger wurde aus naturfarbenem kleinen gear- beitet und mit orientalischer Stickerei auLgestattet, du-.ch die der Kleine Bolero und der unter, Rand des in Salten ge­legten Rockes wirkungsvoll verziert werden. Schnitt unter llr. 52JI in 28.

-30, 32, 34 cm halber Gberweite lilänoe 57, 65, 71, 78 cm| 60 Pf. Gelochte Schablone wer Bügelmnster unter llr. 32 0)0 tr vräße 30 ;ür CO Pf.

llr. 32 os». Ans weißem keinen oder Srotte zugeichnitten, wird das reizende Mätzchen nyi platt- und Schnurstick.-rei geschmückt Stickereimuster mit Schnitt

llr.

LNnrneblule mit

6 - 1 * 0 . beiiidtem vesatzltil.

Figur 1 .

Figur IU.

Figur 14.

Moderne Schärpen.

Unter Sigur IV veranschaulichen wir einige zeitgemäße Schärpen, die aus Lhiffonsamt. Seide oder Atlas hergestellt und, wie die jeweilige Vorlage zeigt, arrangiert werden Können. Bei Sigur l und II läßt sich ein und dcrielbe Stoff, wie dargestellt, beliebig um Len Körper winden, das heißt, verschieden arrangieren, während IIIV aus je einer Schärpe besteht, wie veranschaulicht, läßt sich dazu glatte oder gemusterte Seide benutzen, sowie alle seidenartigen Gewebe. Lin besonderer Schnitt für jedes einzelne Arrangement ist nicht erforderlich, denn sämtliche Siguren lassen sich genau nach den Modellen aiisführen. Sigur III kann auch auf andere Art umgeschlungen und verschlungen werden, so daß man sie wi« Sigur I und II -zu verschiedenen Kleidern auf ver­schiedene Art arrangieren kann.

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